Neueste Artikel

Frosch auf Stein

Ein kleiner Frosch hüpfte von Stein zu Stein. Dabei liebte er es, hin und wieder ein kleines Päuschen einzulegen und sich die Sonne auf die Haut scheinen zu lassen. Doch wenn jemand vorüberging, beeilte er sich, im hohen Gras zu verschwinden. Bis er die Gefahr nicht mehr spürte…

Vor einiger Zeit hatte ich mir eine Silikonformenbaumasse besorgt, aus der man sehr flexible Formen herstellen kann, die auch stärkere Hinterschneidungen zulassen. Jetzt wollte ich das mal ausprobieren. Ich hatte mir einen Frosch überlegt, der auf einem Stein sitzen sollte. Der Kopf wäre dann die Hinterschneidung, das heißt, bei einer recht starren Form würde man den Kopf nicht herauszubekommen. Dieser neue Silikonkautschuk ist sehr weich und dehnbar, so dass ein solcher Kopf kein Problem darstellen sollte.

Ich bastelte mir also ein Modell aus meiner grauen ofenhärtenden Modelliermasse, bei deren Verwendung ich immer erst ein Gerüst aus Draht bauen muss. Anschließend klebte ich mir ein Kästchen aus festem Karton zusammen, in dessen Mitte ich das Modell befestigte. Dann füllte ich es mit flüssigem Silikonkautschuk bis knapp unter den Rand und ließ das Ganze über Nacht stehen.

Der Silikonkautschuk war fest geworden, blieb dabei aber ziemlich weich. Die fertige Form sah nun so aus:

Diese fertige Silikonform goss ich mit einer synthetischen keramischen Gießmasse aus. Hierbei rührte ich ein weißes Pulver mit der entsprechenden Menge an Wasser an. Nach einer Wartezeit von etwa 30 Minuten konnte ich den Frosch aus der Form herausholen. Anschließend musste er noch mehrere Stunden trocknen. Der weiße unbearbeitete Frosch ist ganz oben auf dem Bild zu sehen.

Da ich den Frosch auch noch in mehreren verschiedenen Farben anmalen wollte, goss ich nacheinander weitere Frösche. Der erste wurde grün, so wie man sich einen Frosch eben vorstellt. Ich möchte ihn hier auch noch von vorne und von hinten zeigen, oben ist er von der Seite zu sehen:


Den zweiten Frosch habe ich orange angemalt:

Ich habe die Frösche mit Acryllackfarben auf Wasserbasis angemalt.

Zum Schluß habe ich noch ausprobiert, die Form mit ofenhärtender Modelliermasse zu füllen. Doch da die Form recht weich und es schwierig war, den Frosch in seinem weichen Zustand ohne Verformung herauszudrücken, stellte ich die gefüllte Form erst einmal für etwa zehn Minuten in den Backofen, da das Material der Form auch bei höheren Temperaturen beständig ist. Nach dem Abkühlen konnte ich die Figur ganz bequem aus der Form pellen. Hier und da wies die Figur kleinere Fehler auf, die ich mit frischer Modelliermasse ausbesserte. Zum Schluss kam die Figur noch einmal für 30 Minuten in den Backofen. Später habe ich sie noch mit glänzendem Klarlack überzogen. Ich habe die fertige Figur mal fotografiert:

Der Frosch ist etwa 2,5 cm hoch.

Diesen Silikonkautschuk hatte ich ja schon bei meinem kleinen Drachen verwendet. Dort hatte auch alles gut geklappt, doch die Hinterschneidungen waren hier noch nicht so groß wie bei dem Frosch. Dieser Silikonkautschuk wird wohl in Zukunft immer zum Einsatz kommen, wenn die Figuren Hinterschneidungen aufweisen, und ich keine Lust habe, eine mehrteilige Form herzustellen. Am besten lassen sich diese Formen dann mit flüssigen Gießmassen ausgießen.

Kleines Fabeltier


Ein kleines Wesen war einst auf wundersame Weise aus seiner Fabelwelt zu uns gekommen. Erst fand es alles sehr aufregend, doch schon bald plagte es furchtbares Heimweh. Ob es wohl den verborgenen Weg nach Hause finden würde? Niemand kann es wissen…

Nachdem ich schon länger keine mehrteiligen Formen mehr gebastelt hatte, war es nun mal wieder an der Zeit, eine neue Figur zu entwerfen. Eine Figur, die man mit einer zweiteiligen Silikonform ganz gut hinbekommen konnte. Und dieses Mal sollte es kein bestimmtes Tier sein, sondern eines, das es gar nicht gibt, so ähnlich wie mein kleines Monsterchen. Dabei wollte ich spontan entscheiden, wie es aussehen sollte, also erst beim Modellieren.

