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Maus mit Keks

So eine kleine Stadtmaus hat schon ein hartes Leben. Immer wieder muss sie sich das Futter mühsam zusammensuchen. Doch manchmal hat ein Mäuschen richtig viel Glück. Dann findet es unter all dem Müll, den die Menschen wegwerfen, eine echte Köstlichkeit…

Da ich in letzter Zeit richtig viel für ein Buchprojekt zeichnen muss, habe ich große Lust aufs Modellieren. Besonders auf die Projekte, die mal an einem einzigen Abend fertiggestellt werden können. Der Pinguin mit Schal aus Ton war so eine Figur. Oder aber ich hole meine ofenhärtende Modelliermasse in vielen verschiedenen Farben raus, wobei an einem Abend schon mal eine ganze Szene entstehen kann. Allerdings muss ich dann schon eine recht genaue Vorstellung im Kopf haben.

Hier schwebte mir eine Maus vor, die sich auf einen bereits angebissenen Keks stürzt. Den Müll habe ich dann erst später gebastelt, um die Szene zu komplettieren. Zuerst habe ich den Keks modelliert. Hierfür habe ich mir einen hellen Braunton gemischt und daraus zwei runde dünne,  etwa gleichgroße Scheiben geformt. Bevor ich sie aufeinander legte, bastelte ich mir eine kleinere dunkelbraune Scheibe, die dazwischen kam. Zum Schluss trennte ich mit einem Zahnstocher einen kleinen Halbkreis vom Keks ab, so dass er wie angebissen aussah, und fügte ihm oben mit dem Zahnstocher kleine Löcher zu.

Für die Maus mischte ich mir ein helles Grau. Daraus modellierte ich mir zwei birnenförmige Gebilde, ein größeres für den Körper und ein kleineres für den Kopf. Der Kopf bekam allerdings ein etwas spitz zulaufendes Ende, das die Schnauze bilden sollte. Anschließend verband ich die beiden Teile miteinander. Dann bekam der Körper zwei Beine, zwei Arme und einen Schwanz. Nun konnte ich die Maus auf den Keks setzen. Zum Schluss befestigte ich am Kopf zwei Ohren, zwei Augen und eine schwarze Nase.

Auf dem folgenden Foto ist die Maus mit dem Keks zu sehen:

Und hier nochmal etwas mehr im Detail:

Ein paar Tage später hatte ich die Idee mit dem Müll, der ganz gut zur Maus passen sollte. Hierfür modellierte ich einen zerdrückten Trinkbecher mit einem Strohhalm und eine dünne Platte, die Verpackungspapier darstellen soll. Ich habe den Müll auch noch mal einzeln fotografiert:

Da die Objekte aus ofenhärtender Modelliermasse entstanden, musste ich sie nach dem Modellieren noch im Backofen härten.

Die Maus ist etwa 2,5 cm hoch.

Es macht mir ja sehr viel Spaß, Tiere und in letzter Zeit auch Dinge zum Essen zu modellieren. Zuletzt hatte ich kleine Eistüten gebastelt, die von einem Drachen präsentiert wurden. Ganz geschickt ist es natürlich auch, wenn man beides in einer Figur kombiniert, wie hier mit der Maus und dem Keks. Beides ist hier nicht einzeln verfügbar, sondern untrennbar miteinander verbunden.

 

Pinguin mit Schal

Ein kleiner Pinguin fühlte sich eines Tages plötzlich ganz komisch und fing an, bitterlich zu frieren. Die anderen Pinguine machten sich große Sorgen um ihn, bis einer von ihnen im Schnee einen Schal fand. Er wickelte den Schal um den kranken Pinguin, und dieser fühlte sich gleich viel wohler…

Den Pinguin hatte ich mir für eine vorweihnachtliche Bastelaktion in der Schule von Kind 2 ausgedacht. Im Jahr davor hatte ich schon mal mit den Kindern mit lufthärtendem Ton modelliert, und ich hatte dabei den Eindruck, dass das den Kindern Spaß gemacht hatte. Damals hatten wir kleine Engel gebastelt, jetzt wollte ich etwas anderes machen, es sollte etwas Winterliches sein. Der Pinguin fiel mir dann recht schnell ein.

