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Marder in schwarz

Ein Marder lag geduckt auf der Lauer. Geduldig wartete er, bis die nächste Beute in seinem Sichtfeld auftauchte. Und dann schlug er zu…

Als ich mal wieder Lust hatte, ein Tier aus Speckstein zu schnitzen, sollte es eigentlich ein kleiner Fuchs werden. Ich hatte sogar schon eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie er aussehen sollte. Dann suchte ich in meinem Vorrat nach einem passenden Stein. Die Steine waren alle natürlich viel zum groß, was nichts machte, denn normalerweise säge ich mir immer ein kleines Stück ab, das ich dann bearbeite.

Nur wollte ich in keinem dieser Steine einen Fuchs sehen. So sehr ich sie auch drehte und von allen Seiten betrachtete. Doch in einem Stein erkannte ich einen Marder im Profil. Also sägte ich ein entsprechendes Stück davon ab. Bevor ich mit der eigentlichen Arbeit begann, schaute ich mir noch ein paar Fotos von Mardern an, denn mein Marder sollte doch wenigstens so ähnlich aussehen wie ein echter Marder.

Wie immer begann ich, den Stein mit meiner groben Feile zu bearbeiten. Auf diese Weise modellierte ich das Tier von vorne nach hinten ungefähr heraus, wobei ich Beine und Ohren auch schon anlegte. Als ich mit den Proportionen zufrieden war, kamen die Feinheiten an die Reihe, wie die Augen und die Lücke zwischen den Vorderpfoten. Hierfür verwendete ich eine feine Feile und die kleine recht stumpfe Klinge meines Basteltaschenmessers.

In diesem Zustand war der Stein hellgrau. Da ich nicht mehr wusste, in welchen Farben ich die Steine zuletzt gekauft hatte, war ich schon gespannt darauf, welche Farbe er diesmal haben würde. Nachdem ich meine Arbeiten an den Details beendet hatte, und ich mit dem Tier zufrieden war, schliff ich es mit einem feinen Nassschleifpapier. Zum Schluß rieb ich es mit einem Lederpflegemittel ein. Der Marder sah nun so aus:

Und siehe da, der Stein war schwarz. Die Farbe passt nicht unbedingt zu einem Marder, aber das ist ja meistens so bei Speckstein. Ich erinnere mich da an eine Ente, die ich aus grauem Speckstein geschnitzt hatte. Dagegen passte das Grün ganz gut zu meiner Schnecke. Aber das war reiner Zufall.

Ich habe den Marder noch von anderen Seiten fotografiert:

Der Marder ist mit Schwanz etwa 9,5 cm lang.

Armkette, Teil 2

Mehrere bunte Teilchen hatten sich über kleine Ringe miteinander verbunden. Dann kamen noch Kettchen und ein Verschluss dazu, und damit sollte alles fertig sein…

Als meine gegossenen Achtecke endlich fertig getrocknet waren, beklebte ich sie nacheinander mit sehr kleinen Schnipselchen bunter Folien in verschiedenen Farben. Ich klebte sie mit Zweikomponentenkleber in die jeweiligen Vertiefungen der Achtecke, also in die Rechtecke und die Ovalen. Nachdem der Kleber über Nacht getrocknet war, konnte ich die farbigen Teilchen weiterverarbeiten.

Auf den beiden Fotos kann man die Schnipsel ganz gut erkennen. Ich habe ihre Farben so gewählt, dass der Kontrast zu den Farben der Achtecke möglichst groß ist. Im Fall des Lilas, das auf dem Orange klebt, ist es mir nicht so gut gelungen.

Als die Achtecke fertig waren, verband ich sie mit Hilfe kleiner Ringe miteinander, indem ich diese mit zwei Zangen auseinander bog, die Ösen der Achtecke darüber schob und sie wieder verschloss. Anschließend schnitt ich aus der langen Kette zwei kurze Stücke heraus, die ich über weitere Ringe an die Achtecke hängte. Dann probierte ich, ob die Länge so gut war, und entschied mich dazu, die Ketten um jeweils ein Glied zu verkürzen.

Jetzt fehlten nur noch die beiden Teile des Verschlusses. Diese verband ich nun wiederum über die kleinen Ringe mit dem Rest. Mein Armkettchen war fertig.