Für den ersten Teil der Form baute ich mir eine Platte aus Knete, die mit ihrer Oberfläche bereits die Trennlinie der Figur vorgab. Auf diese Platte modellierte ich den vorderen Teil der Figur, also den halben Kopf mit dem Gesicht, den Körper mit Bauch und Armen und einem kleinen Teddy, den das Wesen in den Armen hält und unten den vorderen Teil der Füße. Da ich die Form auch als Gießform verwenden wollte, brachte ich zum Schluß noch einige Schnüre aus Knete für die Luftkanäle an, sowie Vertiefungen für die Schlösser und einen Kegel für das Eingussloch.

Als ich mit allem zufrieden war, baute ich ein kleines Kästchen aus Karton, in das die Platte mit der halben Figur möglichst genau hineinpasste. Den schmalen Spalt zwischen Platte und Karton dichtete ich mit etwas weiterer Knete ab, so dass die flüssige Formenbaumasse nicht in den Spalt fließen konnte. Anschließend füllte ich das Kästchen mit flüssigem Silikonkautschuk bis knapp unter den Rand und ließ es über Nacht aushärten. Dann war der erste Teil fertig.

Für den zweiten Teil der Form füllte ich den ersten erst mit Knete aus und modellierte darauf den hinteren Teil der Figur. Also den Hinterkopf, den Körper mit Schwanz und die Füße, beziehungsweise die Fersen. Zum Schluss nahm ich die fertige Figur aus Knete noch mal aus der Form heraus, um zu überprüfen, ob die Figur auch dick genug war. Als ich mit ihr zufrieden war, pinselte ich den ersten Teil der Silikonform vollständig mit Trennmittel ein, drückte die Figur aus Knete wieder hinein und passte ihn in dasselbe Kästchen ein, das ich vom Gießen dieses ersten Teils noch hatte.

Dieses Kästchen füllte ich erneut mit flüssigem Silikonkautschuk, das über Nacht fest wurde. Nun entfernte ich sämtliche Knete aus den Formteilen, wie die Schnüre, die ich für die Luftkanäle angebrachte hatte. Die fertige zweiteilige Form sah nun so aus:

Ich ließ die Form noch einige Stunden liegen, bevor ich sie zum ersten Mal ausprobierte. Da ich zuletzt gute Erfahrungen mit ofenhärtender Modelliermasse gemacht hatte, wollte ich auch hier darauf zurückgreifen. Ich füllte also den einen Teil der Form vollständig, den anderen nur bis knapp unter den Rand mit der Modelliermasse und steckte beide Teile der Form mitsamt Modelliermasse für fünf Minuten in den Backofen. Nach dem Abkühlen ergänzte ich den einen Teil der Figur mit neuer Modelliermasse und setzte beide Teile zu einer Figur zusammen. Diese Figur kam nun weitere zehn Minuten in den Backofen. Zum Schluss bearbeitete ich noch den Übergang beider Teile, indem ich hier und da etwas entfernte oder neue Modelliermasse hinzufügte. Danach kam die Figur für 30 Minuten in den Backofen, um vollständig auszuhärten.

Diese Methode hatte zuletzt ganz gut funktioniert, denn nach etwa fünf Minuten ist die Masse bereits hart genug, so dass keine Details zerdrückt werden können, aber noch elastisch genug, um nicht zu brechen. Ich hatte weiße Modelliermasse verwendet, da ich die Figur noch mit Acrylfarben anmalen wollte. Ich habe mal die fertige Figur fotografiert:

Da ich diese Figur im Originalzustand erhalten wollte, bastelte ich eine zweite, ebenfalls aus weißer Modelliermasse. Diese malte ich dann mit Acrylfarben an und lackierte sie zum Schluß mit Klarlack:

Die Figur ist ganz oben von vorne zu sehen. Eigentlich ist die Figur türkisfarben, auf den Fotos kommt das eher als ein blau raus.

Das Fabelwesen ist etwa 3,5 cm hoch.

Das Tierchen sollte wie ein Fantasiewesen aussehen, nun ähnelt es aber von vorn einer kleinen Maus, weshalb ich das Hinterteil anders gestaltet habe. Niedlich ist es dennoch geworden, wie ich finde, besonders der kleine Teddy gefällt mir sehr gut. Von der Machart der Form erinnert die Figur am ehesten an mein kleines Nilpferd Nico.

Tierzeichnungen

Ein Pferd auf der Koppel freute sich über jeden, der am ihm vorüberging. Schließlich könnte derjenige etwas dabeihaben. Das Zebra im Zoo hingegen war zufrieden, wenn einige Artgenossen um ihn herum waren, die Menschen störten es nicht…

Von Zeit zu Zeit habe ich Lust, Tiere von Fotos mit Bleistift auf das Papier zu bringen. Denn es ist für mich auch sehr entspannend, man muss nicht allzu viel dabei denken. Hierfür suche ich mir immer Fotos von Tieren heraus, die ich irgendwann im Zoo oder auf Spaziergängen gemacht hatte.

