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Siebdruck mit Stift und einem Auge

Ein Stift hatte zuerst ein Auge und dann ein Gesicht gezeichnet, nachdem er das Wort „art“ geschrieben hatte. Nun wusste er nicht, was er machen sollte und malte einfach weiter. Wohl solange, bis er an den Rand kommen sollte…

Nachdem ich meinen selbstgenähten Beutel mit den Tieren bedruckt hatte, kam mir sogleich eine neue Idee für ein weiteres Siebdruckmotiv. Dieses Motiv sollte aber auf ein T-Shirt kommen, da ich noch welche im Vorrat hatte. Und es sollte ein Auge, ein Gesicht und einen Stift zeigen.

Mit einem Bleistift brachte ich diese Idee zu Papier. Mein fertiger Entwurf, mit dem ich zufrieden war, sah so aus:

Anschließend übertrug ich ihn mit einem wasserfesten Folienstift auf eine Overheadfolie. Das Motiv schnitt ich mit dem Cuttermesser so genau wie möglich aus:

Da die Folie doch recht spiegelt, habe ich sie schräg von vorne fotografiert.

Nun konnte ich das Motiv auf Stoff drucken. Da ich erst einen Probedruck anfertigen wollte, nahm ich hierfür ein weißes T-Shirt. Ich befestigte also die Folie auf dem Sieb des Sibdruckrahmens mit Malerkrepp und legte den Rahmen mit dem Sieb nach unten auf den Stoff. Da die Farbe nicht auf die Rückseite des T-Shirts kommen sollte, kam vorher noch eine Folie zwischen rein. Anschließend platzierte ich oberhalb des Motivs ein wenig Farbe auf dem Sieb und strich sie mit dem Rakel hindurch. Diesen Vorgang wiederholte ich zweimal. Dann hob ich den Siebdruckrahmen vorsichtig hoch.

Ich habe diesen Probedruck mal fotografiert:

Da ich mit dem Probedruck sehr zufrieden war, druckte ich das Motiv gleich im Anschluss auf das eigentliche T-Shirt, in das ich ebenfalls eine Folie gelegt hatte. Das war möglich, da ich dieselbe Farbe verwenden wollte. Die Siebdruckfarbe trocknet im Sieb nicht so schnell ein, so dass mehrere Drucke nacheinander möglich sind. Nach dem Drucken zog ich die Folie vom Sieb ab, reinigte das Sieb mit Wasser, trocknete die Farbe auf den T-Shirts mit dem Föhn und fixierte sie mit dem Bügeleisen. Vor dem Fixieren nahm ich allerdings die Folien aus den T-Shirts heraus.

Das Endergebnis ist hier zu sehen:

Das Motiv ist etwa 17,5 cm breit.

Jetzt habe ich schon einige Motive mit der Siebdrucktechnik auf T-Shirts gebracht, und ich bin immer noch von den Ergebnissen begeistert. Die Farbe wird über das Sieb sehr gleichmäßig auf dem Stoff verteilt, so dass die Drucke nach ein wenig anfänglicher Übung perfekt werden. Zudem ist die Technik mit den Schablonen aus Folien sehr einfach. Für mich und meine Motive reicht sie. Vor allem auch, da ich jede beliebige Folie auf den Siebrahmen kleben kann und ich somit nur einen Siebrahmen benötige. Zuletzt habe ich den selbstgebastelten Beutel mit verschiedenen Tieren bedruckt.

Portrait der Band „Muse“

Die Mitglieder der Band „Muse“ stammen aus einem kleinen Ort in Südengland, Teignmouth. Ihr erstes Album kam vor über 20 Jahren heraus, und heute füllen sie ganze Stadien, da viele Menschen ihre Musik mögen…

Da die Band „Muse“ immer noch meine Lieblingsband ist, dachte ich mir, ich könnte meine nächste Portraitzeichnung ihnen widmen. Den Sänger hatte ich ja schon mal gezeichnet, jetzt sollte es die ganze Band werden. Und da ich sie noch nicht persönlich getroffen habe und ich sie nicht aus dem Gedächtnis zeichnen kann, musste ich hier auf Fotos zur Vorlage zurückgreifen, die ganz leicht im Internet zu finden waren. Allerdings habe ich mir nicht ein einziges Foto herausgesucht, sondern drei verschiedene einer Reihe, und ich wollte dabei die Einzelportraits wie in einer Collage zu einem Ganzen zusammensetzen.

