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Kleines Äffchen aus Stoff

Ein kleines Äffchen hatte sich hingesetzt und ruhte sich aus. Gerade eben hatte es noch ausgelassen mit den anderen Affenkindern herumgetollt. Doch irgendwann war es müde geworden und sah lieber zu…

Nachdem meine letzten Stofftiere etwas größer geworden sind, wollte ich mal wieder meine Reihe kleiner Tierchen fortsetzen. Diese kleinen Tiere brauchen nicht viel Stoff, nehmen nicht viel Platz weg, und man kann aus ihnen Schlüsselanhänger machen. Auch generell mag ich kleine Dinge lieber, das war schon immer so, auch wenn es manchmal kniffliger ist, diese Dinger herzustellen.

Nun war mir bei einer meiner unzähligen Beschäftigungen mit unserem Hund dieses Äffchen eingefallen. So im Nachhinein betrachtet, hat es einen ganz ähnliche Haltung wie ein Affe, den ich mal aus grünem Filz gebastelt hatte. Nun war dieser aber eben aus Filz, und das finde ich immer ein wenig einfacher.

Ich stellte mir also einen sitzenden Affen vor und zerlegte jedes Körperteil in einzelne Teile. Diese Teile zeichnete ich dann mit Bleistift auf Papier. Ohren und Schwanz wollte ich jeweils aus zwei, Arme, Beine und Kopf aus drei, und den Körper aus vier Teilen zusammensetzen. Dabei werden die Teile teilweise spiegelverkehrt eingesetzt, weshalb ich dann nur eine Form gezeichnet habe. Der Schwanz beispielsweise besteht aus zwei Teilen, die zueinander spiegelverkehrt sind.

So entstand nun mein Schnittmuster. Als ich mit ihm zufrieden war, pauste ich die Teile in entsprechender Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt sie aus. Diese Papierteile übertrug ich dann wiederum auf die Stoffe, die ich mir ausgesucht hatte, Fleece-Stoffe in rotbraun und orange. Die Stoffteile schnitt ich dann auch aus.

Zuerst nähte ich Arme, Ohren und Schwanz und drehte sie um. Anschließend setzte ich den Kopf zusammen, die Ohren kamen dabei zwischen Vorher- und Hinterteil. Die Beine nähte ich, indem ich das innere Teil erst am entsprechenden Teil des Körpers befestigte und dann inneres und äußeres Teil zusammennähte. Die Sohle kam zum Schluß dran. Nun nähte ich nacheinander  drei der Teile des Körpers unten an den Kopf, wobei ich die Arme zwischen Kopf und den Körpervorderteilen befestigte. Dann setzte ich den Köper zusammen, das vierte Teil kam hierbei unten an den Körper, und der Schwanz dazwischen. Die Wendenaht ließ ich zwischen einem vorderen und dem hinteren Körperteil.

Als ich mit dem Nähen fertig war, drehte ich den Affen um und stopfte ihn mit Füllwatte aus. Die Wendenaht schloss ich zum Schluß von außen mit dem Matratzenstich. Jetzt fehlten dem Affen nur noch Augen und Nasenlöcher, die ich aufstickte. Die Pupillen bildeten hierbei zwei kleine Perlen. Ich habe den Affen auch noch mal von der Seite und von hinten fotografiert:

Das Äffchen habe ich gleich noch ein zweites Mal genäht. Und später noch ein drittes Mal, weil ich ein Taufgeschenk brauchte. Bei dem Geschenk habe ich oben am Kopf einen Aufhänger angebracht und den Namen des Kindes auf den Rücken gestickt.

Der Affe ist etwa 8 cm hoch.

Der Affe gehört mit seinen 8 cm zu den größeren Tieren meiner Reihe, wie das Eichhörnchen. Nächstes Mal will ich versuchen, das neue Tier wieder kleiner zu machen, wobei es natürlich nicht ganz so klein werden muss, wie mein kleinstes, das Glücksschweinchen Suseliese.

 

 

Schlüsselanhänger mit Blume und Schmetterling

Ein Schmetterling flatterte in einem wunderschönen Garten von Blüte zu Blüte, die prächtiger war als die zuvor. Doch er schien sich nicht wirklich für eine entscheiden zu können. Er flatterte immer weiter, bis er eine kleine Rose entdeckte…

Ganz lange hatte ich an meinem Schlüsselbund drei kleine Tiere aus Filz, doch irgendwann war mir das Ganze ein wenig zu groß und ich wollte etwas anderes haben. Es sollte etwas sein, das kleiner war, so dass ich meine Schlüssel auch mal in die Hosentasche stecken kann. Da ich schon einiges aus Epoxidharz gegossen hatte und das Material meiner Erfahrung nach recht stabil war, wollte ich mir nun als Schlüsselanhänger eine Scheibe daraus basteln.

Über das Motiv brauchte ich nicht sehr lange nachdenken. In der Regel brauche ich zum Glück nie sehr lange über Motive oder Bildideen nachdenken, denn wenn man so mit dem Hund spazierengeht und dabei die Augen offen hält, kommen die Ideen fast wie von selbst. Auf jeden Fall sollte auch hier wieder ein Tier eine Rolle spielen, und da ich mich eher mit größeren Tieren beschäftige, wollte ich dieses Mal etwas Kleineres, einen Schmetterling basteln. Schmetterlinge zeigen üblicherweise großes Interesse an Blumen, und Rosen finde ich persönlich recht schön, und so war schnell eine Komposition gefunden, die ich auf der Scheibe darstellen wollte.