Welches Tier ich schließlich zeichne, hängt davon ab, welches Foto ich finde. Als erstes fiel mir das Pferd auf der Koppel auf, ich druckte es mir in Farbe auf Kopierpapier aus. Dann nahm ich mir ein weiteres Blatt Kopierpapier und fing an, die Umrisse des Pferdes mit einem Feinminenbleistift zu skizzieren. Als ich mit dem Umriss zufrieden war, arbeitete ich mich von den Nüstern nach und nach zum Hals vor, wobei ich versuchte, dem Pferd gleich seine Plastizität zu verleihen. Hierbei benutzte ich auch nur den Feinminenbleistift.

Nachdem ich mit der Zeichnung fertig war, ließ ich sie einige Zeit liegen, bevor ich mich erneut daran setzte. Oft kann ich die Zeichnung dann noch verbessern. Das fertige Pferd sah nun so aus:


Wenig später fand ich in meiner Fotosammlung ein Zebra, das ich im heimischen Zoo fotografiert hatte. Ich wollte schon länger mal ein Zebra zeichnen, aber als ich es ausgedruckt hatte, dachte ich mir, dass es mit den Streifen ganz schön schwierig werden könnte. Dennoch nahm ich die Herausforderung an.

Auch hier wollte ich die Zeichnung auf normalem Kopierpapier anfertigen. Ebenso benutzte ich für die gesamte Zeichnung einen Feinminenbleistift. Wie beim Pferd zeichnete ich als erstes den Umriss des Zebras, mit kaum sichtbaren Linien, um so leichter ausbessern zu können. Als ich mit ihm zufrieden war, begann ich, die Streifen am Hinterteil zu malen, dann an den Hinterbeinen, am Körper, an den Vorderbeinen und zum Schluß am Kopf. Dabei versuchte ich gleich, die Plastizität herauszuarbeiten.

Nach einer Pause nahm ich die Zeichnung erneut vor und verbesserte hier und da ein wenig. Am Ende sah das Zebra so aus:

Die Zeichnungen sind etwas kleiner als ein DINA 4 Papier.

Das Zeichnen macht unheimlich viel Spaß. Immer wieder von neuem. Tiere zeichne ich am liebsten. Allerdings liegt meine letzte Bleistiftzeichnung von einem Tier, unserem Hund Lilly, schon über ein Jahr zurück. Dennoch muss ich mal wieder in den Zoo gehen, oder ich erwische ein Insekt auf der Wiese, falls ich wieder vermehrt zeichnen will. Mal sehen, was es als nächstes sein wird.

Kleine Eule aus Kupfer

Eine kleine Eule saß jede Nacht im selben Baum auf dem selben Ast. Sie liebte diesen Ort, denn von dort aus hatte sie eine wunderschöne Aussicht auf die Umgebung. Auf den kleinen Bach und die weiten Felder, die ihr zur Heimat geworden waren. Sie wusste, eines Tages würde sie hier sterben…

Heute stelle ich mal wieder einen kleinen Anhänger aus Kupfer vor. Da ich mich in letzter Zeit recht intensiv mit dem Thema Metal Clay beschäftigt hatte, ist mir hierzu wieder etwas eingefallen. Dieses Mal sollte es eine Eule werden. Wieder ein Tier, Tiere bastele ich irgendwie am liebsten. Und da ich festgestellt hatte, dass ich mit dem Metallton die besten Ergebnisse erziele, wenn ich Silikonformen verwende, wollte ich hier gleich eine Form herstellen.

Hierfür bastelte ich mir ein Modell aus ofenhärtender Modelliermasse, indem ich die Modelliermasse ausrollte, eine Eulenform mit dem Messer ausschnitt und darauf zwei Augen und einen Schnabel anbrachte. Anschließend härtete ich die Eule im Backofen. Sie sah nun so aus:

Um nun eine Silikonform herzustellen, bastelte ich ein kleines offenes Kästchen aus Karton und klebte die Eule in die Mitte des Bodens. Falls sich hier und da ein kleiner Spalt zwischen Karton und Modell gebildet hatte, dichtete ich ihn mit normaler Knetmasse ab. Dann füllte ich das Kästchen mit flüssigem Silikonkautschuk bis knapp unter den Rand. Über Nacht wurde der Kautschuk fest und ich konnte die Form aus dem Kästchen nehmen. Um zu sehen, ob mir die Form gelungen war, probierte ich sie mit goldfarbener ofenhärtender Modelliermasse aus:

Nun war die Form bereit für den Kupfer-Ton. Ich nahm etwas davon aus der Packung und drückte es in die Form, schnitt die überschüssige Masse mit dem Messer ab und ließ das Ganze mehrere Stunden trocknen. Dann konnte ich die Eule ganz bequem aus der Form nehmen. Ich glättete die Ränder noch mit einem ganz feinen Sandpapier und ließ sie weitere Zeit trocknen, bis mindestens 24 Stunden vergangen war. Auf dem folgenden Foto ist sie zu sehen:

Als die Eule vollständig trocken war, legte ich sie auf eine Mineralfaserplatte, die sich auf einer feuerfesten Unterlage befand, und brannte sie mit dem Handgasbrenner für mehrere Minuten. Zum Abkühlen warf ich sie in einen Topf mit kaltem Wasser. Dies hatte den zusätzlichen Effekt, dass sich schon mal ein erheblicher Teil von der schwarzen Oxidationsschicht ablöste:

Die restlichen schwarzen Stellen entfernte ich, indem ich die Eule für mehrere Stunden in ein Bad aus Essigessenz und Kochsalz legte:

Jetzt brauchte ich sie nur noch mit Sandpapier zu bearbeiten, um die glänzende Metalloberfläche hervorzuholen. Die fertige Eule aus Kupfer ist ganz oben zu sehen.

Die fertige Eule ist etwa 2 cm hoch. Beim Brennen ist sie etwas geschrumpft.

Ich habe nun schon einige Anhänger aus dem Metall-Ton gebastelt, die Eule ist aber die erste, für die ich am Anfang eine eigene Silikonform hergestellt hatte. Die ersten Anhänger entstanden mit Hilfe alter vorhandener Formen, und den Elefanten hatte ich erst ohne gebastelt, mir aber dann doch eine Silikonform gegossen, weil ich den Herstellungsprozess der Anhänger so einfacher finde.

Hund am Strand

Ein Hund hatte es sich am Strand im Schatten eines Sonnenschirms gemütlich gemacht. Während sein Frauchen zum Schwimmen gegangen war, passte er auf ihre Sachen auf. Hoffentlich schlief er nicht ein…

Ich habe mal wieder seit längerem einen Stempel geschnitzt. Obwohl wir noch nicht im Urlaub sind, hier aber schon Urlaubstemperaturen herrschten, ist mir diese sommerliche Urlaubsszene eingefallen. Stempel mag ich ja sehr gerne, da man das Motiv immer wieder, auch in verschiedenen Farben, falls man mehrere Stempelkissen hat, in gleicher Form auf das Papier bringen kann.

Als erstes habe ich mir die Szene, die ich mir so vorstellte, mit Bleistift auf Papier gezeichnet. Dabei achtete ich darauf, dass sie bereits die richtige Größe bekam. Als ich mit dem Motiv zufrieden war, übertrug ich es auf eine weiteres Blatt Papier. Anschließend fuhr ich jede Linie noch mal mit dem Bleistift nach, und den Hund malte ich dabei aus.

Da ich für meine Stempel nur eine große Gummiplatte habe, schnitt ich das Motiv aus und legte es auf die Platte. So konnte ich die Größe übertragen und den Stempel aus der Platte herausschneiden. Um das Motiv zu übertragen, legte ich es mit der Rückseite nach oben auf das Gummi und rieb mit dem Fingernagel darüber. Auf diese Weise färbte sich der Bleistift auf das Gummi ab.

Hier und da malte ich die Bleistiftlinie noch mal nach. Mit meinen drei Linolschnittmessern schnitt ich das Motiv aus, wobei ich mit dem feinsten anfing. Der fertige Stempel sah nun so aus, allerdings habe ich das Foto erst nach dem Stempeln gemacht:

Dann war es an der Zeit, den Stempel auszuprobieren. Ich nahm als erstes das violette Stempelkissen. nachdem ich das erste Mal gedruckt hatte, musst ich an zwei Stellen nachschneiden, da ich mit dem Abdruck nicht ganz zufrieden war. Dann passte es aber. Das Ergebnis ist ganz oben zu sehen.

Da ich auch noch weitere Stempelkissen in schönen Farben habe, habe ich natürlich diese auch ausprobiert:

Ich muss schon sagen, das Motiv in orange gefällt mir eindeutig am besten. Die Farbe passt auch sehr gut zu einem heißen flirrenden Sommertag am Strand.

Das Motiv des Stempels ist etwa 4 cm breit.

Die letzten Stempel habe ich etwa vor fünf Monaten geschnitzt. Da waren es drei verschiedene, die ich zu einem einzigen Bild zusammengesetzt hatte. dabei hatte ich den verschiedenen Motiven unterschiedliche Farben gegeben, so dass bunte Bilder entstanden. Hier ist es ein einziges Motiv, eine Szene, die ich so auch in eine Linoleumplatte hätte schneiden können.

