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Ziffy, der Zahlenzauberer

Ziffy ist ein wahrer Zahlenzauberer. Mit Freude zeigt er Kindern die aufregende und spannende Welt der Mathematik. Und bringt dabei vielleicht deren Augen zum Leuchten…

Heute stelle ich hier ein Buch vor. Eine Freundin von mir hat ein Mathebuch für Kinder geschrieben. Es soll für Kinder zwischen neun und zwölf Jahren sein, die Mathematik mögen und sich damit auch in der Freizeit beschäftigen wollen. Die Hauptperson des Buches ist Ziffy, der in dem Land Mathematika wohnt.

Ziffy zeigt den Kindern Zaubertricks, erzählt Geschichten über antike Fundstücke und berühmte Mathematiker, bäckt Kekse, spielt Spiele, bastelt und gibt Rätsel auf. Dabei hat alles einen Bezug zur Mathematik. Ziffy beweist dabei, dass Mathematik eben keine trockene Wissenschaft ist, sondern auch sehr spannend sein kann, und in vielen Bereich des Alltags wichtig ist.

Ich möchte natürlich nicht nur meiner Freundin einen Gefallen tun, indem ich das Buch vorstelle, sondern mir auch. Denn ich habe die Illustrationen für das Bauch gezeichnet. Die Freundin hatte bereits mit dem Verlag gesprochen, und es hieß, sie hätten keine Illustratoren und sie müsse sich selbst jemanden suchen, der die Zeichnungen für das Buch macht. Dabei hatte sie an mich gedacht, weil ich viel bastele und ganz gut zeichnen kann, und mich gefragt.

Da ich die ganze Sache sehr aufregend fand, und mir der Gedanke gefiel, meine Zeichnungen in einem Buch zu sehen, das man kaufen kann, habe ich sofort „ja“ gesagt. Wer weiß, wann das nächste Mal wieder so eine Gelegenheit an meine Tür klopft?

Die Zeichnungen auf dem Titel sind auch von mir. Auf dem Hut steht übrigens mein Name. Um das besser sehen zu können, habe ich das Buch mal von näher fotografiert:

Jetzt habe ich schon einiges über das Buch erzählt, nun sollt Ihr auch einen Blick in das Buch werfen können:

Im rechten Sessel sitzt Ziffy, der sich gerade mit Leo unterhält. Worüber sie miteinander sprechen, kann man im Buch nachlesen.

Ich bin schon ganz gespannt, wie oft sich das unser Werk verkauft oder ob es sich überhaupt verkaufen läßt. Das ist wahrlich aufregend. Neben dem Buch existiert bereits eine Internetseite, die über https://www.ziffy-der-zahlenzauberer.de besucht werden kann. Das alles ist auch für Eltern und Lehrer interessant.

Stadtansichten in Bleistift

Dinge wurden von Menschen auf die Straße gerollt und verharrten dort, bis sie von den gleichen oder anderen Menschen wieder abgeholt wurden. Das konnte Tage oder nur einige Stunden dauern. Bis in alle Ewigkeit sollten sie dort nie stehen…

Wenn ich mit meinem Hund durch die Straßen meiner Stadt spazieren gehe, habe ich ganz oft mein Mobiltelefon dabei, um mit ihm schöne oder merkwürdige Szenen einzufangen. Vor kurzem hatte ich das Zeichnen wiederentdeckt, und erst Tiere und dann Menschen gemalt. Nun dachte ich mir, da mir das Zeichnen so viel Freude bereitete, man könnte doch auch mal die ein oder andere Szene malen. Ich stellte mir das ein wenig einfacher vor als die Sache mit den Portraits, da man das Motiv nicht allzu genau abbilden muss. Bei den Portraits möchte ich ja auch, dass sie ihren Vorbildern recht ähnlich sehen, was unter Umständen ziemlich anstrengend ist.

Ich zog also mit Hund und Mobiltelefon durch mein Viertel und hielt Ausschau nach dem Besonderen. Vorher hatte ich die Idee, ein Fahrrad zu zeichnen. Also macht ich viele Fotos von verschiedenen Fahrrädern, um mir dann das beste heraussuchen zu können. Und ich suchte eben auch nach dem Besonderen. Dabei fiel mir ein Stuhl mit Rollen auf, der auf dem Gehweg stand. Auf ihm befand sich ein alter Teppich, und beides stellte wohl Sperrmüll dar. Ich beschloss, den Stuhl als erstes zu malen, und machte ein Foto.

