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Armkette mit Puzzleteilen

Mehrere Puzzleteile wollten nicht so recht aneinanderpassen. Vielleicht sahen sie sich untereinander auch zu ähnlich. Und da es nicht von selber klappte, wurden sie mit Gewalt und über Ringe zusammengefügt…

Da ich Neonfarben liebe, habe ich mir vor kurzem ofenhärtende Modelliermasse in verschiedenen Neontönen gekauft. Und da ich schon immer neonfarbenen Schmuck tragen wollte, wollte ich nun alle sechs Farben in einem Schmuckstück verarbeiten. Es sollte auch dieses Mal eine Armkette sein, bei der die einzelnen Glieder über mehrfach gedrehte Ringe miteinander verbunden werden sollten.

Die Glieder sollten nicht allzu kompliziert und eher schnörkellos sein. Ich hatte in letzter Zeit viel gepuzzelt, und da kam ich auf die Idee, eine Kette aus Puzzleteilen zu basteln. Weil die Puzzleteile alle gleich aussehen sollten, wollte ich mir eine Form aus Silikon herstellen. Hierzu rollte ich ofenhärtende Modelliermasse aus, aus der ich zwei verschiedene Puzzleteile ausschnitt. Nachdem ich diese noch ein wenig nachbearbeitet hatte, härtete ich sie im Backofen. Nach dem Abkühlen waren die Modelle für die Form fertig.

Ich bastelte mir ein kleines Kästchen aus Karton, auf dessen Boden ich beide Modelle klebte. Auf dem folgenden Foto sind die Modelle in ihrem Kästchen zu sehen, nachdem ich die fertige Form entnommen hatte:

Anschließend füllte ich das geschlossene Kästchen mit den beiden Modellen mit flüssigem Silikonkautschuk bis knapp unter den Rand. Am nächsten Tag war das Silokonkautschuk fest und die Silkonform fertig, und ich konnte sie aus dem Kästchen nehmen. Sie sah so aus:

Ich überlegte mir, auf welche Weise ich die Glieder miteinander verbinden konnte, und entschied mich dafür, nur das linke Puzzleteil zu verwenden. Also stellte ich mir sechs Puzzleteile in verschiedenen Farben her, die ich erst mal im Backofen härtete. Anschließend drehte ich mir aus Schmuckdraht für jedes Puzzleteil drei Ösen, die ich mit Modelliermasse einer anderen Farbe an den Puzzleteilen befestigte. Nun kamen die Teile erneut in den Ofen. Nach dem Abkühlen lackierte ich sie mit einem Glanzlack.

Während der Lack vollständig trocknete, drehte ich mir aus dem Draht mit Hilfe einer Kettelzange mehrere große und weniger kleine Ringe. Ich verband jeweils zwei Puzzleteile mit zwei kleinen Ringen miteinander, und diese Paare untereinander mit jeweils zwei kleinen und einem großen Ring. Auf dem folgendem Bild ist das ganz gut zu sehen:

Aus den restlichen großen Ringen bastelte ich mir zwei Ketten, die ich an den beiden Enden der Puzzlekette über jeweils einen kleinen Ring befestigte. An eine Seite kam noch ein kleiner Haken, über den ich die Kette dann schließen wollte. Das folgende Foto zeigt ihn:

Zum Schluss habe ich noch die ganze Kette fotografiert:

Ein Puzzleteil ist etwa 1,5 cm mal 2 cm groß.

Die Armkette mit den Puzzleteilen ist nun schon die zweite Kette, die ich aus der ofenhärtenden Modelliermasse in Neonfarben gebastelt hatte. Die erste war die Kette mit den Blumen, wobei ich hier aber erst nur drei Farben hatte. Die knalligen Farben finde ich super, und man kann mit ihnen und den Puzzleteilen bestimmt noch andere Schmuckstücke herstellen.