Angefangen habe ich ganz links und mich nach rechts weitergearbeitet. Dabei habe ich Kopf und Kleidung erst vorskizziert und dann den Kopf vollständig ausgearbeitet:

Erst dann habe ich mich dem nächsten Portrait zugewandt. Auch hier habe ich zuerst die Umrisslinien skizziert, bevor ich Kopf und Hals plastisch ausgearbeitet habe:

Beim dritten Bandmitglied ging ich genauso vor:

Anschließend arbeitete ich die Kleidung von links nach rechts aus, wobei ich versuchte, sie ineinander verschwimmen zu lassen. Ebenso sollte sie von oben nach unten heller werden:

Nun ließ ich die Zeichnung einige Stunden liegen, um sie mir dann wieder vorzunehmen. Ich besserte sie hier und da ein wenig aus. Am Schluss sahen meine Portraits so aus:

Ich habe die Portraits auf ein normales Kopierpapier der Größe DINA4 und mit einem Feinlinienbleistift der Breite 0,5 mm und der Härte 2B gezeichnet.

Dieses Dreierportrait fand ich schwieriger als ein Einzelportrait. Ich habe es mir auch noch dadurch erschwert, dass ich verschiedene Fotos verwendet habe. Allerdings war es mir dadurch möglich, alle drei gleichberechtigt darzustellen, denn auf den Fotos war es häufig so, dass eine Person weiter vorne stand, während eine andere weiter hinten war, und sie somit unterschiedlich groß waren. Auf jeden Fall hat es mir auch hier wieder großen Spaß gemacht, auch wenn ich hier ein wenig länger beschäftigt war. Zuletzt hatte ich einen Schauspieler portraitiert.

Stoffbeutel mit Tiermotiv

Viele kleine Stofftiere wünschten sich ein neues Zuhause. Bisher wohnten sie in einem lieblosen Plastiksack, der ihnen irgendwann nicht mehr schön genug erschien. Und weil dieser Sack wirklich nicht so toll war, sollten sie eine neue Wohnung bekommen…

Schon etwas länger hatte ich ein kaputtes Bettlaken in meinem Wäschekorb liegen. Nachdem ich es gewaschen hatte, wollte ich es aufheben, da es nur an einer Stelle ein großes Loch hatte und sonst noch über genügend Stoff verfügte, der noch in Ordnung war. Ich hatte nur noch keine Idee, was ich daraus machen wollte.

Jetzt dachte ich, ich müsste etwas Größeres daraus basteln, da so ein Bettlaken schon an sich recht groß ist und ich deshalb viel Stoff zur Verfügung hatte. Dann kam mir die Idee, einen Beutel für meine kleinen Probestofftiere daraus zu nähen. Denn ich hatte bisher für sie nur eine Plastiktüte. Dieser neue Stoffbeutel sollte oben über eine Kordel oder Schnur geschlossen werden können.

Ich überlegte mir, den Beutel so einfach wie möglich zu gestalten, und ihn deshalb aus einfachen Rechtecken zusammenzusetzen. Mit Hilfe eines DINA4-Blattes zeichnete ich mir mir zwei größere und zwei etwas kleinere Rechtecke auf den Stoff und schnitt sie aus. Dann legte ich alle Rechtecke aufeinander, die größeren innen, und nähte sie an drei Seiten zusammen. Oben, wo der Tunnel für die Kordel entstehen sollte, schnitt ich den Stoff knapp zur Naht zurück. Dann klappte ich oben die größeren Rechtecke um und nähte sie fest, so dass ich den Tunnel erhielt. Nun drehte ich den Beutel um. Für die Kordel flocht ich einen Zopf aus Wolle, den ich an beiden Seiten mit einem Knoten sicherte. Zum Schluss zog ich diesen Zopf durch den Tunnel durch, und der Beutel war fertig.

