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Zerbrochene Flasche in Bleistift

Eine Glasflasche war in mehrere Teile zerbrochen, aber nur der obere Teil war übrig geblieben. Was war mit dem Rest geschehen? Da es sich um eine Bierflasche handelte, war dem Betrunkenen die Flasche vielleicht an einem anderen Ort kaputtgegangen, was er womöglich gar nicht gemerkt hatte. Glas war eben doch zerbrechlich…

Immer wieder suche ich auf meinen Spaziergängen mit dem Hund aktiv nach interessanten Motiven, die man zeichnen könnte. Dabei fielen mir in letzter Zeit Dinge auf, die die Leute einfach wegwarfen und somit auf Gehwegen und Wiesen lagen. Meistens war es Müll, den niemand mehr brauchen konnte und in einen Mülleimer gehört hätte, doch Mülleimer schienen aus der Mode kommen zu sein bzw. das Werfen von Müll in diese Eimer. Doch diese Flasche, die ich in der Innenstadt entdeckt hatte, war sicherlich eine Pfandflasche gewesen, und die meisten Leute verzichten sicherlich nicht auf das Pfand. Jedenfalls gefiel mir die Flasche so gut, so dass ich sie zeichnen musste. Denn Glas ist schon an sich ein interessantes Material. Und in dieser Form war es noch viel besser. Ich nahm also dieses Motiv nach Hause mit, indem ich es fotografierte.

Ich begann damit, die Flasche grob zu skizzieren:

Dann arbeitete ich erst den größeren Teil des Glases mit allen Reflexionen aus. Das Etikett ließ ich weiß:

Mit dem kleineren Stück tat ich das Gleiche:

Nun fehlte nur noch das Etikett aus Papier. Da ich keine Werbung für das Bier machen wollte, zeichnete ich ein eigenes Motiv auf das Etikett, das mir gerade eingefallen war. Die fertige Flasche sah nun so aus:

Zum Schluss zeichnete ich ein wenig Schatten um die Flasche, denn sie lag auf dem Boden, auf den sie ein wenig Schatten warf:

Anschließend legte ich die Zeichnung für eine Weile weg, um sie mir dann noch einmal vorzunehmen. Denn nach meiner Erfahrung fallen einem dann die Fehler eher auf, als wenn man die Zeichnung die ganze Zeit betrachtet, ohne Pause. Ich habe den Hirschkopf auf dem Etikett und die Spiegelung auf der Flasche nachträglich geändert. Als ich mit dem Endergebnis zufrieden war, habe ich die Zeichnung noch signiert:

Ich habe auf Kopierpapier im DINA4-Format mit einem Feinminenbleistift der Stärke 0,5 und der Härte 2B gezeichnet.

Das Glas der Flasche mit seinen Reflexionen fand ich sehr interessant zum Zeichnen. Da kann man nur froh darüber sein, was die Leute so alles wegwerfen. Gerade an dem Glas konnte man fließende Übergänge zwischen den verschiedenen Grautönen üben. Gerade solche Übergänge sind nicht einfach. Manche Leute verwischen zu diesen Zwecken gerne bereits gezeichnete Bleistiftstriche. Das funktioniert bei sehr weichen Bleistiften sehr gut. Ich mag diese Technik nicht so gern, da ich die Übergänge zu weich finde. Mir gefallen Zeichnungen, an denen man die einzelnen Striche erkennen kann, da sie aussehen wie Zeichnungen und nicht wie Fotos. Ich hoffe, dass ich auch weiterhin interessante Motive wie dieses Glas finden werde. Zuletzt hatte ich einen Pappbecher gezeichnet.

Zerknüllter Becher in schwarz-weiß

Ein Pappbecher lag achtlos weggeworfen auf der Straße. Eine kleine Zigarettenkippe hatte sich zu ihm gesellt. Nun war der Becher nicht mehr ganz so allein. Auch wenn er mal alleine war, so hatte das bestimmt nicht so lange gedauert, denn die Menschen warfen immer wieder ihren Müll auf die Straße. Vielleicht wird sich das irgendwann ändern…

Immer wieder auf meinen Hundespaziergängen stechen mir achtlos weggeworfene Dinge ins Auge. Dinge, die man als Müll bezeichnen kann. Und ganz oft liegt dieser Müll nicht weit weg vom nächsten Mülleimer, und ich habe mich dabei oft gefragt, wieso die Mülleimer nicht benutzt werden, und die Leute den Müll lieber in die Landschaft werfen. Leider habe ich darauf keine Antwort gefunden. Aber wäre das anders, hätte ich mein Motiv für diese Zeichnung nicht gefunden. Denn dieser Becher mit der Zigarettenkippe schien mir äußerst interessant, weil er einige Falten und Knicke hatte, die gar nicht so einfach zum Zeichnen waren. Ich machte ein Foto von ihm.