Knuddel-Elefant aus Stoff

Ein kleiner Elefant in grau und blau war noch nie zuvor so glücklich wie jetzt. Nach langer Suche hatte er endlich einen lieben Freund gefunden und mit ihm ein kuscheliges Zuhause. Hoffentlich konnte er dort für immer bleiben…

Nachdem ich mich zuletzt mit einem Elefanten aus Kupfer-Ton beschäftigt hatte, wollte ich nun einen aus Stoff basteln. Schon früher hatte ich mal einen stehenden Elefanten genäht, nun sollte es einer mit Armen und Beinen werden, der sitzen konnte. Eben einer, der an ein Babyspielzeug erinnerte.

Ich zeichnete mit Bleistift auf Papier ein Schnittmuster mit allen nötigen unterschiedlichen Teilen, wobei ich bei jedem Teil die Anzahl notierte. Als ich damit zufrieden war, pauste ich die Teile in richtiger Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier, also drei Teile für den Kopf, vier für die Ohren, vier für den Körper, zwei für den Schwanz und jeweils sechs Teile für Arme und Beine. Nachdem ich alle Papierteile ausgeschnitten hatte, übertrug ich sie mit einem Filzstift auf die entsprechenden Fleece-Stoffe. Die Stoffteile schnitt ich wiederum aus, allerdings mit einer Nahtzugabe.

Als erstes nähte ich die Ohren, die Arme, die Beine und den Schwanz und drehte sie um. Dann setzte ich den Kopf zusammen, indem ich erst die beiden Vorderteile zusammennähte und dann daran das Hinterteil, wobei ich die beiden Ohren dazwischen platzierte. Anschließend befestigte ich die beiden Vorder- und das Rückenteil des Körpers am Kopf, dabei kamen die Arme zwischen Kopf und Vorderteile. Dann nähte ich den Körper mit drei Nähten zusammen, während ich in einer Seitennaht eine Wendeöffnung frei ließ. Zum Schluß befestigte ich das untere Teil des Körpers an den übrigen, wobei ich die Beine und den Schwanz dazwischen legte.

Nun war der Elefant soweit fertig genäht, so dass ich ihn wenden konnte. Danach stopfte ich Kopf und Körper mit Füllwatte aus und schloss die Wendeöffnung von außen. Da ich an Armen und Beinen keine Öffnungen gelassen hatte, blieben sie leer. Zum Schluss stickte ich dem Elefanten zwei Augen auf.

Da ich mit dem fertigen Elefanten nicht ganz zufrieden war, den Körper fand ich zu rund und die Beine zu lang, änderte ich auf dem Blatt Papier mit dem Schnittmuster alle Teile des Körpers und kürzte die Beine. Dann nähte ich einen neuen Elefanten. Mit ihm war ich schließlich zufrieden. Ich habe den Elefanten von vorne, von der Seite und von hinten fotografiert:

Der Elefant ist etwa 10,5 cm groß, wenn die Beine nach unten hängen.

Ich denke daran, diesen Elefanten einem kleinen Kind zu schenken. Deshalb habe ich die Augen auch gestickt. Von der Machart her würde er ganz gut zu meiner Reihe kleiner Stofftiere passen, wie mein Vögelchen oder die Krabbe, aber der Elefant ist ein wenig zu groß, wie meine Rassel-Ente. Ich habe immer wieder viel Freude beim Entwerfen kleiner Stofftiere. Dabei finde ich sehr spannend, wie es dann nach dem Stopfen aussieht. Ganz oft bin ich zufrieden, aber manchmal, so wie hier, aber auch nicht.

Elefanten-Anhänger aus Kupfer

Ein kleiner Elefant lebte glücklich und zufrieden mit seiner Herde, bis er eines Tages eingefangen und an einen Zoo verkauft wurde. Dort bewunderten ihn alle Menschen, weil er so wunderschön war. Wahrscheinlich lebt er heute noch dort…

Das Thema Metall-Ton beschäftigte mich so sehr, dass ich noch weitere Techniken für Anhänger ausprobieren wollte. Ich hatte irgendwann mal einen Stempel aus Silikonkautschuk gebastelt, den ich unbedingt ausprobieren wollte. Ich habe diesen Stempel mal fotografiert:

Für den Anhänger rollte ich nun ein wenig von dem Kupfer-Ton gleichmäßig mit meinem Acrylroller aus. Damit das möglichst gleichmäßig wurde, legte ich den Ton zwischen zwei Stapeln mit jeweils 8 Spielkarten. Anschließend drückte ich den Elefantenstempel mit etwas Druck in den Ton, so dass der Elefant gut zu sehen war. Dann schnitt ich ihn mit einem kleinen Taschenmesser aus. Zum Schluss versuchte ich, die Kanten ein wenig zu glätten. Aus einem kleinen Stück weiteren Ton bastelte ich noch einen kleinen Aufhänger. Nun ließ ich beides einige Stunden trocknen.