Zuhause fing ich mit einer groben Skizze an. Ich zeichnete also den Umriss des Stuhls und des Teppichs darauf, und skizzierte den Hintergrund mit wenigen Strichen. Als ich mit dieser Skizze zufrieden war, arbeitete ich zuerst den Stuhl von oben bis unten plastisch aus, dann den Teppich, und zum Schluss gab ich dem Hintergrund ein wenig Struktur. Beim Abzeichnen hatte ich das Foto die ganze Zeit über nur auf meinem Mobiltelefon.

Das Endergebnis ist auf dem folgenden Foto zu sehen:

Ein paar Tage später zeichnete ich eines der vielen Fahrräder ab, die ich in der Stadt fotografiert hatte. Die Vorgehensweise war hier genauso wie beim Stuhl, nur dass ich auf die Hintergrundgestaltung verzichtete. Ich fand, das Fahrrad würde sonst ein wenig untergehen, weshalb ich nur ein bisschen Fußboden gezeichnet habe:

Bei beiden Zeichnungen habe ich nur einen Stift verwendet, einen Feinminenbleistift mit einer Mine der Breite 0,5 mm und der Härte 2B.

Die beiden Zeichnungen sind etwas kleiner als DINA5.

Ich muss schon sagen, das Zeichnen kann schon richtig süchtig machen, besonders die Portraits machen glücklich, auch gerade weil sie schwierig sind. Doch momentan habe ich gar nicht so viel Zeit zum Zeichnen, denn es steht ein Wintermarkt an, für den ich noch weihnachtliche oder winterliche Sachen basteln muss. Das nächste Mal versuche ich mich möglicherweise an einem Baum oder einer anderen Pflanze, was als Zeichnung bestimmt auch gut aussieht.

Portraitzeichnungen

Köpfe wollten mit Bleistift auf das Papier gebannt werden. Köpfe von berühmten noch lebenden Persönlichkeiten. Für die Ewigkeit, auf dass sie niemals in Vergessenheit geraten sollten…

Es gab eine Zeit, als ich sehr gerne und wie besessen Portraits gezeichnet habe. Ich hatte ein kleines Skizzenbuch, und auf jede leere Seite kam eine neue Zeichnung. Manchmal täglich, dann lag wieder ein Jahr oder mehr dazwischen. Meistens waren es Schauspieler, deren Fotos ich im Internet gefunden hatte. Ich zeichnete also, bis das Buch voll war. Das letzte Portrait im Buch entstand vor etwa 10 Jahren. Danach habe vielleicht noch ein oder zwei Kinderportraits angefertigt. Bis ich Jahre später Spaß daran gefunden hatte, Tiere zu malen.

Jetzt bin ich nun seit einem Jahr bei Instagram recht aktiv, ich sehe mir sehr gerne an, was andere Leute kreativ so machen. So sind mir auch einige Bleistiftzeichnungen von Menschen aufgefallen, die mir wieder meine Lust am Portraitzeichnen geweckt haben.

Nun musste ich mir natürlich überlegen, wen ich jetzt darstellen wollte. Es sollte niemand sein, den ich schon einmal gezeichnet hatte. Dabei fielen eine Menge deutscher und internationaler Schauspieler weg, und die Beatles, deren Fotos in einem Buch waren. Da ich sehr gerne Musik höre, und ganz besonders die Musik der britischen Band Muse, kam ich schnell auf den Sänger der Band, Matthew Bellamy.

Ein geeignetes Foto war schnell im Internet gefunden, und ich druckte es mir in Farbe aus. Dann begann ich, zu zeichnen. Ich skizzierte als erstes den Umriss des Gesichts, in den ich grob die Augen mit Brauen und die Nase platzierte. Dann arbeitete ich das Gesicht plastisch mit allen Schatten aus. Dabei ging ich von oben nach unten vor, ich fing also bei der Stirn an, zeichnete dann die Augen, die Nase und den Mund und zuletzt schraffierte ich das Kinn. Als ich mit dem Gesicht zufrieden war, wobei ich mir den Mund ein zweites Mal vorgenommen hatte, weil mir das Gesicht nicht ähnlich genug vorkam, malte ich die Ohren, die Haare, den Hals und am Schluss das Hemd.

Nachdem ich das fertige Portrait noch einmal für einige Zeit liegen gelassen hatte, besserte ich hier und da noch einmal aus und fixierte die Zeichnung mit einem Haarspray, so dass man sie nicht mehr verwischen konnte. Das Endergebnis ist hier auf dem Foto zu sehen:

Weil mir das Zeichnen großen Spaß gemacht hat, zeichnete ich kurze Zeit später ein weiteres Portrait. Auf Matthew Perry bin ich gestoßen, da ich einen Bericht über das 25-jährige Jubiläum der amerikanischen Sitcom Friends im Radio gehört hatte. Außerdem gefiel mir, dass er den gleichen Vornamen trägt wie der Sänger von Muse.