Als erstes zeichnete ich mit Bleistift auf Papier einen Entwurf, an dem ich so lange feilte, bis ich zufrieden war. Dann modellierte ich mir nach diesem Entwurf ein Modell aus grauer ofenhärtender Modelliermasse. Diese graue Modelliermasse habe ich schon häufiger verwendet, und ich bin dabei immer wieder sehr angetan von ihr, weil ich mit ihr sehr fein und detailgetreu arbeiten kann. Das Modell, das dabei herauskam, sah nach dem Härten im Ofen so aus:

Ich bastelte mir nun aus Papier und Pappe ein kleines, oben offenes Kästchen. Auf dem Boden befestigte ich anschließend dieses Modell in der Mitte. Den Spalt zwischen Modell und Kästchen kittete ich mit normaler weißer Knete. Nun war soweit alles vorbereitet, um eine Gießform zu gießen.

Hierfür mischte ich mir flüssigen Silikonkautschuk mit Härter zusammen und goss dieses Gemisch in kleinen Portionen über das Modell ins Kästchen aus Pappe. Das Ganze ließ ich über Nacht stehen. Am nächsten Morgen war der Silikonkautschuk fest geworden, blieb dabei aber noch elastisch. Ich holte die fertige Form aus dem Kästchen und ließ sie weitere eineinhalb Tage ruhen. Ich habe sie mal fotografiert:

Bevor ich die Form nun mit Gießharz ausgießen konnte, fettete ich sie zuerst mit Speiseöl aus und goss sie mit Beton aus. Diesen Vorgang wiederholte ich danach. Der Beton, den ich dabei verwende, muss etwa acht Stunden aushärten, bevor ich ihn herausnehmen kann. Ich schalte diesen Zwischenschritt mit ein, da ich schon mal schlechte Erfahrung gemacht hatte. Hierbei goss ich das Gießharz in die Form und bekam es nicht mehr heraus. Bei Formen, die ich vorher mit Beton ausgegossen hatte, ist mir das nie passiert. Nachlesen kann man das in meinem Artikel „Misslungener Anhänger“.

Ich wollte einen zweifarbigen Anhänger basteln, somit füllte ich die Vertiefung der Figur erst mit einem Gießharz aus, das ich mit einer undurchsichtigen Harzabtönfarbe eingefärbt hatte, und ließ die Form zwei Tage stehen. Dann füllte ich die Form bis zum Rand mit Gießharz, das ich mit einer transparenten Farbe eingefärbt hatte. Nach weiteren zwei Tage konnte ich die Scheibe aus ihrer Form nehmen.

Bevor ich sie nun weiterverarbeiten konnte, musste ich zwei Wochen warten. In der Zwischenzeit bastelte ich mir eine einfarbige Version, die auf dem folgenden Foto zu sehen ist:

Diese Scheibe habe ich so gelassen, wie sie aus der Form kam. Bei der zweifarbigen Scheibe schliff ich nach zwei Wochen die Oberfläche des transparentem Gießharzes zuerst mit grobem, dann mit sehr feinem Schleifpapier ab. Um sie dann als Schlüsselanhänger verwenden zu könnnen, brachte ich oben noch einen Ring und eine Kette mit Schlüsselring an. Das fertige Ergebnis ist ganz oben zu sehen.

Hier habe ich noch ein Detailfoto gemacht:

Man kann ganz gut die matte Oberfläche erkennen, die ich mit dem Schleifpapier erzeugt habe.

Die Scheibe hat einen Durchmesser von etwa 4 cm.

Das Epoxidgießharz ist zu meinem bevorzugten Material in der Schmuckherstellung geworden. Ich habe schon eine Reihe von Anhänger gebastelt, wie zuletzt meinen Elefanten und meine Blume. Dabei bin ich sehr zufrieden, da das Material widerstandsfähig ist und alles mitmacht. Und gerade bei einem Schlüsselanhänger sind das die Anforderungen, die es dabei erfüllen soll.

 

Gummi-Hund

Ein kleiner Hund saß erwartungsvoll vor seinem leeren Napf und machte ein Männchen. Das sollte das Zeichen dafür sein, dass er Hunger hatte und etwas zu Fressen haben wollte. Ob das wohl half…

Kind 1 schleppte vor kurzem eine neuartige Knetmasse an. Sie nannte sich Silikonknete und sollte sich nach dem Backen im Ofen wie Gummi verhalten, also sehr elastisch sein. Außerdem sollte sich die Farbe je nach Temperatur verändern. Diese Modelliermasse gab es auch ohne den Temperatureffekt und die wollte ich mal ausprobieren.

Also besorgte ich mir ein Set, das aus mehreren verschiedenen Farben dieser Modelliermasse, einigem Modellierwerkzeug, Schlüsselringen und einer Anleitung bestand. Wie immer wollte ich als erstes einen Hund modellieren. Da ich das gut kann, ist der Hund mein Standardmodell, wenn es darum geht, neue Knetmasse auszuprobieren. Was allerdings nicht bedeutet, dass ich das auch nicht mal anders mache. Letztens formte ich eine kleine Katze.