Um ihn aber mit den Kindern basteln können, musste ich ihn erst mal selbst ausprobieren. Noch vom letzten Jahr hatte ich einen Rest von dem lufthärtendem Ton, weshalb ich sofort mit dem Modellieren anfing. Allerdings war der Ton etwas hart geworden, was sich aber mit etwas Wasser beheben ließ.

Als erstes formte ich den Körper, an den ich hinten unten einen dreieckigen Schwanz anbrachte. Die Verbindungsstelle glättete ich sorgfältig mit dem Finger. Anschließend modellierte ich einen eiförmigen Kopf, den ich oben auf den Körper setzte. Damit er nicht wieder herunterfiel, brachte ich an der Verbindungsstelle weichen Ton an, den ich dann glättete. Der Kopf bekam noch einen Schnabel und zwei Augen. Nun befestigte ich zwei Füße unten am Körper und an den Seiten zwei Flügel. Die Verbindungsstellen glättete ich auch hier überall. Zum Schluss legte ich noch einen dünnen Tonstreifen um den Pinguin und ließ ihn wie ein Schal aussehen, indem ich noch eine Art Knoten aufmodellierte.

Den fertigen Pinguin ließ ich an der Luft trocknen. Das dauerte etwa zwei Tage.

Ich habe den Pinguin noch mal von vorne und von der Seite fotografiert:

Der Pinguin ist etwa 5 cm hoch.

Ursprünglich hatte ich gedacht, ich könnte mit den Kindern etwa ganz anderes basteln, und hatte auch schon dreidimensionale Faltkarten aus Papier ausprobiert. Aber ich entschied mich dann anders. Und das war gar nicht so verkehrt gewesen, denn einige Kinder hatten bei der Bastelaktion mit Ton modelliert, die meisten jedoch bastelten dabei einen Schneemann, den ich auch noch mitgebracht hatte. Obwohl mir das Modellieren mit dem Ton immer Spaß gemacht hat, hatte ich das letzte Mal vor über einem Jahr mit dem Ton gearbeitet. Damals war ein lustiger Elch entstanden.

 

 

 

Frohes neues Jahr 2019!

Nico, Hilda und ihre Freunde hatten nach der Silvesterparty die ganze Nacht durchgearbeitet. Fast glaubte man, sie würden es nicht schaffen, doch in den frühen Morgenstunden konnte man sie bewundern: die 2019, die sie mühsam aus dem Stein herausgemeißelt hatten…

Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr 2019! Möge das neue Jahr werden wie alle anderen auch, oder vielleicht ein bisschen besser.

Normalerweise haben meine vier Freunde hier auf meiner Blogseite nichts zu suchen, schließlich habe ich eine extra Rubrik für sie. Doch seitdem ich nicht mehr so viel Zeit habe und fleißig Illustrationen für ein Buch mache, schaffe ich nur noch einen Beitrag pro Woche, entweder stelle ich etwas Gebasteltes vor oder ich zeichne ein Nico-und-Hilda-Bild.

Für den Neujahrs-Gruß habe ich gezeichnet, weil mir die Idee so spontan gekommen war. Und da alle meine Grüße, seien es Weihnachts-, Oster-, oder eben Neujahrsgrüße, hier an dieser Stelle Platz finden sollen, sind meine Freunde hier jetzt auch zu sehen.

Und wer meine Freunde noch nicht kennt, den lade ich dazu ein, mal auf Nico & Hilda zu klicken, was rechts zu sehen ist, und sich zum Beispiel das Bild „Nico und Hilda lassen ihre Drachen steigen“ anzuschauen. Unter dieser Rubrik sind noch jede Menge weiterer Bilder zu entdecken.

Ein frohes Weihnachtsfest

Ich wünsche allen ein fröhliches Weihnachtsfest! So ganz ohne Stress und vielleicht im Kreis der Familie.

