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Glitzernder Kettenanhänger

Mehrere farbige Flächen hatten sich zu einem geometrischen Muster zusammengefunden, das im Gesamten ein Achteck bildete. Mit einem Loch und einem Metallring am oberen Ende wurde daraus ein Anhänger. Nur noch ein farbiges Lederband durch den Ring gezogen, und schon konnte er getragen werden. Bis in alle Ewigkeit…

Nachdem ich mir vor einiger Zeit ein Armband mit Perlen aus glitzernder Modelliermasse gebastelt hatte, sollte es nun ein dazu passender Anhänger werden, so dass ich beides in Kombination tragen konnte. Ich hatte mir damals für die Perlen ofenhärtende Modelliermasse mit Glitzerpartikeln in verschiedenen Farben gekauft. Diese Modelliermasse konnte ich jetzt auch für diesen Anhänger verwenden. Als Motiv stellte ich mir ein geometrisches Muster vor, das ich aus einzelnen Flächen zusammen setzen wollte.

Als erstes zeichnete ich mir einen Entwurf mit Bleistift auf Papier. Ich habe ihn mal fotografiert:

Als ich mit dem Entwurf zufrieden war, rollte ich nacheinander ofenhärtende Modelliermasse in vier Farben in der etwa gleichen Dicke aus. Dann versuchte ich anhand der Bleistiftskizze daraus die unterschiedlichen geometrischen Formen mit dem Messer auszuschneiden. Diese Einzelteile setzte ich anschließend zu einem Achteck zusammen. Nachdem ich die Teile gut aneinander gedrückt hatte, bohrte ich oben noch ein Loch hinein und härtete das Achteck im Ofen. Es sah nun so aus:

Im Vergleich zur Skizze oben kann man gut erkennen, dass ich das Muster nur ungefähr getroffen habe.

Die Oberfläche des Achtecks war ganz uneben, und die einzelnen Teile, aus dem ich es zusammengesetzt hatte, waren deutlich zu sehen. Weil ich aber eine ganz ebene Oberfläche haben wollte, schliff ich den Anhänger zuerst mit dem gröbsten Schleifpapier, bis ich dieses Ziel erreicht hatte. Ich finde, dass die Modelliermasse am besten zur Geltung kommt, wenn sie ganz glatt ist. Deshalb schliff ich den Anhänger weiter mit mehreren Schleifpapieren verschiedener Körnungen, wobei die Körnungen immer feiner wurden.

Beim Schleifvorgang wurde der Anhänger natürlich auch dünner. Aus Angst, er könnte beim Tragen brechen, überlegte ich mir, ihn auf eine dünne Platte aus dunkler Modelliermasse zu setzen. So konnte ich ihn außerdem problemlos zu heller und dunkler Kleidung tragen. Also rollte ich etwas dunkle ofenhärtende Modelliermasse aus, setzte den Anhänger mit etwas von der flüssigen Variante darauf und schnitt ebenfalls ein Achteck aus der Platte aus, das allerdings ein wenig größer war. Nachdem ich auch durch die dunkle Masse ein Loch gebohrt hatte, kam der Anhänger ein zweites Mal in den Ofen. Damit er getragen werden konnte, brachte ich nach dem Abkühlen oben einen Metallring an. Zum Schluss lackierte ich die Rückseite mit einem Glanzlack. Auf den folgenden Bilder ist die Vorder- und die Rückseite des fertigen Anhängers zu sehen:

Der Anhänger ist etwa 4 cm hoch.

Für meine Ringe hatte ich gehärtete Modelliermasse zum ersten Mal mit verschiedenen Schleifpapieren bearbeitet und war von dem Ergebnis begeistert. Die Farben leuchteten kräftiger. Auch hier kommen die Farben besser zur Geltung. Zudem verschmelzen die einzelnen Flächen richtig miteinander. Man sieht fast gar nicht mehr, dass das Muster aus Einzelteilen zusammengesetzt wurde. Vor allem bei der hellen Modelliermasse sind die zuvor sichtbaren Abgrenzungen beim Schleifen verschwunden. Diese Art der Nachbearbeitung gefällt mir sehr gut, und ich werde sie sicherlich in Zukunft mehrfach einsetzen. Hier sind die Ringe zu sehen.