Ich begann mit dem Umriss des Bechers und der Kippe:

Dann arbeitete ich zuerst den Becher von oben nach unten plastisch aus und anschließend die Kippe:

Da ich meistens einen Schatten dazu zeichne, entschied ich mich hier dazu, zusätzlich die Beschaffenheit des Bodens anzudeuten:

Als die Zeichnung fertig war, legte ich sie für eine Weile weg. Dann holte ich sie wieder hervor und betrachtete sie genau. Ich besserte die Stellen aus, die mir noch nicht gefielen. Als ich mit ihnen schließlich zufrieden war, signierte ich die Zeichnung. Ich habe sie mal fotografiert:

Ich habe auf Kopierpapier im DINA4-Format mit einem Feinminenbleistift der Stärke 0,5 und der Härte 2B gezeichnet.

Immer wieder finde ich meine Zeichenmotive in der Stadt auf meinen Spaziergängen. Den Müll hatte ich schon häufig gesehen, aber bisher war ich noch nicht auf die Idee gekommen, ihn zu zeichnen. Denn ich hatte schon anderes Kurioses auf der Straße gefunden, das ich ebenfalls interessant fand. Irgendwann hatte ich einen Sessel auf dem Gehweg entdeckt. Mal sehen, was mir sonst noch unterkommt.

Eichelmännchen

Frau und Herr Eichel hatten sich festlich herausgeputzt. Denn jetzt war es Herbst und es gab für sie reichlich zu feiern. Sie konnten sich endlich wieder mit der Familie und den Freunden treffen. Bevor sie wieder ein ganzes Jahr warten mussten…

Bei einem meiner Spaziergänge mit unserem Hund hatte ich Eicheln mit sehr stacheligen Hüten gefunden. Sofort dachte ich daran, daraus etwas Lustiges zu basteln. Vor allem musste ich dabei die Hüte miteinbeziehen, da ich sie wirklich sehr schön fand. Und Hüte waren eindeutig für Köpfe gemacht. Deshalb entschied ich mich dafür, die Eicheln in menschliche Gestalten zu verwandeln, wobei ich einzelne Teile aus ofenhärtender Modelliermasse formen wollte.

Eine der gefundenen Eicheln habe ich hier mal fotografiert:

Um einen Mann und eine Frau zu basteln, habe ich als erstes Hose bzw. Rock geformt und die Eicheln darauf gesteckt. Dann drückte ich unten die Füße daran. Jetzt konnten die Eicheln schon ordentlich stehen. Anschließend modellierte ich für jede Figur zwei Arme, die ich an der Hose und am Rock befestigte. Diese Arme bekamen nun Arme. Da die Männchen festlich aussehen sollten, formte ich eine Krawatte und eine Kette, die ich auch wiederum an Hose und Rock befestigte. Zum Schluss drückte ich oben für die Haare weitere Modelliermasse an die Eicheln, und zog sie mit den Fingern so weit hinunter, bis sie jeweils die Arme berührte. Dabei wurde sie dünner. Um anzudeuten, dass es sich um Haare handeln sollte, ritzte ich mit dem Zahnstocher feine Linien hinein. Jetzt fehlten nur noch die Hüte, die ich den Figuren aufsetze. Da mir der Rock der Frau nach oben hin zu kurz erschien, setzte ich noch einen Streifen in einer anderen Farbe an. Zum Härten der Modelliermasse steckte ich die Figuren in den Backofen. Nach dem Abkühlen malte ich ihnen noch Augen, Nasen und Münder mit Acrylfarben auf.

Ich habe die Beiden mal von allen Seiten fotografiert:

Die Männchen sind etwa 6 cm hoch.

Eicheln sind ein tolles Material zum Basteln. Im Herbst kann man sie sehr leicht finden. Da sie eine gleichmäßige ovale Form haben, können daraus ganz einfach die verschiedensten Figuren entstehen, indem man Beine, Arme oder auch Köpfe aus anderen Materialen anbringt. Hier habe ich Menschen gebastelt. Doch vor einiger Zeit hatte ich die Eicheln in Tiere verwandelt. Auch hier hatte ich mit ofenhärtender Modelliermasse gearbeitet.