Für den letzen Kreativmarkt Ende November dieses Jahres, auf dem ich einen Stand hatte, wollte ich Karten basteln, die ein gedrucktes Motiv zeigten. Da ich die Karten verkaufen wollte, brauchte ich mehrere davon, und im Druckverfahren lassen sich ganz einfach gleich mehrere Exemplare herstellen. Ich wollte das Motiv in eine Linoleumplatte schneiden und mit schwarzer Farbe auf farbiges Papier drucken. Hierbei sollten mehrere verschiedene Farben zum Einsatz kommen.

Ich überlegte mir ein weihnachtliches Motiv. Die drei Könige aus dem Morgenland sollten zum Stall mit der Krippe finden, über dem der Stern stand. Ich zeichnete einen Entwurf mit Bleistift auf Papier. Auch hier schon schwärzte ich die Flächen, die später im Druck schwarz sein sollten. Das war einiges an Arbeit.

Als ich mit dem Entwurf zufrieden war, pauste ich ihn auf ein weiteres Blatt Papier. Jetzt schnitt ich mit einem Cutter die Figuren, Linien und Buchstaben, die später weiß sein sollten, soweit wie Möglich aus. Mit Hilfe dieser Schablone konnte ich nun das Motiv spiegelverkehrt auf die Linoleumplatte übertragen. Anschließend schnitt ich die weißen Stellen mit meinen Linoleumschnittmessern aus.

Jetzt war es Zeit für den ersten Druck. Hierfür rollte ich die Platte ganz dünn mit schwarzer Farbe ein und legte dann ein weißes Papier darauf. Mit einem Falzbein strich ich nun ganz fest über dieses Papier und rieb so die Farbe in das Papier. Anschließend zog ich es vorsichtig ab. Mit diesem ersten Ergebnis war ich schon zufrieden, so dass ich nichts mehr nachschneiden musste. Es ist ganz oben auf dem Foto zu sehen.

Da ich ja auch auf farbiges Papier drucken wollte, probierte ich andere verschiedene Farben aus. Einer meiner Favoriten war ganz klar das gelbe Papier, weshalb ich hier ein Exemplar fotografiert habe:

Das Motiv ist etwa 13 cm breit.

Das Drucken hat mir am Anfang großen Spaß gemacht, aber da ich ganz viele Exemplare gedruckt hatte, jedenfalls wesentlich mehr als sonst, hat es mich irgendwann genervt. Es hatte sich jedoch für mich gelohnt, denn ich bin einige dieser Karten auf dem Markt losgeworden. Meine letzten Drucke mit der Katze hatte ich zu meinem reinen Vergnügen hergestellt.

 

 

Figuren aus Kaltporzellan

Ein Weihnachtsmann machte sich auf den Weg, um Geschenke zu verteilen, und ein Engel zog um die Welt, um die frohe Botschaft zu verkünden. Beide würden wohl sehr lange unterwegs sein, wenn sie weder Weihnachtsmann noch Engel wären…

Schon länger habe ich damit geliebäugelt, selbstgemachtes Kaltporzellan auszuprobieren, denn ich habe immer wieder davon gehört. Also machte ich mich im Internet auf die Suche nach einem passenden Rezept. Bei vielen schien mir die Zutatenliste zu kompliziert, bis ich auf ein Rezept stieß, das nur drei Zutaten verwendete. Allerdings musste man hier die Mischung auf dem Herd ein wenig kochen. Aber davon ließ ich mich nicht abschrecken. Die Zutaten waren Maisstärke, Natron und Wasser. Genauere Angaben werde ich hier nicht machen, das haben andere vor mir schon getan.

Ich mischte also diese drei Zutaten in einem Topf zusammen. Unter ständigem Rühren kochte ich die Mischung auf, bis sie fest wurde. Dann schaltete ich den Herd runter, bis der Brei die gewünschte Konsistenz erhielt. Das Ganze ließ ich abkühlen und wickelte es in Frischhaltefolie. Da ich das Kaltporzellan nicht sofort verwenden wollte, steckte ich es in den Kühlschrank.

