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Siebdruck mit Eichhörnchen

Zwei Eichhörnchen hatten eine wahre Goldgrube entdeckt. Jede Menge Haselnüsse! So weit das Auge reichte. Und es fielen noch mehr von oben herunter. Damit konnten sie ganze Familien ernähren…

Da ich mich immer wieder mal für das Bedrucken von Stoffen interessiere, kam ich irgendwann nicht mehr am Siebdruck vorbei. Ich hatte ja schon einiges ausprobiert, mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg. Doch an den Siebdruck hatte ich mich noch nicht herangetraut, da er mir zu aufwändig erschien. Und auch jetzt wollte ich ihn nach erster Lektüre wieder verwerfen. Denn der Siebdruck ist eine Schablonentechnik, bei der die Schablone mittels lichtempfindlicher Emulsion und Belichtung dieser aufgebracht wird. Hierfür braucht man so eine Art Dunkelkammer oder einen Raum, den man abdunkeln kann. Darin lag das Problem, da ich nicht weiß, wo ich das mit der Emulsion machen sollte.

Dann überlegte ich mir aber, dass man die Schablone doch aus irgendeinem Material ausschneiden und diese mit Klebeband an dem Sieb befestigen konnte. Daraufhin machte ich mich erneut auf die Suche nach Artikeln, die über Alternativen zur Fotoemulsion berichteten. Ich wurde fündig, wenn es auch nicht viel war. Ich musste einfach selbst etwas herumexperimentieren.

Da ich mir nun sicher war, dass ich das mit den alternativen Schablonen testen wollte, bestellte ich mir einen Siebdruckrahmen, bespannt mit einem Gewebe, das man für den T-Shirt-Druck verwenden konnte, ich hatte mich zuvor schlau gemacht, eine Rakel und verschiedene Stofffarben, die für den Siebdruck geeignet waren. Bei meinem Linoldruck auf Stoff hatte ich ja schon eine davon ausprobiert.

Zuerst zeichnete ich einen Entwurf mit Bleistift auf Papier. Auf dem Foto sieht man, dass ich den Entwurf nachträglich noch mal geändert habe:

Dann machte ich mich in der Wohnung auf die Suche nach sämtlichem Folienmaterial. Zwei der Folien auf Rollen waren eindeutig zu dünn, so dass ich keine komplizierteren Formen ausschneiden konnte, ohne dass ich die Folie dabei zerriss. Schließlich wollte ich eine selbstklebende Folie ausprobieren. Ich übertrug das Motiv auf ein weiteres Blatt Papier und klebte auf beide Seiten die selbstklebende Folie. Nun schnitt ich die Flächen, die später auf dem T-Shirt schwarz werden sollten, mit einem Cuttermesser aus, was recht gut ging. Meine Schablone war nun fertig, und es konnte ans Drucken gehen. Ich habe die Schablone mal fotografiert:

Bevor ich ein Kleidungsstück bedrucken wollte, wollte ich es erst an einer Baumwolltasche testen. Ich fixierte also die Schablone außen am Gewebe mit Malerkrepp und legte den Siebrahmen so auf den Stoff, dass das Gewebe mit der Schablone direkt Kontakt mit ihm hatte. Nun trug ich mit einem Messer innen im Rahmen etwas Farbe oberhalb des Motivs auf, hielt den Rahmen mit einer Hand fest und strich mehrmals mit der anderen und der Rakel die Farbe durch das freie Gewebe auf den Stoff. Da ich das beim ersten Versuch zu zaghaft gemacht hatte, war das Motiv nicht vollständig abgebildet. Also legte ich den Siebrahmen erneut auf die Stofftasche, trug noch etwas mehr Farbe auf und wiederholte den Druckvorgang. Jetzt konnte man alles gut erkennen, nur war der Rahmen leider etwas verschoben, was man an den unsauberen Rändern erkennen kann:

Ein paar Tage später versuchte ich es erneut. Nun gefiel mir das Ergebnis schon etwas besser:

Gleich im Anschluss bedruckte ich mein gelbes T-Shirt. Mit dem Siebdruck kann man nacheinander mehrere T-Shirts mit dem gleichen Motiv und somit mit dem gleichen Sieb bedrucken. Das klappte hier auch gut. Das T-Shirt ist ganz oben zu sehen. Allerdings musste ich hier ein wenig ausbessern. Die oberste Nuss kam nicht ganz so gut raus, weshalb ich sie ein wenig angemalt habe.