Erdmännchen in Bleistift

Ein kleines Erdmännchen hatte sich auf seine Hinterbeine gestellt, um nach Feinden Ausschau zu halten. Wie so oft, denn das Rudel musste ja beschützt werden. Aber dort, wo es war, sollte es keine natürlichen Feinde geben. Und wenn doch, war es sehr unwahrscheinlich…

Als meine Kinder noch klein waren, gingen wir häufig mit ihnen in den Zoo. Denn sie sollten die Tiere in echt erleben. Und es gefiel ihnen auch jedes Mal. Ich persönlich mochte den Zoo nie besonders gerne, mit all den eingesperrten Tieren. Aber möglicherweise sollte so ein Zoo doch ganz nützlich sein, wenn es darum ging, bedrohte Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren. Bei unseren Ausflügen in den Zoo begegneten wir den auch Erdmännchen, die mir schon immer gut gefielen, weil sie so süß waren. Jetzt wollte ich mal wieder eines zeichnen, und zwar in einer für Erdmännchen typischen Haltung.

Ich skizzierte als erstes grob den Umriss des Erdmännchens:

Als ich mit dem Umriss zufrieden war, begann ich, das Erdmännchen von oben nach unten plastisch auszuarbeiten. Hier waren Kopf und Oberkörper bereits fertig:

Dann kamen beide Vorderbeine und ein Hinterbein hinzu:

Im nächsten Schritt hatte ich das Erdmännchen komplett ausgearbeitet:

Nun fehlte noch der Untergrund. Es war ein Baumstamm mit Rinde, auf dem das Erdmännchen saß. Ich versuchte, die Struktur der Rinde möglichst realistisch darzustellen:

Anschließend legte ich die Zeichnung für ein paar Stunden weg, um sie mir dann noch einmal vorzunehmen. Ich besserte auch hier an verschiedenen Stellen noch ein wenig aus. Nachdem ich sie für fertig erklärt hatte, signierte ich sie zum Schluss. Sie sah nun so aus:

Die Zeichnung entstand auf einem Blatt schönem Zeichenpapiers im DINA4-Format. Dabei habe ich einen Feinminenbleistift der Stärke 0,5 und der Härte 2B verwendet.

Immer wieder, wenn ich Lust dazu habe, etwas zu zeichnen, durchstöbere ich mein Archiv an Fotos nach einer geeigneten Vorlage. Manchmal finde ich gleich mehrere Vorlagen, die ich dann nacheinander abarbeiten kann. Daneben kann es vorkommen, dass ich auf Spaziergängen gezielt nach Gegenständen suche, die ich dann fotografiere. Diesem Erdmännchen war ich im Zoo im München begegnet. Da ich leider kein fotografisches Gedächtnis besitze, muss ich, wenn ich etwas realistisch zeichnen möchte, auf Vorlagen zurückgreifen. Dabei sind es in den allermeisten Fällen Fotos, die ich selbst gemacht hatte, denn nur so kann ich sicher gehen, keine Urheberrechte zu verletzen. Zuletzt hatte ich ein weibliches Portrait gezeichnet.

Grüner Ring mit Kreisen

Mehrere zweifarbige Kreise bildeten zusammen ein wunderschönes buntes Muster. Die verschiedenen Farben leuchteten dabei um die Wette. Und weil das Muster so prächtig war, wurde es an einem Ring angebracht, der fortan an einer Hand in die Welt hinausgetragen werden sollte…

Nachdem mir der rote Ring aus Gießharz so gut gelungen war, wollte ich nun noch einen in einer anderen Farbe basteln. Ich hatte ja verschiedene Harzabtönfarben, die transparent waren, und genau diese Transparenz war mir hier wichtig. Denn das Epoxidharz ist fast so wie Glas, und diesen Effekt wollte ich bewahren. Bei den Farben war ein dunkles Grün, das ich jetzt verwenden wollte. Die Scheibe aus ofenhärtender Modelliermasse, die auf den Ring aufgeklebt wurde, sollte auch ein anderes Muster erhalten.

Weil das Epoxidharz flüssig ist, musste der Ring in einer Gießform gegossen werden. Für den roten Ring hatte ich schon eine Form aus Silikon gebastelt, ich wollte aber noch eine zweite Form haben, um zwei Ringe gleichzeitig gießen zu können. Um so eine Form aus Silikon herzustellen, braucht man immer ein Modell. Ich formte mir einen Ring aus weißer Modelliermasse, den ich mit mehreren Nassschleifpapieren verschiedener Körnungen ganz glatt schliff und mit einer Poliercreme polierte. Hier ist er zu sehen:

Ich bastelte mir einen Gießkasten aus festem Karton:

In dessen Mitte klebte ich den Ring aus ofenhärtender Modelliermasse und füllte anschließend den Kasten mit flüssigem Silikonkautschuk fast bis unter den Rand. Nach etwa einer Stunde war das Silikon fest geworden und ich konnte die fertige Form aus dem Kasten nehmen, was allerdings nicht ohne Zerstörung des Kastens gelang:

Die Form war nun einsatzbereit. Da ich jetzt ja zwei Silikonformen hatte, konnte ich problemlos zwei Ringe auf einmal gießen. Ich mischte mir also das Harz aus zwei Komponenten zusammen, färbte es gleichmäßig mit der grünen Harzabtönfarbe ein und füllte es in die Silikonformen, bis ein kleiner Hügel überstand. Nach zwei Tagen konnte ich die Ringe aus den Formen nehmen und sie nach weiteren zwölf Tagen bearbeiten.

