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Grauer Wolf auf Felsen

Ein grauer Wolf kletterte eines Nachts auf einen Felsen und heulte den Mond an. Zuvor hatte er große Angst gehabt, denn es war sein erstes Mal. Aber es würden noch viele weitere Male folgen…

Kind 2 hatte mal wieder Geburtstag und sich hierfür einen kleinen Wolf gewünscht, der auf einem Felsen steht. Schon seit Jahren bastele ich für die Geburtstage der Kinder kleine Figuren aus Gießharz, die dann die Gäste geschenkt bekommen. Kurz vorher frage ich dann die Kinder, was für ein Tier ich gießen soll. Es waren schon verschiedene Hunde, Dinosaurier, ein Löwe und ein Einhorn dabei. Und dieses Mal sollte es eben ein Wolf werden.

Da ich mir nicht ganz so sicher war, wie jetzt ein Wolf genau aussieht, habe ich mir erst einmal Bilder von Wölfen im Internet angesehen. Dann habe ich einen Entwurf in Originalgröße mit Bleistift auf Papier gezeichnet. Als ich mit ihm zufrieden war, pauste ich ihn auf ein weiteres Blatt Papier ab. Um den Wolf herum zeichnete ich vier Linien, so dass er sich nun innerhalb eines Rechtecks befand. Diese Linien hatten einen Abstand von etwa 1,5 cm vom Motiv. Dann fügte ich weitere vier Rechtecke hinzu, die hochgeklappt die Seiten eines kleinen Kästchens bilden sollten. Zum Schluss schnitt ich die ganze Konstruktion aus.

Anschließend übertrug ich die Umrisslinien dieser Konstruktion auf ein Stück festeren Karton, schnitt es wiederum aus und klappte die Seiten etwas nach oben. Dasselbe tat ich auch bei der Papiervariante. Nun klebte ich das Papierteil auf den Karton, wobei ich aber nur das innere Rechteck mit Kleber einstrich. Nachdem der Kleber trocken war, begann ich, die Figur aufzumodellieren, indem ich immer wieder kleine Stückchen Knete auf das Papier mit dem gezeichneten Motiv klebte. In einem Artikel unter den Anleitungen zeige ich genauer, wie so was geht.

Nachdem ich den Wolf mit dem Felsen fertig modelliert hatte, bastelte ich den Karton zu einem kleinen Kästchen zusammen und klebte nun auch die Seiten des Papierteils am Karton fest. Nun konnte es mit flüssigem Silikonkautschuk ausgegossen werden. Ich stellte das so gefüllte Kästchen über Nacht an einen ruhigen Ort, so dass der Kautschuk zu einer festen und elastischen Masse erstarren konnte.

Am nächsten Tag befreite ich die fertige Form aus seinem Kästchen und ließ sie noch weitere eineinhalb Tage stehen. Dann goss ich sie mit Polyurethan-Gießharz aus, das man bereits nach einer halben Stunde aus der Form nehmen kann. Der gegossene Wolf sah nun so aus:

Ein weiteres Exemplar malte ich mit meinen Acryllackfarben auf Wasserbasis an. Das Ergebnis ist ganz oben zu sehen.

Für die Wölfe der Gäste des Kindergeburtstages habe ich dem Gießharz Eisenpulver beigemischt. Da das Harz nicht sofort fest wird, setzt sich das Pulver unten ab, weshalb der Wolf an der Oberfläche dunkler ist, was aber auf dem Foto nicht gut rauskommt:

Der Wolf ist vom Kopf bis zum Schwanz etwa 4 cm lang.

Ich habe ja, wie bereits oben erwähnt, schon ganz viele dieser Tiere gebastelt, da die Kinder ja jedes Jahr Geburtstag haben. Dabei entstehen sie jedes Mal mit der gleichen Technik. Und ich habe auch immer viel Spaß, weil ich das Modellieren einfach liebe. Letztes Jahr habe ich bei gleicher Gelegenheit einen kleinen Drachen gegossen.

 

 

Hund Lilly

Der kleine Malteserhund Lilly blickt einen erwartungsvoll an. Und weil dieser Hund ziemlich verfressen ist, hofft er wohl auf einen kleinen Happen…

Ich wollte mal wieder etwas zeichnen. Ganz einfach mit Bleistift auf Papier. Meistens hatte ich Tiere gezeichnet, die ich im Zoo fotografiert hatte. Somit handelte es sich dabei um exotische Tiere. Doch jetzt sollte es eine Zeichnung eines Tieres werden, das täglich vor meinen Augen herumspringt. Seit etwa einem Jahr haben wir einen kleinen weißen Hund, den ich nun auf Papier verewigen wollte.