Im Internet hatte ich gelesen, dass man daraus ganz einfach schöne Anhänger machen konnte. Das wollte ich ausprobieren. Also rollte ich mit einer Flasche etwas von der Masse aus und stach mit Keksabstechern eine Glocke und einen Stern aus. Da mir beides so zu langweilig war, nahm ich selbstgemachte Stempel aus Silikonkautschuk und drückte sie in Glocke und Stern. Da es Anhänger werden sollten, machte ich oben jeweils noch ein Loch mit einem Zahnstocher hinein. Dann ließ ich sie trocknen. Beide sahen nun so aus:

Die Stempel habe ich auch mal fotografiert:

Ein paar Tage später kam ich auf die Idee, einen Engel und einen Weihnachtsmann zu machen. Nachdem ich Entwürfe gezeichnet hatte, fertigte ich aus festem Karton Schablonen an, die ich dann auf das ausgerollte Kaltporzellan übertrug. Anschließend konnte ich die Figuren mit einem kleinen Taschenmesser ausschneiden. Beide Figuren bekamen Augen, ein Loch zum Aufhängen und ein paar Striche, die ich mit dem Zahnstocher einritzte. Auch sie ließ ich über Nacht trocken. Engel und Weihnachtsmann sind oben auf dem Foto zu sehen.

Da ich nicht genug eigene geeignete Stempel hatte, dachte ich, ich könnte mir welche aus Gießharz gießen. Hierfür nahm ich jeweils eine Platte aus normaler Knetmasse und ritzte das jeweilige Motiv mit dem Zahnstocher ein. Einmal schwebte mir etwas mit Blumen und ein anderes Mal eine Schneeflocke vor. Als ich mit meinen Motiven zufrieden war, baute ich eine Wand aus Knete um sie herum auf, so dass ein kleines Gefäß entstand, in das ich das flüssige Gießharz gießen konnte. Dieses Gießharz wurde über Nacht fest und ich konnte die fertigen Prägestempel aus ihrer Form aus Knetmasse nehmen. Ich habe sie mal fotografiert:

Beide Stempel habe ich in das ausgerollte Kaltporzellan gedrückt und einmal mit dem Messer um das Motiv herum geschnitten, so dass ich einen eckigen Anhänger erhielt, und das andere Mal habe ich den Anhänger um das Motiv herum mit einer Ü-Ei-Kasel ausgestochen. Beide Anhänger bekamen noch ein Loch und sahen nach dem Trocknen so aus:

Da mir das Blumenmotiv so gut gefiel, bastelte ich mir damit noch einen runden Anhänger. Nach dem Trocknen malte ich ihn mit einer Acryllackfarbe an. Und da ich den Anhänger als Schmuckanhänger tragen wollte, lackierte ich ihn zweimal mit einem wasserfesten Lack. Ich wollte testen, wie stabil diese Anhänger sind, und da Kaltporzellan nicht wasserfest ist, musste ich es lackieren. Dieser Anhänger ist auf folgendem Foto zu sehen:

Die runden Anhänger haben einen Durchmesser von etwa 3 cm.

Ich muss schon sagen, dieses einfache Kaltporzellan sieht richtig edel aus, wenn es getrocknet ist. Und es ist auch richtig stabil, denn den Schmuckanhänger mit dem roten Blumenmotiv trage ich nun schon seit Tagen, und es ist noch nichts abgebröckelt oder kaputt gegangen. Allerdings hat dieses Kaltporzellan einen Nachteil. Flache Anhänger lassen sich damit wunderbar basteln, doch unsere dickeren modellierten Figuren haben beim Trocknen tiefe Risse bekommen. Vielleicht ist das bei Kaltporzellanmassen, die nach anderen Rezepturen hergestellt werden, nicht so. Ich persönlich finde das aber nicht so schlimm, weil die Anhänger richtig gut aussehen. Und zum Modellieren nimmt man am besten Ton, der an der Luft härtet, wie bei meinem Elch, oder ofenhärtende Modelliermasse, wie bei meinen Eistüten.