Als beides schön hart geworden war, klebte ich beides mit einer Mischung aus Ton und viel Wasser aneinander. Anschließend ließ ich den Anhänger wiederum ein paar Stunden trocknen, so dass insgesamt mindestens 24 Stunden vergangen waren. Der Elefanten-Anhänger sah nun so aus:

Als der Anhänger nun genügend Zeit getrocknet hatte, brannte ich ihn mit dem Handgasbrenner. Hierfür legte ich ihn auf eine Mineralfaserplatte, die auf einer feuerfesten Unterlage lag. Nach dem Abkühlen sah der Anhänger so aus:

Beim Brennen schrumpfen die Werkstücke ein wenig. Um die dunklen Stellen zu entfernen, legte ich den Elefanten nun in ein Bad aus Essigessenz und Kochsalz. Auf dem folgenden Foto ist er zu sehen:

Nun musste er nur noch mit Schleifpapier abgeschliffen werden, so dass das glänzende Kupfer zum Vorschein kam:

Ein zweiter Elefant ist mir beim Brennen angeschmolzen:

Da ich für die Herstellung weiterer Elefanten-Anhänger nicht immer wieder stempeln wollte, beschloss ich, eine Form aus Silikonkautschuk zu basteln. Hierfür drückte ich den Stempel in ofenhärtende Modelliermasse, schnitt den Elefanten aus, brachte einen runden Aufhänger an und buk das Ganze im Ofen. Um die Form gießen zu können bastelte ich ein kleines Schächtelchen aus Karton, in dessen Mitte ich den Elefanten-Anhänger aus Modelliermasse klebte. Anschließend füllte ich das Kästchen mit flüssigem Silikonkautschuk, der über Nacht fest wurde. Die fertige Form sah nun so aus:

Um mit Hilfe der Form einen Anhänger zu basteln, drückte ich den Kupfer-Ton in die Form und ließ ihn in der Form ganz durchtrocknen. Der Ton läßt sich nur dann aus der Form nehmen, wenn er ganz trocken ist. Dann folgten die gleichen Arbeitsschritte wie oben, und dann war der Anhänger endlich fertig:

Der Anhänger ist komplett 2,2 cm lang.

Der Metall-Ton läßt sich sehr gut ausrollen und mit Stempeln aller Art bearbeiten. Hierfür muss man nur die Unterlage und das Werkzeug ein wenig mit Vaseline einreiben. Da ich aber beim Ausschneiden Probleme hatte, es wurde nicht so genau, wie ich es gerne gehabt hätte, bastelte ich eine Silikonform. Außerdem hat die Form den Vorteil, dass ich später noch weitere Anhänger basteln kann, sei es als Geschenk oder falls ich einen Elefanten-Anhänger verlieren sollte. Die Arbeit mit den Silikonformen finde ich auch schön einfach, wie bei meiner Waffel mit Sahne.

Maus mit Käse

Eine kleine Maus hatte ein großes Stück Käse gefunden. Sie freute sich darüber sehr, denn solch ein Stück Käse gehörte zweifelsohne zu den Leckerbissen, die man nur selten bekam. Möglicherweise reichte es, um mehrere Tage satt zu werden…

Nachdem ich mich recht intensiv mit dem Thema Metal-Clay beschäftigt hatte, wollte ich mal wieder etwas aus Speckstein schnitzen. Ich weiß schon gar nicht mehr, wann die letzte Figur entstand. Mir schwebte da eine Maus vor, die ein Stück Käse zwischen ihren Vorderpfoten hielt.

Ich suchte mir also einen Speckstein heraus, den ich für geeignet hielt. Der war allerdings recht groß, weshalb ich mir einen kleineren Klotz daraus mit meiner Taschenmessersäge sägte. Dieser Klotz war nun ziemlich quaderförmig und einheitlich hellgrau. Aber die richtige Farbe eines Specksteins sieht man erst, wenn die Figur am Ende poliert wird.

Auf eine Seite dieses Quaders zeichnete ich zuerst die Seitenansicht der Maus. Dann sägte ich die Figur grob aus. Anschließend begann ich, die Maus von einer Seite herauszuarbeiten. Hierbei benutzte ich ein Taschenmesser und zwei verschiedene gerade Feilen. War ich mit dieser Seite einigermaßen zufrieden, kam die andere Seite an die Reihe. Oft ist es dann so, dass ich die erste Seite noch mal nachbearbeiten muss. Das kann dann mehrmals hin und her gehen, bis alles passt. So entstanden nun nacheinander der Kopf, der Oberkörper mit den Vorderpfoten und dem Käse und der Rest mit den Hinterpfoten und dem Schwanz.