Gießharz mit Naturmaterialien

Getrocknete Pflanzenteile und gewöhnliche Steine erstrahlten im neuen Glanz. Eingebettet in klarem Gießharz würden sie auf ewig gleich aussehen und niemals ihre natürliche Schönheit verlieren…

Kind 1 hatte auf dem Schulhof eine tote Hummel gefunden und wollte sie in Gießharz einbetten, weil es sie sehr schön fand. Nachdem ich aber gelesen hatte, dass Tiere vor dem Einbetten in Gießharz aufwändig präpariert werden müssen, schlug ich vor, es erst einmal mit Steinen, Muscheln oder getrockneten Blättern zu versuchen. Daraufhin zog das Kind los, um Steine zu sammeln.

Auch ich wollte mir das eine oder andere eingießen, da ich es noch nie probiert hatte. Hierfür bestellte ich mir im Internet geeignete Gießformen, die dem aggressiven Gießharz standhielten. Denn meine eigenen Formen aus Silikon müssen mit einem Schutzmittel eingestrichen werden, das dazu führt, dass die Oberfläche der Gließlinge matt wird und nicht durchsichtig ist. Hier müsste ich sie dann polieren, was mir bislang nicht gelungen ist.

Zum Eingießen fand ich ein kleines Schneckenhaus, ein Stück Rinde, ein getrocknetes Blütenblatt, getrocknete Beeren, Steine und einen Rosendorn. Ich hatte noch altes Epoxidharz, das als erstes zum Einsatz kam. Hierbei mischt man zwei Komponenten zusammen. Eine der beiden Komponenten hatte sich gelblich verfärbt, da ich das Harz schon länger nicht mehr gebraucht hatte. Zum Einbetten der Gegenstände goss ich erst etwas Harz in die Formen, legte nach einem Tag die Objekte hinein und füllte die Formen anschließend bis zum Rand. Das Blütenblatt und die Rinde kamen immer nach oben, so dass ich sie immer wieder nach unten drücken musste. Irgendwann blieben sie dann unten, da das Harz zäh geworden war.

Nach zwei Tagen konnte ich die Gießlinge aus der Form nehmen und nach weiteren zwölf Tagen waren sie fertig. Die ersten Ergebnisse habe ich hier fotografiert:

Man kann auf den Bildern ganz gut erkennen, dass das Harz leicht gelblich ist. Für weitere Versuche besorgte ich dann neues Gießharz, das dann farblos sein sollte. Hierbei ging ich genauso vor wie beim ersten Mal. Das Harz war nun glasklar und farblos:

Die Gießlinge sind zwischen 3 und 5 cm groß.

Leider kommen die Objekte im Gießharz auf den Fotos nicht so schön raus, wie sie tatsächlich sind. Das Gießharz weist kleine Luftblasen auf, was ich aber nicht schlimm finde. Das war ein ganz netter Versuch, ich werde das so aber nicht weiterführen, sondern mal kleine Objekte aus ofenhärtender Modelliermasse eingießen. Möglicherweise kann man so Schmuckanhänger basteln.

Kleiner Vogel mit Buntstiften

Ein kleiner Vogel war durch ein offenes Fenster geflogen und fand in dem winzigen Raum auf einem Tisch einen Behälter mit bunten Stiften. Interessiert hüpfte er ganz dicht heran. Die Stifte gefielen ihm sehr, aber einer hatte es ihm besonders angetan. Welche Farbe dieser Stift wohl hatte…

Nach den vielen Näharbeiten, ich hatte in letzter Zeit mein Warensortiment für diverse Märkte in Bezug auf Stofftiere wieder aufgefüllt, hatte ich mal wieder Lust, etwas Kleines und Schnelles zu modellieren. Dabei kam mir ein bunter Vogel in den Sinn. Und da ich meinen Figuren immer gerne etwas dazustelle, wollte ich ihm einen Behälter mit verschiedenen Stiften geben. Der Vogel sollte dabei einen der Stifte im Schnabel tragen.

Als erstes modellierte ich den Vogel. Hierfür formte ich aus violetter ofenhärtender Modelliermasse den Körper und den Kopf des Vogels am Stück. Nacheinander drückte ich zwei Füße, zwei Flügel und einen Schwanz am Körper an und versuchte die Ansatzstellen jeweils mit dem Zahnstocher zu bearbeiten, so dass die angesetzten Teile nicht mehr abfallen konnten. Anschließend formte ich einen geöffneten Schnabel und befestigte ihn am Kopf. Für die Augen drückte ich zwei weiße Kügelchen am Kopf fest und für die Pupillen kamen darauf zwei noch kleinere schwarze Kügelchen.

