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Katze mit Hintergrund

Eine mürrische Katze hatte sich im hohen Gras einer Wiese versteckt und beobachtete das Geschehen um sich herum. Niemand sollte sie dort finden, denn sie hatte etwas angestellt…

Schon länger wollte ich zwei Stempel zu einem Druck kombinieren. Der eine sollte einen Hintergrund darstellen, in dem eine Stelle ausgespart sein sollte, in die der zweite passte. Ich stellte mir eine Katze vor, die nur halb zu sehen war. Ihr Kopf sollte aus einem Hintergrund herausragen. Zuerst dachte ich an Wellen, im Nachhinein hätte der Gesichtsausdruck der Katze ganz gut zu Wasser gepasst, aber schließlich entschied ich mich für eine Wiese.

Ursprünglich wollte ich mir zwei Stempel aus Gummimaterial schnitzen, da aber die Katze nicht zu klein werden sollte, entschied ich mich dafür, den Hintergrund mit einer Linoleumplatte zu drucken. Und in diesen Hintergrund wollte ich mehrere farbige Punkte setzen, denn es sollte eine Blumenwiese werden.

Zuerst zeichnete ich einen Entwurf der Katze mit Bleistift auf Papier. Als ich mit ihm zufrieden war, übertrug ich ihn auf eine Platte aus Gummi, indem ich das Blatt verkehrt herum auf der Platte platzierte und mit Daumennagel über die Rückseite rieb. Die Bleistiftlinien waren auf dem Gummi gut zu sehen. Dann schnitt ich das Stück, auf dem der Katzenkopf war, mit dem Taschenmesser ab. Mit den Linolschnittmessern legte ich nun die Linien ganz vorsichtig frei.

Nun konnte ich den Katzenkopf stempeln, hier und da musste ich aber noch ein wenig nachbessern. Eines der gestempelten Exemplare schnitt ich mit Rand aus und legte es mit der Rückseite nach oben auf die Linoleumplatte. Mit dem Bleistift zeichnete ich die Umrisslinie nach. Für die Punkte schnitt ich aus der Gummiplatte drei Kreise in verschiedenen Größen aus. Anschließend stempelte ich die Kreise mit einer dunklen Farbe auf die Linoleumplatte und zeichnete diese Kreise etwas größer nach.

Nun hatte ich alle Flächen beisammen, die ich anschließend mit den Linolschnittmessern ausschnitt. Als erstes druckte ich die Platte mit schwarzer Farbe auf normales Papier, um die Platte zu überprüfen. Dann probierte ich sie mit Farbe aus. Da es ja eine Wiese werden sollte, hatte ich mir grüne Linoleumdruckfarbe besorgt, und eine rote gleich mit. Und eine blaue hatte ich bereits. Nacheinander druckte ich nun den Hintergrund mit allen drei Farben auf normales Papier und ließ die Drucke über Nacht trocknen.

Da ich mehrere verschiedene Stempelkissen hatte, testete ich alle Farben auf den drei Hintergründen, jeweils als Katze und als Blumen. Die Farbkombinationen, die mir am besten gefielen, druckte ich noch mal auf ein dickeres Zeichenpapier. Die Katze mit dem grünen Hintergrund ist ganz oben zu sehen, die anderen beiden habe ich auch fotografiert:

Bei dem schwarzen Druck habe ich Katze und Blumen in der selben Farbe gedruckt:

Ich habe mal alle für den Druck notwendigen Teile fotografiert:

Der Druck ist etwa 12,5 cm breit und etwa 9,5 cm hoch.

Hier habe ich zum ersten Mal Linoldruck mit Gummistempeln kombiniert. Bisher hatte ich für meine Linolschnitte meistens nur eine Platte bearbeitet, bei meinem Elefanten hatte ich zwei Platten übereinander in zwei verschiedenen Farben gedruckt. Das mit den Gummistempeln hat mir aber auch gut gefallen, obwohl es manchmal recht schwierig war, die Katze an die richtige Stelle zu drucken.

 

Sitzende Katze

Eine kleine Grinsekatze saß im Garten zwischen Gras und Blumen und blinzelte in die Sonne. Bei einem solch schönen Wetter ließ es sich hier draußen gut aushalten…

Neulich habe ich eine für mich neue Modelliermasse für Kinder entdeckt. Es war eine Modelliermasse, die es in mehreren verschiedenen Farben gab und an der Luft härtete. Ich kaufte mir eine kleine Packung, weil ich sie ausprobieren wollte. Die Modelliermasse hatte die Farbe pink.

Ich wollte eine Katze daraus basteln. Nun sind Katzen so gar nicht pink, weshalb ich mir überlegte, dass ich sie nach dem Trocknen einfach anmale. Bevor ich anfing, holte ich mir ein Schälchen Wasser dazu, um dann mit dem Wasser die Gliedmaßen am Körper anzukleben. Dann öffnete ich die Packung und holte mir erst mal ein kleines Stückchen heraus.