Da in dem Set keine braune Modelliermasse enthalten war, mischte ich mir zuerst eine Orange aus roter und gelber Modelliermasse zusammen. Damit war ich für den Anfang zufrieden. In der Anleitung hatte ich gelesen, dass man, wenn man dreidimensionale Objekte basteln wollte, zuerst die Einzelteile modellieren und sie nach dem Backen mit weiterer Knetmasse zusammensetzen sollte. Danach kam das Objekt ein zweites Mal in den Backofen.

Ich aber wollte probieren, einen ganzen Hund zu basteln und ihn als Ganzes im Ofen zu backen. Also formte ich einen Körper und brachte zwei Hinter- und zwei Vorderbeine an. Er sollte so eine Art Männchen machen. Anschließend modellierte ich einen Kopf mit Augen, Nase und Ohren aus schwarzer Knetmasse und setzte ihn auf den Körper. Zum Schluß bekam der Hund einen langen Schwanz.

Dann stellte ich ihn in den Backofen. Schon beim Modellieren hatte ich das Problem, dass die einzelnen Teile, besonders der Körper,  nicht stabil waren und sich verformten. Im Backofen war der Effekt jedoch viel schlimmer:

Der Kopf war nach hinten gefallen, und die Vorderbeine nach unten gezogen worden. Der Hund jedoch war elastisch wie Gummi geworden. Da ich mit diesem ersten Versuch nicht ganz zufrieden sein konnte, startete ich einen weiteren.

Ich mischte mir wiederum eine passende Fellfarbe zusammen, diesmal fügte ich dem Rot und dem Gelb aber ein wenig Schwarz hinzu, so dass ein Rotbraun entstand. Jetzt wollte ich mich an die Anleitung halten. Deshalb formte ich einen Körper, zwei Vorder- und zwei Hinterbeine, einen Kopf mit Augen und Nase, zwei Ohren und einen Schwanz und buk die Teile separat im Ofen. Von der angemischten Knete behielt ich ein wenig übrig, da ich den Hund ja mit ihr zusammenkleben musste.

Die Einzelteile fühlten sich wunderbar gummiartig an. Als erstes klebte ich ich den Kopf auf den Körper. Hierbei verpasste ich dem Hund noch ein blaues Halsband. Dann kamen die Beine an die Reihe. Das Ankleben vor allem der Hinterbeine fand ich gar nicht so einfach, da ich nicht wollte, dass man den Übergang sah. Also versuchte ich, jeweils den Schlitz zwischen Hinterbein und Körper mit der Restknete zu füllen, was mir nicht ganz so gut gelang. Zum Schluß klebte ich die Ohren an den Kopf und den Schwanz hinten an den Körper. Dann kam der Hund nochmal in den Backofen. Danach war er fertig und sah so aus:

Der Hund blieb jetzt stabil, nur ist es mir leider nicht gelungen, die Übergänge unsichtbar zu gestalten. Ich finde, man sieht, dass die Beine und der Schwanz nachträglich angeklebt wurden.

Der Hund ist etwa 2,5 cm hoch.

Die Modelliermasse ist sehr interessant, vor allem, weil die fertigen gebackenen Objekte sehr widerstandsfähig sind und nicht so leicht kaputt gehen können. Das Material wird nach dem Backen sehr elastisch. Dennoch finde ich die Handhabung ein wenig schwierig, da das Zusammensetzen einzelner Teile wohl ein wenig Übung erfordert. Ich war nicht ganz zufrieden, da es mir nicht gelang, die Übergänge ganz glatt zu verstreichen.

Nico und Hilda mit Luftballons

Nico und Hilda hatten Luftballons geschenkt bekommen. Auf Nicos stand ein großes N und auf Hildas ein großes H. Nur zu dumm, dass Hilda ihren Stoffhund Bodo mitgebracht hatte, denn der schaute jetzt ganz traurig. Bestimmt hätte er auch einen Luftballon gewollt…

Da mir die Lawendeldruckmethode so gut gefallen hat, wollte ich sie gleich noch einmal ausprobieren. Beim ersten Mal habe ich etwas Farbiges gedruckt, jetzt sollte es aber ein Motiv in Schwarz-Weiß werden. Und da ich es schöner fand, wollte ich ein farbiges T-Shirt bedrucken, am besten eines in einer hellen Farbe. Ich fand ein günstiges in hellgelb.

Als Motiv für den Druck wählte ich ein ganz ähnliches zu dem, das ich schon einmal auf ein T-Shirt gedruckt hatte. Da mir aber so manches auf der alten Vorlage nicht mehr gefallen hatte, zeichnete ich sie komplett neu. Hierfür druckte ich mir die alte Vorlage aus, pauste sie mit Bleistift auf ein neues Blatt Papier und änderte die Stellen, die mir nicht gefielen. Anschließend malte ich die Linien mit einem schwarzen Fineliner nach.