Da mir der Beutel so ein wenig schmucklos erschien und ich ihn deshalb verzieren wollte, überlegte ich mir ein Siebdruckmotiv für ihn. Ich zeichnete mit Bleistift auf Papier einen Entwurf:

Als ich mit ihm zufrieden war, übertrug ich ihn auf eine Overheadfolie und schnitt das Motiv mit einem Cuttermesser aus. Die Folie sah so aus:

Als erstes druckte ich das Motiv auf ein weißes Probe-T-Shirt mit meiner neuen Neon-Farbe. Ich habe den Druck mal fotografiert:

Da ich fand, dass das Motiv gut gelungen war, druckte ich es nun in einer anderen Farbe auf den Beutel:

Die Druckfarbe trocknete ich nach jedem Druck mit dem Föhn und fixierte sie anschließend mit dem Bügeleisen.

Der fertige Beutel ist ganz oben zu sehen und hier gefüllt mit allen Tieren:

Der Stoffbeutel ist etwa 33,5 cm hoch.

Es hat Spaß gemacht, mal etwas Nützliches zu nähen. Und dabei etwas zu verwenden, was sonst im Müll gelandet wäre. Ich habe mir vorgenommen, nach und nach mehrere Beutel zu nähen und alle Plastiktüten zu ersetzen, in denen ich meine Malutensilien aufbewahre. Für meine Stoffmasken hatte ich ja alte Kleidungsstücke gesammelt und sicherlich bleibt hier auch noch Stoff übrig. Und für meine Tiere verwende ich lieber die gekauften, etwas flauschigeren Stoffe. Zuletzt hatte ich eine Rose mit der Siebdrucktechnik auf einen Stoff gedruckt, den ich für eine Maske verwendet hatte.

Anhänger aus Speckstein

Ein grauer Stein wollte zu einem Anhänger verarbeitet werden. Er wollte zeigen, wie schön er sein konnte. Und tatsächlich erstrahlte er nach der Bearbeitung in einem ganz anderen Glanz und hatte eine schöne Farbe angenommen…

Vor einiger Zeit hatte ich auf dem Gehsteig einen halb bearbeiteten und recht großen Speckstein gefunden. In der Stadt, in der ich wohne, ist es üblich, Dinge, die man nicht mehr gebrauchen kann, mit einem „Zu verschenken“-Zettel auf den Gehsteig zu legen. Irgendjemand nimmt sie dann schon mit. Und ich hatte mich über den Speckstein gefreut, da ich ja ganz gerne mit Speckstein arbeite. Nur wusste ich natürlich nicht, welche tatsächliche Farbe in ihm steckte, er war einfach nur grau.

Als ich den Speckstein mitgenommen hatte, hatte ich noch keine besondere Idee, was daraus werden sollte. Nun wollte ich einen Anhänger aus dem Stein machen. Für den Anhänger sägte ich mir eine Scheibe davon ab, da der Stein recht groß war und auf jeden Fall viel zu groß für so ein kleines Schmuckstück.

Da ich aber nicht einfach darauf los feilen wollte, zeichnete ich mit Bleistift auf Papier einen Entwurf. Auf dem folgenden Foto ist er zu sehen:

Diesen Entwurf übertrug ich dann auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt ihn aus. Mit Hilfe dieser Papierschablone zeichnete ich die Umrisslinie auf die Specksteinscheibe. Jetzt bearbeitete ich den Stein mit einer groben Feile und so lange, bis ich die Form des Anhängers freigelegt hatte. Anschließend bohrte ich das Loch am oberen Rand mit dem Bohrer meines Taschenmessers. Mit derselben Feile arbeitete ich nun die Rechtecke heraus, indem ich den Rest möglichst plan und gleichmäßig wegfeilte. Zum Schluss ritzte ich mit der kleinen Klinge des Taschenmessers die eckige Linie in den Anhänger.

Als ich dann mit allen Formen zufrieden war, schliff ich den Stein erst mit einem groben und dann mit einem feinen Schleifpapier ganz glatt. Um dem Stein seine eigentliche Farbe vollständig zu entlocken, behandelte ich ihn mit dem Holzpflegemittel, und das solange, bis er sich damit vollgesogen hatte und sich seine Farbe nicht mehr veränderte. Es zeigte sich, dass der Speckstein grün war und dunkle Flecken hatte. Ich habe den fertigen Anhänger von mehreren Seiten fotografiert:

Der Anhänger ist etwa 4 cm hoch.