Als zweites bastelte ich den Behälter aus einer runden Bodenplatte und einer rechteckigen Platte, die ich rundherum am Boden befestigte. Für die Stifte rollte ich hellbraune Modelliermasse zu dünnen Würsten aus, die ich mit andersfarbigen Platten aus Modelliermasse ummantelte. Ganz oben formte ich die braune Masse jeweils zu einer Spitze, auf die ich ein Kügelchen aus Masse der entsprechenden Stiftfarbe drückte. Dann platzierte ich vier der fertigen Stifte im Behälter und drückte den fünften in den offenen Schnabel des Vogels. Zum Schluss kam alles zum Härten in den Ofen.

Ich habe den Vogel mal einzeln von mehreren Seiten fotografiert:

Und hier ist der Behälter mit den Stiften, auch einzeln:

Der Vogel ist etwa 3 cm hoch.

Ich bastele immer wieder gern zwischendurch kleine Figuren, meistens sind es Tiere, aus ofenhärtender Modelliermasse. Denn sie gehen recht schnell und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Zuletzt habe ich ein kleines Monsterchen mit Nudeln modelliert.

Porträt eines Hundes in Bleistift

Der kleine weiße Hund lag auf dem Sofa und hatte bis soeben geschlafen. Er sah so aus, als ob er das gleich wieder tun wollte. Denn Hunde schliefen viel…

Da ich wieder Lust dazu hatte, wollte ich etwas zeichnen. Vor allem aber brauchen meine Zeichnungen nicht allzu lange, und dieses Mal sollte es etwas schneller gehen, da ich bis zu meinem nächsten Artikel nicht soviel Zeit hatte. An meinen Stofftieren sitze ich gut und gerne ein paar Tage, besonders dann, wenn das Schnittmuster nicht von Anfang an passt. Außerdem habe ich hin und wieder ein wenig Abwechslung gern. Und eine schnellere Bleistiftzeichnung macht Spaß und erfüllt diesen Zweck voll und ganz.

Vor ein paar Tagen hatte ich unseren Hund auf dem Sofa fotografiert. Abends schläft er immer da, und manchmal wacht er zwischendrin auf und blickt einen an. Dann muss man schnell sein, wenn man ein schönes Foto von ihm machen möchte. Ich hatte Glück, und eines der Bilder ist gut geworden, so dass ich es abzeichnen konnte.

Ich nahm mir also ein Blatt meines guten Zeichenpapiers und skizzierte grob die Umrisse, wobei ich die Lage der Nase und der Augen festlegte. Sie sahen so aus:

Dann arbeitete ich den Kopf von links unten nach rechts oben plastisch aus. Ich habe die Zeichnung in unterschiedlichen Stadien fotografiert:

Als ich mit dem Kopf fertig war, zeichnete ich noch einen kleinen Teil des Körpers:

Dann ließ ich die Zeichnung für ein paar Stunden liegen, um sie mir später noch einmal anzuschauen. Ich mache das mit allen meinen Zeichnungen, da ich so Abstand zu meinen Arbeiten gewinne, und sie anschließend verbessern kann. Also tat ich es auch hier. Nach einiger Zeit betrachtete ich erneut mein Hundeporträt und fand hier und da noch eine Stelle, die ich verändern wollte. Als ich diese überarbeitet hatte, signierte ich die Zeichnung und fixierte sie. Ich habe das fertige Porträt fotografiert:

Ich habe hier mit meinem Feinminenbleistift der Stärke 0,5 mm und mit 2B Minen gezeichnet. Mit ihm kann man sehr feine Linien erzielen. Da der Hund ein weißes Fell hat, habe ich an den meisten Stellen nicht so fest aufgedrückt, so dass die Linien recht hell geblieben sind.