Um die Scheiben zu basteln, die auf die Ringe geklebt werden sollten, stellte ich mir aus ofenhärtender Modelliermasse in verschiedenen Farben eine Cane her, von der ich mehrere Scheiben abschneiden konnte. Hierfür rollte ich jeweils Modelliermasse einer Farbe zu einer Wurst aus und ummantelte sie mit einer Platte aus einer andersfarbigen Modelliermasse. So entstanden vier verschiedene Würste. Eine davon ummantelte ich zusätzlich mit einer Platte aus schwarzer Modelliermasse. Dann halbierte ich die Würste und ordnete sie wie eine Blume an und füllte die Lücken mit schwarzer Modelliermasse auf, so dass eine dicke Wurst entstand. Diese rollte ich vorsichtig dünner, bis sie so dünn war, wie ich sie haben wollte. Von dieser Wurst schnitt ich mehrere Scheiben ab, die ich im Backofen härtete.

Nachdem die Scheiben abgekühlt waren, suchte ich mir die beiden schönsten heraus und schliff sie nacheinander mit mehreren Nassschleifpapieren verschiedener Körnungen ganz glatt, wobei ich mit dem gröbsten Schleifpapier begann. Eine fertige Scheibe sah nun so aus:

Hier habe ich sie noch einmal mit einer unbearbeiteten Scheibe fotografiert:

Bei der geschliffenen Scheibe kommen die Farben mehr zur Geltung und die Ränder sind schärfer.

Nach einer zwölftägigen Wartezeit konnte ich die gegossenen Ringe weiterverarbeiten. Ich schliff sie an der oberen Stelle, die nicht in der Form war, mit verschiedenen Nassschleifpapieren glatt und polierte diese Stelle mit einer Poliercreme. Ich habe einen Ring vor und nach der Bearbeitung fotografiert:

Man kann einen deutlichen Unterschied erkennen.

Nun klebte ich die fertigen Scheiben auf die polierten Ringe mit einem Zwei-Komponenten-Kleber. Nach einer zwölfstündigen Trocknungszeit waren die Ringe endlich fertig. Sie sahen nun so aus:

Der Ring hat einen Innendurchmesser von 18 mm.

Ich bin ganz begeistert von diesen Ringen. Mir gefällt vor allem, dass sie transparent sind. Die leuchtenden Farben der Modelliermassen finde ich auch sehr schön. Und in dem geschliffenen Zustand kommen sie auch gut zur Geltung. So eine ofenhärtende Modelliermasse ist sehr vielseitig einsetzbar, was ich ganz großartig finde. Man kann daraus lustige Tierfiguren formen, täuschend echt aussehende Lebensmittelminiaturen basteln und eben Schmuck. Zuletzt hatte ich den roten Ring aus Epoxidharz und ofenhärtender Modelliermasse hergestellt.

Roter Ring mit Dreiecken

Einige Dreiecke in verschiedenen Farben bildeten zusammen ein buntes Muster. Dieses wunderschöne Muster schmückte einen leuchtend roten Ring. Und dieser Ring sollte irgendwann einen Finger verschönern. Sollte er nun den richtigen Finger finden…

Vor einiger Zeit hatte ich mit Epoxidharz herumexperimentiert und mir einige Anhänger gegossen. Da mir die Ringe aus ofenhärtender Modelliermasse sehr gut gefallen hatten, wollte ich nun farbige Ringe aus diesem Gießharz anfertigen. Zu diesem Zweck musste ich mir allerdings erst eine Gießform basteln, da das Epoxidharz flüssig ist und erst allmählich fest wird. Es ist ausgehärtet durchsichtig wie Glas. Da ich diesen Effekt erhalten wollte, musste ich das Harz mit einer transparenten Farbe vermischen.

Als erstes formte ich einen Ring aus weißer ofenhärtender Modelliermasse. Nach dem Härten schliff ich ihn mit mehreren Nassschleifpapieren verschiedener Körnungen und polierte ihn mit einer Polierpaste. Hier habe ich ihn mal fotografiert:

Dieser Ring sollte mir als Modell für die Form aus Silikon dienen. Zur Herstellung der Form baute ich mir einen Gießkasten aus stabiler Pappe, in dessen Mitte ich das Modell klebte. Dieser Gießkasten sah so aus, allerdings ohne Ring:

Anschließend füllte ich den Kasten bis knapp unter den Rand mit flüssigem Silikonkautschuk, der nach etwa einer Stunde ausgehärtet war. Dann nahm ich die fertige Silikonform aus dem Kasten, wobei ich diesen zerstören musste. Das war sie nun:

Dieses milchige Silikon ist sehr weich und flexibel und dabei sehr beständig gegenüber aggressiven Gießharzen, weshalb ich es für die Ringform verwendet habe.