Das Motiv ist etwa 14 cm breit und etwa 11 cm hoch.

Zuletzt hatte ich ein T-Shirt mit einer Gummiplatte bedruckt, in die ich das Motiv geschnitten hatte, ähnlich eines Linolschnitts. Das Ergebnis war auch gut, aber etwas anders. Es war ein weißes Gesicht mit farbigem Hintergrund. Mittels Linolschnitt ist es schwieriger, größere Flächen einwandfrei und ohne weiße Stellen zu drucken. Beim Siebdruck kommen die Farbflächen satter heraus, obwohl das auch ein wenig Übung braucht. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Motive ausprobieren, sowie andere Materialien für die Schablonen.

Eine erste Puppe

Ein kleines Menschenskind blickte mit seinen blauen Augen etwas unsicher in die Welt. Was wird mich im Leben wohl erwarten, schien es sich zu fragen, doch niemand wusste es. Das würde die Zeit mit sich bringen…

Alles fing mit einem Kopf an. Ich wollte etwas aus ofenhärtender Modelliermasse formen, das einen Kern aus Alufolie haben sollte. Ein Kopf lag da nahe. Und da ich schon mehrfach den Kopf eines Erwachsenen modelliert hatte, sollte es diesmal der eines Kindes sein. Schließlich wollte ich auch etwas Neues ausprobieren.

Ich zerknüllte also etwas Alufolie, wobei ich versuchte, die Oberfläche so glatt wie möglich zu bekommen, und fing an, den Kopf darauf aufzubauen. Nachdem ich schon einiges an Modelliermasse aufgetragen hatte, arbeitete ich als erstes die Vertiefungen für die Augen heraus und formte nacheinander Nase, Mund und Kinn, indem ich immer wieder neue Modelliermasse aufbrachte. Anschließend vergrößerte ich den Kopf hier und da, bis ich mit seiner Größe zufrieden war. Zum Schluss bekam der Kopf seine Augen, Ohren und ein wenig Hals.

Dann härtete ich ihn im Backofen. Leider bekam der Kopf beim Backen an drei Stellen große Blasen. Ich hatte die Folie wohl nicht genügend zerknüllt, so dass im Inneren noch Luft gefangen war, die nun beim Backen entwich. Ich besserte die Stellen aus und steckte den Kopf wiederum in den Ofen. Nun waren es nur noch zwei Stellen, an denen sich Blasen bildeten. Jetzt ließ ich beim Ausbessern ein ganz kleines Loch, und alles ging gut. Ich habe mal den fertigen Kopf fotografiert:

Beim Anblick des Kopfes dachte ich mir, er sieht doch aus wie Puppenkopf. Warum sollte ich es nicht einmal versuchen, eine ganze Puppe zu basteln. Ich beschloss, den Kopf erst einmal abzuformen:

Mit Hilfe dieser Form aus Silikon bastelte ich mir einen zweiten Kopf, dieses Mal aber aus hautfarbener Modelliermasse. Anschließend modellierte ich mir zwei Hände und zwei Füße für die Puppe aus der gleichen Modelliermasse, wobei ich hier immer zuerst einen Kern aus Aludraht und Alufolie bastelte. Jetzt ging beim Backen alles gut. Den Kopf habe ich dann noch mit Acrylfarben angemalt. Auf dem Foto sind Kopf, Hände und Füße zu sehen:

Jetzt sollte die Puppe natürlich auch noch Arme, Beine und einen Körper bekommen. All diese Teile wollte ich aus rosafarbenem Fleece-Stoff nähen und die Teile aus Modelliermasse über Schnüre daran befestigen. Ich zeichnete mir also ein Schnittmuster, das ich allerdings sechsmal ändern musste, bis ich mit ihm zufrieden war. Anschließend nähte ich mir den Körper aus vier Teilen und Arme und Beine jeweils aus zwei Teilen zusammen. Alle genähten Puppenteile hatten ein Öffnung, durch die ich sie stopfen konnte und an die ich die festen Teile mit Schnüren festband. Zum Schluss befestigte ich Arme und Beine über Fadengelenke und Knöpfe am Körper. Die Puppe sah nun so aus:

So ganz nackt wirkte sie irgendwie komisch. Also musste noch Kleidung her. Ich maß mir die Puppe ab und zeichnete zwei Schnittmuster für einen Pullover und eine Hose. Beides wollte ich mir aus Nicki-Stoff nähen. Ich schnitt aus dem orangenen Stoff sechs Teile für den Pullover aus, vier für die Ärmel und jeweils eine Vorder- und Rückseite, und nähte sie zusammen, und für die Hose vier gleiche Teile, zwei jedoch spiegelverkehrt zu den anderen. Auch die Hose nähte ich zusammen. Dann zog ich die Puppe an. Das war bei der Hose gar kein Problem, doch beim Pullover gestaltete sich das Vorhaben als etwas schwieriger. Schließlich gelang es mir doch. Ich habe die Puppe von verschiedenen Seiten fotografiert, mal sitzend und mal stehend:

Die Puppe ist etwa 18 cm groß.

Ich habe mir überlegt, die Puppe beim nächsten Markt zu verkaufen, allerdings nicht diese erste, sondern Kopien davon. Deshalb werde ich von Händen und Füssen ebenfalls Formen aus Silikon basteln, so dass jede weitere Puppe schneller herzustellen sein sollte. Da mir dieses Basteln großen Spaß gemacht hatte, wird vielleicht schon bald eine neue Puppe entstehen, dann möglicherweise eine ganze Nummer kleiner. Und nicht immer nur einzelne Köpfe, wie zuletzt.

Kinderkarte mit Elefant

Ein kleiner Elefant hatte Geburtstag. Zur Feier des Tages bekam er zwei bunte Luftballons geschenkt. Er freute sich darüber sehr. Doch in einem kurzen Augenblick, in dem er nicht richtig aufpasste, entwischten ihm die Ballons und schaukelten im Wind davon. Darüber war er aber gar nicht traurig, vielmehr gefielen ihm die bunten Punkte, die immer kleiner wurden…

Dieses Mal wollte ich etwas für Kinder drucken. Etwas, was man dann als Geburtstagskarte für ein Kind verwenden konnte. Oder als Einladungskarte für einen Kindergeburtstag. Letztes Jahr hatte ich einen kleinen Elefanten genäht, den ich hier zeichnerisch umsetzen wollte. Mit dem genähten Elefanten vor Augen zeichnete ich also eine kleine Elefantenfigur auf Papier.

Als ich mit ihr zufrieden war, vergrößerte ich sie mit meinen technischen Möglichkeiten so, dass sie bequem auf mein übliches Format für Linoldrucke passte. Ich überlegte mir, dass die Figur alleine vielleicht etwas langweilig sein würde. Ich zeichnete also mit Bleistift auf Papier einen Rahmen für das Format, pauste den Elefanten in richtiger Größe an geeigneter Stelle hinein und malte noch zwei Luftballons, wobei einer angeschnitten war. Zum Schluss bekam der Entwurf eine Linie als Rahmen. Er sah nun so aus:

Den fertigen Entwurf übertrug ich nun auf eine Linoleumplatte, die ich zuvor auf die richtige Größe zugeschnitten hatte. Hierfür legte ich den Entwurf mit der Oberseite nach unten auf die Platte und rieb mit dem Fingernagel über die Rückseite. Die schwachen Linien und Flächen, die nun zu sehen waren, malte ich mit dem Bleistift nach.

Jetzt schnitt ich mit meinem Linolschnittmessern die schwarzen Linien und die schwarzen Flächen aus, wobei ich für die Linien mein feinstes Messer und für die Flächen zusätzlich ein breiteres Messer verwendete. Hier habe ich mal die fertige Platte fotografiert:

Um den ersten Druck anzufertigen, rollte ich die Platte dünn mit grüner Linoldruckfarbe ein und legte ein Blatt Papier darauf, über dessen Rückseite ich kräftig mit einem Falzbein rieb. Dadurch sollte die Farbe besser ins Papier gelangen. Anschließend hob ich das Papier vorsichtig ab. Da ich mit diesem ersten Druck zufrieden war, entschied ich mich, die Platte nicht mehr nachzuschneiden. Dann druckte ich noch mehrere Exemplare, sowohl in grün als auch in anderen Farben. Eines der schönsten Exemplare ist ganz oben zu sehen.