Ich suchte mir ein schönes Foto von Lilly, das ich irgendwann von ihr gemacht hatte. Und das auch als Papierabzug existierte. Dann begann ich, den Hund auf dickeres Zeichenpapier abzumalen. Hierfür benutzte ich einen Fallminenbleistift mit einer dicken Bleistiftmine. Zuerst zeichnete ich den Umriss des gesamten Hundes. Als ich mit ihm zufrieden war, arbeitete ich als erstes den Kopf mit Augen, Nase und Ohren heraus, wobei ich versuchte, ihn möglichst plastisch zu gestalten und das lange Fell realistisch aussehen zu lassen. Danach beschäftigte ich mich mit dem hinteren Teil und dann mit dem vorderen Teil des Körpers mit dem sichtbaren Teil des Halsbandes.

Um der Zeichnung etwas räumliche Tiefe zu geben, deutete ich den Fußboden an und fügte einen Schatten hinzu. Mit der weichen recht dicken Bleistiftmine kann man sehr feine Linien zeichnen, wenn sie gespitzt ist, mit der etwas stumpferen Mine ergeben sich dann breitere Linien, die dunkler werden, wenn man fester aufdrückt. Auf diese Weise erhält man eine lebendigere Fellstruktur.

Den Hund habe ich auf Zeichenpapier im DINA4-Format gezeichnet.

Für diese Zeichnung habe ich mich mal wieder für den Stift mit der dicken Bleistiftmine entschieden, weil ich mir dachte, dass er einfach besser zum langhaarigen Fell passt. Denn man kann mit ihm ganz leicht dünnere und dickere Linien zeichnen. Bei der Hundezeichnung habe ich zum ersten Mal den Boden mitgemalt, sonst hatte ich ihn bisher nur angedeutet, wie bei meinem sitzenden Affen oder meiner Elefanten-Zeichnung.

 

 

 

 

 

Drachen-Anhänger

Ein großer Drache hatte seine Flügel ausgebreitet und sich emporgeschwungen. Nun gewann er zunehmend an Höhe, bis er kaum noch zu sehen war. Das war der Beginn einer ungewissen Reise…

Nach den anderen Anhängern aus ofenhärtender Modelliermasse hatte ich nun noch eine dritte Idee, die ich mit gleicher Technik ausführen wollte. Nur sollte jetzt das Motiv, das ich mit Hilfe einer Form aus Silikonkautschuk aufbringen wollte, in den gleichen Farben gestaltet werden wie der Anhänger selbst. Ich hatte die Idee eines Drachen, der mit ausgebreiteten Flügeln zu sehen sein sollte. Drache und Untergrund wollte ich dabei aus einer dunklen und einer hellen Modelliermasse basteln, die nicht farbig waren, sondern eher an einen Schwarz-Weiß-Kontrast erinnern sollten. Einzig die kleinen Schnipsel der Folien sollten farbige Akzente setzen.

Als erstes bastelte ich mir meine Form aus Silikonkautschuk. Hierfür modellierte ich einen Drachen auf eine Platte aus normaler Knete auf. Als ich mit ihm zufrieden war, befestigte ich um ihn herum vier weitere Platten aus derselben Knete, so dass ein kleines Kästchen entstand, das nun so aussah:

In dieses Kästchen füllte ich nun flüssigen Silikonkatschuk, der über Nacht fest wurde. Auf dem nächsten Bild ist die fertige Form zu sehen, nachdem ich die Knete restlos entfernt hatte:

Bevor ich mich an den Anhänger wagte, probierte ich die Form erst mal mit Modelliermassen in anderen Farben aus. Dabei entstand unter anderem der rote Drache auf dunklem Grund oder einzelne Drachen:

Ich hatte mich inzwischen für eine silberfarbene Modelliermasse und eine dunkle Modelliermasse, die mich an mein Eisenpulver erinnerte, entschieden, aus denen ich meinen Anhänger basteln wollte. Hierfür zeichnete ich erst einen Entwurf mit Bleistift auf Papier, den ich dann ausschnitt, um ihn wie eine Schablone zu benutzen. Anschließend drückte ich die dunkle Modelliermasse zu einer Platte und schnitt hieraus mit Hilfe der Schablone ein Rechteck, aus dem ich wenig später eine wellenförmige Fläche entfernte. Aus einer Platte aus silberfarbener Modelliermasse schnitt ich eine ebensolche Fläche aus und setzte sie in das dunkle Rechteck.