Armband mit quadratischen Perlen

Mehrere quadratische Perlen mit gleichem Muster reihten sich aneinander und wurden so zu einem leuchtend buntem Armband. Verschlossen und gesichert wurde es mit mehreren Knoten. Möge es so niemals aufgehen und die Perlen in alle Winde verstreuen…

Das letzte Perlenarmband war mir nicht genug, weshalb ich bei dessen Herstellung schon ein weiteres geplant hatte. Das neue Armband wollte ich aus nur einer Sorte Perlen basteln, die jedoch verschiedene Farben bekommen sollten. Die Perlen sollten dabei quadratisch werden und von Form und Muster her alle gleich aussehen.

Deshalb musste ich auch hier wieder vorab eine Silikonform herstellen, um sicherzugehen, dass die einzelnen Perlen möglichst gleich werden, und um mir einiges an Arbeit zu ersparen. Für die Form formte ich mir aus normaler Knetmasse ein Modell einer halben Perle, das ich auf den Boden eines Kästchens aus stabilem Karton klebte und es anschließend mit flüssigem Silikonkautschuk übergoss. Nach etwa einem Tag war dieser vollständig ausgehärtet und die Form fertig. Ich hatte eine gemeinsame Form für das erste und das zweite Armband, das ich hier vorstelle, gebastelt. Auf den folgenden Fotos sind die Modelle im Kästchen, hier allerdings mit heruntergeklappten Seiten, und die fertige Silikonform zu sehen:

Auf dem oberen Bild ist das Modell für das Armband mit den quadratischen Perlen ganz links. Die beiden anderen Modelle hatte ich für das erste Armband geformt.

Jetzt konnte ich mir die Perlen herstellen. Hierfür drückte ich nacheinander ofenhärtende Modelliermasse in verschiedenen Farben in die Form, schnitt jeweils den Überschuss mit dem Messer ab und ritzte mit dem Zahnstocher eine Rille hinein. Anschließend holte ich jeweils die halbe Perle vorsichtig heraus. Um die Perlen nun fertigzustellen, drückte ich jeweils zwei Hälften der gleichen Farbe aneinander, so dass die Rillen aufeinander passten. Auf diese Weise bekamen die Perlen ihre Löcher, durch die man sie auf ein Gummiband auffädeln konnte. Als ich genügend Perlen beisammen hatte, steckte ich sie zum Härten in den Backofen. Nach dem Abkühlen lackierte ich sie auf beiden Seiten mit einem Glanzlack. Ich habe mal ein paar von den fertigen Perlen fotografiert:

Der Glanzlack brauchte nun 24 Stunden zum Trocknen. Nachdem ich einen Tag lang gewartet hatte, zog ich die Perlen in einer bestimmten und wiederkehrenden Reihenfolge auf ein Gummiband auf und verknotete beide Enden gut miteinander, so dass das Armband nicht mehr aufgehen konnte. So sah nun das fertige Armband aus:

Eine einzelne quadratische Perle hat einen Seitenlänge von etwa 1 cm.

Da ich Neonfarben ganz toll finde, ist es super, dass derzeit ofenhärtende Modelliermasse in diesen Farben erhältlich ist. Deshalb musste ich mir auch ein solches Armband basteln. Zudem hatte ich irgendwann mal durchsichtige Anhänger gegossen, in die ich neonfarbene Elemente eingebettet hatte. Ich trage gerne Kombinationen von Anhängern und Armbändern, die farblich zusammenpassen. Und ich wollte auch neue Armbänder haben, die nicht an Pullovern hängen bleiben, denn im Winter ist es gewöhnlicherweise zu kalt, um nur im T-Shirt herumzulaufen. Zuletzt hatte ich das Armband aus eckigen und runden Perlen gebastelt, deren Silikonform auch hier zu sehen ist.

Armband aus runden und eckigen Perlen

Viele Perlen in verschiedenen Farben waren auf ein Gummiband aufgefädelt worden, dessen Enden miteinander verknotet wurden. So bildeten sie zusammen ein buntes Armband, das fortan an einem Handgelenk getragen werden sollte. Die Perlen freuten sich auf diese Aufgabe, die sie auch ein wenig stolz machte…

Da es jetzt ja Winter war, trug ich bevorzugt warme Pullover. Die Drahtringe meiner Armketten blieben sehr gerne in diesen Pullovern hängen und zogen Fäden heraus, weshalb ich beschloss, mir ungefährlichere Armbänder aus bunten Perlen zu basteln. Vor einiger Zeit war schon eines entstanden, das mir sehr gut gefiel, jetzt wollte ich aber auch ein wenig Abwechslung. Denn ich wollte nicht den ganzen Winter über nur ein Armband tragen. Und die einzelnen Perlen sollten neben anderen Farben auch eine andere Form bekommen.