Für den Körper der Katze formte ich eine kleine Kugel, die ich hinten etwas verbreiterte. Dann bastelte ich aus vier weiteren sehr viel kleineren Kugeln vier Pfoten, die ich unten am Köper anbrachte. Anschließend modellierte ich aus einem neuen Stück Modelliermasse den Kopf mit den Ohren, wobei ich ziemlich schnell feststellen musste, dass ich nicht so genau arbeiten konnte, wie ich gerne wollte. Mit einem Zahnstocher ritzte ich einen Mund ein und deutete eine Nase an. Diesen Kopf befestigte ich nun oben am Körper und versah ihn noch mit zwei kugeligen Augen. Zum Schluß rollte ich einen Schwanz aus, den ich geschwungen an das Hinterteil der Katze klebte. Dann war die Katze fertig, und ich ließ sie trocknen.

Nach ein paar Stunden war die Modelliermasse richtig hart geworden. Die Katze sah jetzt so aus, von vorne und von der Seite:

Mit dieser Katze war ich  nicht ganz zufrieden, da mir die Ohren nicht so gut gefielen. Aber es war mir nicht gelungen sie ordentlich zu modellieren. Auf jeden Fall hatte die Katze jetzt noch eine höchst ungesunde Farbe, weshalb ich sie noch anmalen wollte. Das war ja von Anfang an mein Plan gewesen.

Ich malte sie also mit meinen Acryllackfarben aus Wasserbasis an. Für die Katze wählte ich ein ganz helles braun, die Augen wurden weiß mit schwarzen Pupillen, und die Nase ganz schwarz. Mit roter Farbe zog ich den Mund nach und malte das Innere der Ohren an. Jetzt war die Katze ganz fertig und sah von den beiden Seiten so aus:

Die Katze ist etwa 3 cm hoch.

Da ich mit dieser Modelliermasse nicht vernünftig arbeiten konnte, wird das Basteln der Katze ein einmaliges Ausprobieren bleiben. Aber ich muss schon sagen, dass sie nach dem Trocknen ordentlich hart geworden war. Ich hatte ja schon mal eine liegende Katze gebastelt, wobei ich meine graue Lieblingsmodelliermasse verwendet hatte, die man im Ofen härten muss. Mit ihr kann ich ganz wunderbar feine und kleinste Details gestalten, was mit dieser Masse nicht möglich war. Für Kinder reicht sie wahrscheinlich schon.

 

 

 

 

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Rote Blüte

Eine Blüte erstrahlte rot im Sonnenlicht, während in der Dunkelheit ihres Schattens große Augen lauerten. Ob das Tier es auf die Blüte abgesehen hat oder auf etwas ganz anderes? Nur das Tier selbst konnte es wissen…

Da ich schon lange nichts mehr gedruckt hatte, dachte ich, es wäre mal wieder an der Zeit, einen neuen Linolschnitt zu machen. Dabei kamen mir schnell geschwungene Linien in den Sinn, die etwas Blumenartiges bilden sollten. Daneben wollte ich ein Tier in Form von Augen und einer Nase darstellen. Die Seite mit der Blüte sollte ganz hell, und im Gegensatz dazu, die Seite mit dem Tier ganz dunkel werden. Auch jetzt schon dachte ich an ein wenig Farbe, die ich in Form von Aquarellfarben mit ins Spiel bringen wollte.

Ich malte also mit Bleistift auf Papier einen Entwurf, den ich dann, sobald ich mit ihm zufrieden war, auf ein weiteres Blatt Papier übertrug. Hier schnitt ich nun mit einem Cutter die Flächen um die Blüte herum und die Augen und die Nase des Tieres aus, so dass ich das Ganze als Schablone benutzen konnte. Ich legte das Blatt Papier verkehrt herum auf die Linoleumplatte und zeichnete mit einem Bleistift die Umrisslinien der Blüte, der Augen und der Nase auf das Linoleum. Anschließend ergänzte ich die breiten Linien der Blüte, die Pupillen der Augen und die Nasenlöcher.

Jetzt konnte ich mit dem Schneiden beginnen. Als erstes arbeitete ich mit meinen Linolschnittmessern die Linien der Blüte heraus. Hierbei begann ich immer mit dem feinsten Messer direkt am Motiv und wechselte dann zu den breiteren Messern. Als ich damit fertig war, schnitt ich noch Augen und Nase des Tieres aus.

Mit einer Walze rollte ich die Linoleumplatte ganz dünn mit schwarzer Farbe ein. Darüber legte ich ein normales weißes Blatt Papier und strich mit einem Falzbein fest über dessen Rückseite. Auf diese Weise rieb ich die Farbe ins Papier. Anschließend zog ich es ganz vorsichtig von der Platte ab. Das war der erste Druck. Da ich mit der Nase des Tieres noch nicht ganz zufrieden war, schnitt ich noch etwas nach und druckte erneut. Das Ergebnis sah dann so aus:

Am oberen rechten Rand der Blume kann man einen Schnittfehler erkennen. Für den eigentlichen Druck verwendete ich dickeres Aquarellpapier, da ich ihn ja farbig gestalten wollte. Bei dem dickeren Papier musste ich etwas fester reiben, um die Farbe an das Papier abzugeben. Als die Drucke fertig waren, denn ich drucke immer gleich mehrere Exemplare, ließ ich sie über Nacht trocknen.