Speckstein ist ein wunderbares Material. Er ist ein Naturstein und läßt sich sehr leicht bearbeiten. Und das Tolle daran ist, dass er sehr unterschiedliche Farben haben kann. Wenn man ihn im Künstlerbedarf kauft, steht dran, welche Farbe er hat, aber auch da kann es zu Überraschungen führen. Bisher hatte ich meistens Tierfiguren, wie die Maus mit Käse, daraus gebastelt, jetzt wollte ich einen Anhänger haben, um testen zu können, wie stabil er ist und ob er möglicherweise beim Tragen zerbrechen könnte. Außerdem sieht der Speckstein als Schmuck auch sehr schön aus.

Stillleben mit Stiften und einem Radiergummi

Mehrere Stifte, ein Pinsel und ein Radiergummi hatten sich versammelt und warteten auf ihren Einsatz. Sie alle wollten gebraucht werden für ein schönes Bild oder eine Zeichnung, denn dafür waren sie ja gemacht worden. Was wohl mit ihrer Hilfe entstehen wird…

Ich hatte mal wieder Lust dazu, etwas zu zeichnen. Dieses Mal sollten es Gebrauchsgegenstände sein, die ich aufs Papier bringen wollte. Dabei lag es nahe, Dinge zu zeichnen, mit denen man Kunst schaffen konnte. Für die Zeichnung baute ich mir meinen Malbecher mit Stiften und einem Pinsel auf und legte einen Fallminenbleistift und einen Radiergummi daneben.

Als erstes zeichnete ich einen groben Umriss der ganzen Szene, den ich hier mal fotografiert habe:

Als ich mit der Umrisszeichnung zufrieden war, arbeitete ich zuerst den Fallminenbleistift links plastisch aus. Anschließend nahm ich mir den Becher mit Pinsel und den Stiften vor, wobei ich jedes einzelne Element fertigstellte, bevor ich mich dem nächsten widmete, und dabei mit dem Pinsel begann und mit dem Becher aufhörte. Zum Schluss wurde der Radiergummi plastisch. Ich arbeitete mich also von links nach rechts durch. Die Zeichnung sah nun so aus:

Ich fand, dass die Zeichnung so recht komisch aussah, als ob die Elemente irgendwie im Raum schweben würden. Deshalb fügte ich überall einen Schatten hinzu, so dass klar wurde, dass Stift, Becher und Radiergummi auf einer Fläche lagen:

Nun ließ ich die Zeichnung mehrere Stunden liegen, um einen gewissen Abstand zu ihr zu gewinnen. Auf diesem Weg kann ich dann immer noch Fehler sehen, die mir zuletzt nicht aufgefallen waren, weil ich mich zu sehr mit der Zeichnung beschäftigt hatte.

Als ich mir meine Arbeit nochmal vornahm, veränderte ich hier und da Kleinigkeiten und fügte noch einen kleinen Schatten hinzu. Dann erklärte ich sie für fertig und signierte sie. Das Endergebnis habe ich natürlich auch fotografiert:

Ich habe hier auf ein DINA4-Blatt guten Zeichenpapiers mit einem Feinminenbleistift der Stärke 0,5 mm und der Härte 2B gezeichnet.

Da ich ab und zu gerne zeichne, suche ich nach immer wieder neuen Motiven. Ich hatte schon Blumen, Gemüse und ein Fahrrad gemalt. Meine letzte Bleistiftzeichnung zeigte ein Portrait. Aber ich bin mir sicher, dass es noch weitere interessante Dinge gibt, die sich zu zeichnen lohnen. Das Zeichnen an sich entspannt mich immer sehr. Dennoch schiebe ich neue Zeichenideen ewig vor mich her, während ich andere Bastelprojekte schneller verwirklichen will. Womöglich liegt es daran, dass ich den Anfang einer jeden Zeichnung schwierig finde. Denn schließlich sollte man den Umriss möglichst genau treffen. Aber trotz der Schwierigkeiten werde ich weiterhin zeichnen.