Die Zeichnung ist etwa 13 cm breit und etwa 12 cm hoch.

Meistens fotografiere ich die Objekte, die ich zeichnen will, vorher. Das hat den Vorteil, dass ich sie nicht liegen lassen muss, wenn eine Zeichnung mal länger dauert. Bei Tieren sollte es sogar erfolgen, da sie sich bewegen und nicht stillhalten. Das macht ein Abzeichnen schwierig. Und unser Hund bewegt sich auch im Schlaf. Die Blüte, die ich zuletzt gezeichnet hatte, habe ich auch fotografiert, weil sie an einem Strauch hing und ich sie erst später malen wollte.

Linolschnitt mit Viren

Winzige gefährliche Viren befielen von Tag zu Tag immer mehr Menschen, die daraufhin erkrankten. Manche starben sogar. Die klugen Menschen suchten nach einem Gegenmittel, und hoffentlich fanden sie es bald…

Da das Coronavirus überall auf der Welt wütete, und täglich in den Nachrichten darüber berichtet wurde, war es allgegenwärtig. Deshalb dachte ich mir, ich könnte es in es in einer meiner Arbeiten eine Hauptrolle spielen lassen. Recht spontan kam mir eine Idee für ein Motiv, das sich sehr gut mit dem Linolschnitt verwirklichen ließ. Was ich nur begrüßen konnte, da ich schon länger keinen Linolschnitt mehr gemacht hatte.

Ich zeichnete also meine Idee auf ein Blatt Papier, so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Da ich nicht ganz zufrieden war, besserte ich den Entwurf an einer Stelle aus. Was gar kein Problem war, da ich ihn mit Bleistift gezeichnet hatte. Der endgültige Entwurf sah nun so aus:

Als ich mit dem Entwurf zufrieden war, versuchte ich, ihn auf die Linoleumplatte zu übertragen, indem ich ihn mit der Oberseite nach unten auf die Platte legte und mit dem Daumennagel über die Rückseite fuhr. Leider klappte es diesmal nicht sehr gut, weshalb ich das Motiv größtenteils nachzeichnen musste.

Anschließend schnitt ich das Motiv mit meinen Linolschnittmessern aus, indem ich zuerst die Konturen mit dem feinsten Messer freischnitt, diese dann mit dem mittleren Messer nachfuhr und die Flächen mit dem breitesten freilegte. Die Linoleumplatte war nun für den Druck fertig. Hier ist sie zu sehen:

Um zu drucken, verteilte ich grüne Linoldruckfarbe mit einer kleinen Walze dünn und gleichmäßig auf der Platte. Dann legte ich ein Blatt Papier darauf und fuhr mit dem Falzbein kräftig darüber. Zum Schluss zog ich das Papier vorsichtig wieder ab und legte es zum Trocknen auf den Fußboden. Ich wiederholte den Druckvorgang einige Male. Eines der besten Ergebnisse ist hier zu sehen:

Für eine weitere Serie versuchte ich, zweifarbige Drucke herzustellen. Da ich nur eine einzige Platte geschnitzt hatte, musste ich nun nur einen Teil der Platte mit Farbe einrollen, was mir mehr schlecht als recht gelang. Ich druckte vier solcher Exemplare. Als die Farbe getrocknet war, verteilte ich eine andere Farbe auf der Schrift in der Platte und legte die halbfertigen Drucke nacheinander auf die Platte. Einen fertigen und vollständigen Druck habe ich hier fotografiert:

Die Schrift stößt hier nicht vollständig an den Rand oben. Außerdem ist das „S“ der Schrift dunkler, da ich es teilweise mit grüner Farbe angestrichen hatte. In Zukunft werde ich hier wohl wieder mehrere Platten schneiden.

Da mir das Motiv sehr gut gefallen hat, wollte ich es auch auf Stoff mit Stofffarben drucken in etwas veränderter Form. Hierfür habe ich eine Schablone aus Folie für einen Siebdruck angefertigt. Wie ich so einen Siebdruck mache, erkläre ich genauer beim „Siebdruck mit Kreisen und Quadrat“. Auf dem folgenden Foto ist das Ergebnis zu sehen:

Der Stoff hier war nicht blau, sondern weiß. Auf dem Foto kommt das leider nicht raus.