Der Druck ist etwa 12,5 cm hoch und etwa 9,5 cm breit.

Der Elefant ist das erste Motiv, das sich für Karten für Kinder eignet. Ich werde wohl demnächst eine Geburtstagskarte für meine Nichte daraus basteln. Der Elefant stellt einen Weißlinien- bzw. Weißflächen-Schnitt dar. Dabei bleibt das Motiv weiß, während der Hintergrund farbig wird. Mein letzter Druck, die Rose, war auch ein Weißlinien-Schnitt. Meistens werden meine Motive farbig, oder ich verwende eine Mischung aus beidem. Jedenfalls gefallen mir diese Weißlinien-Schnitte sehr gut, und es ist weniger Schneidearbeit. Mal sehen, was ich als nächstes drucken werde. Vielleicht wird es auch irgendwann wieder ein Motiv für Kinder.

Kleine Phantasieköpfe

Die Puppen hatten ihre Köpfe verloren. Jetzt lagen die Köpfe herrenlos herum. Sie waren von ihren Körpern verlassen worden und konnten ihren Ort nicht wechseln. Wenigstens konnten sie noch miteinander sprechen…

Irgendwann hatte ich mir eine Form aus Silikon gebastelt, um mir Gesichter aus Modelliermasse machen zu können. Aus diesen Gesichtern baute ich mir unter anderem eine Armkette zusammen. Nun hatte ich die Idee, diese Gesichter zu ganzen Köpfen zu ergänzen. Also kramte ich die alte Form heraus und setzte diese Idee um. Da diese Gesichter aber recht flach gestaltet worden waren, sahen diese Köpfe doch sehr seltsam aus.

Deshalb beschloss ich, eine neue Form aus Silikonkautschuk mit einem neuen Gesicht zu gießen. Die Köpfe, die aus ihnen entstanden, sahen nun so aus:

Irgendwie fand ich sie immer noch komisch. Ich hatte das Gefühl, dass etwas mit ihnen nicht stimmte.

Also fing ich noch einmal von vorne an. Ich modellierte mir ein Gesicht mit Halsansatz und stellte mir eine Form her, indem ich das Gesicht mit flüssigem Silikonkautschuk übergoss, das über Nacht fest wurde:

Als die Form fertig war, probierte ich sie gleich mit der hautfarbenen Modelliermasse aus. Ich habe das Ergebnis mal fotografiert, das dem grauen Modell recht ähnlich sieht:

Ich bastelte mir eine Reihe von Gesichtern, die ich erst einmal im Ofen härten ließ. Das Gute an der Modelliermasse ist, dass man immer wieder neue Masse hinzufügen und alles mehrmals im Ofen backen kann. In einem zweiten Schritt ergänzte ich die Gesichter zu ganzen Köpfen und legte sie wiederum in den Ofen. Jetzt bekamen sie erst ein Ohr und zum Schluss das andere Ohr, zwischendurch mussten sie wieder in den Backofen. Dann waren sie endlich fertig:

Der ein oder andere Kopf hatte eine Öse bekommen, wie auf dem Bild ganz oben zu erkennen ist.

Der Kopf ist mit Hals etwa 2,5 cm hoch.

Mit diesen letzten Köpfen bin ich ganz zufrieden, obwohl man immer noch etwas verbessern kann. Es ist doch schwieriger als gedacht, das Gesicht einzeln so zu gestalten, so dass anschließend der ganze Kopf gut aussieht. Jetzt kann ich mir jedenfalls immer wieder einen neuen Kopf basteln, wenn mir danach ist. Erst hatte ich gedacht, mir für die Ohren ebenfalls eine Form herzustellen, den Gedanken jedoch wieder verworfen. Die Ohren modelliere ich jedes Mal neu, so sehen die Köpfe dann nicht ganz gleich aus.

Meine allerersten Gesichter, die ich bemalt und für Schmuck verwendet hatte, waren für ganze Köpfe vollkommen ungeeignet.