Auch hier suchte ich mir ein passendes Bild im Internet, druckte es mir aber nicht aus, sondern zeichnete direkt vom Bildschirm meines Mobiltelefons ab. Das ging erstaunlich gut. Bei diesem Portrait ging ich ganz genauso vor wie bei dem anderen. Und hier ist das Ergebnis:

Beide Portraits habe ich mit einem Feinminenbleistift der Breite 0,5 mm und der Bleistifthärte 2B auf Zeichenpapier gezeichnet. Sie sind etwas kleiner als DINA 4.

Ich bin ganz zufrieden mit den Arbeiten. Es war allerdings ziemlich anstrengend, es so hinzubekommen, dass die Zeichnungen den lebenden Personen ähnlich sehen, und sie auch zu erkennen sind. Man selbst kann am Ende gar nicht richtig beurteilen, ob das dann so ist oder nicht. Aber ich denke, sie sind ganz gut getroffen. Wenn man fremde Tiere im Zoo malt, ist dieser Punkt gar nicht so wichtig, man muss also beim Zeichnen nicht so genau sein, Hauptsache, man erkennt, was es für ein Tier sein soll, wie bei meinem Elefanten und meinem Löwen.

Kleine Monster

Zwei kleine Monster waren vom Lastwagen gefallen. Der Lastwagen hätte sie von der Monsterfabrik in das Spielwarengeschäft bringen sollen, wo sie auf liebe Kinder warten konnten. Nun waren die beiden aber allein und mussten sich die lieben Kinder selbst suchen…

Dieses Jahr kam eine eine neuartige ofenhärtende Modelliermasse auf den Markt, die nach dem Härten wie Leder aussehen soll. Diese musste ich natürlich auch ausprobieren. Deshalb kaufte ich sie mir in drei verschiedenen Farben. Im Internet habe ich erst hier und da ein wenig gelesen, wie man sie verarbeiten kann. Dabei hat mir das Besticken und Nähen am besten gefallen.

Ich überlegte mir also ein Motiv mit relativ einfachen Formen. Dabei fiel mir recht schnell dieses Monster ein, das ich mit Garn in zwei verschiedenen Farben gestalten wollte. Als erstes zeichnete ich mir einen Entwurf mit Bleistift auf Papier. Ich habe ihn mal fotografiert:

Als ich mit dem Entwurf zufrieden war, pauste ich ihn auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt ihn aus. Ich hatte nun die Modelliermasse in drei verschiedenen Farben, in blau, pink und dunkelbraun. Die Monster sollten vorne blau oder pink und hinten braun sein. Von jeder Farbe rollte ich ein wenig Masse dünn aus und übertrug den Entwurf auf sie, jeweils einmal auf die blaue und die pinkfarbene, und zweimal auf die braune. Auf den beiden Vorderseiten markierte ich mit einem Zahnstocher Augen, Mund und Herz und Linien mit kleinem Abstand zum Rand, die auch die Rückseiten bekamen. Anschließend schnitt ich alle vier Teile aus der Modelliermasse aus, fuhr alle Linien noch mal nach, und buk die Monster eine halbe Stunde im Backofen.

Danach waren alle Teile fest geworden, blieben dabei aber noch biegsam. Auf die Monstervorderseiten stickte ich mit hellgrünem Garn die Augen, den Mund und das Herz entlang der vertieften Linien auf. Danach setzte ich die Monster aus Vorder- und Rückseiten zusammen und nähte mit orangenem Garn entlang der Linien, die sich mit geringem Abstand zum Rand befanden. Danach waren sie endlich fertig.

Ich habe die beiden Monster einzeln von vorne und von hinten fotografiert:

Die braunen Teile hatte ich mit einem Aufhänger ausgeschnitten, so dass man aus den Monstern Schlüsselanhänger machen kann.

Die Monster sind etwa 6 cm breit und 4,5 cm hoch.

Es hat wirklich großen Spaß gemacht, mit dem neuen Material zu nähen. Obwohl es recht anstrengend war, mit der Nadel durch die Platten zu kommen. Ich hatte die Modelliermasse etwa 2 mm dick ausgerollt. Gut gefallen hat mir auch die Struktur der Oberfläche, die wirklich wie Leder aussieht. Und das farbige Garn passt gut dazu. Mal sehen, was ich sonst noch aus der Modelliermasse basteln werde.