Am nächsten Tag malte ich die großen Flächen der Blüte mit roter Aquarellfarbe aus. Das Ergebnis kann man ganz oben sehen.

Der Druck ist etwa 12,5 cm breit und etwa 9,5 cm hoch.

Ganz oft lasse ich die Drucke zweifarbig, also entweder schwarz/weiß oder eine andere Farbe mit weiß, wie bei meiner Stadt mit Burg. Manchmal aber setzte ich meine Aquarellfarben ein, um das Motiv farbig zu gestalten, wie zuletzt bei meiner Badenden. Wie ich das letztendlich mache, entscheide ich bei jedem Motiv neu. Manche Motive brauchen keine Farbe, andere wirken mit Farbe besser.

 

 

 

 

Hunde in Schachteln

Zwei Hunde waren in bunte Schachteln verpackt worden, um als Geschenk übergeben zu werden. Da den Hunden das aber zu blöd war, bissen sie jeweils ein Loch in die Verpackungen und versuchten, wegzulaufen. Nur, ob ihnen das so gut gelang, ist fraglich…

Diesmal wollte ich etwas nähen, das irgendwie anders ist, als die Tiere, die ich bislang genäht hatte. Als ich so darüber nachdachte, fielen mir Schachteln ein, aus denen Tiere herausgucken könnten. Und da ich Hunde sehr gerne mag, sollten diese Tiere Hunde werden, die ich dann in einem Braunton gestalten wollte. Die Schachteln stellte ich mir zweifarbig vor, wie Geschenke mit einem Band drumherum.

Ich zeichnete also mit Bleistift auf Papier ein Schnittmuster mit allen verschiedenen Teilen. Hierbei unterteilte ich die Seite der Schachtel in drei Teile. Als ich mit dem Schnittmuster zufrieden war, pauste ich die Teile in der richtigen Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt sie aus. Ich erhielt zwölf Teile für die Seiten der Schachtel und zwei für oben und unten, vier Teile für die Ohren des Hundes, vier für die Beine und drei Teile für seinen Kopf und Körper. Anschließend übertrug ich diese Teile auf die entsprechenden Stoffe und schnitt sie wiederum aus.

Zuerst nähte ich die Seitenteile der Schachtel aus jeweils drei Teilen zusammen. Dann kam der Hund an die Reihe, erst die Ohren, dann die Beine und zum Schluss der Kopf mit Körper. Diesen Kopf nähte ich nun an den oberen Teil der Schachtel, wobei die beiden Ohren dazwischen genäht wurden. Anschließend befestigte ich die vier Seitenteile der Schachtel am oberen Teil. Zwischen zwei der Seitenteile und des oberen Teils kam jeweils ein Bein. Diese Seitenteile fügte ich nun zu einer Schachtel zusammen. Jetzt fehlte nur noch das untere Teil der Schachtel, das ich unten an die Seitenteile nähte, wobei ich eine Wendeöffnung ließ.

Ich drehte den fertiggenähten Hund um und stopfte ihn aus. An den Beine hatte ich jeweils an einer Naht kleine Lücken gelassen, so dass ich sie jetzt auch ausstopfen konnte. Nach dem Stopfen schloss ich diese Lücken und die große Wendeöffnung von außen. Jetzt war der Hund fast fertig. Um ihn zu vollenden, stickte ich ihm noch zwei Augen und eine Nase auf.

Ich hatte zuerst den Hund mit der grün-blauen Schachtel genäht. Weil es mir Spaß gemacht hatte, habe ich noch einen zweiten Hund gebastelt, wobei die Schachtel andere Farben bekam. Ich habe die beiden mal von der Seite fotografiert:

Auf den beiden folgenden Bildern ist der eine Hund von vorne und der andere von hinten zu sehen:

Der Hund ist mit Schachtel etwa 12 cm lang.

Nachdem ich den ersten Hund fertiggestellt hatte, war ich nicht ganz zufrieden. Obwohl sowohl die Ober- als auch die Unterseite der Schachtel richtig eckig sind, ist die Schachtel nach dem Stopfen eher rund als eckig. Deshalb erinnert sie mich irgendwie an eine Tonne. Ich weiß allerdings nicht, wie man das Problem beheben kann. Dennoch habe ich ein zweites Exemplar genäht. Außerdem ist es doch egal, ob der Hund nun in einer Schachtel oder in einer Tonne steckt. Diesmal wollte ich nicht, wie bisher, ganze Tiere gestalten, sondern noch etwas um die Tiere herum. Zuletzt hatte ich Schnecken genäht.

 

 

 

 

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Anhänger mit Donut

Eine kleine hungrige Wespe hatte einen angebissenen Donut erspäht und freute sich. Nur selten fand sie ein solches Festmahl, weshalb sie sich gleich auf den süßen Zuckerguss stürzte…

Da mir die kleinen Kuchen so viel Spaß gemacht hatten, wollte ich nun ein anderes süßes Gebäck basteln. Neben den Cupcakes hatten es mir vor allem die Donuts in allen Variationen angetan. Denn auch hier kann das Gebäck auf sehr unterschiedliche Weise dekoriert werden. Aber farbiger Zuckerguss mit bunten Streuseln gefiel mir am besten. Deshalb sollte mein Donut einen solchen in einer Pastellfarbe bekommen. Und weil ich es schön fand, sollte er auf einem Teller liegen. Das alles wollte ich aus ofenhärtender Modelliermasse kneten.