 

 

Zwei Weihnachts- und eine Winterkarte

Ein Stern, ein Weihnachtsbaum und ein Schneemann hatten sich auf Klappkarten verirrt. Das war ein Fehler, denn sie sollten nie wieder von dort wegkommen…

Für eine Adventsaktion in der Schule von Kind 2 wollte ich mir mal etwas Neues überlegen. Letztes Jahr hatte ich mit den Kindern kleine Engelchen aus lufthärtendem Ton modelliert, dieses Jahr hatte ich Lust auf etwas Anderes. Da ich schon häufiger 3D-Karten aus Papier  gebastelt hatte, dachte ich, das wäre doch was für die Kinder. Hierfür überlegte ich mir möglichst einfache Motive, die sich einigermaßen symmetrisch abbilden ließen.

Als erstes zeichnete ich die Entwürfe für einen Stern, einen Weihnachtsbaum und einen Schneemann auf ein Blatt Papier. Als ich mit ihnen zufrieden war, schnitt ich sie aus. Jetzt war es an der Zeit, sie auszuprobieren. Hierfür halbierte ich DINA4-Blätter normalen Kopierpapiers, so dass ich DINA5-Blätter erhielt, die ich in der Mitte faltete.

Anschließend legte ich die Papiervorlagen der Motive genau in die Mitte der DINA5-Blätter, wobei ich mich an der Falzkante orientierte. Mit einem Bleistift zeichnete ich die Umrisslinien auf. Nun schnitt ich die Motive mit dem Cutter aus, wobei ich sie nicht vollständig ausschnitt. An mehreren Berührungspunkten blieben sie mit dem restlichen Papier verbunden.

Jetzt musste ich die Motive in der Mitte falten, und zwar anders als das DINA5-Papier, und an den Rändern, so dass das jeweilige Motiv nach vorne herauskam. Der Stern war so schon perfekt, aber den Baum und den Schneemann musste ich nachbessern, bis es passte. Denn die Berührungspunkte, an denen das jeweilige Motiv mit dem restlichen Papier verbunden waren, mussten auf beiden Seiten gleichweit von der Mitte entfernt sein, sonst funktionierte die Klappkarte nicht.

Extra für die Klappkarten hatte ich mir festeres Papier besorgt. Dieses Papier hatte bereits die richtige Größe. Auch hier faltete ich die Blätter in der Mitte und übertrug die Motive. Allerdings zeichnete ich jetzt ein Muster in den Stern, Kugeln und Kerzen auf den Baum, und der Schneemann bekam ein Gesicht und Knöpfe. Das Muster und die anderen Teile schnitt ich mit dem Cutter zuerst aus, bevor ich die Motive ausschnitt. Nachdem ich alles richtig gefaltet hatte, klebte ich das festere Papier auf farbiges, weil ich es schön finde, wenn im Hintergrund ein wenig Farbe zu sehen ist.

Ich habe die Karten auch noch mal einzeln fotografiert:

Beim Stern sieht man die Farbe am besten, da die Löcher am größten sind. Hinter den Schneemann habe ich blaues und hinter den Baum grünes Papier geklebt.

Ich finde diese Klappkarten ja sehr effektvoll. Vor allem kann man sie mit einfachen Mitteln basteln. Man braucht nur Papier und einen Cutter. Letztendlich habe ich mich dann doch dagegen entschieden, die Karten mit den Grundschulkindern zu basteln, weil es möglicherweise noch zu schwierig für sie ist. Ich werde wieder mit den Kinder modellieren, wie einfallslos, aber dieses Mal werden wir keine Engel basteln, sondern Pinguine mit Schal.

Vor vier Jahren hatte ich eine 3D-Karte mit einem landschaftlichen Motiv gebastelt.