Um einen Ring zu gießen, mischte ich mir das Epoxidharz aus zwei Komponenten zusammen, färbte es mit roter transparenter Farbe gleichmäßig ein und goß es vorsichtig in die Form, bis ein kleiner Hügel überstand. Anschließend ließ ich die Form stehen. Nach zwei Tagen konnte ich den Ring aus der Form nehmen und nach zwölf weiteren Tagen konnte ich ihn bearbeiten. Da der obere Rand des Rings nicht so schön war, schliff ich ihn mit mehreren Nassschleifpapieren in verschiedenen Körnungen und polierte ihn anschließend. Ich habe mal Fotos vor und nach der Bearbeitung gemacht:

Um den Ring zu vervollständigen, wollte ich eine bunte Scheibe anbringen. Hierfür benötigte ich eine Cane aus ofenhärtender Modelliermasse. Ich fügte also jeweils zwei dreieckige Prismen aus Modelliermasse in verschiedenen Farben zu einem Quader zusammen, so dass ich am Schluss vier verschiedene zweifarbigen Quader erhielt. Anschließend setzte ich sie zu einem großen Quader zusammen, wobei dazwischen dünne Platten aus schwarzer Modelliermasse kamen. Den großen Quader reduzierte ich vorsichtig auf eine kleinere Grundfläche, indem ich ihn von allen Seiten flacher drückte. Dann schnitt ich ihn in vier gleich große Teile, die ich wiederum auf gleiche Art zu einem großen Quader zusammensetzte. Diesen reduzierte ich wiederum auf die gewünschte Größe und schnitt davon mehrere Scheiben ab. Zwei dieser Scheiben härtete ich im Backofen und schliff sie nach dem Abkühlen ganz glatt. Ich habe mal eine fertige Scheibe fotografiert:

Und hier ist sie im Vergleich mit einer ungeschliffenen zu sehen:

Nun klebte ich die geschliffene Scheibe auf einen fertigen Ring mit einem Zwei-Komponenten-Kleber, der nach zwölf Stunden getrocknet war. Hier habe ich den Ring von zwei Seiten fotografiert:

Da ich ja zwei dieser bunten Scheiben im Ofen gehärtet hatte, habe ich mir gleich noch einen zweiten Ring gebastelt.

Die Ringe haben einen Innendurchmesser von 18 mm.

Der Ring passt perfekt auf meinen Ringfinger. Jetzt wird er auf seine Stabilität beim Tragen getestet. Er macht auch jetzt schon einen sehr stabilen Eindruck. Das Epoxidharz ist auch recht kratzfest, jedenfalls blieben meine Anhänger bis jetzt kratzfrei. Und auch sie habe ich fleißig getragen. Auf jeden Fall gefällt mir das eingefärbte Harz sehr gut, vor allem, weil es transparent geblieben ist. Zuletzt hatte ich einen Anhänger aus Harz gebastelt, das ich nicht eingefärbt und in das ich kleine farbige Puzzleteile eingegossen hatte.

Frauenportrait in Bleistift

Verschiedene Motive wollten nacheinander auf ein Blatt Papier gebracht und dort verewigt werden. Dinge, Tiere und Menschen. Menschen waren am schwierigsten und stellten die größte Herausforderung dar. Doch auch sie konnten nicht für immer verborgen bleiben. Sie mussten irgendwann an die Oberfläche kommen…

Nachdem ich überwiegend Männergesichter gezeichnet hatte, sollte es dieses Mal eins einer Frau werden. Schon vor längerer Zeit war ich auf die Suche gegangen und hatte dabei diese eine deutsche Schauspielerin ins Visier genommen. Da sie mich schon häufiger beeindruckt hatte, wollte ich nun Claudia Michelsen zeichnen. Im Internet fand ich ein Bild von ihr, das nicht aus einem Film stammte, und das ich verändert darstellen wollte.