Zwerge mit Säcken

Zwei Zwerge hatten sich im Bergwerk ihre Säcke mit Edelsteinen vollgefüllt. Als sie sich auf dem Heimweg befanden, überfiel sie ein großer dunkler Mann mit einer schwarzen Maske im Gesicht. Blitzschnell griff dieser nach den Säcken und lief mit ihnen davon. Doch leider wusste er nicht, dass die Zwerge zaubern konnten…

Das Schnitzen der Hunde hatte mir großen Spaß gemacht. Da traf es sich gut, dass ich bei einem meiner Spaziergänge ein paar Holzleisten auf dem Gehweg fand. Jemand hatte sie zum Verschenken rausgestellt. Auf dem Holz selbst war kein Hinweis zu finden, um was für Holz es sich handelte. Es war so hell, wie das Lindenholz, das ich normalweise bearbeitete. Also wollte ich es damit versuchen.

Nachdem ich das Holz ausgemessen hatte, überlegte ich mir, was ich daraus schnitzten wollte. Schon bald wusste ich, dass aus der einen Leiste kleine Zwerge gebastelt werden sollten. Ich zeichnete also einen Zwerg in richtiger Größe mit Bleistift auf Papier. Den fertigen Entwurf habe ich hier mal fotografiert:

Diesen Entwurf pauste ich auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt ihn aus. Dann übertrug ich die Umrisslinie auf das Holz und sägte den Zwerg grob aus. Nun konnte ich mit dem Schnitzen anfangen. Doch leider kam ich nicht weit. Dieses Holz ließ sich überhaupt nicht mit meinem Schnitzwerkzeug bearbeiten. Es splitterte stark.

Da ich die Zwerge aber immer noch schnitzen wollte, suchte ich mir aus meinem Fundus etwas Lindenholz heraus. Ich fand einen wenig bearbeiteten Rohling, der einen Löwen darstellen sollte, den Kind eins einmal geschenkt bekommen hatte. Doch leider hatte das Kind ziemlich schnell die Lust am Schnitzen verloren. Einen Löwen wollte ich daraus auch nicht machen, da er für einen richtigen Löwen viel zu dünn war. Aber für die Zwerge war er gerade richtig.

Ich zeichnete mir also zwei Zwerge auf dem Löwen auf und sägte sie grob aus. Mit einem Zwerg fing ich an. Da ich den Zwerg nicht exakt an der Umrisslinie aussägen konnte, schnitt ich ihn mit meinem Schnitzwerkzeug aus, so dass er nun die Form der Vorderansicht hatte. Ich begann nun den Zwerg von vorne herauszuarbeiten. Dann arbeitete ich mich über die Seiten zur Hinteransicht durch. Dabei drehte ich den Zwerg immer wieder, um alle Seiten zu betrachten und zu sehen, ob sie auch zueinander passten.

Als ich mit dem ersten Zwerg zufrieden war, nahm ich mir den zweiten vor. Diesen schnitzte ich in gleicher Weise wie den ersten. Als auch er fertig war, glättete ich beide mit grobem Schleifpapier. Dabei ließ ich aber den Bart, die Haare und den Rand der Mütze, so wie ich sie geschnitzt hatte. Den ersten Zwerg rieb ich nur mit einem Holzpflegemittel ein. Er sah so aus:

Den zweiten Zwerg malte ich mit verdünnten Acrylfarben an, bevor ich ihn mit dem Holzpflegemittel einrieb:

Die Zwerge sind etwa 4,5 cm groß.

Ich finde es immer ziemlich anstrengend, bis ich endlich mit dem eigentlichen Schnitzen anfangen kann. Das Aussägen und Zuschneiden mit dem Schnitzmesser ist schweißtreibend und macht nicht wirklich Spaß. Hat dann die Figur aber die richtige Form, wird alles besser. Mit dem eigentlichen Schnitzen kann dann die Figur langsam entstehen und das Modellieren der Einzelheiten mit dem Messer macht dann wirklich Spass. Wenn da nur die Vorarbeiten nicht wären. Trotz allem werde ich Weiterschnitzen, weil mich die fertigen Figuren einfach glücklich machen. Zuletzt habe ich Hunde geschnitzt.

Stempel für Wachs und Papier

Ein Tier, ein Kuchen und eine Blume wollten im Wachs verewigt und zu Papier gebracht werden. Um irgendwann einmal schöne Karten verzieren zu können oder auf Geschenkpapier zu landen, mit dem Geschenke eingepackt wurden. Das sollte für immer ihr Ziel sein…

Nachdem mir das Basteln der Stempel für Siegelwachs großen Spaß gemacht hatte, wollte ich weitere herstellen, aber dieses Mal mit ganz normalen Motiven, ohne Weihnachten. Mir schwebten da eine Rose, ein Muffin und ein Tier vor. Das Tier allerdings hatte ich so ähnlich schon in einem Stempel für Wachs verewigt, doch sollte der neue Stempel jetzt etwas kleiner werden.