Nun füllte ich die Silikonform mit weiterer Modelliermasse, und zwar die dunkle in den Körper und die silberfarbene in die Flügel des Drachen. Dann drehte ich die Form um und drückte sie mit Kraft auf das Rechteck, das ich vorher gebastelt hatte. Dabei achtete ich darauf, dass der Körper auf der Welle und die Flügel auf der restlichen Fläche landeten, was gar nicht so einfach war. Ich finde aber, dass mir das ganz gut gelungen ist. Nun schnitt ich das Rechteck noch ein wenig zu und brachte an einer Seite einen schmalen silberfarbenen Streifen an, durch den ich ein Loch für den Ring bohrte. Zum Schluss drückte ich ein Sechseck mit einem Innensechskant und eine Rille mit einem Zahnstocher in den Anhänger.

Dann härtete ich ihn im Backofen. Nach dem Abkühlen klebte ich mit Zwei-Komponenten-Kleber Schnipsel farbiger Folien in die Vertiefungen des Anhängers und ließ den Kleber trocken. Als letztes bekam der Anhänger oben noch einen Ring. Dann war er fertig und sah so aus wie oben auf dem Foto.

Der Anhänger hat eine Höhe von etwa 5 cm und eine Breite von etwa 3 cm.

Ich war ja bislang nicht so begeistert von dieser ofenhärtenden Modelliermasse, weil ich immer das Gefühl hatte, dass ich damit nicht genau genug arbeiten konnte. Aber mit den Silikonformen war dieses Problem auch gelöst, denn die feinen Details der Form werden sehr gut auf die Modelliermasse übertragen. Das kann man hier gut an den Flügeln und Kopf des Drachen erkennen oder auch am Panzer der Schildkröte meines Schildkröten-Anhängers.

 

 

 

 

 

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Blumen-Anhänger aus Gießharz

Eine rote Blume lockte mit ihrem verführerischen Duft Insekten an. Irgendwann kam eines angeflogen und setzte sich, um ein wenig zu verweilen. Und um die warme Frühlingssonne zu genießen…

Nachdem mein erster Versuch, die Blumenform mit Gießharz auszugießen, gründlich misslungen war, weil das Harz zu sehr in der Form klebte, so dass sie kaputt gegangen war, und ich mir eine neue gebastelt hatte, wollte ich nun einen weiteren Versuch starten. Mit dieser neuen Form hatte ich erst Blumen aus ofenhärtender Modelliermasse hergestellt, und dann habe ich sie mehrmals mit Öl eingestrichen und mit Beton ausgegossen. Denn das hatte ich nahezu mit allen Gießformen gemacht, bevor ich sie mit Gießharz ausgegossen habe, nur nicht mit der ersten Blumenform. Vielleicht ging es deswegen schief.

Die neue Blumenform habe ich also dreimal mit beton ausgegossen und zuvor jeweils mit Öl eingepinselt. Anschließend wagte ich mich ans Gießharz. Ich färbte das Epoxid-Harz mit transparenter roter Harzabtönfarbe ein und goss damit die Form aus. Nach einer Wartezeit von zwei Tagen konnte ich die Blume aus der Form nehmen. Und dieses Mal gab es dabei keinerlei Probleme. Ich goss die Form noch ein zweites Mal aus, und auch da funktionierte alles problemlos.

Ich ließ die Blume weitere 13 Tage liegen, bevor ich sie mit ganz feinem Sandpapier abschliff. Dabei konzentrierte ich mich ganz auf die Blume, während das Insekt unbearbeitet blieb. Dann färbte ich frisches Gießharz mit grüner undurchsichtiger Harzabtönfarbe ein und füllte es in die Vertiefungen an den Flügeln des Insekts. Anschließend ließ ich den Anhänger wieder 15 Tage liegen, bis das neue Harz vollständig ausgehärtet war. Zum Schluß klebte ich kleine Schnipsel einer gelben Folie mit zwei Komponenten-Kleber auf den Rand der beiden Flügel und ließ den Kleber trocknen.