Da die Perlen in etwa immer gleich aussehen sollten, und ich nicht jede Perle einzeln modellieren wollte, musste ich mir wieder eine Form aus Silikon herstellen. Hierfür formte ich mir eine runde und eine quadratische Scheibe aus Modelliermasse, in die ich mit dem Zahnstocher jeweils eine Linie hineinritzte. Diese Scheiben sollten mir als Modelle dienen. Für ein weiteres Armband bastelte ich mir noch eine dritte Scheibe. Dieses Armband werde ich in einem extra Artikel vorstellen. Um die Form aus Silikon gießen zu können, klebte ich die Scheiben auf den Boden eines kleinen Kästchens aus festem Karton. Anschließend füllte ich dieses Kästchen bis knapp unter den Rand mit flüssigem Silikonkautschuk, der nach einigen Stunden so fest war, so dass ich die fertige Form herausnehmen konnte. Auf den folgenden Fotos sind die Modelle im Kästchen und die Form zu sehen:

Bei dem Kästchen aus Karton muss man sich nur noch vorstellen, dass die Seiten hochgeklappt und mit Papierstreifen zusammengeklebt sind.

Um die Perlen herzustellen, drückte ich nacheinander ofenhärtende Modelliermasse in verschiedenen Farben in die Form, schnitt den Überschuss mit dem Messer ab, und ritzte mit dem Zahnstocher eine Rille hinein. Dann holte ich die Perlenhälften vorsichtig aus der Form wieder heraus. Jeweils zwei Hälften einer gleichen Farbe fügte ich zu einer ganzen Perle zusammen, und zwar so, dass die Rillen aufeinander passten, so dass die Perle ein durchgehendes Loch zum Auffädeln erhielt. Als ich genügend Perlen beisammen hatte, steckte ich sie zum Härten in den Backofen. Nach dem Abkühlen malte ich die Rillen der Perlen auf beiden Seiten mit Acrylfarben an. Als dann die Farben getrocknet waren, lackierte ich die Perlen mit einem Glanzlack. Ich habe mal ein paar davon fotografiert:

Der Lack musste 24 Stunden trocknen, bevor ich die Perlen weiterverarbeiten konnte. Danach fädelte ich sie in einer bestimmten Reihenfolge auf ein Gummiband auf und verknotete die beiden Enden des Bandes gut miteinander. Das fertige Armband sah nun so aus:

Eine einzelne Perle ist etwa 1 cm breit.

Ich finde das Armband sehr schön, denn ich mag es, wenn Armbänder bunt sind. Dabei stört es auch gar nicht, dass die Perlen wie selbstgemacht aussehen und nicht so professionell. Denn Armbänder aus gekauften Perlen zu basteln, kann fast jeder. In der Individualität liegt die Stärke der selbstgemachten Perlen. Und da ich ich ja eine Form gebastelt hatte, kann ich immer wieder Perlen nachmachen und ihnen auch andere Farben geben. Man muss sie ja auch nicht anmalen, sondern einfarbig lassen. Jedenfalls ist es ganz einfach, sich ein neues Armband herzustellen, falls es verloren geht. Vor einiger Zeit hatte ich ein Armband aus Glitzerperlen gebastelt, die etwa genauso groß waren.

Ein frohes neues Jahr 2022

Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr. Möge das neue Jahr besser werden als das alte. Feiern sollte man auch jetzt trotz Corona. Nico, Hilda und das freundliche Wesen machen es vor: Feiern im kleinen Kreis…

In den letzten Jahren hatte ich zu Silvester immer etwas gebastelt. Meistens waren es lustige Tiere. Dieses Jahr wollte ich mal wieder ein Bild zeichnen. Vor einigen Monaten hatte ich meine Figuren Nico und Hilda ein wenig verändert und das lila Monsterchen völlig neu gestaltet. Dabei hatte ich die Figuren modelliert. Jetzt wollte ich sie zum ersten Mal zeichnen. Und das Silvesterbild bot sich da hervorragend an.

Vorab hatte ich mir eine passende Szene mit allen drei Figuren überlegt. Nun zeichnete sie mir mit Bleistift vor. Ich habe diese Zeichnung mal fotografiert:

Als ich mit der Bleistiftzeichnung zufrieden war, begann ich, sie von links nach rechts mit Buntstiften zu kolorieren. Das Endergebnis ist auf dem folgenden Bild zu sehen:

Ich habe das Bild auf Kopierpapier im DINA4-Format gezeichnet, erst mit meinem Feinminenbleistift der Stärke 0,5 und der Härte 2B und anschließend mit günstigen Künstlerfarbstiften.