Ich werde es jetzt ausgiebig testen.

Ein Achteck ist 1 cm hoch und 1,3 cm breit.

Im Artikel „Armkette, Teil 1“ beschreibe ich, wie ich diese Achtecke herstelle.

Muster mit Käfern

Käfer wanderten endlos über das Papier. Ob sie wohl jemals ihr Ziel erreichen werden? Oder wenigstens irgendwo ankommen…

Vor einiger Zeit habe ich einen quadratischen Stempel geschnitzt, den man endlos aneinander reihen kann. Und da dieser vier gleichlange Seiten hat, kann man ihn auf verschiedene Arten aneinandersetzen. So etwas ähnliches wollte ich jetzt wieder machen. Dieses Mal sollte der Stempel aber nicht quadratisch, sondern rechteckig mit verschieden langen Seiten werden. Mir schwebte da was mit Käfern vor.

Wie immer begann ich mit einer Bleistiftzeichnung als Entwurf, den ich auf das Stempelgummi übertrug, indem ich sie mit der Oberseite auf das Gummi legte und über die Rückseite mit dem Daumennagel strich. Ich zeichnete die Flächen und Linien noch mal mit dem Bleistift nach und schnitt das Motiv mit Linolschnittmessern aus. Anschließend druckte ich den Stempel mit blauer Farbe auf Papier. Hierbei verwendete ich spezielles Papier mit Leinenstruktur. Der einzelne Stempelabdruck sah so aus:

Danach setzte ich mehrere Stempel neben- und untereinander:

Später wurde ich darauf hingewiesen, ob es nicht besser wäre, wenn der Käfer als Ganzes unter den Stegen herumkrabbelt. Da ich es nicht wusste, wollte ich es gleich ausprobieren. Also stempelte ich den Stempel auf ein neues Stück Gummi. Mit Bleistift malte ich nun die Veränderung und zog die Linien nach, die ich beibehalten wollte. Dieses neue Motiv schnitt ich wiederum mit meinen Linolschnittmessern aus. Ich stempelte es sogleich auf Papier, wiederum mit blauer Farbe:

Da mir das neue Motiv viel besser gefiel, probierte ich gleich aus, es auf zweierlei Arten neben- und untereinander zu setzen. Wiederum auf Papier mit Leinenstruktur und mit blauer Farbe:

Auf dem oberen Bild krabbeln alle Käfer hintereinander her, während sich auf dem unteren Bild jeweils zwei Käfer begegnen.

Da sich das Muster endlos fortsetzten lässt, kann man sich auf dieses Weis sein eigenes Geschenkpapier herstellen. Das würde dann am besten zweifarbig werden.

Das einzelne Motiv ist 5,5 cm breit und 4 cm hoch.

Der Artikel „Dekorativer Stempel“ zeigt meinen ersten Stempel, den man zu einem Muster zusammenfügen kann.

Armkette, Teil 1

Mehrere bunte Teilchen wollten zu einem Ganzen zusammengefügt werden. Ringe und Glieder einer Kette sollten hierfür dienen…

Ketten mit bunten Würfelchen haben mich zu dieser Arbeit inspiriert. Und nachdem ich schon Anhänger aus transparentem Gießharz, das ich eingefärbt hatte, gegossen hatte, reifte in mir die Idee, eine Armkette aus kleinen gegossenen farbigen Teilchen zu basteln. Diese kleinen Teilchen wollte ich mit Ösen versehen, über die ich sie mit Hilfe von Ringen miteinander verbinden wollte.