Dann bekam der Anhänger oben noch einen Ring, damit er getragen werden konnte, und er war fertig. Er sah nun so aus:

Der Anhänger hat einen Durchmesser von etwa 4 cm.

In Zukunft werde ich jede neue Form erst einmal mit Beton ausgießen, bevor ich mich ans Gießharz wage. Ich weiß allerdings nicht, ob das der Grund ist, warum das Harz dann nicht klebt, oder ob vielleicht andere Dinge eine Rolle spielen.

Bisher hatte alle meine Anhänger aus Gießharz eine geometrische Grundform, diese Blume hier ist der erste Anhänger, der einen Gegenstand darstellt. Mein letzter Anhänger, zum Beispiel, der Anhänger mit Kreisen und Sternen, hatte eine rechteckige Grundform.

 

 

 

 

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Kleiner liegender Hund

Ein kleiner Hund lag auf der Wiese in der Sonne. Da aber nichts Aufregendes geschah, wurde es ihm bald langweilig, und er schlief ein. Und träumte von anderen Tieren, die er nach Herzenslust verbellen konnte…

Ich habe mich mal wieder mit meinem Lieblingstier beschäftigt. Vor einiger Zeit hatte ich ja schon mal einen liegenden Hund gemacht, aber dann hatte ich irgendwann festgestellt, dass die Nase nicht stimmte, weil wir uns inzwischen einen Hund angeschafft hatten. Also war ich unzufrieden und ich wollte es besser machen, auch wenn ich es wahrscheinlich nie schaffen werde, einen vollkommen realistisch aussehenden Hund zu modellieren. Was aber vielleicht auch nicht so schlecht ist, denn dann kann ich immer wieder von vorne anfangen und jedesmal versuchen, es besser zu machen.

Diesen neuen Hund wollte ich wieder aus Gießharz gießen, weil ich ganz gern mehrere Exemplare einer Version haben möchte. Deshalb musste ich mir eine Gießform aus Silikonkautschuk basteln. Hierfür modellierte ich mir aus ofenhärtender Modelliermasse ein Modell, das ich im Backofen härtete. Ich habe hier mal ein Detail fotografiert, weil mir die Nase besonders wichtig war:

Auf dem Foto kann man die Nasenlöcher ganz gut erkennen. Um die Form herzustellen, bettete ich dieses Modell in Knete und platzierte das Ganze in ein Kästchen aus Karton:

Einen Trichter für das Eingießloch, Schnüre aus Knete für die Luftkanäle und Löcher für die Schlösser hatte ich zuvor angebracht. Nun goss ich flüssigen Silikonkautschuk in das Kästchen und ließ ihn über Nacht aushärten. Am nächsten Tag holte ich den ersten Teil der Gießform aus dem Kästchen. Um den zweiten Teil herzustellen, pinselte ich das fertige Formteil mit Trennmittel ein, steckte das Modell hinein, und packte das Ganze mit dem Modell nach oben in dasselbe Kästchen. Dieses goss ich dann wiederum mit flüssigem Silikonkautschuk aus, der über Nacht fest wurde. Nachdem ich den zweiten Teil aus dem Kästchen befreit hatte, entfernte ich noch Knetereste von der Form und sie war fertig.

Die fertige zweiteilige Form ließ ich zwei Tage liegen, bevor ich sie mit Polyurethan-Gießharz ausgoss. Der Hund aus Gießharz sah nun so aus:

Auch hier habe ich mal die Nase fotografiert und die Nasenlöcher kommen, wie ich finde, ganz gut raus:

Da ich meine Figuren gerne farbig haben möchte, habe ich einen der gegossenen Hund mit Acryllacken auf Wasserbasis angemalt. Das Ergebnis ist ganz oben zu sehen. Da bei dem angemalten Hund die Nasenlöcher nicht mehr so gut zu sehen waren, was mich störte, überlegte ich mir etwas Anderes. Ich drückte ofenhärtende Knete in beide Formteile und setzte die Form anschließend zusammen. Als ich sie wieder öffnete, konnte ich den fertigen Hund herausnehmen. Nach dem Härten im Ofen sah er so aus:

Mit der Nase war ich hier einigermaßen zufrieden, obwohl es ziemlich schwierig war, sie beim Herstellungsprozess schwarz zu bekommen.