Das war nun die erste Zeichnung mit meinen neuen Figuren. Nico hatte ein paar Schrammen hinzubekommen und Hilda eine Schlaumeierbrille. Und das lila Monsterchen, das ich jetzt lieber freundliches Wesen nenne, sieht nun ganz anders aus. Unter der Rubrik „Nico und Hilda“ sind noch die alten Figuren sehen. Letztes Jahr hatte ich zu Silvester ein kleines Schweinchen aus ofenhärtender Modelliermasse gebastelt.

Frohe Weihnachten 2021

Ich wünsche allen ein fröhliches Weihnachtsfest 2021. Trotz Corona-Viren, die uns ein weiters Mal dazu zwingen, Weihnachten in kleinem Kreis zu feiern. Aber es kann nur besser werden…

Für die diesjährige Weihnachtskarte wollte ich passend zu den Anhängern kleine Tannenbäumchen gießen. Auch hier sollte die keramische weiße Gießmasse zum Einsatz kommen. Die fertigen Bäumchen in drei verschiedenen Größen wollte ich dann auf das farbige Papier kleben, ohne sie vorher zu bemalen. Außer den Tannenbäumen sollte eine goldene Schrift die Karten zieren.

Für die Tannenbäume brauchte ich eine Gießform aus Silikon, da sie ja gegossen werden sollten. Hierfür bastelte ich aus ofenhärtender Modelliermasse Modelle, die ich auf dem Boden eines Kästchens aus festem Karton befestigte. Das sah dann so aus:

Dieses Kästchen füllte ich nun mit flüssigem Silikonkautschuk bis knapp unter den Rand und ließ es einen Tag lang stehen. In dieser Zeit wurde der Kautschuk fest, und ich konnte die fertige Gießform aus dem Kästchen nehmen:

Die Form war nun einsatzbereit. Ich rührte das weiße Pulver der Gießmasse in Wasser und füllte die Mischung in die Form. Nach etwa 30 Minuten konnte ich die fertigen Bäumchen aus der Form nehmen. Anschließend wiederholte ich den Gießvorgang sooft, wie Karten entstehen sollten. Drei der Bäumchen habe ich mal fotografiert:

Aus farbigem Tonpapier bastelte ich mir Klappkarten, indem ich DINA4-Blätter halbierte und jeweils zwei verschiedenfarbige Blätter, ein dunkles und ein helles, aufeinander klebte und anschließend an der Mitte faltete. Das dunkle Papier lag nun außen. Die Tannenbäume befestigte ich nun auf der Karte. Jetzt fehlte nur noch die goldene Schrift. Hierfür hatte ich einen speziellen Klebestift und eine Goldfolie besorgt. Mit Hilfe des Stifts trug ich den Kleber in Schriftform auf und drückte die Folie darauf fest, die ich anschließend wieder abzog. Die goldene Farbe sollte an der Klebeschrift haften bleiben, was meiner Meinung nach nicht so gut funktionierte. Eine dieser Karten habe ich mal fotografiert:

Da mich das Ergebnis nicht wirklich überzeugt hat, musste ich mir etwas anderes überlegen. Glücklicherweise hatte ich in dem Bastelladen auch ein goldfarbenes Klebeband gekauft. Von diesem schnitt ich jetzt ganz dünne Streifen ab, die ich anschließend zu der Schrift aufklebte. Jeder Buchstabe bestand aus mehreren Schnipselchen Klebeband. Die blaue Karte sah so aus:

Die Schrift so zu legen war ziemlich anstrengend. Aber mit dem Ergebnis konnte ich zufrieden sein.

Die fertigen Karten haben ein DINA6-Format.

Bei der diesjährigen Weihnachtskarte musste ich improvisieren. Ursprünglich wollte ich die Schrift mit dem Cuttermesser ausschneiden und sie mit Goldfolie hinterlegen. Da ich keine dünne Goldfolie gefunden hatte, und mir das im Nachhinein als zuviel Arbeit erschien, wollte ich die für mich neue Technik ausprobieren. Nur leider stellte mich diese überhaupt nicht zufrieden und eine andere Idee musste her. Das Klebeband glänzte wirklich schön golden und schien mir geeignet für die Schrift. Und die gefiel mir am Ende auch sehr gut. In den den letzten Jahren habe ich meine Karten immer gedruckt, wie die vom letzten Jahr, und jetzt wollte ich mal etwas Neues probieren.