Eine Rose in rot

Eine schöne rote Rose blühte in einem Garten. Der Garten war klein und verdorrt, weil es schon seit Wochen nicht geregnet hatte. Doch wie in einem Traum erblühte diese einsame Rose. Und erweckte die Hoffnung auf eine bessere Welt…

Inspiriert von den Arbeiten anderer Leute wollte ich beim Linolschnitt auch mal einen reinen Weißlinienschnitt machen. Bisher hatte ich eher Schwarzlinienschnitte oder Mischformen aus beidem gedruckt. Flächen sind immer schwieriger zu drucken als Linien. Dennoch wollte ich mich nun auch mal daran wagen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Motiv dachte ich zuerst an ein Tier. Weil ich Tiere mag und sie sehr spannend finde, und ich mich ansonsten auch oft mit ihnen beschäftige, sei es beim Modellieren oder Nähen. Dann fiel mir aber kein passendes Tier ein, weshalb ich mich letztendlich für eine Pflanze entschied. Und da ich zu Hause einen wunderschöne getrocknete Rose habe, konnte ich sie als Modell verwenden. Es wurde also eine Rose.

Ich zeichnete einen Entwurf mit Bleistift auf Papier. Hier habe ich ein Foto davon:

Als ich mit dem Entwurf zufrieden war, übertrug ich ihn auf die Linoleumplatte, die ich zuvor auf die richtige Größe zugeschnitten hatte. Hierfür legte ich den Entwurf mit der Oberseite nach unten auf die Platte und strich fest mit dem Daumen über die Rückseite. Anschließend zeichnete ich die Linien auf der Platte nochmal mit dem Bleistift nach. Dann ging es ans Schneiden. Ich musste nur die schwarzen Linien herausschneiden. Dazu verwendete ich ausschließlich das feinste Linolschnittmesser, das ich habe. Die fertige Platte sah nun so aus:

Dann druckte ich das erste Mal. Ich rollte also die Platte ganz dünn mit roter Linoldruckfarbe ein, legte ein weißes Blatt Papier darauf und strich fest mit einem Falzbein über die Rückseite. Anschließend zog ich das Papier ganz vorsichtig ab. Mit diesem Druck war ich gleich zufrieden, so dass ich die Platte nicht nachschneiden musste. Danach druckte ich mehrere Exemplare hintereinander. Ich habe mal einen der besten Drucke fotografiert:

Das Motiv ist 9,5 cm breit und 12,5 cm hoch.

Ich liebe den Linolschnitt, da man mit nur einer Platte ganz viele Drucke in verschiedenen Farben erzeugen kann. Diese Drucke kann man dann gut als Postkarten verschicken. Außerdem kann man mit dem Linolschnitt auch T-Shirts gestalten, wie ich zuletzt festgestellt hatte. Hierfür braucht man nur Stofffarben.

Herbstliche Ansichten aus der Provinz

Die Blätter waren fast vollständig von den Bäumen gefallen. Ein paar waren sogar schon vertrocknet. Nicht mehr lange, und schon sollte der Winter vor der Tür stehen…

Bei meinem letzten Besuch in meiner Heimatstadt, einer Kleinstadt mit S-Bahn-Anschluss, habe ich einige Fotos mit interessanten Motiven gemacht, im Hinblick darauf, sie später mit Bleistift abzuzeichnen. Da ich auch dort meinen Hund dabei hatte, musste ich mit ihm spazierengehen. Dabei führten mich meine Wege durch die ganze Stadt, die sich in den letzen Jahren doch sehr verändert hat. Aber es gibt auch noch Dinge, die sich nie ändern.

Während ich die Motive gezeichnet habe, hatte ich die Fotos nur auf meinem Telefon. Das finde ich sehr praktisch, da man sich so manche Kleinigkeit ganz problemlos vergrößern kann. Ich habe nur mit dem Feinminenbleistift der Breite 0,5 mm gezeichnet, und dabei edleres Zeichenpapier verwendet. Beim Zeichnen gehe ich eigentlich immer gleich vor. Zuerst zeichne ich die Umrisse, bevor ich die Gegenstände plastisch ausarbeite.