Aus einer braunen Modelliermasse formte ich mir ein krapfenförmiges Gebilde, aus dessen Mitte ich mit Hilfe eines Zahnstochers einen kleinen Kreis heraustrennte. Ich rundete die Innenkanten ein wenig ab, und schon war der Grunddonut fertig. Da er angebissen sein sollte, schnitt ich einen Halbkreis ab. Die Schnittfläche bearbeitete ich anschließend mit der Spitze des Zahnstochers, so dass es wie gebackenes Gebäck aussah.

Aus einer ganz hellen blauen Knete bastelte ich einen kleinen Teller, auf dem ich den Donut befestigte. Da ich es ganz witzig fand und ich dem Donut noch einen Farbtupfer verpassen wollte, vermischte ich ein wenig rote Modelliermasse mit etwas Wasser und brachte diese Mischung auf die Schnittfläche und den Teller auf, so dass es aussah, als ob Füllung aus dem Donut herausläuft. Solche Donuts gibt es wohl gar nicht, es hat mir trotzdem gut gefallen.

Jetzt fehlte noch der Zuckerguss und die Streusel. Für den Zuckerguss vermischte ich minzfarbene Knete mit Wasser und verteilte diese Mischung oben auf dem Donut. Und für die Streusel rollte ich Modelliermasse in zwei verschiedenen Farben ganz dünn aus und schnitt sie in ganz kleine Teile. Diese platzierte ich dann auf dem Zuckerguss, wobei ich mich bemühte, dass das einigermaßen zufällig aussah.

Da ich noch ein Tier dabei haben wollte, überlegte ich mir, dass eine Wespe perfekt zu einer solche Süßigkeit passt. Also modellierte ich mir die winzigen Einzelteile der Wespe und baute sie direkt auf dem Donut zu einem ganzen Insekt zusammen. Ich habe mal die Wespe etwas größer fotografiert:

Zum Schluss habe ich noch ein Loch in den Teller mit einem Zahnstocher gebohrt, da es ja ein Anhänger werden sollte.

Jetzt kam der Anhänger in den Backofen. 30 Minuten später war er gehärtet und fertig. Nach dem Abkühlen bekam er noch zwei Schichten Klarlack zum Schutz. Als der Lack vollständig durchgetrocknet war, brachte ich oben am Loch einen Ring an. Ich habe den Anhänger von verschiedenen Seiten fotografiert, allerdings noch ohne Ring:

Der ganz fertige Anhänger ist ganz oben zu sehen.

Der Teller hat einen Durchmesser von etwa 3,5 cm.

Jetzt habe ich die süßen Gebäcke gebastelt, die mir am besten gefallen haben, Cupcakes, also kleine Kuchen, und Donuts. Für die kleinen Kuchen hatte ich mir Formen aus Silikon gebastelt, weshalb es einfach war, so viele Kuchen herzustellen, wie ich wollte. Denn es ging schnell. Den Donut hingegen habe ich von Hand modelliert, und jeder neue Donut dauert eben seine Zeit. Besonders die Wespe war nicht ganz so einfach, diese jedoch könnte man auch gut weglassen. Das Modellieren macht mir großen Spaß, mir gefällt aber auch die Methode, mit Formen zu arbeiten.

 

Elefanten-Anhänger mit Blume

Ein grüner Elefant hatte sich eine Blume gepflückt, weil er sie schön fand. Er war glücklich darüber, dass er eine so schöne Blume gefunden hatte. Jetzt wollte er sie allen anderen zeigen…

Neben meinem Blumen-Anhänger wollte ich einen weiteren Anhänger in Form eines Gegenstandes basteln. Dieses Mal sollte er die Form eines Tieres haben. Eines Tieres, das sich sehr kompakt darstellen ließ. Als ich über dieses Kriterium nachdachte, fiel mir recht schnell ein Elefant ein, dessen Form recht symmetrisch war. Und um diese Symmetrie ein wenig durchzubrechen, sollte der Elefant eine kleine Blume in seinem Rüssel tragen.

Ich zeichnete also mit Bleistift auf Papier einen Entwurf, der in etwa so groß war, wie die Blume. Als ich mit ihm zufrieden war, pauste ich ihn auf ein weiters Blatt Papier. Anschließend zeichnete ich ein Viereck um den Elefanten und fügte vier weitere Rechtecke hinzu, so dass daraus ein Kästchen gebastelt werden konnte. Ich schnitt diese Konstruktion aus und übertrug sie auf ein Stück festeren Karton. Auch diese schnitt ich aus. Zum Schluss bog ich bei beiden die vier Seiten nach oben und klebte das Teil aus Papier auf das aus Karton.

Jetzt konnte ich mit dem Modellieren anfangen. Hierzu befestigte ich mit Alleskleber nacheinander kleine Stücke normaler Knete auf das gezeichnete Motiv und arbeitete langsam den Elefanten mit der Blume heraus. Das so erhaltene Modell aus Knete sah nun so aus wie der fertige Anhänger. Und mit seiner Hilfe konnte ich nun eine Form aus Silikonkautschuk basteln.