Kleine Tannenbäumchen

Zwei kleine Tannenbäumchen warteten sehnlichst darauf, endlich einen echten Tannenbaum zu schmücken. Sie freuten sich sehr auf den großen Moment, wenn sie dann mit all den Lichtern um die Wette glänzen konnten. Sehr lange würde das nicht mehr dauern…

Auch dieses Jahr wollte ich wieder Anhänger für den Christbaum basteln. Diese Anhänger eigneten sich vor allem auch dafür, verschenkt zu werden. Denn jeder hatte zu Weihnachten einen Baum zu Hause stehen, der immer wieder neuen Schmuck vertragen konnte. Ich hatte die Idee, die Anhänger aus keramischer Gießmasse zu gießen. Die Form des Anhängers sollte dabei recht einfach gehalten werden. Schnell kam ich auf einen stilisierten Tannenbaum, dem ich oben einen runden Aufhänger verpassen wollte, an dem ein Bändchen befestigt werden konnte.

Da ich die Anhänger gießen wollte, brauchte ich hierfür eine Gießform aus Silikon. Vorteil dieser Gießformen war ja, dass ich relativ schnell mehrere gleichaussehende Objekte herstellen konnte. Als erstes bastelte ich mir ein Modell aus ofenhärtender Modelliermasse. Nach dem Härten im Backofen platzierte ich es in ein kleines Kästchen aus festem Karton. Dabei klebte ich es auf dem Boden fest. Ich habe das Kästchen mit dem Modell mal fotografiert:

Um nun die Gießform herzustellen füllte ich nun dieses Kästchen mit flüssigem Silikonkautschuk bis knapp unter den Rand. Über Nacht härtete der Kautschuk aus. Dann konnte ich die fertige Form herausnehmen:

Sie war nun einsatzbereit. Nacheinander füllte ich sie mehrmals mit flüssiger keramischer Gießmasse, die ich mir jeweils aus Pulver und Wasser angemischt hatte. Nach jeweils etwa 30 Minuten konnten die fertigen Anhänger entnommen werden. Hier ist einer zu sehen, nachdem ich ihn ein wenig entgratet hatte:

Da ich sie so weiß ein wenig langweilig fand, und sie sollten doch ein wenig festlich aussehen, malte ich die Anhänger mit goldener Acrylfarbe an. Das folgende Bild zeigt einen von ihnen:

Die Anhänger sind etwa 5 cm hoch.

Die Tannenbäumchen sind, wie ich finde, recht gut gelungen. Manchmal sehen eben die einfachsten Formen am besten aus. Und die goldene Farbe verleiht ihnen ein edles Aussehen. Deshalb passen sie auch an jeden Christbaum. Vor zwei Jahren hatte ich zu Weihnachten Anhänger aus Beton mit goldenen Sternen gebastelt.

Kleine Baby-Puppen

Zwei Zwillingskinder konnten nicht unterschiedlicher sein. Während das eine neugierig und fast immer gut gelaunt in die Welt blickte, war das andere ganz oft müde und schlief sehr viel. Aber da beide ihr Leben noch vor sich hatten, konnte sich alles ändern…

Vor einiger Zeit hatte ich mich das erste Mal mit Puppen beschäftigt. Als Kind mochte ich sie nicht, aber wenn man sie aus künstlerischer Sicht betrachtet, sind sie doch sehr spannend. Ich hatte eine größere und eine recht kleine gebastelt. Die Größe der kleinen Puppe hatte es mir angetan. Doch als ich sie erneut mit Hilfe der alten Formen und Schnittmuster zum Leben erweckte, gefiel sie mir gar nicht mehr so gut. Für eine Spielzeugpuppe war sie schon in Ordnung, sie sah nur nicht wirklich realistisch aus. Ich fand, dass sie zu große Hände und Füße hatte. Jetzt wollte ich versuchen, die Puppenkinder ein wenig realistischer zu gestalten. Um die Köpfe zu modellieren, nahm ich mir Fotos echter Kinder zur Vorlage.