Ein herbstlicher Linoldruck

Langsam fingen die Blätter an, von den Bäumen zu fallen. Es war nun Herbst geworden und das Jahr sollte sich dem Ende neigen. Ein besonders hübsches Blatt hatte sich in einiger Entfernung zum Baum auf die Erde niedergelegt…

Da der Herbst bereits angefangen hat, habe ich mir gedacht, mache ich doch ein passendes Bild zur Jahreszeit, also ein Herbstbild. Und da es schon etwas länger her war, seitdem ich das letzte Mal eine Linoleumplatte bearbeitet hatte, sollte es diesmal wieder ein Druck werden. Dabei hatte ich mir schon mal vorgestellt, einen Bereich des Schwarz-weiß-Drucks mit Buntstiften farbig hervorzuheben. Deshalb war das Motiv auch schnell gefunden.

Ich zeichnete also mit Bleistift einen Entwurf auf das Papier und malte dabei die Stellen, die später im Druck schwarz werden sollten, besonders dunkel aus. Ich habe den Entwurf mal fotografiert:

Wie man erkennen kann, habe ich bei dem Blatt im Vordergrund mehrere Positionen für die Adern ausprobiert. Als ich mit dem Entwurf zufrieden war, pauste ich ihn auf ein weiteres Blatt Papier und zeichnete hier alle Linien kräftig nach. Danach schnitt ich ihn rundherum aus. Ich übertrug das richtige Format auf die große Linoleumplatte, indem ich das ausgeschnittene Motiv mit der Bildseite nach unten auf die Platte legte. Anschließend schnitt ich mir die Linoleumplatte mit einem Messer zurecht.

Um das Motiv auf die Platte zu übertragen, legte ich es wiederum mit der Bildseite nach unten auf die Platte und fuhr mit dem Fingernagel über die Rückseite. Nach Abheben des Papiers konnte man die Linien ganz gut auf der Platte erkennen. Allerdings malte ich sie nochmal mit dem Bleistift nach. Jetzt konnte ich mit dem Schneiden beginnen.

Ich habe ja drei verschiedene Messer in unterschiedlichen Größen. Wie immer fing ich auch hier mit dem feinsten an und fuhr erst die Umrisslinien entlang, bevor ich die Rillen im Baum und die Adern in den kleinen Blättern hineinschnitt, und an den Adern des großen Blatts im Vordergrund entlangfuhr. Dann nahm ich das mittlere und zum Schluß das größte Messer, um alle Flächen, die im Druck weiß erscheinen sollten, herauszuschneiden. Die fertige Platte sah nun so aus:

Dann machte ich einen ersten Probedruck. Hierfür färbte ich die Platte mit schwarzer Farbe mit Hilfe einer Walze ein, legte ein weißes Papier darauf und bearbeitete die Rückseite des Papiers mit einem Falzbein, um die Farbe in das Papier zu reiben. Dann hob ich das Blatt vorsichtig ab. Zum ersten Mal musste ich die Platte nicht nacharbeiten, denn ich war mit dem Ergebnis zufrieden:

Ich fertigte weitere Drucke an, um mir dann den schönsten zum Kolorieren heraussuchen zu können. Die Drucke mussten nun mehrere Stunden trocknen.

Als sie trocken waren, suchte ich mir einen heraus und malte das große Blatt im Vordergrund mit meinen Buntstiften an. Dabei versuchte ich, schöne Farbübergänge hinzubekommen. Das Ergebnis ist hier zu sehen:

Das Motiv ist 9,5 cm breit und 12,5 cm hoch.

Meine Linolschnitte haben immer die gleiche Größe. Ich schneide die einzelnen Platten aus einer großen Platte heraus. Wenn ich dann mehrere gleichgroße Platten in einer Reihe herausgeschnitten habe, bleibt immer weniger übrig, so dass sich kleinere Linolschnitte ergeben. Das letzte Mal habe ich aber einen Schnitt angefertigt, der genauso groß war wie dieser hier. Es war ein Weihnachtsmotiv, das ich auf einem Markt als Weihnachtskarte verkauft habe.

Kleines grünes Krokodil

Ein kleines Krokodil erkundete mit seinem besten Freund die Welt um sich herum. Jeden Tag ein bisschen mehr. Ohne Angst und Sorgen um die Zukunft. Denn irgendwann musste es auf eigenen Füssen stehen…

Nach der Krabbe wollte ich ein weiteres ungewöhnlicheres Tier nähen. Mir schwebte da schon seit längerem ein Krokodil vor, das ich in zwei verschiedenen Grüntönen gestalten wollte. Jetzt sollte es umgesetzt werden. Und es sollte in etwa so groß werden wie meine anderen kleinen Tiere und diese Reihe fortsetzen.