Bei einem meiner Spaziergänge hatte ich ein vertrocknetes Blatt entdeckt, das an einem Stacheldraht hängengeblieben war. Auf der Zeichnung ist nur das Blatt mit dem Stacheldraht zu sehen, da mir der Hintergrund zu unruhig erschien:

Auf einem meiner anderen Spazierwege kam ich an meiner alten Schule vorbei. Wenn man von dort zur S-Bahn will, muss man über einen großen Platz laufen, der vor allem als Parkplatz genutzt wird. Am Ausgang des Platzes steht dieser einzelne Baum, den ich mit ein wenig Hintergrund gezeichnet habe:

Die Schule ist mittlerweile vergrößert worden, der Platz jedoch sieht immer noch so aus, wie damals.

Die Zeichnungen sind etwas kleiner als ein DINA4-Blatt.

Da das Zeichnen für mich immer sehr entspannend ist, mache ich es von Zeit zu Zeit sehr gern. Zuletzt hatte ich Ansichten der Stadt gezeichnet, in der ich jetzt wohne. Diese Stadt ist wesentlich größer, als meine Heimatstadt, was den Effekt hat, dass mir die Stadt, in der ich aufgewachsen bin, jetzt doch sehr provinziell vorkommt. Mal sehen, was ich als nächstes zeichnen werde. Vielleicht sollte ich es mit Blumen oder Obst und Gemüse versuchen.

Ein Gesicht auf Stoff

Aus der endlosen Dunkelheit flackerte kurz das Gesicht eines mysteriösen Mannes auf. Man hatte es nur unvollständig sehen können. Und so schnell, wie es aufgetaucht war, so war es wieder verschwunden…

Irgendwann hatte ich im Internet von Stofffarben gelesen, die speziell für den Siebdruck und den Hochdruck, vor allem im Hobbybereich, entwickelt worden waren. Da mich der Hochdruck ja schon immer begeistert hatte, wollte ich ihn unbedingt auch mal auf Stoff ausprobieren. Stempelkissen mit Farben, die auch für Textilien geeignet waren, hatten mich nicht wirklich überzeugt. An anderer Stelle hatte ich gelesen, dass man auch mit ganz normalen Stoffmalfarben und Gummistempeln Stoff bedrucken konnte. Man musste die Farbe nur mit einem Schwamm auftragen.

Ich besorgte mir Stoffmalfarbe in einem Geschäft und bestellte mir die spezielle Farbe zum Drucken. Dann beschloss ich aber, erst einen Linolschnitt mit meinem Motiv anzufertigen und ihn auf Papier zu drucken, um zu sehen, ob er mir auch wirklich gefällt. Hierfür zeichnete ich erst einen Entwurf mit Bleistift auf Papier:

Als ich mit ihm zufrieden war, übertrug ich ihn auf die Linoleumplatte, indem ich ihn mit der Oberseite nach unten auf die Platte legte und anschließend mit dem Fingernagel über das Papier rieb. Die Linien malte ich dann nochmal mit dem Bleistift nach. Dann schnitt ich das Motiv mit meinen Linolschnittmessern aus.

Für den Druck rollte ich die Platte mit blauer Linoldruckfarbe dünn ein, legte ein weißes Blatt Papier darauf und strich mit dem Falzbein mehrmals kräftig darüber. Anschließend zog ich das Blatt vorsichtig ab. Den Druckvorgang wiederholte ich mehrmals. Hier habe ich einen der besten Drucke fotografiert:

Da mir das Motiv sehr gut gefiel, wollte ich es nun auch auf Stoff drucken. Ich nahm besorgte mir also eine Platte aus Stempelgummi und schnitt das gleiche Motiv hinein. Hierzu verwendete ich ebenfalls meine Linolschnittmesser. Wahrscheinlich hätte man für den Druck auf Stoff auch die Linoleumplatte nehmen können, doch in den Artikeln, die ich gelesen hatte, verwendeten die Leute Platten aus Gummimaterialien.

Ich habe die fertige Gummiplatte mal fotografiert:

Bevor ich mich aber an meine T-Shirts wagte, bedruckte ich zuerst eine alte Baumwolltasche, die zu diesem Zweck erst einmal in der Waschmaschine wusch. Nach dem Trocknen und Bügeln konnte ich sie bedrucken. Zuerst probierte ich beide Farben einzeln nacheinander aus. Hierfür trug ich die Farbe jeweils mit einem Haushaltsschwamm auf und drückte die Platte fest auf den Stoff. Mit Druck strich ich mehrmals über die Rückseite der Platte. Die Ergebnisse sind auf folgenden Fotos zu sehen:

Um die Farben auf dem Stoff zu fixieren, musste ich jeweils nach dem Trocknen über das Motiv bügeln, mit einem Baumwolltuch dazwischen.