Hierfür klebte ich die nach oben geklappten Seiten zu einem kleinen Kästchen zusammen. In dieses Kästchen und über das Modell aus Knete goss ich flüssigen Silikonkautschuk und ließ es über Nacht stehen. Währenddessen erstarrte der Kautschuk zu einer festen und elastischen Masse. Die Gießform war jetzt fertig und konnte aus dem Kästchen genommen werden. In einem Artikel unter den Anleitungen habe ich genauer beschrieben, wie ich so eine Form herstelle.

Den eigentlichen Anhänger wollte ich aus transparentem Epoxid-Gießharz gießen. Da ich aber bei dem Blumen-Anhänger Schwierigkeiten hatte, hier klebte das Gießharz zu sehr an der Form, goss ich die fertige Form erst mit Beton aus. Hierbei pinselte ich  sie zuvor mit Öl ein. Ich goss die Form also zweimal mit Beton aus, bevor ich mich an das Gießharz wagte.

Dann war es also soweit. Ich entschied mich dafür, das transparente Gießharz mit transparenter grüner Harzabtönfarbe einzufärben. Das grüne Harz goss ich dann in die Silikonform. Nach zwei Tagen konnte ich den Elefanten aus der Form nehmen. In die Vertiefungen der Blume tropfte ich ganz vorsichtig frisches Gießharz, das ich mit undurchsichtiger orangefarbener Harzabtönfarbe eingefärbt hatte. Nun musste ich 15 Tage warten, bevor ich den Anhänger weiter bearbeiten konnte.

Nach dieser Wartezeit schliff ich den Elefanten erst mit gröberen, dann mit ganz feinem Sandpapier ab. Zum Schluss klebte ich kleine Schnipsel bunter Folie um die Blume herum mit Zwei-Komponenten-Kleber und befestigte oben am Anhänger einen Ring, so dass er getragen werden konnte.

Der fertige Anhänger sah so aus:

Der Elefanten-Anhänger ist etwa 4 cm hoch.

Da meine ersten Anhänger aus Gießharz alle eine geometrische Form hatten, also rechteckig oder rund waren, wollte ich auch mal Anhänger basteln, die etwas darstellten, und zwar als Ganzes. Der erste Anhänger dieser Art war meine Blume, auf er ein Insekt sitzt, im Gegensatz dazu sollte der zweite dieser Reihe ein Tier sein, das eine Blume trägt. Dieses Tier war ein Elefant geworden. Vielleicht werde ich noch weitere Anhänger mit Blumen und Tieren basteln.

Grefräßiges Nilpferd

Ein kleines blaues Nilpferd hatte immerzu großen Appetit. Deshalb konnte es beim Anblick dieser kleinen Kuchen nicht widerstehen. Und es wollte immer mehr…

Schon mehrfach hatte ich im Internet kleine Cupcakes gesehen, die Leute aus bunter ofenhärtender Knetmasse gebastelt hatten. Diese kleinen Kuchen dienten oft als Schmuckanhänger von Ketten aller Art oder Ohrringen, oder waren als bezaubernde Miniaturen auf Tellern angerichtet. Auf jeden fall war ich sofort von ihnen fasziniert, weshalb ich mich auch an ihnen versuchen wollte. Meine Minikuchen sollten recht klein werden, so dass sie auch zu mehreren auf einem Teller als Schlüsselanhänger Verwendung finden konnten.

Ich überlegte mir, wie ich sie aus der ofenhärtenden Knetmasse modellieren wollte, und fand, dass das recht schwierig werden würde. Zumindest für mich, da ich mit dieser Masse nicht so fein arbeiten konnte. Da ich mit ihr in Verbindung mit Silikonformen gute Erfahrungen gemacht hatte, beschloss ich, mir hier auch Formen zu basteln. Mir schwebten Cupcakes mit Sahnehäubchen vor, die ich aus drei Teilen zusammensetzen wollte. Also musste ich mir drei Silikonformen basteln.

Hierfür schnitt ich mir aus Karton drei gleichgroße Grundgerüste für drei gleichgroße Kästchen aus, deren Seiten ich nach oben klappte. Ich machte das gleiche aus Papier und klebte die Papierteile auf die aus Karton. Nun zeichnete ich in die Mitte eines jeden Kästchens einen Kreis mit dem Durchmesser von etwa 1 cm. Dann formte ich mir aus normaler Knete in etwa die Basis des Cupcakes in richtiger Größe und klebte sie mit dem Boden nach oben auf den Kreis eines Kästchens. Hier und da nahm ich mit dem Messer noch ein wenig Knete weg, bis ich mit der Form endgültig zufrieden war. Anschließend fügte ich noch Rillen mit einem Zahnstocher hinzu.

Auf den Kreis eines weiteren Kästchen klebte ich weitere Knete, die in etwa die Form des gebackenen Teils des Kuchens hatte. Ich bearbeitete sie mit einem Zahnstocher, bis ich auch hier zufrieden war. Nun drehte ich aus einem weiteren kleinen Teil Knete das Sahnehäubchen, das einen deutlich kleineren Durchmesser haben musste, als die beiden anderen Teile. Dieses Sahnehäubchen klebte ich in den Kreis des dritten Kästchens und bearbeitete es noch mit Messer und Zahnstocher.