Als erstes skizzierte ich hier die groben Umrisslinien:

Als ich mit ihnen zufrieden war, legte ich grob die Lage der Augenbrauen fest. Anschließend arbeitete ich die Stirn plastisch aus. Beim Zeichnen eines Portraits gehe ich immer gleich vor. Das Gesicht entstand auch hier von oben nach unten. Als ich mit der Stirn zufrieden war, skizzierte ich Augen, Nase und Mund, bevor ich bei den Augen ins Detail ging:

Nach den Augen schattierte ich die Nase und die Wangenpartien:

Anschließend arbeitete ich den Mund, das Kinn und die Ohren plastisch aus, so dass das Gesicht nun fertig war:

Jetzt zeichnete ich die Haare im Detail auch von oben nach unten, um dem Gesicht eine Frisur zu geben. Zum Schluss verpasste ich dem Kopf eine Schulterpartie mit einem Pullover, die auf dem Original so nicht zu sehen ist. Und da ich mit dem Mund überhaupt nicht zufrieden war, habe ich ihn auch noch mal geändert. Ich habe die Zeichnung mal fotografiert:

Ich packte die Zeichnung weg und schaute sie mir mehrere Stunden lang nicht mehr an. Dann holte ich sie wieder heraus. Nur so konnte ich feststellen, was nicht stimmte, und hier und da noch Fehler entdecken. Ich besserte die Zeichnung an so mancher Stelle aus, bis ich am Schluss aufgab, obwohl ich immer noch nicht 100%ig zufrieden war. Die endgültige Version sah so aus:

Ich habe das Portrait auf ein Blatt Kopierpapier im Format DINA4 gezeichnet mit einem Feinminenbleistift der Stärke 0,5 und der Härte 2B.

Bei so manchem Portrait habe ich am Schluss das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, aber ich finde den Fehler einfach nicht. Hier habe ich den Mund mehrfach wegradiert und wieder hingezeichnet, bis ich dann irgendwann beschlossen hatte, dass ich ihn nicht mehr besser machen konnte. Auch wenn man dann nicht ganz zufrieden ist, muss man aufhören und die Zeichnung für fertig erklären, sonst wird man verrückt. Und wenn ich sie dann wieder betrachte, finde ich sie doch ganz gut gelungen. Zuletzt hatte ich eine Rose gezeichnet.

Ring mit unregelmäßigem Muster

Ein paar wilde Flecken in den unterschiedlichsten Farben schmiegten sich eng aneinander und bildeten zusammen mit einem gelben Rand einen Kreis. Da dieser Kreis sehr dekorativ war, wurde er an einem Ring befestigt, der fortan einen Finger schmücken sollte. Um in die weite Welt hinaus getragen zu werden…

Da ich mit dem ersten Ring, den ich komplett aus ofenhärtender Modelliermasse gefertigt hatte, sehr zufrieden war, wollte ich nun einen zweiten mit einem anderen Muster basteln. Dabei sollte das Prinzip das gleiche sein. Auf einem Ringrohling aus weißer Modelliermasse wollte ich einen bunten Aufsatz befestigen. Diesem Aufsatz wollte ich nicht nur ein anderes Muster geben, sondern er sollte auch rund statt eckig werden.

Ich begann hier auch wieder mit einer Cane aus ofenhärtender Modelliermasse. Hierfür ummantelte ich mehrere Würste in verschiedenen Farben mit Platten anderer Farben. Diese Rollen fügte ich zu einem Ganzen zusammen, wobei ich dazwischen noch Platten aus schwarzer Modelliermasse legte. Dieses Ganze rollte ich vorsichtig auf der Tischplatte und reduzierte die Cane ein wenig. Dann schnitt ich mehrere Scheiben davon ab, die ich wiederum in unterschiedliche Stücke zerteilte. Diese Stücke setzte ich dann wieder zufällig zusammen, so dass ein wildes Muster entstand. Dieses neu entstandene Ganze ummantelte ich mit gelber Modelliermasse und rollte es vorsichtig zu einer Wurst, von der ich wiederum Scheiben abschnitt. Eine dieser Scheiben sollte später auf einen Ringrohling gesetzt werden. Bevor dies aber geschehen sollte, härtete ich die Scheiben im Backofen.

Für den weißen Ringrohling rollte ich ein wenig weiße ofenhärtende Modelliermasse zu einer Platte aus, aus der ich einen schmalen geraden Streifen schnitt. Diesen Streifen fügte ich zu einem Ring zusammen, indem ich ihn über den Stiel eines Kochlöffels legte, den ich mit Papier dicker gemacht hatte. Anschließend zog ich den Ring vorsichtig ab und härtete ihn im Backofen, damit er sich nicht mehr verformen konnte. Nach dem Abkühlen befestigte ich eine kleine Platte aus frischer Modelliermasse an dem Ring. Dann kam der Ring erneut in den Backofen. Als er vollständig abgekühlt und gehärtet war, schliff ich den Ringrohling nacheinander mit mehreren Nassschleifpapieren unterschiedlicher Körnung ganz glatt. Ich habe ihn mal fotografiert:

Auf den fertigen Ringrohling montierte ich nun eine der gehärteten Scheiben mit frischer gelber Modelliermasse und einer Mischung aus Modelliermasse und der flüssigen Variante. Jetzt kam der Ring endgültig zum Härten in den Backofen. Er sah so aus:

Um den Ring fertigzustellen, schliff ich die bunte Scheibe nacheinander mit mehreren Nassschleifpapieren verschiedener Körnung ganz glatt. Der fertige Ring ist hier von unterschiedlichen Seiten zu sehen:

Gleichzeitig habe ich einen zweiten Ring gebastelt. Ich habe beide Ringe nebeneinander gelegt und fotografiert, der eine ist geschliffen und der andere nicht:

Man kann hier sehr gut den Unterschied erkennen. Bei dem geschliffenen Ring links sind die Farben leuchtender und die Abgrenzungen zwischen den Farbflächen schärfer.

Der Ring hat einen Durchmesser von ungefähr 19 mm.

Ich bin mit den Ringen aus ofenhärtender Modelliermasse sehr zufrieden. Ganz besonders gefallen mir die leuchtenden Farben, die geschliffen gut zur Geltung kommen. Deshalb sind diese Ringe am Finger ein echter Hingucker. Ich bin doch immer wieder überrascht darüber, was man alles aus der ofenhärtender Modelliermasse machen kann. Bunte Figuren und edler Schmuck. Mal sehen, was ich als nächstes probieren werde. Davor hatte ich einen Ring mit einem anderen Muster gebastelt.

Ring mit kleinen Rechtecken

Viele kleine Rechtecke, die alle nicht mehr gerade waren, hatten sich zu einem Muster zusammengefunden und bildeten nun ein größeres Quadrat. Dieses Quadrat thronte auf einem weißen Ring, der nur darauf wartete, einen Finger zu schmücken. Ganz sicher würde er mit seinen bunten Farben alle Blicke auf sich ziehen…

Nachdem ich schon einige Armbänder und eben so viele Anhänger gebastelt hatte, wollte ich etwas Anderes versuchen. Etwas, mit dem ich mich bisher noch nie beschäftigt hatte. Dieses Mal sollte es ein Ring werden. Ich war immer der Meinung, dass ich keine Ringe mag und ich auch keine außer dem Ehering tragen werde. Nun habe ich diese Meinung doch geändert und gedacht, die andere Hand könnte vielleicht auch einen Ring vertragen. Als erstes wollte ich einen Ring aus ofenhärtender Modelliermasse basteln und ausprobieren, wieviel er wohl aushalten wird.

Ich begann mit einer Cane aus ofenhärtender Modelliermasse. Hierfür ummantelte ich jeweils einen Quader einer Farbe mit einer Platte einer anderen Farbe, so dass ich vier verschiedene Quader erhielt. Diese Quader fügte ich zu einem großen zusammen, wobei ich dünne Platten aus schwarzer Modelliermasse dazwischen setzte. Anschließend reduzierte ich die Größe des neu entstandenen Quaders, indem ich ihn vorsichtig von allen Seiten zusammendrückte. Dabei wurde er immer länger. Nun ummantelte ich ihn mit einer schwarzen Platte und schnitt ihn in vier gleich großen Teile, die ich wiederum zu einem Ganzen zusammenfügte. Den so entstandenen Quader reduzierte ich bis zur gewünschten und endgültigen Größe. Nun konnte ich davon eine Scheibe abschneiden, die ich dann auf dem Ringrohling befestigen konnte. Die Scheibe härtete ich aber erst im Backofen.

Dann bastelte ich mir eine Ringrohling aus weißer ofenhärtender Modelliermasse. Hierfür rollte ich mir etwas von der Masse aus, schnitt einen möglichst geraden Streifen zurecht und formte daraus einen Ring, indem ich ihn um einen Kochlöffelstiel wand. Den Stiel hatte ich zuvor mit Papierstreifen etwas dicker gemacht. Nun zog ich den Ring vorsichtig vom Kochlöffel und steckte ihn zum Härten in den Backofen, damit er sich bei der Weiterverarbeitung nicht mehr verbiegen konnte. Nach dem Abkühlen brachte ich eine kleine Platte aus frischer weißer Modelliermasse mit Hilfe der flüssigen Variante am Ring an und steckte ihn erneut in den Backofen. Als der Ring vollständig erkaltete war, schliff ich ihn mit mehreren Nassschleifpapieren verschiedener Körnung nacheinander ganz glatt. Hierbei begann ich mit dem gröbsten Schleifpapier. Der fertige Ringrohling sah nun so aus:

Jetzt montierte ich die gehärtete Scheibe mit den Rechtecken mit Hilfe einer Kombination aus frischer schwarzer Modelliermasse und der flüssigen Variante auf den Ringrohling. Anschließend kam alles nochmal zum Härten in den Backofen. Diesen Ring habe ich nun fotografiert:

Als letztes schliff ich noch die Scheibe mit den unterschiedlichen Nassschleifpapieren ganz glatt. Ich habe zwei Ringe gleichzeitig gebastelt, um die Unterschiede vor und nach dem Schleifen besser zeigen zu können:

Der rechte ist der ungeschliffene Ring. Und da es zwei Ringe sind, ist auf den Einzelfotografien mal der eine und mal der andere Ring zu sehen. Hier habe ich mal den geschliffenen Ring von mehreren Seiten fotografiert:

Der Ring hat einen Durchmesser von ungefähr 19 mm.