 

 

Viele bunte Eistüten

Der kleine Drache Friedolin war süchtig nach Eis. Deshalb hielt er sich am liebsten in der Nähe einer Eisdiele auf. Dort beobachtete er stundenlang die Menschen, die sich Eis kauften. Und wenn jemand besonders unvorsichtig war, kam Friedolin blitzschnell angerannt, ergriff die Eistüte und war genauso schnell wieder weg. Keiner wusste, wie ihm geschah…

Schon seit dem Sommer, als ich mal wieder eine Kugel Eis in der Waffeltüte aß, wollte ich Eistüten in Miniaturgröße basteln. Und da ich schon andere Lebensmittel aus ofenhärtender Modelliermasse geknetet hatte, sollten die Eistüten auch daraus gemacht werden. Allerdings würde es schwierig werden, das Waffelmuster zu imitieren. Ich überlegte mir, dass es wohl das beste wäre, dafür eine Form aus Silikonkautschuk zu machen, und zwar so, dass am Ende eine dünne Kneteplatte mit Waffelmuster zu einer Tüte gerollt werden konnte. Für die Eiskugel wollte ich eine weitere Form gleich mitmachen.

Zu diesem Zweck formte ich mir entsprechende Modelle aus normaler Knete und platzierte sie in die Mitte des Bodens eines Kästchens. Da ich ja zwei Formen benötigte, bastelte ich mir zwei Modelle und zwei Kästchen. In die Kästchen mit den Modellen goss ich nun den flüssigen Silikonkautschuk, der über Nacht fest wurde. Dann waren die beiden Formen fertig, und ich befreite sie von den Kästchen. Auf dem folgenden Foto sind sie zu sehen:

Für die Waffeltüten mischte ich mir zwei verschiedene Brauntöne der ofenhärtenden Modelliermasse. Diese drückte ich anschließend in die dafür vorgesehene Form und schnitt den Überschuss mit dem Messer ab. Um diese Platte besser aufrollen zu können, formte ich mir aus der Modelliermasse, die auch für die Eiskugel gedacht war, einen kleinen Kegel, den ich auf die Rückseite der Platte mit dem Waffelmuster setzte.

Für die Eiskugel drückte ich Modelliermasse in die Form und schnitt hier wiederum den Überschuss ab. Um beides miteinander zu verbinden, drückte ich die fertige Tüte vorsichtig auf die Modelliermasse, die sich noch in der Eiskugelform befand. Anschließend löste ich sie aus der Form und drückte die Eiskugel mit dem Zahnstocher am Rand an der Tüte fest. Nun war die Eistüte fertig.

Die Eistüten sahen nun so aus, wobei ich die rechte mit einer kleine Öse versehen habe:

Zum Spaß habe ich noch einer weiteren eine Sahnehaube verpasst und auf eine andere etwas braune Sauce gegeben, wobei mir die Eiskugel mit Sahne nicht gefallen hat:

Auf dem nächsten Foto schmilzt ein Eis auf einem Teller dahin:

Eine Eistüte ist etwa 2,5 cm lang.

Zum Schluss habe ich den kleinen roten Drachen noch mal von der anderen Seite fotografiert:

Es macht mir großen Spass, Süssigkeiten in Miniaturgröße zu basteln, hierbei fand ich die kleinen Cupcakes auch sehr gut. Und am liebsten verwende ich dann selbst gemachte Silikonformen, da die kleinen Süssigkeiten recht feine Strukturen haben, und ich die Modelle dafür aus normaler Knete bastele, mit der ich wesentlich feiner arbeiten kann. Den kleinen Drachen habe ich nur gebastelt, um eine einzelne Eistüte besser präsentieren zu können.

 

 

 

 

Kleine Vögelchen aus Stoff

Zwei Vögelchen saßen auf einem Ast beieinander und unterhielten sich über das Wetter. Während das eine meinte, es sei schon recht kalt geworden, blickte das andere pessimistisch in die Zukunft und fragte, ob sie wohl genügend zu Fressen finden werden. Das wollen wir mal für sie hoffen…

Ich wollte mal wieder etwas nähen. Und diesmal sollte es wieder ein kleines Tierchen werden, aus dem man auch einen Schlüsselanhänger machen konnte. Ich finde ja, dass die Tiere für solche Anhänger nicht zu groß sein sollten, damit sie auch in jede Tasche passen. Einige der Anhängertiere, die man so kaufen kann, sind mir schon wieder zu groß. Deshalb versuche ich, meine Tiere eher klein zu machen.