Der Hund ist mit Schwanz 4,5 cm lang.

Es funktioniert ziemlich gut, mit Hilfe einer Silikonform Figuren aus Knete herzustellen, auch wenn die Form mehrteilig ist. Allerdings stellt es eine ziemliche Herausforderung dar, wenn die Figur gezielt mehrfarbig werden soll. Einfacher ist es da, Knete nur einer Farbe zu verwenden oder eine einteilige Form, wie bei meinen bunten Blumen.

 

 

 

 

Anhänger mit blauem Kristall

Ein kleiner blauer Kristall war durch eine silberne Platte gebrochen und immer größer geworden. Ganz von allein. Und irgendwann hörte er auf zu wachsen, und eine orangefarbene Fläche gesellte sich zu ihm…

Nachdem das mit der Schildkröte auf dem Anhänger so gut geklappt hatte, wollte ich nochmal einen Anhänger in der gleichen Technik zu basteln. Nur sollte dieses Mal das Motiv kein Tier, sondern etwas Abstraktes oder Geometrisches werden. Schon bald schwebte mir ein Gebilde aus kleinen Würfelchen vor, das an einen Kristall erinnern sollte.

Ich formte mir also aus Knete eine etwas dickere und eine etwas dünnere Platte. Die dünnere schnitt ich mit dem Messer in schmale Streifen, die ich wiederum in kleine Quader und Würfel unterteilte. Diese setzte ich auf der dickeren Platte zu einem Ganzen zusammen. Um dieses Gebilde herum befestigte ich vier weitere Platten aus Knete, so dass ein kleines Kästchen entstand.

In dieses kleine Kästchen goss ich nun flüssigen Silikon-Kautschuk, den ich über Nacht aushärten ließ. Am nächsten Tag konnte ich eine würfelförmige Silikonform herausnehmen. Sie sah so aus:

Diese ließ ich noch einen weiteren Tag liegen, bevor sie zum Einsatz kam. In der Zwischenzeit zeichnete ich mit Bleistift auf Papier einen Entwurf des Anhängers. Er sollte quadratisch werden und auf einer Ecke stehen. Den Kristall wollte ich dann an  der unteren Ecke auf dem Quadrat platzieren.

Aus silberfarbener ofenhärtender Knete stellte ich mir eine dünnere Platte her, die größer war als die Fläche der würfelförmigen Form. Anschließend drückte ich blaue ofenhärtende Knete in die Form und achtete dabei darauf, dass es nicht zu viel Knete war. Dann presste ich die Form umgedreht auf die Platte und hob sie wieder ab. Das blaue kristallartige Gebilde klebte nun auf der silberfarbenen Platte, wo sich ein quadratischer Abdruck der Form gebildet hatte.

Aus der Platte schnitt ich nun ein Quadrat aus, mit zwei breiteren und zwei schmaleren Rändern um den Abdruck herum. In einen der schmalen Rändern drückte ich einen Innensechskant und erhielt so einen kleinen sechseckigen Abdruck. Zum Schluss bohrte ich in die obere Ecke ein kleines Loch mit dem Zahnstocher. Dann kam er in den Ofen.

Als er wieder abgekühlt war, klebte ich mit Zwei-Komponenten-Kleber kleine Schnipsel farbiger Folie in den sechseckigen Abdruck. Dann war der Anhänger fertig. Ich musste nur noch einen Ring am Loch befestigen. Der fertige Anhänger ist oben auf dem Foto zu sehen.

Der Anhänger hat eine Seitenlänge von 3,5 cm.

Das war der zweite Anhänger, den ich komplett aus ofenhärtender Knete gebastelt habe, der andere war der mit der grünen Schildkröte. Beide werden nun getragen und getestet, wie stabil sie sind.

Frohe Ostern!

Eine kleine Hasenfamilie war gekommen, um zu sehen, ob die Menschen auch alle Eier gefunden hatten, die sie zuvor versteckt hatten. Denn wie jedes Jahr hatte sie sich auf den Weg gemacht und gewissenhaft ihre Aufgabe erfüllt. Und wie die Hasen es jetzt beurteilen konnten, fehlte kein einziges Ei…

Ich wünsche allen ein frohes Osterfest!