Die Stempel für das Wachs wollte ich wieder aus dem hitzebeständigen Silikonkatschuk basteln. Als erstes zeichnete ich mir die drei Motive mit Bleistift auf Papier:

Nach diesen Entwürfen bastelte ich mir Modelle aus ofenhärtender Modelliermasse, die ich anschließend im Ofen härtete. Hierfür rollte ich die Modelliermasse aus, schnitt Kreise aus und modellierte die Motive auf. Die Kreise bekamen dann noch einen hochstehenden Rand. Hier habe ich sie mal fotografiert:

Um jetzt die Stempel herstellen zu können, ergänzte ich jeweils die Wände nach oben mit normaler Knetmasse, so dass kleine Becher entstanden, in die ich nun das flüssige Silikonkautschuk gießen konnte. Nachdem das Silikon ausgehärtet war, entfernte ich die seitlichen Wände aus Knetmasse und löste die fertigen Stempel von den Modellen ab. Sie sahen nun so aus:

Für die Herstellung der eigentlichen Wachssiegel schmolz ich kleinere Wachsstückchen in einem Löffel über einer Kerzenflamme, goss das flüssige Wachs auf Backpapier und drückte den Stempel hinein. Nacheinander wiederholte ich diese Vorgänge für jedes Motiv, und das sogar mehrfach. Hier möchte ich Wachssiegel zeigen, die mir gut gelungen sind:

Als ich die fertigen Siegel so betrachtete, kam mir die Idee, man könnte mit ihnen Geburtstagskarten basteln, vor allem in Kombination mit auf Papier gestempelten Motiven. Und diese Motive sollten die gleichen sein.

Also übertrug ich die Bleistiftentwürfe auf drei quadratische Gummiplatten, indem ich sie erstmal auf ein weiteres Blatt Papier pauste, sie ausschnitt, mit der Oberseite nach unten auf das Gummi legte und mit dem Fingernagel über die Rückseite strich. Anschließend schnitt ich nacheinander die einzelnen Motive mit meinem Linolschnittwerkzeug aus. Ich probierte die Gummistempel mit mehreren Stempelkissen aus. Die orangefarbenen Abdrücke habe ich mal fotografiert:

Die Stempel haben einen Durchmesser von etwa 2 cm.

Irgendwann, wenn sich mir eine Gelegenheit bietet, werde ich eine Karte mit den Wachssiegeln und den Stempelabdrücken basteln. Zuletzt habe ich Wachssiegel zu Weihnachten gebastelt und damit Karten und Geschenkanhänger verziert.

Hunde aus Holz

Ein weißer und ein brauner Hund freundeten sich eines Tages auf einer ihrer Gassigehrunden an. Sie verstanden sich auf Anhieb und tollten wild miteinander herum, sobald sie von der Leine gelassen wurden. Von da an freuten sie sich, wenn sie sich zufällig auf der Straße trafen…

In einem Buch hatte ich einfach geschnitzte Tierfiguren gesehen. Diese brachten mich auf die Idee, für ein Kind in der Verwandtschaft Tiere zum Geburtstag zu schnitzen, mit denen es dann spielen konnte. Denn diese Figuren sollten einfach, kompakt und nicht allzu filigran sein, damit sie nicht so leicht kaputt gingen. Doch bevor ich mich an das Geschenk wagen sollte, wollte ich erst einmal ein wenig herumprobieren. Und dafür suchte ich mir wieder einmal den Hund heraus, den ich möglichst einfach in Holz gestalten wollte.