Der Linolschnitt ist etwa 13 cm breit und etwa 9,5 cm hoch.

Den Linoldruck auf Papier mag ich sehr, auf Stoff funktioniert er, wie ich finde, nicht so gut. Auf Stoff liefert mir der Siebdruck die besten Ergebnisse. Trotzdem macht mir der Linoldruck immer wieder Spaß, zumal ich mit der Technik mehrere Exemplare herstellen kann. Zuletzt habe ich eine Kinderkarte mit einem Elefanten gedruckt.

Sehr kleine Nilpferde aus Stoff

Zwei kleine Nilpferde hatten sich gefunden und wollten sich niemals wieder trennen. Sie schworen sich ewige Treue, bis eines von ihnen sterben würde. So gut verstanden sie sich, und das sollte auch für immer so bleiben…

Ich hatte gerade erst die lilafarbenen Nilpferde zu Ende gebastelt, da kam ich auf die Idee, das Nilpferd-Schnittmuster zu verkleinern. Vor einigen Jahren schon hatte ich kleine Hunde aus Stoff für einen Schlüsselanhänger genäht, und die neuen Nilpferde sollten in etwa dieselbe Größe erhalten.

Also scannte ich das Nilpferd-Schnittmuster der normalen Größe ein und druckte das Dokument verkleinert aus. Die meisten Teile ließ ich, wie sie waren, nur bei dem Seitenteil des Körpers verzichtete ich auf den Abnäher, weil er mir einfach zu winzig erschien. Das ganz kleine Nilpferd wollte ich aus verschiedenen Baumwollstoffen basteln, da mir die Fleece-Stoffe für die Größe als ungeeignet erschienen. Hierfür suchte ich mir einen braunkarierten, einen rosafarbenen und einen schwarzen Stoff heraus.

Ich pauste die einzelnen Teile des Stoffmusters in richtiger Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt sie aus. Diese Papierteile übertrug ich auf die entsprechenden Stoffe und schnitt die Stoffteile ebenfalls aus. Beim Nähen des sehr kleinen Nilpferdes ging ich genauso vor, wie beim lilafarbenen etwas größeren. Wen interessiert, wie ich es genäht habe, kann dort nachlesen. Allerdings bekam das ganz kleine Nilpferd noch eine Schlaufe zwischen die Rückennaht, und das Wenden des Tieres war hier auch weitaus kniffliger. Und am Schluss nach dem Stopfen stickte ich Augen und Nasenlöcher nicht auf, sondern nähte entsprechende Perlen an.

Das fertige Nilpferd habe ich mal von verschiedenen Seiten fotografiert:

Und wie immer bastelte ich mir ein zweites kleines Nilpferd. Beide Nilpferde sind ganz oben zusammen zu sehen. Genau gleich sind sie nicht geworden, aber das ist ja bei Handarbeit immer so.

Das Nilpferd ist mit Ohren etwa 6 cm hoch.

Da ich schon einmal einen ganz kleinen Hund aus Stoff genäht hatte, hatte es mich gereizt, wieder so ein kleines Tier zu basteln, das auf seinen vier Beinen steht. Allerdings war der Hund einfacher zu nähen. Manchmal ist es schon ziemlich schwierig etwas so Kleines zu nähen, und man braucht auch eine Menge Geduld, aber das Ergebnis entschädigt voll und ganz für sämtliche Strapazen beim Basteln.

Kleine lila Nilpferde aus Stoff

Ein kleines Nilpferd irrte ganz allein in der Welt umher. Es hatte seine Mutter verloren und nicht wiedergefunden. Hungrig, einsam und tieftraurig schlief es irgendwann ein. Als es am anderen Morgen aufwachte, blickte es in das Gesicht eines anderen Nilpferdes. Es sah genauso aus wie es selbst. Da war es wieder glücklich. Denn es hatte einen Freund und eine neue Familie gefunden…

Ich hatte mir in letzter Zeit viele Stofftiere angesehen, zu denen man die Schnittmuster und Anleitungen kaufen konnte. Von ihnen inspiriert wollte ich ein kleines stehendes Nilpferd basteln. Es war wieder einmal eine meiner spontanen Ideen, die ich ziemlich schnell umsetzen wollte. Eigentlich war ich dabei, Stofftiere nach alten Schnittmustern für diverse Märkte zu nähen und meine Vorräte aufzufüllen. Doch irgendwann bekommt man dann doch wieder Lust, neue Tiere zu entwerfen, weil es einfach Spaß macht.