Bei der Überlegung, welches Tier es werden sollte, berücksichtigte ich die anderen kleinen Tierchen, die bisher genäht hatte, und mir fiel dabei auf, dass ich noch keinen normalen Vogel gebastelt hatte. Also beschloss ich, einen Vogel mit Füßen, Flügeln und einem Schwanz zu gestalten. Er sollte rosa mit blauen Flügeln und blauem Schwanz werden.

Ich zeichnete mit Bleistift auf Papier ein Schnittmuster mit allen notwendigen verschieden Teilen. Als ich damit zufrieden war, pauste ich die Teile in der richtigen Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt sie aus. Den Kopf wollte ich aus drei Teilen nähen, wobei zwei Teile für den Schnabel noch dazu kamen, den Körper aus fünf Teilen und Flügel, Schwanz, und Füße jeweils aus zwei Teilen. Diese Papierteile übertrug ich nun auf die entsprechenden Fleece-Stoffe und schnitt sie wiederum aus. Der eigentliche Vogel sollte rosa, Flügel und Schwanz hellblau und Füße und Schnabel orange werden.

Als erstes nähte ich die Teile für die Füße, die Flügel und den Schwanz links auf links zusammen und drehte sie um. Dann setzte ich den Kopf zusammen, wobei die Teile für den Schnabel erst an die vorderen Teile des Kopfes kamen. Unten an den fertigen Kopf nähte ich nun die beiden vorderen und die beiden hinteren Teile des Köpers, wobei ich zwischen Kopf und ein vorderes Teil jeweils einen Flügel legte. Die Vier Körperteile nähte ich dann entsprechend zusammen, dabei ließ ich eine Wendeöffnung frei. Zum Schluß kam das untere Teil des Körpers an die übrigen Teile. Die beiden Füße und den Schwanz nähte ich dazwischen.

Anschließend drehte ich den Vogel um und stopfte ihn aus. Die Wendeöffnung verschloss ich von Außen. Nun fehlten dem Vogel nur noch die Augen, die ich mit weißem Garn aufstickte. Die Pupillen bildeten zwei kleine schwarze Perlen. Der fertige Vogel sah nun so aus:

Und von vorne:

Das Vögelchen ist etwa 6 cm hoch.

Ich hatte ja schon einige Tierchen gebastelt. Alle recht klein und mit gleichen gestickten Augen. Obwohl sie alle klein sind, haben sie doch unterschiedliche Größen. Das Vögelchen hier gehört zu den Kleinsten, mein Affe, den ich zuletzt genäht habe, zu den Größten.

 

 

 

 

Anhänger mit Toastbroten und einer Fliege

Eine kleine Fliege verspürte plötzlich großen Hunger. Auf der Suche nach etwas Eßbarem irrte sie im ganzen Zimmer umher, bis sie von Toastbroten angezogen wurde, die auf einem Teller lagen. Blitzschnell war sie hingeflogen und gelandet. Und es schmeckte so wunderbar…

Nach dem Anhänger mit dem Donut wollte ich schon lange einen anderen Anhänger mit ebenfalls etwas Eßbarem basteln. Es sollte wieder etwas auf einem Teller liegen, denn die runde Form eines Tellers eignet sich wunderbar für einen Anhänger. Schnell kam mir die Idee von Toastbrotscheiben, die unterschiedlich beschmiert sein sollten. Hierbei stellte ich mir Butter und eine Schokocreme vor. Den Anhänger wollte ich aus ofenhärtender Modelliermasse basteln.