Als ich darüber nachgedacht hatte, wie man so seine Wohnung zu Ostern schmücken könnte, fielen mir Hasen und Eier ein. Und da ich vor kurzem neue ofenhärtende Modelliermasse gekauft hatte, war schnell klar, woraus ich sie basteln wollte. Ich überlegte mir, dass zwei der Hasen sitzen und die beiden anderen liegen sollten. Für die Eier wollte ich einen Korb und ein Nest kneten.

Ich fing mit den sitzenden Hasen an. Dabei formte ich zuerst den Körper und befestigte daran die unteren und die oberen Beine. Anschließend modellierte ich einen eiförmigen Kopf, den ich oben am Körper anbrachte. Zum Schluss bekam der Kopf zwei helle Augen und zwei Ohren und der Körper einen kleinen Schwanz. Nachdem der erste Hase fertig war, fertigte ich den zweiten in gleicher Weise. Die beiden Hasen sahen so aus:

Anschließend bastelte ich die beiden liegenden Hasen. Hierfür modellierte ich zuerst den Köper, an dem ich nacheinander zwei Vorderbeine und einen Schwanz anbrachte. Für den Kopf formte ich ein kleineres Ei, das ich vorne am Körper befestigte. Am Ende bekam der Hase noch zwei helle Augen und zwei Ohren. Den zweiten liegenden Hasen bastelte ich auf gleiche Weise. Die beiden liegenden Hasen sahen nun so aus:

Die Eier formte ich aus der helleren silberfarbenen Modelliermasse, die ich auch für die Augen verwendet hatte. Aus der dunklen Knete bastelte ich einen kleinen Korb und ein kleines Nest, in die ich nacheinander die Eier legte. Ich habe mal beides fotografiert:

Alles zusammen ist, wie ich finde, eine nette Osterdekoration.

Der größere sitzende Hase ist etwa 3,5 cm hoch, und der kleinere liegende Hase ist 2 cm lang.

Ich bastele immer gerne mit ofenhärtender Modelliermasse in allen verfügbaren Farben. Die Osterdekoration hier ist jetzt recht eintönig, bisher hatte ich solche Figuren ganz oft recht bunt gestaltet, wie mein Mädchen mit Drachen oder mein Silvester-Häschen.

 

 

 

 

 

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Buntes Huhn aus Stoff

Da bald Ostern war, musste ein kleines Huhn ganz viele Eier legen.  Irgendwann wurde es sehr sehr müde und es machte deshalb eine Pause. Es dauerte nicht lange, da schlief es ein und träumte von bunten Eiern…

Eigentlich hatte ich für den heutigen Artikel etwas anderes vorgesehen, aber dann entschied ich mich für eine spontane Idee, die gut zum Osterfest passt, das bald ist. Außerdem hatte ich große Lust dazu, mal wieder etwas zu nähen. Ich hatte mich in letzter Zeit ein wenig zu sehr mit Modelliermassen aller Art beschäftigt. Und da kam mir das Huhn gerade recht.

Es sollte relativ einfach sein und aus möglichst wenigen Teilen bestehen, dabei aber doch plastisch wirken. Also überlegte ich mir ein Huhn mit dickem Körper, einem Schnabel, einem Kamm, einem Schwanz und zwei Flügeln. Ich zeichnete ein Schnittmuster mit Bleistift auf Papier. Als ich mit mit ihm zufrieden war, pauste ich die Teile in richtiger Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier, also vier Teile für den Körper, zwei für den Schnabel, zwei für den Kamm, zwei für den Schwanz und vier Teile für die beiden Flügel.

Nachdem ich die Teile aus Papier ausgeschnitten hatte, legte ich sie auf die entsprechenden Fleece-Stoffe, die ich mir vorher ausgesucht hatte, und übertrug die Umrisse auf diese. Dann schnitt ich auch sie aus. Ich legte die Teile, die zusammengehörten, rechts auf rechts aufeinander und begann mit dem Nähen.

Zuerst nähte ich Schnabel, Kamm, Schwanz und die Flügel und drehte sie jeweils um. Dann setzte ich den Körper aus seinen vier Teilen zusammen. Zwischen die beiden vorderen Teile kam der Schnabel, und zwischen Vorder- und Rückteil die Flügel und der Kamm. Im Rückteil befestigte ich in einem Abnäher den Schwanz. Zum Schluss nähte ich das Bodenteil des Körpers an Vorder- und Rückteil und ließ dabei eine Wendeöffnung.