Ich bin überrasch, wie schön und vor allem wie stabil der Ring geworden ist. Nachdem beide Ringe fertig geworden waren, habe ich einen davon getragen. Den ganzen Tag und über mehrere Tage hinweg. Ich habe ihn also auf Alltagstauglichkeit geprüft. Da ich bisher immer nur meinen Ehering getragen hatte, war das eine enorme Umstellung. Denn ich bin hin und wieder mit dem Ring irgendwo hängengeblieben. Außerdem hatte er auch noch einen anderen Nachteil. So schön das Weiß des Ringes auch ist, so anfällig ist es aber auch Schmutz gegenüber. Der Ring hatte sich nach und nach immer mehr verfärbt. Da ist eine schwarze Modelliermasse wohl vorteilhafter. Aber der Ring ist sehr stabil und bricht auch nicht, wenn man ihn mal fallenlässt. Das Herstellen einer für mich neuen Schmuckart hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zuletzt hatte ich Schmuckanhänger aus ofenhärtender Modelliermasse gebastelt.

Rose in Bleistift

Eine Rose hatte ihre beste Zeit bereits hinter sich. Und obwohl sie noch so schön aufrecht in ihrem Garten stand, sah man ihr Ende schon kommen. Denn sie war an manchen Stellen verschrumpelt und ausgetrocknet…

Hin und wieder suche ich in meiner Bildersammlung nach bestimmten Fotos, für den Fall, dass ich mal wieder Lust zum Zeichnen bekomme. Und hier meine ich das Zeichnen mit dem Ziel, dabei möglichst realistisch aussehende Bilder zu erhalten. Da ich aber kein fotografisches Gedächtnis habe, benötige ich eine Fotovorlage. Soweit es geht, sollte es eine Vorlage sein, die ich selbst erstellt habe. Als ich also vor kurzem wieder Lust zum Zeichnen bekam, wurde ich schnell fündig unter den Bildern, die ich zuletzt herausgesucht hatte. Dieses Mal wollte ich eine Rose zeichnen, die schon ein wenig ausgetrocknet war, da ich ganz gerne Objekte mag, an denen die Vergänglichkeit zu erkennen ist.

Ich nahm mir ein Blatt normales Kopierpapier und begann zu zeichnen. Als erstes skizzierte ich grob den Umriss der Rose:

Als ich damit zufrieden war, arbeitete ich sie langsam plastisch aus, wobei ich am linken Ende begann. Nach und nach entstand so eine realistisch aussehende Blüte mit Stengel:

Die Zeichnung war nun fertig und stellte mich schon sehr zufrieden. Wie immer legte ich sie aber zur Seite und schaute sie mir einige Stunden lang nicht mehr an. Nur so konnte ich sicher gehen, möglicherweise noch Fehler zu finden. Als ich mir die Zeichnung dann nochmal vornahm, besserte ich sie tatsächlich hier und da noch etwas aus. Das Endergebnis habe ich hier mal fotografiert:

Ich habe die Rose mit einem Feinmienenbleistift der Stärke 0,5 und einer 2B-Miene auf ein Blatt normales Kopierpapier gezeichnet.

Das Zeichnen nach einer Fotovorlage übt das genaue Sehen, wobei es bei einer Blume nicht so sehr darauf ankommt, dass die Zeichnung genau wie die Vorlage aussieht. Denn man kann auch bei geringfügigen Abweichungen erkennen, dass es sich um eine Blume handelt. Bei menschlichen Gesichtern hingegen sollte man so genau wie nur möglich arbeiten, denn ein Gesicht kann recht schnell schief aussehen, und im besten Fall will man auch die dargestellte Person wiedererkennen. Demnach erfordert das Portraitzeichnen ein wenig mehr Übung, und manchmal stoße ich hierbei auch an meine Grenzen. Aber egal, was ich zeichne, mir macht alles Spaß, und ich kann auf jeden Fall entspannen, so dass ich in Zeiten, in denen ich mich mehr gestresst fühle, auch mehr zeichne. Zuletzt hatte ich eine Katze gezeichnet.