Ich fand ein Stück Lindenholz, das ich erst einmal ausmaß. Anschließend zeichnete ich mir zwei Entwürfe in passender Größe mit Bleistift auf Papier. Einen Entwurf für einen stehenden Hund und einen für einen sitzenden. Hier habe ich beide mal fotografiert:

Als ich mit den Entwürfen zufrieden war, pauste ich sie auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt sie aus. Zuerst wollte ich den stehenden Hund schnitzen. Deshalb legte ich jetzt den ausgeschnittenen stehenden Hund auf das Stück Holz und übertrug den Umriss. Anschließend sägte ich den Hund grob mit einer Handsäge aus. Nun konnte ich mit dem Schnitzen mit meinen Schnitzmessern beginnen. Als erstes arbeitete ich den Körper mit Schwanz und die Beine von der einen Seite und dann von der anderen Seite heraus. Dabei betrachtete ich den Hund immer auch von hinten, um die richtige Breite des Hundes zu treffen. Den Kopf mit den Ohren schnitzte ich gleichzeitig von beiden Seiten, also mal von der einen Seite, dann von der anderen, und wieder von der ersten.

Als ich mit den Formen des Hundes zufrieden war, schliff ich ihn mit einem recht grobkörnigen Schleifpapier ab, um die Oberfläche glatter zu bekommen. Da ich testen wollte, wie er farbig aussieht, malte ich den Hund mit Acrylfarben an, die ich zuvor mit ein wenig Wasser verdünnt hatte. Nach dem vollständigen Trocknen der Farbe bekam der Hund noch einen Überzug eines Holzpflegemittels, das lebensmittelecht war, denn ich wollte ja Spielzeug für ein Kind basteln. Der fertige Hund sah so aus:

Den zweiten, sitzenden Hund schnitzte ich in gleicher Weise. Aufzeichnen, aussägen, Körper mit Schwanz und die Beine von einer Seite herausarbeiten, dann von der anderen und zum Schluss den Kopf von beiden Seiten. Den sitzenden Hund glättete ich ebenfalls mit Schleifpapier. Ihn wollte ich aber nicht anmalen, sondern behandelte ihn nur mit dem Holzpflegemittel. Hierbei wurde das Holz und vor allem die Jahresringe im Holz dunkler, so dass sie jetzt deutlich zu erkennen waren. Ich habe auch diesen Hund fotografiert:

Beide Hunde sind etwa 4,5 cm lang.

Ich liebe ja die natürliche Farbe des Holzes, weshalb meine geschnitzten Figuren immer unbehandelt sind. Doch wenn die Figuren zum Spielen gedacht sind, sollten sie behandelt sein. Mir gefallen beide Figuren gut, auch mag ich die Jahresringe der unbemalten Figur. Ich werde mich wohl spontan entscheiden, ob ich das Geschenk anmalen werde oder nicht. Zum Vergleich kann man hier meinen kleinen Hasen aus Holz, den ich nach dem Schleifen unbehandelt gelassen habe.

Ein frohes neues Jahr 2021

Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr 2021. Das Schweinchen hält ein großes vierblättriges Kleeblatt, das Glück für das nächste Jahr bringen soll. Hoffentlich wird es besser als das alte…

Dieses Jahr wollte ich für Silvester wieder eine lustige Figur modellieren. Hierfür suchte ich mir die ofenhärtende Modelliermasse aus, da ich sie auch in einigen Farben da habe und nichts anmischen oder anmalen muss. Es sollte ein kleines Glücksschweinchen werden, das im einen Arm einen Glücksklee und in dem anderen ein Schild hält.

Als erstes modellierte ich aus rosafarbener Masse das Schweinchen. Ich setzte es aus einem eiförmigen Körper, zwei dicken Beinen, zwei dünneren Armen, einem kleinen Ringelschwänzchen und einem Kopf zusammen. Die Beine bekamen unten noch jeweils eine runde braune Platte und einen Schlitz, und der Kopf erhielt an der Schnauze eine pinkfarbene Platte mit zwei Löchern, zwei pinkfarbene Ohren an den Seiten und zwei Augen. Dann formte ich ein vierblättriges Kleeblatt, das ich an einem Stiel befestigte, der innen durch ein Stück Draht stabilisiert wurde. Anschließend drückte ich das Kleeblatt an einem Arm fest. Zum Schluss modellierte ich ein kleine weiße Platte, auf der ich nacheinander die vier Ziffern anbrachte, die ich aus dünnen Würsten einer dunklen Modelliermasse geformt hatte. Diese Platte befestigte ich dann an einem Bein und dem anderen Arm. Als ich mit der Figur zufrieden war, steckte ich sie zum Härten in den Backofen.