Nun hatte ich alle drei Modelle fertig. Ich klebte die hochgeklappten Seiten aller Kästchen zusammen, so dass sie jetzt mit flüssigem Silikonkautschuk ausgegossen werden konnten. Die so ausgegossenen Kästchen ließ ich über Nacht stehen. In dieser Zeit war der Kautschuk fest geworden, und ich konnte die fertigen Formen herausnehmen. Sie sahen so aus:

Ich bastelte die Kuchen indem ich, beginnend mit der Basis, bunte ofenhärtende Modelliermasse  nacheinander in die Formen drückte, wobei ich den Überschuss mit einem Messer entfernte, und die Teile zu einem Ganzen zusammensetzte. Hierbei holte ich die Basis aus der Form heraus und drückte sie auf die Knete des gebackenen Teils, die sich noch in der Form befand, und holte beide zusammengefügten Teile aus dieser Form heraus. Das Sahnehäubchen brachte ich in gleicher Weise auf dem Kuchen an.

Zusätzlich bastelte ich noch zwei Kuchen ohne Sahnehäubchen. Einer von ihnen bekam später noch einen weißen Zuckerguss und bunte Streusel. Hierfür vermischte ich weiße Knete mit Wasser und verteilte sie auf dem Kuchen. Für die Streusel schnitt ich dünne Schnüre farbiger Knete in kleine Teile und verteilte diese auf der weißen Knete. Ich habe mal alle drei Kuchen fotografiert:

Weil es mir großen Spaß gemacht hat, diese Kuchen zu basteln, konnte ich nicht damit aufhören. Dabei entstanden welche mit Ösen und welche mit kleinen Früchten auf den Sahnehäubchen:

Wieder andere stellte ich auf einen gekneteten Teller und verzierte alles mit kleinen Orangenscheiben:

Dann überlegte ich mir, mit welchem Tier ich die kleinen Kuchen fotografieren konnte. Dabei fiel mir ein Nilpferd ein, das ich dann aus blauer Modelliermasse formte.  Weil ich es witzig fand, bekam es auch drei Orangenscheiben. Auf dem folgendem Bild ist es einzeln zu sehen:

Ein einzelner Kuchen mit Sahnehäubchen ist etwa 1,5 cm hoch. Das Nilpferd ist etwa 4 cm lang.

Die Methode mit den Silikonformen hat sich bewährt. Ich bin mit ihr sehr zufrieden, da sich die feinen Strukturen der Formen auf die ofenhärtende Knete überträgt. Ohne die Formen könnte ich nicht so kleine Kuchen basteln. Gleiches galt für die kleinen Gesichter, die ich zuletzt gemacht hatte.

 

Gesichter

Mehrere Gesichter hatten sich versammelt. Sie wollten sich austauschen und darüber reden, wie es ihnen im Leben so erging. Alle schienen sich sehr zu ähneln, sahen dabei aber doch recht verschieden aus…

Vor einiger Zeit hatte ich mir ein größeres Paket einer ofenhärtenden Modelliermasse in einem Hautton gekauft. Ich wollte sie testen und vor allem sehen, wie fein ich mit ihr modellieren konnte. Dabei hatte ich eine Idee im Auge, bei der ich eine stehende menschliche Figur basteln wollte. Da ich hierbei Stabilitätsprobleme mit der grauen Modelliermasse hatte, die ich schon häufiger für kleine Figuren verwendete, wollte ich mal eine andere ausprobieren. Die Farbe war mir egal. Doch leider war ich mit dem neuen Produkt nicht zufrieden, ich fand sie zu weich und nicht formstabil genug, weshalb ich mir dafür etwas anderes überlegte. Die stehende Figur bastelte ich dann doch aus der grauen Modelliermasse, denn ich hatte eine Lösung für mein Problem gefunden.

Da es einem nahe liegt, aus einer hautfarbenen Modelliermasse  irgendwelche Körperteile zu formen, entschied ich mich dafür, aus ihr Gesichter zu machen. Kleine Gesichter. Und mehrere Gesichter. Und wenn ich mehrere Gesichter haben wollte, war es am einfachsten, das Gesicht nur einmal zu modellieren und davon dann eine Silikonform herzustellen. Und weil ich mit der grauen ofenhärtenden Modelliermasse sehr viel feiner arbeiten konnte als mit der hautfarbenen, bastelte ich das Modell für die Form aus der grauen.

Ich modellierte also ein Gesicht aus der grauen Modelliermasse und härtete es im Backofen, als ich mit ihm zufrieden war. Dieses gehärtete und abgekühlte Modell klebte ich nun auf ein Blatt Papier und zeichnete mit Bleistift ein Rechteck drumherum, das ich um weitere vier Rechtecke ergänzte. Den so erhaltenen und ausgeschnittenen Grundplan für ein Kästchen übertrug ich auf festeren Karton und schnitt ihn wiederum aus. Nun faltete ich bei beiden Varianten, also bei der aus Papier und bei der aus Karton, die vier Seiten nach oben und befestigte die Papiervariante auf der aus Karton. Zum Schluss klebte ich die vier Seitenteile mit jeweils einem Papierstreifen zusammen, so dass ich ein Kästchen erhielt, auf dessen Boden sich das Modell befand. In einem Artikel unter den Anleitungen sind Bilder, auf denen man sich so was anschauen kann.