Also bastelte ich mir zuerst eine Gießform. Hierfür formte ich aus Knete zwei kleine Achtecke, das eine versah ich in der Mitte mit einem Rechteck, das andere mit einem Oval. Diese Modelle klebte ich auf Papier, aus dem ich dann ein mit Pappe verstärktes Kästchen baute. In dieses Kästchen goss ich dann flüssigen Silikon-Kautschuk, der über Nacht fest wurde. Eine genaue Beschreibung findet sich in einem Artikel unter den Anleitungen. Die fertige Gießform sah so aus:

Damit die Teilchen später zwei Ösen haben, setzte ich zwei Drähte mit jeweils zwei kleinen Ringen an den Enden in die Form. Anschließend goss ich die Form mit eingefärbtem Gießharz aus. Da ich mir sechs Teichen in sechs verschiedenen Farben vorgestellt hatte, musste ich an drei verschiedenen Tagen gießen, und das mit mehreren Tagen dazwischen, da ich die gegossenen Teilchen erst nach zwei Tagen aus der Form nehmen konnte. Diese sahen dann so aus:

Auf dem Foto kommen die Farben ein wenig zu dunkel raus. Da das Gießharz noch weitere 13 Tage trocknen muss, kann ich sie noch nicht weiterverarbeiten. Im Bastelgeschäft hatte ich mir aber schon alle Zutaten für meine Kette besorgt:

Mehrere Ringe, eine Kette und einen Verschluss. Ich bin schon gespannt, wie gut es funktionieren wird, daraus eine Kette zu basteln. Hier habe ich nochmal alle Teile zusammen fotografiert:

Wer jetzt noch wissen will, was man sonst noch so aus dem Gießharz machen kann, der kann sich die Artikel über mein Glücksschweinchen und meinen ovalen Anhänger anschauen.

Kleine bunte Fische

Zwei kleine Fische begegneten sich im großen weiten Ozean. Sie trafen sich und verstanden sich sofort. Denn sie sahen gleich, aber dennoch ganz verschieden aus…

Mit dieser spontanen Idee wollte ich meinen Zoo kleiner Tiere aus Stoff erweitern. Ich hatte bereits Fische gefilzt, jetzt wollte ich auch welche nähen, die bunt werden und weiße Glubschaugen haben sollten. Dabei sollten sie klein bleiben, denn ich liebe kleine Dinge, und außerdem sollten sie zu den anderen Tieren passen.

Ich hatte also ein ziemlich genaues Bild eines kleinen Fisches im Kopf. Nacheinander zeichnete ich alle notwendigen Teile für ein Schnittmuster mit Bleistift auf Papier. Also zwei verschiedene  Teile für den Körper, zwei Teile für zwei unterschiedliche Flossen und ein Teil für das Auge.

Anschließend pauste ich die Teile in richtiger Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt sie aus. Der Fischkörper besteht aus zwei Seitenteilen, in das die Augen eingenäht werden, und einem Teil unten, und die Flossen bestehen aus jeweils zwei Teilen. Mit Hilfe der Papierteile übertrug ich alle Fischteile auf verschiedene Fleece-Stoffe, da der Fisch ja bunt werden sollte. Diese Teile schnitt ich dann wiederum aus und begann, den Fisch zusammenzunähen.

Als erstes nähte ich die drei Flossen aus jeweils zwei Stoffteilen. Danach setzte ich die beiden Augen in die Seitenteile. Und zum Schluss nähte ich die drei Körperteile zum Körper zusammen, wobei ich die Flossen zwischen jeweils zwei Teilen befestigte. Als der Fisch fertig genäht war, drehte ich ihn um, stopfte ihn mit Füllwatte aus und verschloss das letzte Loch. Da der Fisch nun noch keine Pupillen hatte, befestigte ich an den Augen zwei kleine schwarze Perlen.

Ich habe zwei Fische in unterschiedlichen Farben gebastelt, einen eher blauen und einen eher lilafarbenen. Sie sind oben zusammen zu sehen. Daneben habe ich sie aber auch einzeln und von zwei Seiten fotografiert.

Erst den lilafarbenen:

Dann den blauen Fisch:

Und da der Fisch so schön klein ist, habe ich noch einen weiteren lilafarbenen gebastelt und daraus einen Schlüsselanhänger gemacht.

Die Fische sind etwa 6 cm lang.

Da es Fische ja in allen möglichen Farben gibt, kann man diesen Fisch natürlich auch in weiteren Farbkombinationen nähen und damit ein Aquarium füllen. Und wer jetzt noch überprüfen will, ob der Fisch zu meinen anderen Tieren passt, kann sich noch die Artikel über Eichhörnchen und Pinguine anschauen.