Die Puppen sollten in etwa so groß werden wie die andere. Ich wollte zwei verschiedene Köpfe modellieren, einen mit offenen und den anderen mit geschlossenen Augen. Hierfür verwendete ich eine Puppenmodelliermasse, die nach dem Härten im Ofen noch ein wenig elastisch blieb. Als ich beide Köpfe modelliert hatte und mit ihnen zufrieden war, formte ich aus der gleichen Modelliermasse zwei Hände und zwei Füße. Diese wurden deutlich kleiner als diejenigen der anderen Puppe. Zum Härten kam dann alles in den Backofen. Auch schon während des Entstehungsprozesses härtete ich die einzelnen Teile immer wieder mal, um bereits entstandene Strukturen nicht zu zerdrücken. Ich habe die beiden Köpfe und die Gliedmaßen mal fotografiert:

Ich hatte mir überlegt, dass beide Puppen zwar verschiedene Köpfe, aber dieselben Gliedmaßen bekommen sollten. Denn ich wollte nicht noch andere Hände und andere Füße modellieren. Um eben mehrere gleiche Hände und Füße zu erhalten, musste ich sie abformen, also mir mit ihrer Hilfe Silikonformen gießen. Außerdem wollte ich auch mehrere Puppen mit den gleichen Köpfen basteln.

Um also die Silikonformen herzustellen, steckte ich alle Teile zur Hälfte in normale Knetmasse, die ich dann, mit Schlössern und Luftkanälen versehen, in kleine Kästchen aus festem Karton einpasste. So konnte ich die ersten Hälften der zweiteiligen Formen gießen, indem ich diese Kästchen mit flüssigem Silikonkautschuk auffüllte, der nach einigen Stunden ausgehärtet war. Für die zweiten Hälften strich ich die ersten mit Trennmittel ein und steckte sie zusammen mit den Modellen in dieselben Kästchen und goss sie wieder mit flüssigem Silikonkautschuk voll. Als dieses nun ausgehärtet war, waren die Silikonformen fertig. Auf dem Bild sind die eines Kopfes, einer Hand und eines Fußes zu sehen:

Leider hat sich auf das Bild jeweils eine Formenhälfte beider Hände geschlichen. Denn eine Hälfte sollte statt der Noppen Löcher haben, wie bei den anderen Körperteilen.

In erster Linie wollte ich Puppen aus ofenhärtender Modlliermasse basteln. Hierfür füllte ich die Formenhälften bis zum Rand mit der Modelliermasse und drückte die zusammengehörenden Hälften zusammen. Beim Auseinandernehmen hatte ich dann die vollständigen Körperteile. Nach dem Härten im Backofen arbeitete ich alle Teile noch nach. Hier und da musste etwas abgeschnitten oder ergänzt werden. Abschließend kam alles noch ein zweites Mal in den Ofen. Da ich vier Puppen basteln wollte, musste zum Schluss jedes Teil viermal vorhanden sein:

Da ich ja zwei verschiedene Köpfe modelliert hatte, brauchte ich von jedem Kopf nur zwei. Weil es mir Spaß machte, goss ich die Formen noch mit keramischer Gießmasse aus, allerdings nur so oft, wie für zwei Puppen nötig war. Im Nachhinein entschloss ich mich, daraus erst mal keine Puppen entstehen zu lassen. Dennoch habe ich die Teile fotografiert:

Um den Köper und die Kleidung der Puppen zu nähen, suchte ich die alten Schnittmuster heraus. Allerdings stellte ich schnell fest, dass ich sie für die neuen Puppen anpassen musste. So waren die Stoffbeine zu lang, wie auch die Ärmel des Pullovers und die Hosenbeine. Als erstes nähte ich den Stoffkörper und die Stoffarme und Stoffbeine. Anschließend stopfte ich alles mit Füllwatte aus und befestigte daran die Teile aus Modelliermasse. Arme und Beine kamen über Fadengelenke an den Körper. Beide Puppen sahen nun so aus:

Die Stoffteile der Körper waren aus einem alten Bettlaken entstanden. Jetzt fehlte den Puppen nur noch ihre Kleidung. Hierfür verwendete ich zwei alte T-Shirts und eine alte Jeans. Die Pullover setzte ich jeweils aus sechs und die Hosen aus vier Teilen zusammen. Die angezogenen Puppen sahen nun so aus:

Die Puppen sind etwa 10 cm groß.

Mit den neuen Puppen war ich schon sehr zufrieden. Besonders die geringe Größe gefiel mir gut. Allerdings bedeutete diese auch eine enorme Herausforderung für mich. Gerade das Modellieren der Köpfe war schwierig. Ich musste sie immer wieder ändern, weil mir dann doch noch was daran nicht gefiel. Hände und Füße fielen mir leichter, obwohl sie doch recht winzig sind. Im Großen und Ganzen hat sich die Mühe aber gelohnt. Zum Vergleich kann man hier die andere kleine Puppe sehen.