Ich habe die fertige Figur von vorne, von hinten und von den beiden Seiten fotografiert:

Das Schweinchen ist etwa 3,5 cm hoch.

Da mir das Modellieren großen Spaß macht, habe ich auch dieses Jahr zu Silvester eine lustige Figur modelliert. Dabei haben es mir niedliche Tiere besonders angetan. Letztes Jahr war es ein Elefant mit Sektflasche und Sektglas, den ich aus selbst gemachtem Kaltporzellan gebastelt hatte. Mal sehen, was mir nächstes Jahr einfallen wird.

Frohe Weihnachten 2020

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest 2020. Auch wenn es dieses Jahr bei den meisten ein wenig anders aussehen wird, als in den vergangenen Jahren. Möglicherweise tut es uns auch gut, wenn es ruhiger zugeht als sonst…

Wie jedes Jahr wollte ich auch jetzt eine Weihnachtskarte basteln. Es sollte wieder ein Linolschnitt werden, den ich aber mit einem Stempeldruck kombinieren wollte, da ich es ganz toll finde, dass man so einen einfachen Stempeldruck mit entsprechendem Emossingpulver wunderbar aufwerten kann. Rahmen und Motiv sollten mittels Linolschnitt gedruckt, und die Schrift mit Stempeldruck auf das Papier gebracht und mit goldenem Embossingpulver veredelt werden.

Ich zeichnete mir also einen Entwurf mit Bleistift auf Papier. Als ich mit ihm zufrieden war, übertrug ich das Motiv auf die Linoleumplatte, indem ich das Papier mit dem Motiv nach unten auf die Platte legte und mit dem Fingernagel fest über die Rückseite des Papiers rieb. Diese Methode klappt so halbwegs, weil man die Linien und Flächen nur schwach sehen kann und diese auch immer nachmalen muss. Anschließend schnitt ich das Motiv mit meinem Linolschnittwerkzeug frei, wobei ich mit dem feinsten Messer begann.

Hier habe ich mal den Entwurf und die fertige Linoleumplatte fotografiert:

Um den Stempel zu basteln, nahm ich ein Stück Stempelgummi und übertrug die Schrift auf die gleiche Weise. Bei dem Gummi funktioniert das viel besser, da die Linien wesentlich dunkler herauskommen. Die Schrift schnitt ich ebenfalls mit meinen Linolschnittmessern frei. Der fertige Stempel sah nun so aus:

Jetzt druckte ich ein paar Exemplare mit dem Hauptmotiv. Hierzu rollte ich die Linoleumplatte dünn mit schwarzer Farbe ein, legte ein Blatt Papier darauf und strich mit einem Falzbein und mit Druck über die Rückseite des Papiers. Anschließend zog ich das Papier vorsichtig wieder ab. Die Drucke ließ ich über Nacht trocknen.

Als die Drucke getrocknet waren, stellte ich die Karten fertig. Ich stempelte die Schrift jeweils in die linke obere Ecke und streute über die noch feuchte Stempelfarbe das goldene Embossingpulver. Nachdem ich das überschüssige Pulver abgeklopft hatte, schmolz ich das auf dem Papier verbliebene Pulver mit dem Embossingföhn, so dass es zusammenlief. Einer dieser ersten Drucke ist hier auf dem Foto zu sehen:

Für die eigentlichen Karten aber, die ich verschicken wollte, verwendete ich besseres und dickeres Papier. Also druckte ich das Motiv nochmal mehrfach und stempelte die Schrift in die Ecke. Die fertige Karte sah nun so aus:

Bevor ich sie allerdings verschickt habe, habe ich sie noch ein wenig zugeschnitten und mit einem anderen festen Papier nochmal verklebt, so dass sie noch etwas stabiler wurde.

Das Motiv ist etwa 13 cm breit.

Da dieses Jahr der Weihnachtsmarkt nicht stattfinden konnte, auf dem ich meine gebastelten Sachen verkaufe, werde ich diese Weihnachtskarte nächstes Jahr verkaufen, falls das natürlich wieder möglich ist. Dann werde ich noch ein paar mehr drucken. Und vielleicht bastele ich dann ganz andere Karten, um sie zu verschicken, die dann nicht den Weg auf den Markt finden werden. Auch die Weihnachtskarten vom letzten Jahr habe ich im Linoldruck hergestellt.