Bunte Eidechsen

Zwei Eidechsen sonnten sich auf einer Mauer. Aufgrund ihrer leuchtenden Farben waren sie schon von weitem zu sehen. Doch wenn man sich ihnen näherte, waren sie schnell verschwunden…

Die Eidechsen habe ich aus bunter Wolle mit der Nadel gefilzt. Nachdem ich schon länger nichts mehr gefilzt hatte, kam mir diese Idee der Eidechsen. Ich habe ja Filzwolle in mehreren verschiedenen leuchtenden Farben, da dachte ich mir, ich könnte gleich mehrere Eidechsen basteln. Letztendlich wurden es dann zwar nur zwei, aber es wären noch weitere denkbar gewesen. Aber schließlich muss ich auch andere Dinge machen.

Ich zeichnete einen Entwurf mit Bleistift auf Papier, und zwar eine schlängelnde Eidechse im Ganzen. Die Eidechse sollte mit Hilfe von Schablonen entstehen, erst aus dem Körper, an dem dann die Beine angeflitzt werden sollten. Also pauste ich den Körper und jeweils ein Vorder- und ein Hinterbein getrennt voneinander auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt die drei Formen aus. Anschließend übertrug ich sie auf zwei Stücke Moosgummi und schnitt sie wiederum aus, so dass zwei Schablonen entstanden, eine für den Körper und eine für die Beine.

Zuerst filzte ich die pinkfarbene Eidechse. Ich begann mit dem Körper. Dabei legte ich immer wieder neue Wolle auf die Schablone für den Körper und stach mehrmals mit der Filznadel auf sie ein. In gleicher Weise und mit Wolle in der gleichen Farbe filzte ich nacheinander die vier Beine, die ich an einer Seite unverfilzt ließ, um sie am Körper befestigen zu können. Anschließend nadelte ich die Beine fest an den Körper. Jetzt war die Eidechse fast fertig. Zum Schluß bekam sie noch Augen und eine Verzierung am Rücken.

Mit Hilfe der selben Schablone fertigte ich eine zweite Eidechse in grün an. Und obwohl es die selben Schablonen waren, wurde sie ein wenig größer. Das Filzen ist eben eine Handarbeit.

Hier habe ich die beiden Eidechsen noch mal einzeln fotografiert:

Die Eidechsen sind etwa 9 cm lang.

Wer jetzt noch wissen will, welche anderen Tiere ich gefilzt habe, kann sich die Artikel über Fische, Pinguine und Äffchen ansehen.

 

Grüßendes Erdmännchen

Ein kleines Erdmännchen saß auf einem Hügel und beobachtete die Umgebung. Dabei schickte es liebe Grüße in alle Welt…

Ich wollte ja Dinge gießen, ohne vorher eine aufwändige Gießformen au Silikonkautschuk zu basteln. Denn ich hatte festgestellt, dass Gießformen aus Knete vollkommen ausreichten. Zumindest dann, wenn man nur ein Exemplar gießen wollte, da die Knete doch recht instabil ist. Und wenn das, was man gießen möchte, recht einfach ist.

Also hatte ich mir überlegt, kleine Platten mit Motiv zu gießen. Als erstes hatte ich mehrere Gebrauchsgegenstände in Knete gedrückt und so ein Bild gestaltet. Das Ergebnis ist unter dem Artikel Rote Blume zu sehen. Dieses Mal wollte ich das Motiv anders erzeugen.

Ich nahm also die Knete, drückte sie flach und schnitt ein Rechteck daraus aus. Zuvor hatte ich einen Entwurf auf Papier gezeichnet. Mit Hilfe eines spitzen Bleistifts übertrug ich diesen Entwurf auf die Platte aus Knete. Anschließend fuhr ich die schwachen Linien mit einem etwas stumpferen Bleistift nach, um breitere Linien zu bekommen. Als das Erdmännchen auf seinem Hügel saß, fügte ich noch die Buchstaben hinzu, natürlich spiegelverkehrt.