Zerbrochene Flasche in Bleistift

Eine Glasflasche war in mehrere Teile zerbrochen, aber nur der obere Teil war übrig geblieben. Was war mit dem Rest geschehen? Da es sich um eine Bierflasche handelte, war dem Betrunkenen die Flasche vielleicht an einem anderen Ort kaputtgegangen, was er womöglich gar nicht gemerkt hatte. Glas war eben doch zerbrechlich…

Immer wieder suche ich auf meinen Spaziergängen mit dem Hund aktiv nach interessanten Motiven, die man zeichnen könnte. Dabei fielen mir in letzter Zeit Dinge auf, die die Leute einfach wegwarfen und somit auf Gehwegen und Wiesen lagen. Meistens war es Müll, den niemand mehr brauchen konnte und in einen Mülleimer gehört hätte, doch Mülleimer schienen aus der Mode kommen zu sein bzw. das Werfen von Müll in diese Eimer. Doch diese Flasche, die ich in der Innenstadt entdeckt hatte, war sicherlich eine Pfandflasche gewesen, und die meisten Leute verzichten sicherlich nicht auf das Pfand. Jedenfalls gefiel mir die Flasche so gut, so dass ich sie zeichnen musste. Denn Glas ist schon an sich ein interessantes Material. Und in dieser Form war es noch viel besser. Ich nahm also dieses Motiv nach Hause mit, indem ich es fotografierte.

Ich begann damit, die Flasche grob zu skizzieren:

Dann arbeitete ich erst den größeren Teil des Glases mit allen Reflexionen aus. Das Etikett ließ ich weiß:

Mit dem kleineren Stück tat ich das Gleiche:

Nun fehlte nur noch das Etikett aus Papier. Da ich keine Werbung für das Bier machen wollte, zeichnete ich ein eigenes Motiv auf das Etikett, das mir gerade eingefallen war. Die fertige Flasche sah nun so aus:

Zum Schluss zeichnete ich ein wenig Schatten um die Flasche, denn sie lag auf dem Boden, auf den sie ein wenig Schatten warf:

Anschließend legte ich die Zeichnung für eine Weile weg, um sie mir dann noch einmal vorzunehmen. Denn nach meiner Erfahrung fallen einem dann die Fehler eher auf, als wenn man die Zeichnung die ganze Zeit betrachtet, ohne Pause. Ich habe den Hirschkopf auf dem Etikett und die Spiegelung auf der Flasche nachträglich geändert. Als ich mit dem Endergebnis zufrieden war, habe ich die Zeichnung noch signiert:

Ich habe auf Kopierpapier im DINA4-Format mit einem Feinminenbleistift der Stärke 0,5 und der Härte 2B gezeichnet.

Das Glas der Flasche mit seinen Reflexionen fand ich sehr interessant zum Zeichnen. Da kann man nur froh darüber sein, was die Leute so alles wegwerfen. Gerade an dem Glas konnte man fließende Übergänge zwischen den verschiedenen Grautönen üben. Gerade solche Übergänge sind nicht einfach. Manche Leute verwischen zu diesen Zwecken gerne bereits gezeichnete Bleistiftstriche. Das funktioniert bei sehr weichen Bleistiften sehr gut. Ich mag diese Technik nicht so gern, da ich die Übergänge zu weich finde. Mir gefallen Zeichnungen, an denen man die einzelnen Striche erkennen kann, da sie aussehen wie Zeichnungen und nicht wie Fotos. Ich hoffe, dass ich auch weiterhin interessante Motive wie dieses Glas finden werde. Zuletzt hatte ich einen Pappbecher gezeichnet.

Zerknüllter Becher in schwarz-weiß

Ein Pappbecher lag achtlos weggeworfen auf der Straße. Eine kleine Zigarettenkippe hatte sich zu ihm gesellt. Nun war der Becher nicht mehr ganz so allein. Auch wenn er mal alleine war, so hatte das bestimmt nicht so lange gedauert, denn die Menschen warfen immer wieder ihren Müll auf die Straße. Vielleicht wird sich das irgendwann ändern…

Immer wieder auf meinen Hundespaziergängen stechen mir achtlos weggeworfene Dinge ins Auge. Dinge, die man als Müll bezeichnen kann. Und ganz oft liegt dieser Müll nicht weit weg vom nächsten Mülleimer, und ich habe mich dabei oft gefragt, wieso die Mülleimer nicht benutzt werden, und die Leute den Müll lieber in die Landschaft werfen. Leider habe ich darauf keine Antwort gefunden. Aber wäre das anders, hätte ich mein Motiv für diese Zeichnung nicht gefunden. Denn dieser Becher mit der Zigarettenkippe schien mir äußerst interessant, weil er einige Falten und Knicke hatte, die gar nicht so einfach zum Zeichnen waren. Ich machte ein Foto von ihm.