Unter dem Bild sollte auch ein Schriftzug auf das T-Shirt. In einem Zeichenprogramm schrieb ich „Nico und Hilda“, spiegelte die Schrift und druckte sie aus. Dann pauste ich die Umrisslinien der Buchstaben auf das Blatt mit dem Bild, und zwar direkt darunter. Um die Vorlage fertigzustellen, malte ich die Buchstaben mit dem Fineliner schwarz aus. Dann sah sie so aus:

Die fertige Vorlage scannte ich ein und druckte sie mit dem Laserdrucker größer aus. Jetzt war sie bereit dazu, um auf das T-Shirt übertragen zu werden.

Ich sammelte mir alle Dinge zusammen, die ich für den Druck benötigte. Hierzu gehörten das Lavendelöl, eine kleine Schüssel für das Öl, ein Borstenpinsel, ein Kochlöffel und Malerkrepp. Anschließend bügelte ich das T-Shirt, legte mehrere Blätter Papier innen hinein, um beim Druck die Rückseite zu schützen, und platzierte es auf dem Tisch neben den Sachen. Ich strich den Stoff nochmal glatt und legte die Vorlage mit der Rückseite nach oben darauf, die ich mit Malerkrepp befestigte.

Um zu drucken, goss ich das Öl in die Schüssel und verteilte es mit dem Pinsel auf dem Papier. Und zwar so, dass das Papier ordentlich getränkt war, aber kein See darauf zurückblieb. Anschließend rieb ich mit dem Kochlöffel und starkem Druck über das Papier. Dabei sollte das Papier mit der Vorlage nicht verletzt werden. Diesen Vorgang wiederholte ich noch drei Mal, bevor ich es abnahm. Das Ergebnis ist ganz oben auf dem Foto zu sehen. An manchen Stellen hatte ich ein wenig zu viel Öl erwischt, dort ist die Farbe etwas ausgeblutet. Aber ansonsten war ich zufrieden.

Das Motiv auf dem T-Shirt ist etwa 11,5 cm hoch und 11 etwa cm breit.

Der Lavendeldruck gefällt mir gut. Da aber die Farbe auf dem Stoff immer schwächer ist, als auf der Vorlage, eignet sich die Methode besonders gut bei dunklen Vorlagen. Deshalb fand ich den Schwarz-Weiß-Druck besser als den Farbdruck. Denn das dunkle Grau sieht sehr gut aus. Zuvor hatte ich eine Katze mit farbigem Hintergrund auf ein weißes T-Shirt gedruckt.

Katze auf Stoff

Eine kleine Katze blickte immer noch mürrisch aus ihrem Hintergrund hervor. Sie war nun fest auf ein T-Shirt fixiert worden und konnte die ganze Welt betrachten. Was aber ihre Laune nicht erheblich verbesserte…

Schon vor einiger Zeit hatte ich im Internet an mehreren Stellen von einer Druckmethode gelesen, die mir noch unbekannt war: der Lavendeldruck. Die Artikel machten mich neugierig, so dass ich die Methode unbedingt ausprobieren wollte. Vor allem auf Stoff sollte man damit gute Ergebnisse erzielen können. Hier hatte ich schon so manches getestet, war aber nie richtig zufrieden gewesen. Bei dem Lavendeldruck kann man mit dem Laserdrucker auf Papier gedruckte Motive mit Hilfe von Lavendelöl auf Stoff übertragen, wie z. B. auf T-Shirts.

Ich besorgte mir also ein kleines Fläschchen Lavendelöl im Drogeriemarkt und ließ es erst mal einige Wochen stehen, bis ich irgendwann genügend Zeit und Ruhe hatte, diese Druckmethode auszuprobieren. Ein passendes Motiv fehlte mir natürlich auch noch. Dieses war aber gefunden, als ich Katzen mit Hintergrund auf Papier stempelte und druckte. Darüber hatte ich auch einen Artikel geschrieben. Von den Katzen suchte ich mir eine Variante aus, die mir besonders gefiel und machte ein Foto davon. Am Computer schnitt ich das Motiv aus und spiegelte es, da es richtig herum auf das T-Shirt gedruckt werden sollte. Die Vorlage sah nun so aus:

Um das Motiv auf das T-Shirt zu bekommen, druckte ich es erst etwas größer mit dem Laserdrucker auf ganz normales Kopierpapier. Dann bügelte ich das weiße Shirt und legte mehrere Blätter Papier ins Innere, um die Rückseite zu schützen. Zum Schluss beförderte ich alles auf meinen Arbeitstisch, strich den Stoff nochmal glatt und besorgte mir, was ich für den Druck benötigte: das Lavendelöl, ein kleines Schüsselchen, einen Pinsel, einen Kochlöffel und Malerkrepp. Jetzt konnte ich anfangen.