Hier und da musste ich noch mit der feinen Feile nacharbeiten, doch das waren nur Kleinigkeiten. Dann war die Maus fertiggeschnitzt. Um sie zu polieren, rieb ich sie mehrmals mit einem Lederpflegemittel ein, das hauptsächlich aus Bienenwachs besteht. Nun zeigte sich die wahre Farbe des Specksteins. Das war der Moment, den ich immer am spannendsten finde. Der Stein hatte ein sehr dunkles Grau, er war fast schwarz. Am Speckstein finde ich auch schön, dass er die unterschiedlichsten Farben haben kann, dabei aber immer mit relativ einfachen Mitteln zu bearbeiten ist.

Die fertige Maus sah nun so aus:

Ich habe sie auch noch von einer Seite und von hinten fotografiert:

Die Maus ist 4,5 etwa cm hoch.

Mit Speckstein zu basteln macht mir immer großen Spaß, weil er sich leicht verarbeiten läßt, dabei immer wie ein Stein aussieht und sich auch wie einer anfühlt. Außerdem faszinieren mich die verschiedenen Farben, die das Thema Speckstein nie langweilig werden lassen. Wenn ich die Gelegenheit dazu habe, kaufe ich gleich mehrere große Steine in verschiedenen Farben, denn man kann die Steine leicht in kleine Stücke zerlegen. Wer sich dafür interessiert, wie Speckstein auch aussehen kann, der kann in die Artikel über meinen Löwen und die Schnecke reinschauen.

Waffel-Anhänger aus Kupfer

Eine kleine Waffel mit Sahnehäubchen und Orangenscheibe sah zum Anbeißen aus. Doch sie war sehr hart und die Farbe passte auch nicht so recht…

Da ich von dem Kupfer-Ton noch genug übrig und ich noch einige Ideen im Kopf hatte, beschloss ich, einen weiteren Anhänger zu basteln, bei dem alte Silikonformen zum Einsatz kommen sollten. Vor einiger Zeit entstanden verschiedene Waffeln aus ofenhärtender Modelliermasse, für die ich die Formen hergestellt hatte, wobei ich das Sahnehäubchen bereits bei meinen kleinen Kuchen verwendet hatte.

Ich suchte also die Form für die Waffel und die Form für das Sahnehäubchen heraus. Die Orangenscheibe wollte ich von Hand modellieren. Ich nahm ein wenig von dem Kupfer-Ton aus seiner Verpackung und drückte etwas davon in die Waffelform und den Rest in die Sahneform. Das Sahnehäubchen höhlte ich innen ein wenig aus, und an der Waffel befestigte ich eine kleine Öse. Wie ich nun aus Erfahrung wusste, musste ich die Masse in den Formen trocknen lassen, um sie unfallfrei aus den Formen herauszubekommen. Anschließend modellierte ich aus ganz wenig Ton eine kleine Scheibe, in die ich Striche einritzte. Auch diese Scheibe musste jetzt trocknen.

Als der Kupfer-Ton nach einigen Stunden getrocknet war, holte ich die Waffel und das Sahnehäubchen aus ihren Formen und klebte beides mit einer Mischung aus Kupfer-Ton und viel Wasser aneinander. Gleiches tat ich mit der Orangenscheibe. Nun ließ ich das Ganze wiederum einige Zeit trocknen. Die Waffel sah jetzt so aus:

Als ich mir sicher war, dass alles trocken war, legte ich die Waffel auf die Mineralfaserplatte, die bereits auf einer feuerfesten Unterlage lag, und richtete die Flamme eines Handgasbrenners für etwa zwei Minuten auf sie. Anschließend warf ich sie in einen Topf mit kaltem Wasser, wobei schon etwas von der Oxidationsschicht abblätterte. Das nächste Foto zeigt die Waffel mit der noch vorhandenen Oxidationsschicht:

Anschließend legte ich die Waffel für mehrere Stunden in eine Mischung aus Essigessenz und Salz, um die dunklen Stellen zu entfernen:

Nach der Bearbeitung mit feinem Sandpapier und einiger Zeit an der Luft sah die Waffel so aus:

Wie man auf dem Foto sehr deutlich erkennen kann, hatte das Sahnehäubchen beim Brennen einen Riß bekommen. Später fand ich heraus, dass das in diesem Fall an dem Hohlraum lag. Was eigentlich ganz logisch ist, wenn man mal darüber nachdenkt, denn heiße Luft braucht eben mehr Platz.