Nach dem Wenden stopfte ich das Huhn aus und schloss von Außen die Wendeöffnung. Die Augen und roten Lappen unter dem Schnabel stickte ich auf. Dann war das Huhn fertig. Ich habe es noch von vorn und von der Seite fotografiert:

Das Huhn ist mit Kamm etwa 9 cm hoch.

Ich nähe immer wieder Tiere aus Stoff, die vor allem recht klein sind, so dass man sie auch gut als Schlüsselanhänger verwenden kann. Außerdem liebe ich kleine Tiere, da sie fast überall hineinpassen. So habe ich beispielsweise eine Schildkröte oder eine sitzende Maus genäht.

 

 

 

 

 

 

 

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Anhänger mit Schildkröte

Eine kleine grüne Schildkröte irrte durch die Steppe auf der Suche nach Artgenossen. Denn sie fühlte sich sehr einsam und wollte mit jemandem spielen. Niemand wusste, ob es ihr je gelingen würde…

Da es sehr gut funktioniert hatte, bunte Blumen zu basteln, indem ich ofenhärtende Knete in eine Silikonform gedrückte hatte, dachte ich mir, ich könnte diese Technik bei der Herstellung von Anhängern verwenden. Ich besorgte mir die Knete in Farben, die sich sehr gut für die Schmuckherstellung eigneten, besondere metallische Töne, wie beispielsweise ein Silberton. Eine andere Knete hatte die gleiche Farbe wie mein Eisenpulver und sah auch so aus wie die Gießlinge aus Harz, denen ich das Pulver beigemischt hatte. Diese Knete wollte ich dann mit Knete in bunten Farben kombinieren. Dabei sollten Formen aus Silikonkautschuk zum Einsatz kommen.

Auf eine Platte aus normaler Knete modellierte ich eine kleine Schildkröte aus gleichem Material auf. Um die Schildkröte herum setzte ich Wände aus Knete auf die Platte und befestigte sie, indem ich die überschüssige Knete der Platte verstrich. Anschließend füllte ich das so entstandene Kästchen mit flüssigem Siliokonkautschuk, der über Nacht fest wurde. Am nächsten Tag entfernte ich die Wände aus Knete und hob den Silikonwürfel vom Schildkrötenmodell ab. Er sah nun so aus:

Um zu sehen, wie die Schildkröten so werden, drückte ich nacheinander silberfarbene Knete und Knete, die so aussah wie mein Eisenpulver, in die Form aus Silikonkautschuk und schnitt anschließend die überschüssige Knete ab. Zudem befestigte ich an ihren Köpfen kleine Ösen aus Draht. Die so gewonnenen Schildkröten steckte ich dann in den Backofen, damit sie hart werden konnten. Ich habe sie mal fotografiert:

Da ich mit ihnen schon mal sehr zufrieden war, konnte ich nun den Anhänger in Angriff nehmen. Hierfür modellierte ich aus der dunklen Knete eine dünne Platte, die größer war als das Rechteck der Silikonform. Anschließend drückte ich etwas grüne Knete in die Form, und zwar so, dass nur die Schildkröte ausgefüllte war. Ich drehte den Würfel um und drückt in kräftig auf die dünne Platte. Dann hob ich ihn hoch. Die Schildkröte war nun fest mit der Platte verbunden, und um die Schildkröte herum war in der Platte der Abdruck des Silikonwürfels zu sehnen.

Zum Schluss drückte ich noch einen Innensechskant in die Platte, so dass der Abdruck eines Sechsecks entstand, und schnitt mit dem Messer aus ihr ein Rechteck aus. Um daraus einen Anhänger zu machen, bohrte ich oben noch ein kleines Loch mit dem Zahnstocher hinein. Jetzt war er bereit für den Backofen. Nach dem Härten und Abkühlen klebte ich mit Zwei-Komponenten-Kleber kleine Schnipsel einer bunten Folie in das Sechseck. Als der Kleber trocken war, bekam der Anhänger eine Ring, so dass man ihn auch tragen konnte.

Ganz oben auf dem Foto ist der fertige Anhänger zu sehen. Er hat eine Höhe von 3,6 cm und eine Breite von 3,1 cm. Die Schildkröte ist 1,8 cm lang.