Ich legte das ausgedruckte Motiv mit der Rückseite nach oben auf das T-Shirt und fixierte es mit Malerkrepp. Anschließend pinselte ich das Öl, das ich zuvor in das Schüsselchen gegossen hatte, auf das Papier, bis es ordentlich getränkt war, sich aber kein See gebildet hatte. Nun rieb ich mit dem Kochlöffel sehr kräftig über das Papier. Dabei sollte es sich jedoch nicht abrubbeln. Als ich fertig war, überprüfte ich das Ergebnis. Da ich fand, dass die Farbe noch etwas blass war, wiederholte ich den Vorgang. Und dann noch mal. Ich glaube, ich habe das Alles insgesamt viermal gemacht, also Öl draufpinseln und mit dem Kochlöffel reiben. Das Endergebnis kann man auf dem folgenden Foto sehen:

Die Katze war auf der Vorlage besser zu erkennen, aber mit dem Hintergrund war ich sehr zufrieden. Ich fixierte den Druck noch mehrere Minuten lang mit dem heißen Bügeleisen, nachdem ich ein Blatt Backpapier darauf platziert hatte. Jetzt war das T-Shirt fertigt und legte es erst mal beiseite. Da mir die Katze doch ein wenig zu blass war, beschloss ich später, sie mit grünem Garn an den gedruckten Linien aufzusticken. Ich habe mal ein Foto davon gemacht:

Das Motiv ist etwa 9,5 cm hoch und 13 cm breit.

Ich habe nun schon einige Methoden ausprobiert, um Bilder und Zeichnungen auf T-Shirts zu bekommen. Als erstes stempelte ich die Motive mit geeigneter Stempelfarbe auf den Stoff, fand aber, dass sie beim Waschen blasser geworden waren. Dann habe ich spezielle Folien getestet, auf die man das Motiv erst mit dem Drucker druckt und sie dann aufbügelt. Hier hat man aber immer einen dünnen Film auf dem Stoff, der bei einem T-Shirt beim Tragen Risse bekommen hat. Da war der Stoff wohl etwas zu dehnbar. Außerdem gefiel mir dieser Film auch nicht so richtig. Deshalb war ich auch von der Lavendeldruckmethode sehr angetan, da hier nur die Druckfarbe übertragen wird. Ich habe das T-Shirt auch schon bei 30 Grad gewaschen und konnte keine Veränderung feststellen. Zum Vergleich kann man sich auch die Ergebnisse der anderen Methoden anschauen, das Stempeln und die Folien.

Katze mit Hintergrund

Eine mürrische Katze hatte sich im hohen Gras einer Wiese versteckt und beobachtete das Geschehen um sich herum. Niemand sollte sie dort finden, denn sie hatte etwas angestellt…

Schon länger wollte ich zwei Stempel zu einem Druck kombinieren. Der eine sollte einen Hintergrund darstellen, in dem eine Stelle ausgespart sein sollte, in die der zweite passte. Ich stellte mir eine Katze vor, die nur halb zu sehen war. Ihr Kopf sollte aus einem Hintergrund herausragen. Zuerst dachte ich an Wellen, im Nachhinein hätte der Gesichtsausdruck der Katze ganz gut zu Wasser gepasst, aber schließlich entschied ich mich für eine Wiese.

Ursprünglich wollte ich mir zwei Stempel aus Gummimaterial schnitzen, da aber die Katze nicht zu klein werden sollte, entschied ich mich dafür, den Hintergrund mit einer Linoleumplatte zu drucken. Und in diesen Hintergrund wollte ich mehrere farbige Punkte setzen, denn es sollte eine Blumenwiese werden.

Zuerst zeichnete ich einen Entwurf der Katze mit Bleistift auf Papier. Als ich mit ihm zufrieden war, übertrug ich ihn auf eine Platte aus Gummi, indem ich das Blatt verkehrt herum auf der Platte platzierte und mit Daumennagel über die Rückseite rieb. Die Bleistiftlinien waren auf dem Gummi gut zu sehen. Dann schnitt ich das Stück, auf dem der Katzenkopf war, mit dem Taschenmesser ab. Mit den Linolschnittmessern legte ich nun die Linien ganz vorsichtig frei.

Nun konnte ich den Katzenkopf stempeln, hier und da musste ich aber noch ein wenig nachbessern. Eines der gestempelten Exemplare schnitt ich mit Rand aus und legte es mit der Rückseite nach oben auf die Linoleumplatte. Mit dem Bleistift zeichnete ich die Umrisslinie nach. Für die Punkte schnitt ich aus der Gummiplatte drei Kreise in verschiedenen Größen aus. Anschließend stempelte ich die Kreise mit einer dunklen Farbe auf die Linoleumplatte und zeichnete diese Kreise etwas größer nach.

Nun hatte ich alle Flächen beisammen, die ich anschließend mit den Linolschnittmessern ausschnitt. Als erstes druckte ich die Platte mit schwarzer Farbe auf normales Papier, um die Platte zu überprüfen. Dann probierte ich sie mit Farbe aus. Da es ja eine Wiese werden sollte, hatte ich mir grüne Linoleumdruckfarbe besorgt, und eine rote gleich mit. Und eine blaue hatte ich bereits. Nacheinander druckte ich nun den Hintergrund mit allen drei Farben auf normales Papier und ließ die Drucke über Nacht trocknen.

Da ich mehrere verschiedene Stempelkissen hatte, testete ich alle Farben auf den drei Hintergründen, jeweils als Katze und als Blumen. Die Farbkombinationen, die mir am besten gefielen, druckte ich noch mal auf ein dickeres Zeichenpapier. Die Katze mit dem grünen Hintergrund ist ganz oben zu sehen, die anderen beiden habe ich auch fotografiert:

Bei dem schwarzen Druck habe ich Katze und Blumen in der selben Farbe gedruckt:

Ich habe mal alle für den Druck notwendigen Teile fotografiert:

Der Druck ist etwa 12,5 cm breit und etwa 9,5 cm hoch.