Als erstes modellierte ich einen Teller. Hierfür mischte ich weiße Knete mit etwas blauer. Anschließend formte ich aus hellbrauner Modelliermasse, die ich mir wiederum aus zwei Farbtönen zusammenmischte, zwei Scheiben Toastbrot, die ich dann mit einem Zahnstocher auf einer Seite strukturierte. Eine der Scheiben platzierte ich auf dem Teller und bestrich sie mit einer Mischung aus hellgelber Knete und ein wenig Wasser, die die Butter imitieren sollte.

Anschließend legte ich die zweite Scheibe Toast auf die erste, und zwar so, dass nur ein kleiner Teil der ersten Scheibe verdeckt wurde. Dann kam die Schokocreme darauf, die ich aus brauner Knete und etwas Wasser anmischte. Hier und da platzierte ich an den Rändern der braunen Creme etwas Butter. Da mir die Komposition so etwas zu langweilig erschien, brachte ich mit dem Zahnstocher an einer Stelle des Tellers noch etwas Butter und Creme an. Zum Schluss bohrte ich ein Loch durch den Teller.

Dann kam der Anhänger in den Backofen. Nachdem er abgekühlt war, bestrich ich ihn noch von allen Seiten mit glänzendem Klarlack. Danach sah er so aus:

Um ihn als Anhänger auch tragen zu können, befestigte ich am Loch einen kleinen Ring.

Ich habe den Anhänger noch einmal im Detail fotografiert, damit man die Fliege besser sehen kann:

Der Teller hat einen Durchmesser von etwa 3,5 cm.

In letzter Zeit macht es mir irgendwie mehr Spaß, aus Modelliermasse Essen zu kneten als Tiere. Vor allem eignet sich Essen besser als Tiere zum Anhänger, den man sich um den Hals hängt. Mein Donut-Teller hatte sich hierfür schon längst bewährt.

 

Lustige Eicheltiere

Drei unterschiedliche Tiere hatten sich ganz zufällig getroffen. Da sie Gefallen aneinander fanden, spielten sie lustige Spiele zusammen. Bis sie feststellten, dass ihre Körper ganz ähnlich aussahen…

Jetzt im Herbst gibt es unheimlich viele Eicheln. Unser Hund hatte mich auf sie aufmerksam gemacht, denn er wollte sie immer fressen. Und dann dachte ich mir, dass man sicherlich etwas Schönes daraus basteln könnte. Dabei kam mir die Idee, die Eicheln mit ofenhärtender Modelliermasse zu kombinieren.

Der Pinguin war mein Testtier. Zuerst modellierte ich ein kleines Teil mit Schwanz aus schwarzer Modelliermasse und drückte die Eichel hinein, so dass sie nicht mehr umfallen konnte. Daran befestigte ich unten zwei Füße aus gelber Modelliermasse. Anschließend formte ich mir den Kopf des Pinguins mit einem Schnabel und zwei Augen. Diesen Kopf setzte ich oben auf die Eichel. Zum Schluß modellierte ich zwei Flügel und drückte sie seitlich an die Eichel. Um die Körperteile im Backofen zu backen, nahm ich sie ab und steckte sie ohne Eichel in den Backofen. Als sie abgekühlt waren klebte ich sie mit Alleskleber an der Eichel fest. Und da das alles so gut funktioniert hatte, beschloss ich, zwei weitere Tiere zu basteln.

Bei den anderen Tieren modellierte ich zuerst die Köpfe, dann die Beine und zum Schluss die Schwänze. Die Teile aus Modelliermasse buk ich ohne Eicheln im Backofen und klebte sie anschließend mit Alleskleber an die Eicheln.

Ich habe die drei Tiere mal einzeln und jeweils von vorne und von der Seite fotografiert:

Der Pinguin ist etwa 4 cm hoch.

Noch nie zuvor habe ich Modelliermasse mit anderen Materialien  kombiniert. Ich finde, es klappt ganz hervorragend, und ich bin sehr zufrieden. Normalerweise modelliere ich meine Tiere vollständig aus Modelliermasse, wie zuletzt meinen Kraken.