Das Motiv war nun fertig, und ich bastelte einen Rand außen herum, der etwas höher stand. Das Ganze sah nun so aus:

Das war also meine fertige Gießform, die ich mit Polyurethan-Gießharz ausgoss. Und weil das dieses Mal so gut geklappt hat, habe ich gleich noch mal ein Exemplar hergestellt, bevor ich die Form wieder kaputt machte. Eines der beiden Gießlinge ist auf folgendem Foto zu sehen:

Ein Bild ließ ich so, das andere habe ich mit meinen Acryllackfarben auf Wasserbasis angemalt. Das angemalte ist ganz oben auf dem Foto abgebildet.

Die gegossene Platte mit dem Erdmännchen ist etwa 5 cm breit und etwa 7 cm hoch.

 

Sitzender Affe

Ein Affe saß im Tierpark und spielte mit ein paar Schachteln aus Karton. Was der Affe wohl sonst noch so brauchte, um glücklich zu sein…

Vor kurzem waren wir wieder für einige Tage bei meiner Mutter. Und da ich etwas für mein kreatives Wohlbefinden mitnehmen wollte, packte ich meine Zeichenstifte und Papier ein. Und ein paar Tierfotos zur Inspiration. Denn diese Dinge kann man immer und überall mit dabei haben. Zudem hatte ich schon länger nichts mehr gezeichnet und somit war es auch mal wieder Zeit, sich bei einer Zeichnung zu entspannen.

Aus den Fotos suchte ich mir eines mit einem Affen heraus, das ich im Tierpark in München gemacht hatte. Der Affe saß dort auf einem Felsen, vor ihm langen mehrere Kartons, die wahrscheinlich zum Spielen gedacht waren. Ich fand das Foto so schön, weil der Affe darauf direkt in die Kamera blickt und dabei eine unheimliche Ruhe ausstrahlt.

Ich nahm als ein Blatt meines guten Zeichenpapiers und skizzierte die Umrisslinien des Affen mitsamt Vordergrund und Felsen. Als ich damit zufrieden war, fing ich beim Kopf an, das Tier plastisch herauszuarbeiten. Dabei versuchte ich, so wenige Flächen wie möglich, zu schwärzen und viele Stellen weiß zu lassen. Ich arbeitete mich von oben nach unten durch. Den Felsen, auf dem der Affe sitzt, und den Karton im Vordergrund ließ ich schemenhaft.

Für die gesamte Zeichnung verwendete ich nur einen Stift, meinen Feinminenbleistift. Mit ihm kann man sowohl sehr feine Linien zeichnen als auch größere Flächen schwärzen, da ich den Stift mit recht weichen Minen gefüttert habe.

Ich habe den Affen auf Zeichenpapier im DINA4-Format gezeichnet.

Anhänger mit Quadrat

Einige rechteckige Formen hatten es sich auf einer ovalen Scheibe bequem gemacht. Dort leuchteten sie in Kontrastfarben zum Oval..

Vor einiger Zeit hatte ich ein transparentes Gießharz entdeckt, das stoßfest und stabil gegenüber UV-Strahlen ist. Also testete ich es in meiner Schmuckanhänger-Gießerei, denn schließlich muss so ein Schmuckstück auch so einiges aushalten. Den letzten Anhänger, den es bereits aus Beton gab, goss ich zu diesem Zweck aus dem transparenten Gießharz. Und ich muss schon sagen, das Material ist super. Ich trage diesen Anhänger nun seit drei Wochen, und bislang ist kein Kratzer zu sehen.

Deshalb wollte ich weitere Anhänger aus diesem Gießharz gießen. Und dieses Mal habe ich einen Anhänger entworfen, der ausschließlich daraus gegossen werden sollte. Ich zeichnete also einen Entwurf, mir schwebte wieder ein Anhänger vor, in den kleinere Elemente eingesetzt werden sollten.  Anschließend modellierte aus Knete ein Modell, mit dessen Hilfe ich eine Gießform aus Silikonkautschuk bastelte. Wie das geht, zeige ich in einem Artikel unter den Anleitungen.