Hier habe ich zum ersten Mal Linoldruck mit Gummistempeln kombiniert. Bisher hatte ich für meine Linolschnitte meistens nur eine Platte bearbeitet, bei meinem Elefanten hatte ich zwei Platten übereinander in zwei verschiedenen Farben gedruckt. Das mit den Gummistempeln hat mir aber auch gut gefallen, obwohl es manchmal recht schwierig war, die Katze an die richtige Stelle zu drucken.

 

Sitzende Katze

Eine kleine Grinsekatze saß im Garten zwischen Gras und Blumen und blinzelte in die Sonne. Bei einem solch schönen Wetter ließ es sich hier draußen gut aushalten…

Neulich habe ich eine für mich neue Modelliermasse für Kinder entdeckt. Es war eine Modelliermasse, die es in mehreren verschiedenen Farben gab und an der Luft härtete. Ich kaufte mir eine kleine Packung, weil ich sie ausprobieren wollte. Die Modelliermasse hatte die Farbe pink.

Ich wollte eine Katze daraus basteln. Nun sind Katzen so gar nicht pink, weshalb ich mir überlegte, dass ich sie nach dem Trocknen einfach anmale. Bevor ich anfing, holte ich mir ein Schälchen Wasser dazu, um dann mit dem Wasser die Gliedmaßen am Körper anzukleben. Dann öffnete ich die Packung und holte mir erst mal ein kleines Stückchen heraus.

Für den Körper der Katze formte ich eine kleine Kugel, die ich hinten etwas verbreiterte. Dann bastelte ich aus vier weiteren sehr viel kleineren Kugeln vier Pfoten, die ich unten am Köper anbrachte. Anschließend modellierte ich aus einem neuen Stück Modelliermasse den Kopf mit den Ohren, wobei ich ziemlich schnell feststellen musste, dass ich nicht so genau arbeiten konnte, wie ich gerne wollte. Mit einem Zahnstocher ritzte ich einen Mund ein und deutete eine Nase an. Diesen Kopf befestigte ich nun oben am Körper und versah ihn noch mit zwei kugeligen Augen. Zum Schluß rollte ich einen Schwanz aus, den ich geschwungen an das Hinterteil der Katze klebte. Dann war die Katze fertig, und ich ließ sie trocknen.

Nach ein paar Stunden war die Modelliermasse richtig hart geworden. Die Katze sah jetzt so aus, von vorne und von der Seite:

Mit dieser Katze war ich  nicht ganz zufrieden, da mir die Ohren nicht so gut gefielen. Aber es war mir nicht gelungen sie ordentlich zu modellieren. Auf jeden Fall hatte die Katze jetzt noch eine höchst ungesunde Farbe, weshalb ich sie noch anmalen wollte. Das war ja von Anfang an mein Plan gewesen.

Ich malte sie also mit meinen Acryllackfarben aus Wasserbasis an. Für die Katze wählte ich ein ganz helles braun, die Augen wurden weiß mit schwarzen Pupillen, und die Nase ganz schwarz. Mit roter Farbe zog ich den Mund nach und malte das Innere der Ohren an. Jetzt war die Katze ganz fertig und sah von den beiden Seiten so aus:

Die Katze ist etwa 3 cm hoch.

Da ich mit dieser Modelliermasse nicht vernünftig arbeiten konnte, wird das Basteln der Katze ein einmaliges Ausprobieren bleiben. Aber ich muss schon sagen, dass sie nach dem Trocknen ordentlich hart geworden war. Ich hatte ja schon mal eine liegende Katze gebastelt, wobei ich meine graue Lieblingsmodelliermasse verwendet hatte, die man im Ofen härten muss. Mit ihr kann ich ganz wunderbar feine und kleinste Details gestalten, was mit dieser Masse nicht möglich war. Für Kinder reicht sie wahrscheinlich schon.

 

 

 

 

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Rote Blüte

Eine Blüte erstrahlte rot im Sonnenlicht, während in der Dunkelheit ihres Schattens große Augen lauerten. Ob das Tier es auf die Blüte abgesehen hat oder auf etwas ganz anderes? Nur das Tier selbst konnte es wissen…

Da ich schon lange nichts mehr gedruckt hatte, dachte ich, es wäre mal wieder an der Zeit, einen neuen Linolschnitt zu machen. Dabei kamen mir schnell geschwungene Linien in den Sinn, die etwas Blumenartiges bilden sollten. Daneben wollte ich ein Tier in Form von Augen und einer Nase darstellen. Die Seite mit der Blüte sollte ganz hell, und im Gegensatz dazu, die Seite mit dem Tier ganz dunkel werden. Auch jetzt schon dachte ich an ein wenig Farbe, die ich in Form von Aquarellfarben mit ins Spiel bringen wollte.