Ich zeichnete also mit Bleistift auf Papier ein Schnittmuster mit allen verschiedenen Teilen, wobei ich jedes Teil einzeln zeichnete und dabei die Anzahl der nötigen Teile aus Stoff notierte. Die vier Beine etwa wollte ich alle gleich machen, also bekam das Schnittmuster nur ein Beinteil, um aber alle Beine nähen zu können, benötigte ich acht Teile aus Stoff. Der Kopf und der Körper sollte jeweils aus drei Teilen bestehen, wobei am Körper zwei Stoffteile mit Zacken angebracht werden sollten, und die Augen jeweils aus zwei.

Als ich damit zufrieden war, pauste ich alle Teile in richtiger Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt sie aus. Dann legte ich sie auf die richtigen Stoffe und übertrug sie. Das Krokodil sollte oben hellgrün und unten dunkelgrün werden, die Augen weiß und dunkelgrün. Die Teile aus Stoff schnitt ich wiederum aus.

Als erstes nähte ich die beiden Augen und die vier Beine und drehte sie um. Dann nahm ich mir den Körper vor. Zwischen den beiden oberen Teilen des Körpers befestigte ich die grünen Zacken und nähte sie zu einem oberen Teil zusammen, das ich dann mit dem unteren Teil zum Körper vervollständigte, wobei ich die vier Beine zwischen die Naht setzte und eine kleine Wendeöffnung offen ließ. Anschließend befestigte ich die Teile des Kopfes am Körper und nähte sie aneinander. Auch hier ließ ich ein Stückchen offen, und zwar an der gleichen Stelle wie am Körper.

Dann drehte ich das Krokodil um, stopfte es aus und verschloss die Wendeöffnung von außen. Zum Schluß nähte ich die beiden Augen mit dem Matratzenstich am Kopf fest und versah sie mit zwei Perlen als Pupillen. Das fertige Krokodil sah nun so aus:

Und von vorne und von hinten:

Wenig später nähte ich noch ein zweites Krokodil. Ich nähe fast immer zwei Exemplare, um das Schnittmuster noch ein weiteres Mal zu testen. Beide sind ganz oben nebeneinander zu sehen.

Das Krokodil ist etwa 10 cm lang.

Nach all den eher niedlichen Tieren habe ich mit Krabbe und Krokodil Tiere gebastelt, die in der Natur eher ungemütlich sind. Krabben sind meistens harmlos, aber einem Krokodil möchte ich nicht begegnen. Auf jeden Fall setzen sie die Reihe kleiner Tiere fort. Und ich finde, dass sie auch eher niedlich geworden sind, und nicht furchteinflößend.

Frosch auf Stein

Ein kleiner Frosch hüpfte von Stein zu Stein. Dabei liebte er es, hin und wieder ein kleines Päuschen einzulegen und sich die Sonne auf die Haut scheinen zu lassen. Doch wenn jemand vorüberging, beeilte er sich, im hohen Gras zu verschwinden. Bis er die Gefahr nicht mehr spürte…

Vor einiger Zeit hatte ich mir eine Silikonformenbaumasse besorgt, aus der man sehr flexible Formen herstellen kann, die auch stärkere Hinterschneidungen zulassen. Jetzt wollte ich das mal ausprobieren. Ich hatte mir einen Frosch überlegt, der auf einem Stein sitzen sollte. Der Kopf wäre dann die Hinterschneidung, das heißt, bei einer recht starren Form würde man den Kopf nicht herauszubekommen. Dieser neue Silikonkautschuk ist sehr weich und dehnbar, so dass ein solcher Kopf kein Problem darstellen sollte.

Ich bastelte mir also ein Modell aus meiner grauen ofenhärtenden Modelliermasse, bei deren Verwendung ich immer erst ein Gerüst aus Draht bauen muss. Anschließend klebte ich mir ein Kästchen aus festem Karton zusammen, in dessen Mitte ich das Modell befestigte. Dann füllte ich es mit flüssigem Silikonkautschuk bis knapp unter den Rand und ließ das Ganze über Nacht stehen.

Der Silikonkautschuk war fest geworden, blieb dabei aber ziemlich weich. Die fertige Form sah nun so aus:

Diese fertige Silikonform goss ich mit einer synthetischen keramischen Gießmasse aus. Hierbei rührte ich ein weißes Pulver mit der entsprechenden Menge an Wasser an. Nach einer Wartezeit von etwa 30 Minuten konnte ich den Frosch aus der Form herausholen. Anschließend musste er noch mehrere Stunden trocknen. Der weiße unbearbeitete Frosch ist ganz oben auf dem Bild zu sehen.