Da mir die weißen Stellen im Motiv nicht ganz so gut gefielen, bei der Stoffmalfarbe sind mehr zu sehen als bei der speziellen Druckfarbe, vielleicht hätte ich aber auch nur mehr Farbe auftragen müssen, wollte ich nun einen zweifarbigen Druck ausprobieren. Hierfür bastelte ich mir eine Schablone aus stabiler Pappe in der Größe des Motivs und trug mit ihrer Hilfe jeweils ein Rechteck einer Farbe mit dem Pinsel auf den Stoff auf. Nun ließ ich die Farbe trocknen und fixierte sie mit dem Bügeleisen. Anschließend druckte ich das Motiv mit der jeweiligen anderen Farbe darüber. Die Farbe ließ ich wiederum trocknen, und fixierte sie.

Auf dem Bild ganz oben ist die eine Farbvariante zu sehen, hier die andere:

An den Stellen, an denen weniger Farbe auf der Druckplatte war, schaut nun die Hintergrundfarbe hervor und nicht das Weiß des Stoffes, was mir wesentlich besser gefällt. Die zweifarbigen Drucke probierte ich auch erst auf der Stofftasche, auf den Fotos sind die Drucke auf den T-Shirts zu sehen.

Das Motiv ist etwa 12,5 cm hoch und etwa 9,5 cm breit.

Da ich schon immer gerne meine T-Shirts selbst gestaltet habe, bin ich glücklich darüber, jetzt eine Methode gefunden zu heben, mit der das wirklich gut funktioniert. Zudem hat mir der Linoldruck auch immer schon gut gefallen, und jetzt kann ich beides miteinander kombinieren, also das T-Shirt-Gestalten und den Linoldruck. Bisher hatte ich überwiegend auf Papier gedruckt, wie meine Weihnachtskarte. Bei dem Druck auf den Stoff hat mir die spezielle Druckfarbe besser gefallen.

Ein frohes neues Jahr 2020

Ich wünsche allen ein ein frohes neues Jahr und hoffe, dass alle schön gefeiert haben, so wie der kleine Elefant, und gut ins neue Jahr rübergerutscht sind.

Den Elefanten habe ich aus Resten meines selbstgemachten Kaltporzellans modelliert, aus das ich in der Vorweihnachtszeit einige Anhänger gebastelt hatte. Nach dem Trocknen habe ich ihn mit meinen Acryllackfarben auf Wasserbasis angemalt und anschließend noch mit Klarlack überzogen, da das Kaltporzellan nicht wasserfest ist.

Der Elefant trägt eine Sektflasche und ein Sektglas in den Armen, wie es sich für Silvester und Neujahr eben gehört. Hier habe ich ihn nochmal einzeln und von verschiedenen Seiten fotografiert:

Der Elefant ist etwa 4 cm hoch.

Ein frohes Weihnachtsfest 2019

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest in besinnlicher Runde, sei es in der Familie oder unter guten Freunden.

Auch dieses Jahr habe ich wieder eine Weihnachtskarte mit der Linoldrucktechnik gedruckt. Hierfür habe ich einen Entwurf gezeichnet und diesen auf eine Linolplatte übertragen. Anschließend habe ich das Motiv mit meinen Linolschnittmessern freigeschnitten. Zum Drucken habe ich die Platte mit einer Walze mit Farbe bedeckt, ein Blatt Papier darauf gelegt und die Farbe mit einem Falzbein in das Papier gerieben. Das Ergebnis ist oben zu sehen.

Ich habe das Motiv auch in schwarz und anderen Farben gedruckt:

Bei meinem letzten Linolschnitt, dem Herbstmotiv, beschreibe ich genauer, wie ich so eine Linolplatte bearbeite und anschließend drucke. Dort kann man auch nachlesen, welches Format der fertige Druck hat, denn meine Drucke sind immer gleich groß, außer sie haben ein anderes Seitenverhältnis.