Als dann diese erste Gießform fertig war, goss ich sie mit Beton aus und ließ den Beton 24 Stunden trocknen. Dieser Anhänger aus Beton hatte nun die Vertiefungen, in die später die Rechtecke eingesetzt werden sollten. Mit Hilfe dieser Vertiefungen formte ich aus Knete diese Rechtecke, so dass sie genau hineinpassten. Ich habe mal ein Foto von dem Betonanhänger mit den Rechtecken aus Knete gemacht:

Die Rechteckmodelle aus Knete benötigte ich nun dafür, um eine zweite Gießform zu basteln. Als diese auch fertig war, groß ich die Form des Anhängers mit transparent eingefärbtem Gießharz aus, und in die Form der Rechtecke füllte ich Gießharz, das ich mit opaquen Farbtönen, also nichtdurchsichtigen, eingefärbt hatte. Es gibt Harzabtönfarben, die transparent sind und andere, die undurchsichtig sind. Je nachdem, welche Farbe genommen wird, bleibt das Harz transparent oder es wird undurchsichtig.

All diese Teile konnte ich nach zwei Tagen herausnehmen, und nach einer Wartezeit von weiteren 13 Tagen konnte ich den Anhänger zusammenbauen. Auf die oberste Vertiefung klebte ich kleine Schnipsel einer farbigen Verpackungsfolie, und in die anderen kamen die gegossenen Rechtecke. Zum Schluß malte ich die gebogene Rille mit einem Acryllack auf Wasserbasis an. Und nachdem ich einen Ring daran befestigt hatte, konnte ich ein Lederband hindurchziehen. Das Ergebnis ist oben auf dem Foto zu sehen.

Hier habe ich den fertigen Anhänger noch mal gegen das Licht fotografiert, um zu zeigen, das er transparent ist:

Hierbei werden die Elemente auf dem Anhänger allerdings ziemlich dunkel.

Der Anhänger ist etwa 5,5 cm hoch.

Den quadratischen Anhänger mit dem Auge, der auch transparent ist, hatte ich blau eingefärbt.

Drachenkind

Ein kleines Drachenkind freute sich riesig auf seine erste Flugstunde. Bald würde es das können, wovon die großen Drachen schwärmten…

Da der Geburtstag von Kind 2 naht, habe ich wieder eine kleine Figur gebastelt, die jeder Geburtstagsgast bekommen soll. Dieses Mal hat sich das Kind einen Drachen gewünscht. Also habe ich zuerst einen Drachen auf Papier gezeichnet und diesen dem Kind gezeigt. Das Kind war zufrieden und ich konnte nun loslegen.

Ich pauste den Entwurf auf ein weiteres Blatt Papier und bastelte ein kleines Kästchen drumherum, das ich mit Pappe verstärkte. Auf diesen Entwurf modellierte ich anschließend das Drachenmodell aus Knete, indem ich die Knete mit Kleber auf dem Papier fixierte. Als ich mit dem Modell zufrieden war, baute ich das Kästchen endgültig zusammen und übergoss das Modell mit flüssigem Silikonkautschuk. Das Ganze ließ ich über Nacht stehen. Am nächsten Tag war der Siliokonkautschuk fest geworden und ich konnte die fertige Gießform aus dem Kästchen aus Pappe herausnehmen. Den Herstellungsprozess für die Gießform habe ich hier jetzt nicht näher ausgeführt, da ich unter den Anleitungen einen Artikel geschrieben habe, der ihn genau erklärt.

Nach einer Wartezeit von insgesamt etwa 48 Stunden konnte ich die Form zum ersten Mal mit Polyurethan-Gießharz ausgießen. Ich goss gleich mehrere Exemplare, denn eines davon wollte ich anmalen. Der fertige Drache, so wie er aus der Form kam, sah so aus:

Das fest gewordene Polyurethan-Gießharz ist elfenbeinfarben. Einen der Drachen habe ich dann am nächsten Tag mit meinen Acrylharzlacken auf Wasserbasis angemalt. Er ist auf dem Foto ganz oben zu sehen. Hier habe ich aber noch mal beide Drachen zusammen fotografiert, um sie im Vergleich zu zeigen:

Der Drache ist etwa 4 cm lang.

Für den Kindergeburtstag werde ich das Gießharz mit einer Harzabtönfarbe einfärben. Ich soll dann auch die Augen und Flügel anmalen.

Zum gleichen Zweck hatte ich schon mal einen Drachen gebastelt, der aber ganz anders und irgendwie erwachsener aussieht. Er ist hier zu sehen.