Ich malte also mit Bleistift auf Papier einen Entwurf, den ich dann, sobald ich mit ihm zufrieden war, auf ein weiteres Blatt Papier übertrug. Hier schnitt ich nun mit einem Cutter die Flächen um die Blüte herum und die Augen und die Nase des Tieres aus, so dass ich das Ganze als Schablone benutzen konnte. Ich legte das Blatt Papier verkehrt herum auf die Linoleumplatte und zeichnete mit einem Bleistift die Umrisslinien der Blüte, der Augen und der Nase auf das Linoleum. Anschließend ergänzte ich die breiten Linien der Blüte, die Pupillen der Augen und die Nasenlöcher.

Jetzt konnte ich mit dem Schneiden beginnen. Als erstes arbeitete ich mit meinen Linolschnittmessern die Linien der Blüte heraus. Hierbei begann ich immer mit dem feinsten Messer direkt am Motiv und wechselte dann zu den breiteren Messern. Als ich damit fertig war, schnitt ich noch Augen und Nase des Tieres aus.

Mit einer Walze rollte ich die Linoleumplatte ganz dünn mit schwarzer Farbe ein. Darüber legte ich ein normales weißes Blatt Papier und strich mit einem Falzbein fest über dessen Rückseite. Auf diese Weise rieb ich die Farbe ins Papier. Anschließend zog ich es ganz vorsichtig von der Platte ab. Das war der erste Druck. Da ich mit der Nase des Tieres noch nicht ganz zufrieden war, schnitt ich noch etwas nach und druckte erneut. Das Ergebnis sah dann so aus:

Am oberen rechten Rand der Blume kann man einen Schnittfehler erkennen. Für den eigentlichen Druck verwendete ich dickeres Aquarellpapier, da ich ihn ja farbig gestalten wollte. Bei dem dickeren Papier musste ich etwas fester reiben, um die Farbe an das Papier abzugeben. Als die Drucke fertig waren, denn ich drucke immer gleich mehrere Exemplare, ließ ich sie über Nacht trocknen.

Am nächsten Tag malte ich die großen Flächen der Blüte mit roter Aquarellfarbe aus. Das Ergebnis kann man ganz oben sehen.

Der Druck ist etwa 12,5 cm breit und etwa 9,5 cm hoch.

Ganz oft lasse ich die Drucke zweifarbig, also entweder schwarz/weiß oder eine andere Farbe mit weiß, wie bei meiner Stadt mit Burg. Manchmal aber setzte ich meine Aquarellfarben ein, um das Motiv farbig zu gestalten, wie zuletzt bei meiner Badenden. Wie ich das letztendlich mache, entscheide ich bei jedem Motiv neu. Manche Motive brauchen keine Farbe, andere wirken mit Farbe besser.

 

 

 

 

Hunde in Schachteln

Zwei Hunde waren in bunte Schachteln verpackt worden, um als Geschenk übergeben zu werden. Da den Hunden das aber zu blöd war, bissen sie jeweils ein Loch in die Verpackungen und versuchten, wegzulaufen. Nur, ob ihnen das so gut gelang, ist fraglich…

Diesmal wollte ich etwas nähen, das irgendwie anders ist, als die Tiere, die ich bislang genäht hatte. Als ich so darüber nachdachte, fielen mir Schachteln ein, aus denen Tiere herausgucken könnten. Und da ich Hunde sehr gerne mag, sollten diese Tiere Hunde werden, die ich dann in einem Braunton gestalten wollte. Die Schachteln stellte ich mir zweifarbig vor, wie Geschenke mit einem Band drumherum.

Ich zeichnete also mit Bleistift auf Papier ein Schnittmuster mit allen verschiedenen Teilen. Hierbei unterteilte ich die Seite der Schachtel in drei Teile. Als ich mit dem Schnittmuster zufrieden war, pauste ich die Teile in der richtigen Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt sie aus. Ich erhielt zwölf Teile für die Seiten der Schachtel und zwei für oben und unten, vier Teile für die Ohren des Hundes, vier für die Beine und drei Teile für seinen Kopf und Körper. Anschließend übertrug ich diese Teile auf die entsprechenden Stoffe und schnitt sie wiederum aus.

Zuerst nähte ich die Seitenteile der Schachtel aus jeweils drei Teilen zusammen. Dann kam der Hund an die Reihe, erst die Ohren, dann die Beine und zum Schluss der Kopf mit Körper. Diesen Kopf nähte ich nun an den oberen Teil der Schachtel, wobei die beiden Ohren dazwischen genäht wurden. Anschließend befestigte ich die vier Seitenteile der Schachtel am oberen Teil. Zwischen zwei der Seitenteile und des oberen Teils kam jeweils ein Bein. Diese Seitenteile fügte ich nun zu einer Schachtel zusammen. Jetzt fehlte nur noch das untere Teil der Schachtel, das ich unten an die Seitenteile nähte, wobei ich eine Wendeöffnung ließ.

Ich drehte den fertiggenähten Hund um und stopfte ihn aus. An den Beine hatte ich jeweils an einer Naht kleine Lücken gelassen, so dass ich sie jetzt auch ausstopfen konnte. Nach dem Stopfen schloss ich diese Lücken und die große Wendeöffnung von außen. Jetzt war der Hund fast fertig. Um ihn zu vollenden, stickte ich ihm noch zwei Augen und eine Nase auf.