Letztes Jahr habe ich auch schon eine Weihnachtskarte gedruckt. Wahrscheinlich werde ich das von nun an immer tun. Denn wie im letzten Jahr habe ich auch dieses Jahr bei einem Wintermarkt verkauft, und für diesen habe ich die Karten gebastelt.

Kleine, aber feine Plätzchenschale

Eine kleine Schale wurde gefüllt mit frischgebackenen Weihnachtskeksen. Da waren Spitzbuben, Zimtsterne, Lebkuchenmännchen und Vanillekipferl. Sie sahen sehr lecker aus. Weshalb schon eines angebissen war…

Um kleinere Sterne für den Weihnachtsbaum zu basteln, habe mir auf dem Weihnachtsmarkt eine Ausstechform gekauft. Da dieser Stand viele verschiedene Förmchen in allen möglichen Größen hatte, habe ich gleich einen noch kleineren Stern und eine für ein kleines Männchen dazugenommen. Und als ich mir diese kleinen Ausstechformen so angesehen habe, kam mir die Idee, mit ihnen kleine Weihnachtskekse aus ofenhärtender Modelliermasse zu basteln.

Als erstes mischte ich mir einen passenden Braunton aus zwei verschiedenen zusammen. Diese Modelliermasse wollte ich für die Spitzbuben, die Vanillekipferl und für die Männchen verwenden. Die Zimtsterne sollten aus der dunkleren Modelliermasse gebastelt werden. Dann rollte ich beide Massen nacheinander dünn aus, wobei die gemischte zwei verschiedene Dicken bekam und die andere nur eine. Das lag daran, weil ich die Spitzbuben aus zwei Schichten zusammensetzen wollte, und alle anderen nicht. Am Ende sollten alle Kekse etwa gleich dick sein. Um die Modelliermasse jeweils gleichmäßig ausrollen zu können, nahm ich mir Spielkarten zu Hilfe, die ich rechts und links neben die Masse platzierte.

Dann konnte ich die Plätzchen ausstechen. Vier Sterne für die Spitzbuben und vier für die Zimtsterne. Da mir das Ausstechförmchen für die Plätzchen zu groß erschien, schnitt ich mir alle Sterne mit dem Messer etwas kleiner. Dabei sollten die Zimtsterne kleiner werden als die Spitzbuben. Bei zwei der größeren Sterne stach ich in der Mitte ein Loch mit dem Strohalm aus. Für die Männchen verwendete ich die entsprechende Ausstechform. Die Vanillekipferl formte ich zwischen den Fingern.

Es gibt eine ofenhärtende Masse, die flüssig und durchsichtig ist. Für die Marmelade mischte ich sie nun mit ein wenig roter Modelliermasse und verteilte das Ganze auf die unteren Sterne der Spitzbuben. Das Gleiche tat ich für den weißen Überzug der Zimtsterne. Die weiße Masse verwendete ich auch für die Verzierung der beiden Männchen, die dann noch jeweils Augen und einen Mund erhielten. Anschließend setzte ich die Spitzbuben zusammen und knabberte einen Zimtstern an. Damit alle Plätzchen wie gebacken aussahen, gab ich ihnen noch eine entsprechende Struktur mit dem Zahnstocher. Zum Schluss sollten die Spitzbuben und die Vanillekipferl noch etwas Puderzucker bekommen. Hierfür härtete ich ein kleines Stück weißer Modelliermasse im Ofen und raspelte es mit einer Feile sehr fein. Diese ganz kleinen Stückchen verteilte ich auf den entsprechenden Keksen. Weil ich noch eine Schale haben wollte, formte ich mir eine aus einer gemischten hellblauen Modelliermasse. Dann kam alles in den Backofen.

Ich habe mal alle Plätzchen einzeln fotografiert:

Sehen die Plätzchen nicht zum Anbeißen aus?

Die Spitzbuben haben einen Durchmesser von 2 cm, die Zimtsterne einen von 1,5 cm, die Vanillekipferl sind 1,5 cm lang und die Männchen 1,7 cm hoch.

Mir macht es doch immer wieder großen Spaß, essbare Dinge aus ofenhärtender Modelliermasse zu basteln. Da bald Weihnachten ist, passten die Plätzchen jetzt ganz gut. Zuletzt hatte ich Waffeln entweder mit Sahne und Früchten oder mit jeweils einer Eiskugel geformt.