Da mir dieser Riß ganz und gar nich gefiel, wollte ich nun noch eine Waffel basteln, aber ohne Hohlraum im Sahnehäubchen. Die Arbeitsschritte waren jetzt die gleichen wie bei der ersten Waffel. Nur dass das Ergebnis mir hier schon wesentlich mehr zusagte:

Es hatten sich keine Riße gebildet. Beim Vergleich mit den anderen Fotos fällte einem auf, dass sie die Lage der Sahne und der Orangenscheibe ein wenig verändert hat. Auf dem Foto ganz oben ist auch die neue Waffel zu sehen.

Die fertige Waffel hat ohne Öse einen Durchmesser von 1,6 cm.

Ich hatte zuvor schon mal kleine Glücksschweinchen aus dem Kupfer-Ton gebastelt, wobei eines davon auch Riße beim Brennen bekommen hatte. Was hier die Ursache dafür war, ist mir allerdings unklar. Vielleicht hatte ich den Kupfer-Ton vorher nicht ordentlich genug durchgeknetet, so dass sich Ritzen gebildet hatten.

 

 

Kleines Drachen-Monster

Ein kleines Tierchen wusste nicht so recht, was es sein sollte. War es ein Drache, weil es Flügelchen auf dem Rücken hatte, oder war es wegen seiner spitzen Zähne eher ein Monster? Vielleicht konnte es ihm irgendwann irgendjemand sagen…

Kind 2 hatte mal wieder Geburtstag. Und da ich irgendwann damit angefangen hatte, kleine Figürchen für die Kindergeburtstage zu basteln, wollte nun Kind 2 auch dieses Mal wieder so eines. Nur durfte ich jetzt selbst entscheiden, was es darstellen sollte, denn bisher hatten die Kinder eigene Ideen.

Da ich kurz zuvor einen dreidimensionalen Drachen gegossen hatte, übernahm ich ihn einfach und übersetzte ihn in eine flachere Form. Außerdem wurde er auch ein bisschen größer. Ich schaute mir also diesen dreidimensionalen Drachen von vorne an und zeichnete einen Entwurf mit Bleistift auf Papier. Als ich mit diesem Entwurf zufrieden war, pauste ich ihn auf ein weiteres Blatt Papier und konstruierte den Boden und die vier Seiten eines Kästchens drumherum.

Diesen Bauplan für das Kästchen schnitt ich aus und übertrug ihn auf ein Stück festen Kartons. Auch diese Version schnitt ich aus. Nun faltete ich die vier Seiten des Kästchens, aus Papier und Karton, jeweils nach oben und klebte den Boden des Kästchens aus Papier auf den jeweiligen aus Karton. Anschließend konnte ich den Drachen auf den Entwurf mit Knete aufmodellieren, der sich auf dem Boden des Kästchens befand. Zum Schluß klebte ich die vier Kartonseiten zu einem Kästchen zusammen und die Papierseiten auf die Kartonseiten, so dass nun das Drachenmodell auf dem Boden des Kästchens lag. Wer jetzt Schwierigkeiten hatte, mir zu folgen, kann sich den Entstehungsprozess am Beispiel eines Nilpferdes anschauen.

Um eine Gießform herzustellen, füllte ich flüssiges Silikonkautschuk in dieses Kästchen, das über Nacht fest wurde, dabei aber elastisch blieb. Dann konnte ich die fertige Form aus dem Kästchen nehmen. Sie sah nun so aus:

Bis ich sie verwenden konnte, wartete ich noch weitere 24 Stunden. Als erstes goss ich die Form mit keramischer Gießmasse aus. Das Ergebnis ist ganz oben zu sehen. Ein weiteres Exemplar habe ich mit meinen Acryllackfarben auf Wasserbasis angemalt:

Für den Kindergeburtstag habe ich die Figuren aus eingefärbtem Polyurethan-Gießharz gegossen:

Bei einem ersten Versuch, eine Gießform herzustellen, habe ich ein anderes Silikon verwendet, das nach dem Härten viel weicher ist. Nur hatte ich hier das Problem, dass die Oberfläche der fertigen Form dort, wo die Figur war, schmierig geblieben war. Offenbar war die Knete für dieses Silikon nicht geeignet. Trotzdem hatte ich das Gießharz auch in diese Form gegossen:

Man kann den Unterschied ganz deutlich sehen. Die Formen und Linien sind nicht ganz so klar wie oben.

Da nach diesem ersten Fehlversuch das Modell aus Knete noch unversehrt war, konnte ich ganz einfach eine neue Form aus dem anderen Silikon gießen.

Das Drachen-Monster ist etwa 3 cm groß.

Wer weiß, wie lange ich noch diese Geburtstagsfiguren basteln werde. Letztes Jahr gab es zu gleicher Zeit einen kleinen Wolf. Bei dieser neuen Figur habe ich auch mal wieder etwas Neues gelernt. Man muss bei unterschiedlichen Silikonen auch unterschiedliche Materialen für die Modelle verwenden.