Da ich den Frosch auch noch in mehreren verschiedenen Farben anmalen wollte, goss ich nacheinander weitere Frösche. Der erste wurde grün, so wie man sich einen Frosch eben vorstellt. Ich möchte ihn hier auch noch von vorne und von hinten zeigen, oben ist er von der Seite zu sehen:


Den zweiten Frosch habe ich orange angemalt:

Ich habe die Frösche mit Acryllackfarben auf Wasserbasis angemalt.

Zum Schluß habe ich noch ausprobiert, die Form mit ofenhärtender Modelliermasse zu füllen. Doch da die Form recht weich und es schwierig war, den Frosch in seinem weichen Zustand ohne Verformung herauszudrücken, stellte ich die gefüllte Form erst einmal für etwa zehn Minuten in den Backofen, da das Material der Form auch bei höheren Temperaturen beständig ist. Nach dem Abkühlen konnte ich die Figur ganz bequem aus der Form pellen. Hier und da wies die Figur kleinere Fehler auf, die ich mit frischer Modelliermasse ausbesserte. Zum Schluss kam die Figur noch einmal für 30 Minuten in den Backofen. Später habe ich sie noch mit glänzendem Klarlack überzogen. Ich habe die fertige Figur mal fotografiert:

Der Frosch ist etwa 2,5 cm hoch.

Diesen Silikonkautschuk hatte ich ja schon bei meinem kleinen Drachen verwendet. Dort hatte auch alles gut geklappt, doch die Hinterschneidungen waren hier noch nicht so groß wie bei dem Frosch. Dieser Silikonkautschuk wird wohl in Zukunft immer zum Einsatz kommen, wenn die Figuren Hinterschneidungen aufweisen, und ich keine Lust habe, eine mehrteilige Form herzustellen. Am besten lassen sich diese Formen dann mit flüssigen Gießmassen ausgießen.

Kleines Fabeltier


Ein kleines Wesen war einst auf wundersame Weise aus seiner Fabelwelt zu uns gekommen. Erst fand es alles sehr aufregend, doch schon bald plagte es furchtbares Heimweh. Ob es wohl den verborgenen Weg nach Hause finden würde? Niemand kann es wissen…

Nachdem ich schon länger keine mehrteiligen Formen mehr gebastelt hatte, war es nun mal wieder an der Zeit, eine neue Figur zu entwerfen. Eine Figur, die man mit einer zweiteiligen Silikonform ganz gut hinbekommen konnte. Und dieses Mal sollte es kein bestimmtes Tier sein, sondern eines, das es gar nicht gibt, so ähnlich wie mein kleines Monsterchen. Dabei wollte ich spontan entscheiden, wie es aussehen sollte, also erst beim Modellieren.

Für den ersten Teil der Form baute ich mir eine Platte aus Knete, die mit ihrer Oberfläche bereits die Trennlinie der Figur vorgab. Auf diese Platte modellierte ich den vorderen Teil der Figur, also den halben Kopf mit dem Gesicht, den Körper mit Bauch und Armen und einem kleinen Teddy, den das Wesen in den Armen hält und unten den vorderen Teil der Füße. Da ich die Form auch als Gießform verwenden wollte, brachte ich zum Schluß noch einige Schnüre aus Knete für die Luftkanäle an, sowie Vertiefungen für die Schlösser und einen Kegel für das Eingussloch.

Als ich mit allem zufrieden war, baute ich ein kleines Kästchen aus Karton, in das die Platte mit der halben Figur möglichst genau hineinpasste. Den schmalen Spalt zwischen Platte und Karton dichtete ich mit etwas weiterer Knete ab, so dass die flüssige Formenbaumasse nicht in den Spalt fließen konnte. Anschließend füllte ich das Kästchen mit flüssigem Silikonkautschuk bis knapp unter den Rand und ließ es über Nacht aushärten. Dann war der erste Teil fertig.

Für den zweiten Teil der Form füllte ich den ersten erst mit Knete aus und modellierte darauf den hinteren Teil der Figur. Also den Hinterkopf, den Körper mit Schwanz und die Füße, beziehungsweise die Fersen. Zum Schluss nahm ich die fertige Figur aus Knete noch mal aus der Form heraus, um zu überprüfen, ob die Figur auch dick genug war. Als ich mit ihr zufrieden war, pinselte ich den ersten Teil der Silikonform vollständig mit Trennmittel ein, drückte die Figur aus Knete wieder hinein und passte ihn in dasselbe Kästchen ein, das ich vom Gießen dieses ersten Teils noch hatte.