Ich hatte zuerst den Hund mit der grün-blauen Schachtel genäht. Weil es mir Spaß gemacht hatte, habe ich noch einen zweiten Hund gebastelt, wobei die Schachtel andere Farben bekam. Ich habe die beiden mal von der Seite fotografiert:

Auf den beiden folgenden Bildern ist der eine Hund von vorne und der andere von hinten zu sehen:

Der Hund ist mit Schachtel etwa 12 cm lang.

Nachdem ich den ersten Hund fertiggestellt hatte, war ich nicht ganz zufrieden. Obwohl sowohl die Ober- als auch die Unterseite der Schachtel richtig eckig sind, ist die Schachtel nach dem Stopfen eher rund als eckig. Deshalb erinnert sie mich irgendwie an eine Tonne. Ich weiß allerdings nicht, wie man das Problem beheben kann. Dennoch habe ich ein zweites Exemplar genäht. Außerdem ist es doch egal, ob der Hund nun in einer Schachtel oder in einer Tonne steckt. Diesmal wollte ich nicht, wie bisher, ganze Tiere gestalten, sondern noch etwas um die Tiere herum. Zuletzt hatte ich Schnecken genäht.

 

 

 

 

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Anhänger mit Donut

Eine kleine hungrige Wespe hatte einen angebissenen Donut erspäht und freute sich. Nur selten fand sie ein solches Festmahl, weshalb sie sich gleich auf den süßen Zuckerguss stürzte…

Da mir die kleinen Kuchen so viel Spaß gemacht hatten, wollte ich nun ein anderes süßes Gebäck basteln. Neben den Cupcakes hatten es mir vor allem die Donuts in allen Variationen angetan. Denn auch hier kann das Gebäck auf sehr unterschiedliche Weise dekoriert werden. Aber farbiger Zuckerguss mit bunten Streuseln gefiel mir am besten. Deshalb sollte mein Donut einen solchen in einer Pastellfarbe bekommen. Und weil ich es schön fand, sollte er auf einem Teller liegen. Das alles wollte ich aus ofenhärtender Modelliermasse kneten.

Aus einer braunen Modelliermasse formte ich mir ein krapfenförmiges Gebilde, aus dessen Mitte ich mit Hilfe eines Zahnstochers einen kleinen Kreis heraustrennte. Ich rundete die Innenkanten ein wenig ab, und schon war der Grunddonut fertig. Da er angebissen sein sollte, schnitt ich einen Halbkreis ab. Die Schnittfläche bearbeitete ich anschließend mit der Spitze des Zahnstochers, so dass es wie gebackenes Gebäck aussah.

Aus einer ganz hellen blauen Knete bastelte ich einen kleinen Teller, auf dem ich den Donut befestigte. Da ich es ganz witzig fand und ich dem Donut noch einen Farbtupfer verpassen wollte, vermischte ich ein wenig rote Modelliermasse mit etwas Wasser und brachte diese Mischung auf die Schnittfläche und den Teller auf, so dass es aussah, als ob Füllung aus dem Donut herausläuft. Solche Donuts gibt es wohl gar nicht, es hat mir trotzdem gut gefallen.

Jetzt fehlte noch der Zuckerguss und die Streusel. Für den Zuckerguss vermischte ich minzfarbene Knete mit Wasser und verteilte diese Mischung oben auf dem Donut. Und für die Streusel rollte ich Modelliermasse in zwei verschiedenen Farben ganz dünn aus und schnitt sie in ganz kleine Teile. Diese platzierte ich dann auf dem Zuckerguss, wobei ich mich bemühte, dass das einigermaßen zufällig aussah.

Da ich noch ein Tier dabei haben wollte, überlegte ich mir, dass eine Wespe perfekt zu einer solche Süßigkeit passt. Also modellierte ich mir die winzigen Einzelteile der Wespe und baute sie direkt auf dem Donut zu einem ganzen Insekt zusammen. Ich habe mal die Wespe etwas größer fotografiert:

Zum Schluss habe ich noch ein Loch in den Teller mit einem Zahnstocher gebohrt, da es ja ein Anhänger werden sollte.

Jetzt kam der Anhänger in den Backofen. 30 Minuten später war er gehärtet und fertig. Nach dem Abkühlen bekam er noch zwei Schichten Klarlack zum Schutz. Als der Lack vollständig durchgetrocknet war, brachte ich oben am Loch einen Ring an. Ich habe den Anhänger von verschiedenen Seiten fotografiert, allerdings noch ohne Ring:

Der ganz fertige Anhänger ist ganz oben zu sehen.

Der Teller hat einen Durchmesser von etwa 3,5 cm.

Jetzt habe ich die süßen Gebäcke gebastelt, die mir am besten gefallen haben, Cupcakes, also kleine Kuchen, und Donuts. Für die kleinen Kuchen hatte ich mir Formen aus Silikon gebastelt, weshalb es einfach war, so viele Kuchen herzustellen, wie ich wollte. Denn es ging schnell. Den Donut hingegen habe ich von Hand modelliert, und jeder neue Donut dauert eben seine Zeit. Besonders die Wespe war nicht ganz so einfach, diese jedoch könnte man auch gut weglassen. Das Modellieren macht mir großen Spaß, mir gefällt aber auch die Methode, mit Formen zu arbeiten.