Dieses Kästchen g0ß ich nun mit flüssigem Silikonkautschuk aus und ließ es über Nacht stehen. Während dieser Zeit härtete der Kautschuk zu einer festen gummiartigen Masse aus und ich konnte die fertige Form aus dem Kästchen nehmen. Sie sah nun so aus:

Ich stellte aus der hautfarbenen Modelliermasse mehrere Gesichter her, indem ich die Masse in die Form drückte, und zwar nur soviel, dass die Form vollständig ohne Überschuss gefüllt war, und die fertigen Gesichter anschließend vorsichtig herausholte.  Einen Teil dieser Gesichter veränderte ich noch mit weiterer bunter ofenhärtender Modelliermasse. Dann ließ ich sie im Backofen härten und im Anschluß abkühlen. Ich habe mal ein Foto eines der einfachen Gesichter gemacht:

Andere dieser einfachen Gesichter habe ich verändert, indem ich sie mit Acrylfarben angemalt habe, aber nur die Augen oder die Lippen, wie auf dem folgenden Bild zu sehen ist:

Bei den Gesichtern, bei denen ich zusätzlich etwas buntes aufmodelliert hatte, habe ich ebenfalls die Augen angemalt. Einerseits habe ich Haare und Augenbrauen modelliert oder etwas anderes, das ich dann an den Gesichtern befestigte:

Wie man gut erkennen kann, habe ich den unteren Gesichtern auch Augenbrauen aufgemalt.

Ein einfaches Gesicht ist etwa 2 cm hoch.

Auch wenn ich mit dieser Modelliermasse nicht so fein arbeiten kann, wie ich es gerne hätte, läßt sie sich gut in Silikonformen drücken, wobei die feinen Strukturen exakt nachgebildet werden. Diese feinen Strukturen hätte ich von Hand nicht hinbekommen. Ich hatte ja auch schon früher mit Silikonformen und ofenhärtender Modelliermasse gearbeitet und war jedes Mal sehr zufrieden mit dem Ergebnis, wie zum Beispiel mit den bunten Blumen oder mit dem Anhänger, auf dem eine grüne Schildkröte zu sehen ist.

 

Muntere Schnecken

Zwei Schnecken trafen sich und fanden Gefallen aneinander. Von nun an wollten sie immer zusammen bleiben. Zusammen spielen, zusammen lachen und was ihnen sonst noch so einfiel…

Nach all diesem Modellieren und Gießen, nun ja eine Zeichnung war in letzter Zeit auch dabei, aber die Techniken, bei denen das Modellieren im Vordergrund stand, hatten doch ein wenig Überhand genommen, nun, nach all dem Modellieren wollte ich mal wieder etwas ganz anderes machen. Ich wollte mal wieder etwas aus Stoff nähen. Und während ich so darüber nachdachte, fiel mir eine Schnecke ein. Eine Schnecke, deren Häuser immer wieder andere Farbe haben kann.

In Gedanken stellte ich mir die Schnecke plastisch vor. Ich übersetzte diese Vorstellung in ein Schnittmuster und zeichnete es mit Bleistift auf Papier. Der Körper der Schnecke sollte aus sechs, die Fühler aus jeweils zwei, und das Haus ebenfalls aus zwei Teilen zusammengesetzt werden. Als ich mit dem Schnittmuster zufrieden war, pauste ich die Teile in der entsprechenden Anzahl auf ein weiteres Stück Papier und schnitt sie aus. Anschließend übertrug ich sie auf die Stoffe, die ich mir zuvor ausgesucht hatte. Der Körper der Schnecke sollte braun, die Fühler rot und das Haus in einer anderen bunten Farbe werden.

Die Teile aus Stoff schnitt ich auch aus. Als erstes nähte ich die beiden Fühler zusammen. Dann kam der vordere Teil der Schnecke mit dem Kopf dran, indem ich drei Teile zusammensetzte, und wobei ich die Fühler am Kopf innen einnähte. Dann nähte ich die beiden oberen Teile des hinteren Körpers nacheinander an den vorderen Teil der Schnecke. Jetzt befestigte ich die beiden Teile des Hauses an den entsprechenden Körperteilen mit jeweils einer Naht. Anschließend nähte ich den hinteren Teil des Körpers und das Schneckenhaus zusammen, wobei ich am Haus eine Wendeöffnung offen ließ. Zum Schluss bekam der Körper einen unteren Teil angenäht.

Ich wendete die so fertig genähte Schnecke und stopfte sie aus. Da ich nicht ganz zufrieden war, der vordere Teil mit dem Kopf fiel mir zu sehr nach vorne, beschloss ich, sie zu überarbeiten. Also holte ich die Füllwatte größtenteils wieder heraus und wendete die Schnecke auf links. Ich trennte die entsprechenden Nähte auf und änderte die beiden oberen Teile des hinteren Körpers. Anschließend nähte ich alles wieder zusammen und drehte die Schnecke erneut um. Zum Schluss stopfte ich sie nochmal aus. Jetzt war ich zufrieden.