Dieses Kästchen füllte ich erneut mit flüssigem Silikonkautschuk, das über Nacht fest wurde. Nun entfernte ich sämtliche Knete aus den Formteilen, wie die Schnüre, die ich für die Luftkanäle angebrachte hatte. Die fertige zweiteilige Form sah nun so aus:

Ich ließ die Form noch einige Stunden liegen, bevor ich sie zum ersten Mal ausprobierte. Da ich zuletzt gute Erfahrungen mit ofenhärtender Modelliermasse gemacht hatte, wollte ich auch hier darauf zurückgreifen. Ich füllte also den einen Teil der Form vollständig, den anderen nur bis knapp unter den Rand mit der Modelliermasse und steckte beide Teile der Form mitsamt Modelliermasse für fünf Minuten in den Backofen. Nach dem Abkühlen ergänzte ich den einen Teil der Figur mit neuer Modelliermasse und setzte beide Teile zu einer Figur zusammen. Diese Figur kam nun weitere zehn Minuten in den Backofen. Zum Schluss bearbeitete ich noch den Übergang beider Teile, indem ich hier und da etwas entfernte oder neue Modelliermasse hinzufügte. Danach kam die Figur für 30 Minuten in den Backofen, um vollständig auszuhärten.

Diese Methode hatte zuletzt ganz gut funktioniert, denn nach etwa fünf Minuten ist die Masse bereits hart genug, so dass keine Details zerdrückt werden können, aber noch elastisch genug, um nicht zu brechen. Ich hatte weiße Modelliermasse verwendet, da ich die Figur noch mit Acrylfarben anmalen wollte. Ich habe mal die fertige Figur fotografiert:

Da ich diese Figur im Originalzustand erhalten wollte, bastelte ich eine zweite, ebenfalls aus weißer Modelliermasse. Diese malte ich dann mit Acrylfarben an und lackierte sie zum Schluß mit Klarlack:

Die Figur ist ganz oben von vorne zu sehen. Eigentlich ist die Figur türkisfarben, auf den Fotos kommt das eher als ein blau raus.

Das Fabelwesen ist etwa 3,5 cm hoch.

Das Tierchen sollte wie ein Fantasiewesen aussehen, nun ähnelt es aber von vorn einer kleinen Maus, weshalb ich das Hinterteil anders gestaltet habe. Niedlich ist es dennoch geworden, wie ich finde, besonders der kleine Teddy gefällt mir sehr gut. Von der Machart der Form erinnert die Figur am ehesten an mein kleines Nilpferd Nico.

Tierzeichnungen

Ein Pferd auf der Koppel freute sich über jeden, der am ihm vorüberging. Schließlich könnte derjenige etwas dabeihaben. Das Zebra im Zoo hingegen war zufrieden, wenn einige Artgenossen um ihn herum waren, die Menschen störten es nicht…

Von Zeit zu Zeit habe ich Lust, Tiere von Fotos mit Bleistift auf das Papier zu bringen. Denn es ist für mich auch sehr entspannend, man muss nicht allzu viel dabei denken. Hierfür suche ich mir immer Fotos von Tieren heraus, die ich irgendwann im Zoo oder auf Spaziergängen gemacht hatte.

Welches Tier ich schließlich zeichne, hängt davon ab, welches Foto ich finde. Als erstes fiel mir das Pferd auf der Koppel auf, ich druckte es mir in Farbe auf Kopierpapier aus. Dann nahm ich mir ein weiteres Blatt Kopierpapier und fing an, die Umrisse des Pferdes mit einem Feinminenbleistift zu skizzieren. Als ich mit dem Umriss zufrieden war, arbeitete ich mich von den Nüstern nach und nach zum Hals vor, wobei ich versuchte, dem Pferd gleich seine Plastizität zu verleihen. Hierbei benutzte ich auch nur den Feinminenbleistift.

Nachdem ich mit der Zeichnung fertig war, ließ ich sie einige Zeit liegen, bevor ich mich erneut daran setzte. Oft kann ich die Zeichnung dann noch verbessern. Das fertige Pferd sah nun so aus:


Wenig später fand ich in meiner Fotosammlung ein Zebra, das ich im heimischen Zoo fotografiert hatte. Ich wollte schon länger mal ein Zebra zeichnen, aber als ich es ausgedruckt hatte, dachte ich mir, dass es mit den Streifen ganz schön schwierig werden könnte. Dennoch nahm ich die Herausforderung an.

Auch hier wollte ich die Zeichnung auf normalem Kopierpapier anfertigen. Ebenso benutzte ich für die gesamte Zeichnung einen Feinminenbleistift. Wie beim Pferd zeichnete ich als erstes den Umriss des Zebras, mit kaum sichtbaren Linien, um so leichter ausbessern zu können. Als ich mit ihm zufrieden war, begann ich, die Streifen am Hinterteil zu malen, dann an den Hinterbeinen, am Körper, an den Vorderbeinen und zum Schluß am Kopf. Dabei versuchte ich gleich, die Plastizität herauszuarbeiten.