Es war ganz einfach, diesen Anhänger aus ofenhärtender Knete zu basteln. Und ich finde, dass er  auch ganz gut gelungen ist. Deshalb werde ich wohl noch weitere machen. Bisher hatte ich ja nur Anhänger aus Gießherz gegossen, wie zum Beispiel meinen Anhänger mit Kreisen und Sternen.

 

 

 

 

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Fragiler Anhänger mit Vogel

Nach und nach erwachten überall die Frühlingsgefühle. So auch bei diesem kleinen Vogel, der nun munter von Ast zu Ast hüpfte. Jeden Morgen bot er außerdem sein kleines Ständchen dar…

Da die Herstellung von Silikonformen recht aufwändig ist und man die ersten Abgüsse erst nach einiger Zeit machen kann, experimentiere ich immer wieder gern mit Knete als Material für die Gießformen. Hier muss man allerdings die Negativform der Figur direkt in die Knete schnitzen, die dann ausgegossen werden kann. Ich hatte ja schon so Art Postkarten mit Motiv gegossen, jetzt wollte ich das Objekt mit dünnen Stegen darstellen. Mir schwebte da ein kleiner Vogel vor.

Zuerst zeichnete ich einen Entwurf mit Bleistift auf Papier. Der Vogel sollte in einem Rahmen stehen. Als ich mit dem Entwurf zufrieden war, pauste ich ihn auf ein weiteres Stück Papier und zog die Linien mit dem Bleistift kräftig nach. Nun formte ich aus der Knete eine mitteldicke Platte, auf die ich abgepauste Zeichnung mit der Oberseite nach unten legte. Anschließend rieb ich mit dem Fingernagel über das Stück Papier und hob es dann ab. Die Linien des Entwurfes waren nun spiegelverkehrt auf der Kneteplatte zu sehen.

Mit einem Zahnstocher ritzte ich nun an den Stellen, an denen sich die Linien befanden, Vertiefungen in die Knete. Ich versuchte dabei, sie möglichst gleichmäßig zu machen. Diese Vertiefungen bekamen eine Tiefe von etwa 1 mmm und eine Breite von 1 bis 2 mm. Ich fing mit dem Rahmen an und arbeitete mich bei dem Vogel von oben nach unten durch. Die Kneteplatte sah nun so aus:

Sie war jetzt bereit, mit Polyurethan-Gießharz ausgegossen zu werden. Das tat ich dann auch einige Tage später. Dabei war es ein wenig schwierig, das Harz nur in die Vertiefungen zu bekommen. Und immer gelang es mir auch nicht, an manchen Stellen floss das Harz über die Vertiefungen hinaus. Nachdem es fest geworden war holte ich den Vogel aus seiner Form heraus und goss diese noch ein zweites Mal aus. Doch nach diesem zweiten Mal war die Form so kaputt, dass sie nicht noch einmal ausgegossen werden konnte.

Mit einem Messer entfernte ich nun das überschüssige Harz vom Motiv, wobei ich schon sehr aufpassen musste, dass die dünnen Stege nicht brachen. An einer Stelle passierte es doch. Das war aber nicht schlimm, da ich die Bruchstelle mit neu angerührtem Harz wieder reparieren konnte. Hier habe ich den fertigen Vogel fotografiert:

Der Rahmen hat oben eine Öse, so dass man den Vogel beispielsweise ans Fenster hängen kann. Da ich den Anhänger so ein wenig langweilig fand, habe ich ihn mit einer Acryllackfarbe auf Wasserbasis angemalt. Das Ergebnis ist auf dem Foto ganz oben zu sehen.

Der Rahmen ist etwa 4 cm breit und ohne Öse etwa 5 cm hoch.

Das Ergebnis ist ganz hübsch geworden, bei der Aufbewahrung des Anhängers muss man jedoch aufpassen, dass er nicht in mehrere Teile zerbricht. Das Polyurethan-Gießharz ist an sich recht stabil, die kompakten Tierfiguren kann man in Taschen mit sich herum tragen, ohne dass sie irgendeinen Schaden erleiden, aber die Stege im Vogelanhänger sind recht dünn, so dass sie leicht brechen können. Wesentlich stabiler sind hier schon die Karten, die ich gegossen und angemalt habe, wie die mit dem Erdmännchen und die mit den Kindern.

 

 

 

 

 

 

 

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