Nachdem ich die Wendeöffnung von außen geschlossen hatte, stickte ich der Schnecke zwei dunkle Augen und jeweils eine Spirale auf die beiden Seiten des Hauses auf. Die fertige Schnecke sah nun so aus:

Ich habe sie auch noch mal von hinten fotografiert:

Da mir das Nähen großen Spaß bereitet hatte, habe ich gleich noch mal eine Schnecke genäht, bei der das Haus eine andere Farbe hatte. Ich habe sie auch von der Seite, aber statt von hinten von vorne fotografiert:

Die Schnecke ist etwa 10 cm lang.

Da die Schnecke etwas größer geworden ist, passt sie nicht so gut zu den anderen kleinen Tierchen, die schwarze Perlen als Pupillen haben, wie meine kleine Schildkröte. Deshalb habe ich ihr auch nur einfarbige Augen aufgestickt. Somit könnte sie sich ganz gut zu meinem Huhn gesellen, das ich zuletzt genäht habe.

 

 

 

 

 

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Grauer Wolf auf Felsen

Ein grauer Wolf kletterte eines Nachts auf einen Felsen und heulte den Mond an. Zuvor hatte er große Angst gehabt, denn es war sein erstes Mal. Aber es würden noch viele weitere Male folgen…

Kind 2 hatte mal wieder Geburtstag und sich hierfür einen kleinen Wolf gewünscht, der auf einem Felsen steht. Schon seit Jahren bastele ich für die Geburtstage der Kinder kleine Figuren aus Gießharz, die dann die Gäste geschenkt bekommen. Kurz vorher frage ich dann die Kinder, was für ein Tier ich gießen soll. Es waren schon verschiedene Hunde, Dinosaurier, ein Löwe und ein Einhorn dabei. Und dieses Mal sollte es eben ein Wolf werden.

Da ich mir nicht ganz so sicher war, wie jetzt ein Wolf genau aussieht, habe ich mir erst einmal Bilder von Wölfen im Internet angesehen. Dann habe ich einen Entwurf in Originalgröße mit Bleistift auf Papier gezeichnet. Als ich mit ihm zufrieden war, pauste ich ihn auf ein weiteres Blatt Papier ab. Um den Wolf herum zeichnete ich vier Linien, so dass er sich nun innerhalb eines Rechtecks befand. Diese Linien hatten einen Abstand von etwa 1,5 cm vom Motiv. Dann fügte ich weitere vier Rechtecke hinzu, die hochgeklappt die Seiten eines kleinen Kästchens bilden sollten. Zum Schluss schnitt ich die ganze Konstruktion aus.

Anschließend übertrug ich die Umrisslinien dieser Konstruktion auf ein Stück festeren Karton, schnitt es wiederum aus und klappte die Seiten etwas nach oben. Dasselbe tat ich auch bei der Papiervariante. Nun klebte ich das Papierteil auf den Karton, wobei ich aber nur das innere Rechteck mit Kleber einstrich. Nachdem der Kleber trocken war, begann ich, die Figur aufzumodellieren, indem ich immer wieder kleine Stückchen Knete auf das Papier mit dem gezeichneten Motiv klebte. In einem Artikel unter den Anleitungen zeige ich genauer, wie so was geht.

Nachdem ich den Wolf mit dem Felsen fertig modelliert hatte, bastelte ich den Karton zu einem kleinen Kästchen zusammen und klebte nun auch die Seiten des Papierteils am Karton fest. Nun konnte es mit flüssigem Silikonkautschuk ausgegossen werden. Ich stellte das so gefüllte Kästchen über Nacht an einen ruhigen Ort, so dass der Kautschuk zu einer festen und elastischen Masse erstarren konnte.

Am nächsten Tag befreite ich die fertige Form aus seinem Kästchen und ließ sie noch weitere eineinhalb Tage stehen. Dann goss ich sie mit Polyurethan-Gießharz aus, das man bereits nach einer halben Stunde aus der Form nehmen kann. Der gegossene Wolf sah nun so aus:

Ein weiteres Exemplar malte ich mit meinen Acryllackfarben auf Wasserbasis an. Das Ergebnis ist ganz oben zu sehen.

Für die Wölfe der Gäste des Kindergeburtstages habe ich dem Gießharz Eisenpulver beigemischt. Da das Harz nicht sofort fest wird, setzt sich das Pulver unten ab, weshalb der Wolf an der Oberfläche dunkler ist, was aber auf dem Foto nicht gut rauskommt:

Der Wolf ist vom Kopf bis zum Schwanz etwa 4 cm lang.

Ich habe ja, wie bereits oben erwähnt, schon ganz viele dieser Tiere gebastelt, da die Kinder ja jedes Jahr Geburtstag haben. Dabei entstehen sie jedes Mal mit der gleichen Technik. Und ich habe auch immer viel Spaß, weil ich das Modellieren einfach liebe. Letztes Jahr habe ich bei gleicher Gelegenheit einen kleinen Drachen gegossen.