Nach einer Pause nahm ich die Zeichnung erneut vor und verbesserte hier und da ein wenig. Am Ende sah das Zebra so aus:

Die Zeichnungen sind etwas kleiner als ein DINA 4 Papier.

Das Zeichnen macht unheimlich viel Spaß. Immer wieder von neuem. Tiere zeichne ich am liebsten. Allerdings liegt meine letzte Bleistiftzeichnung von einem Tier, unserem Hund Lilly, schon über ein Jahr zurück. Dennoch muss ich mal wieder in den Zoo gehen, oder ich erwische ein Insekt auf der Wiese, falls ich wieder vermehrt zeichnen will. Mal sehen, was es als nächstes sein wird.

Kleine Eule aus Kupfer

Eine kleine Eule saß jede Nacht im selben Baum auf dem selben Ast. Sie liebte diesen Ort, denn von dort aus hatte sie eine wunderschöne Aussicht auf die Umgebung. Auf den kleinen Bach und die weiten Felder, die ihr zur Heimat geworden waren. Sie wusste, eines Tages würde sie hier sterben…

Heute stelle ich mal wieder einen kleinen Anhänger aus Kupfer vor. Da ich mich in letzter Zeit recht intensiv mit dem Thema Metal Clay beschäftigt hatte, ist mir hierzu wieder etwas eingefallen. Dieses Mal sollte es eine Eule werden. Wieder ein Tier, Tiere bastele ich irgendwie am liebsten. Und da ich festgestellt hatte, dass ich mit dem Metallton die besten Ergebnisse erziele, wenn ich Silikonformen verwende, wollte ich hier gleich eine Form herstellen.

Hierfür bastelte ich mir ein Modell aus ofenhärtender Modelliermasse, indem ich die Modelliermasse ausrollte, eine Eulenform mit dem Messer ausschnitt und darauf zwei Augen und einen Schnabel anbrachte. Anschließend härtete ich die Eule im Backofen. Sie sah nun so aus:

Um nun eine Silikonform herzustellen, bastelte ich ein kleines offenes Kästchen aus Karton und klebte die Eule in die Mitte des Bodens. Falls sich hier und da ein kleiner Spalt zwischen Karton und Modell gebildet hatte, dichtete ich ihn mit normaler Knetmasse ab. Dann füllte ich das Kästchen mit flüssigem Silikonkautschuk bis knapp unter den Rand. Über Nacht wurde der Kautschuk fest und ich konnte die Form aus dem Kästchen nehmen. Um zu sehen, ob mir die Form gelungen war, probierte ich sie mit goldfarbener ofenhärtender Modelliermasse aus:

Nun war die Form bereit für den Kupfer-Ton. Ich nahm etwas davon aus der Packung und drückte es in die Form, schnitt die überschüssige Masse mit dem Messer ab und ließ das Ganze mehrere Stunden trocknen. Dann konnte ich die Eule ganz bequem aus der Form nehmen. Ich glättete die Ränder noch mit einem ganz feinen Sandpapier und ließ sie weitere Zeit trocknen, bis mindestens 24 Stunden vergangen war. Auf dem folgenden Foto ist sie zu sehen:

Als die Eule vollständig trocken war, legte ich sie auf eine Mineralfaserplatte, die sich auf einer feuerfesten Unterlage befand, und brannte sie mit dem Handgasbrenner für mehrere Minuten. Zum Abkühlen warf ich sie in einen Topf mit kaltem Wasser. Dies hatte den zusätzlichen Effekt, dass sich schon mal ein erheblicher Teil von der schwarzen Oxidationsschicht ablöste:

Die restlichen schwarzen Stellen entfernte ich, indem ich die Eule für mehrere Stunden in ein Bad aus Essigessenz und Kochsalz legte:

Jetzt brauchte ich sie nur noch mit Sandpapier zu bearbeiten, um die glänzende Metalloberfläche hervorzuholen. Die fertige Eule aus Kupfer ist ganz oben zu sehen.

Die fertige Eule ist etwa 2 cm hoch. Beim Brennen ist sie etwas geschrumpft.

Ich habe nun schon einige Anhänger aus dem Metall-Ton gebastelt, die Eule ist aber die erste, für die ich am Anfang eine eigene Silikonform hergestellt hatte. Die ersten Anhänger entstanden mit Hilfe alter vorhandener Formen, und den Elefanten hatte ich erst ohne gebastelt, mir aber dann doch eine Silikonform gegossen, weil ich den Herstellungsprozess der Anhänger so einfacher finde.