Ich begann mit dem Umriss des Bechers und der Kippe:

Dann arbeitete ich zuerst den Becher von oben nach unten plastisch aus und anschließend die Kippe:

Da ich meistens einen Schatten dazu zeichne, entschied ich mich hier dazu, zusätzlich die Beschaffenheit des Bodens anzudeuten:

Als die Zeichnung fertig war, legte ich sie für eine Weile weg. Dann holte ich sie wieder hervor und betrachtete sie genau. Ich besserte die Stellen aus, die mir noch nicht gefielen. Als ich mit ihnen schließlich zufrieden war, signierte ich die Zeichnung. Ich habe sie mal fotografiert:

Ich habe auf Kopierpapier im DINA4-Format mit einem Feinminenbleistift der Stärke 0,5 und der Härte 2B gezeichnet.

Immer wieder finde ich meine Zeichenmotive in der Stadt auf meinen Spaziergängen. Den Müll hatte ich schon häufig gesehen, aber bisher war ich noch nicht auf die Idee gekommen, ihn zu zeichnen. Denn ich hatte schon anderes Kurioses auf der Straße gefunden, das ich ebenfalls interessant fand. Irgendwann hatte ich einen Sessel auf dem Gehweg entdeckt. Mal sehen, was mir sonst noch unterkommt.

Eichelmännchen

Frau und Herr Eichel hatten sich festlich herausgeputzt. Denn jetzt war es Herbst und es gab für sie reichlich zu feiern. Sie konnten sich endlich wieder mit der Familie und den Freunden treffen. Bevor sie wieder ein ganzes Jahr warten mussten…

Bei einem meiner Spaziergänge mit unserem Hund hatte ich Eicheln mit sehr stacheligen Hüten gefunden. Sofort dachte ich daran, daraus etwas Lustiges zu basteln. Vor allem musste ich dabei die Hüte miteinbeziehen, da ich sie wirklich sehr schön fand. Und Hüte waren eindeutig für Köpfe gemacht. Deshalb entschied ich mich dafür, die Eicheln in menschliche Gestalten zu verwandeln, wobei ich einzelne Teile aus ofenhärtender Modelliermasse formen wollte.

Eine der gefundenen Eicheln habe ich hier mal fotografiert:

Um einen Mann und eine Frau zu basteln, habe ich als erstes Hose bzw. Rock geformt und die Eicheln darauf gesteckt. Dann drückte ich unten die Füße daran. Jetzt konnten die Eicheln schon ordentlich stehen. Anschließend modellierte ich für jede Figur zwei Arme, die ich an der Hose und am Rock befestigte. Diese Arme bekamen nun Arme. Da die Männchen festlich aussehen sollten, formte ich eine Krawatte und eine Kette, die ich auch wiederum an Hose und Rock befestigte. Zum Schluss drückte ich oben für die Haare weitere Modelliermasse an die Eicheln, und zog sie mit den Fingern so weit hinunter, bis sie jeweils die Arme berührte. Dabei wurde sie dünner. Um anzudeuten, dass es sich um Haare handeln sollte, ritzte ich mit dem Zahnstocher feine Linien hinein. Jetzt fehlten nur noch die Hüte, die ich den Figuren aufsetze. Da mir der Rock der Frau nach oben hin zu kurz erschien, setzte ich noch einen Streifen in einer anderen Farbe an. Zum Härten der Modelliermasse steckte ich die Figuren in den Backofen. Nach dem Abkühlen malte ich ihnen noch Augen, Nasen und Münder mit Acrylfarben auf.

Ich habe die Beiden mal von allen Seiten fotografiert:

Die Männchen sind etwa 6 cm hoch.

Eicheln sind ein tolles Material zum Basteln. Im Herbst kann man sie sehr leicht finden. Da sie eine gleichmäßige ovale Form haben, können daraus ganz einfach die verschiedensten Figuren entstehen, indem man Beine, Arme oder auch Köpfe aus anderen Materialen anbringt. Hier habe ich Menschen gebastelt. Doch vor einiger Zeit hatte ich die Eicheln in Tiere verwandelt. Auch hier hatte ich mit ofenhärtender Modelliermasse gearbeitet.