Wie zu Beginn jeden neuen Stofftieres zeichnete ich auch hier mit Bleistift auf Papier ein Schnittmuster mit allen nötigen Teilen, wobei ich mir deren Anzahl notierte. Anschließend pauste ich die einzelnen Teile in der richtigen Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt sie aus. Dann suchte ich mir Stoffe in zwei verschiedenen Lilatönen und einen Stoff in rosa heraus. Auf diese Stoffe übertrug ich die entsprechenden Teile und schnitt sie wiederum aus.

Ich habe die Stoffteile mal fotografiert, damit man mal sieht, wieviele Teile für so ein Tier nötig sind:

Ganz oben sind die drei Kopfteile mit den Ohren, dann kommen die drei Teile des Körpers mit den Beinen und dem Schwanz und ganz unten kann man die vier Sohlen der Beine erkennen. Die Kopfteile hatte ich zuerst anders. Da mir der erste Kopf nicht gefallen hatte, musste ich die Teile gründlich überarbeiten.

Als erstes nähte ich den Schwanz und die Ohren und wendete sie. Anschließend setzte ich den Kopf zusammen, wobei die Ohren zwischen die Seitenteile und das Mittelteil kamen. Als nächstes befestigte ich die Innenteile der Beine am Bauch und nähte die Abnäher am Bauchteil ab. Dann setzte ich den Körper unten mit mehreren Nähten zusammen, wobei ich vorne am Körper eine Wendeöffnung ließ. Um die Beine zu vervollständigen, bekamen sie unten Sohlen. Bevor ich den Körper oben schloss, nähte ich die kleinen Abnäher ab. Zum Schluss befestigte ich den Kopf am Körper.

Als das Nilpferd fertig genäht war, drehte ich es über die Wendeöffnung um. Dann stopfte ich es relativ fest aus und schloss die Öffnung mit dem Matratzenstich. Um dem Nilpferd einen Ausdruck zu verleihen, stickte ich ihm Augen und Nasenlöcher auf. Das fertige Nilpferd sah nun so aus:

Ich habe es auch nochmal von vorne und von hinten fotografiert:

Da ich meinen neuen Schnitt immer noch ein zweites Mal ausprobiere, habe ich ein weiteres Nilpferd genäht. Ganz oben sind beide zu sehen. Da mir das Nilpferd ganz gut gefällt, werde ich noch ein drittes für den Markt basteln.

Das Nilpferd ist mit Ohren etwa 9,5 cm hoch.

Als ich das Schnittmuster für das Nilpferd gezeichnet habe, habe ich mich dabei am Schnittmuster meines vorherigen Stofftieres, einem Hund, orientiert. Beim Hund musste ich vor allem das Bauchteil mehrfach abändern, weil die Beine immer zur Seite abstanden. Das wollte ich hier vermeiden und habe diese Erfahrung miteinfließen lassen. Deshalb hat der Körper beim Nilpferd gleich auf Anhieb geklappt, nur der Kopf sah anfangs etwas merkwürdig aus. Bei jedem neuen Stofftier, das man selbst entwirft, sammelt man neue Erfahrungen. Nur so kann man immer besser werden.

Blüte in Bleistift

Eine große Blüte am Strauch erstrahlte in frischem und leuchtendem Orange. Die schöne Farbe der Blüte sollte in ihrer Pracht zahlreiche Bewunderer anlocken und ihr Duft sollte sie betören. Und in den meisten Fällen klappte das auch…

Nachdem ich vor nicht allzu langer Zeit eine getrocknete Blume gezeichnet hatte, wollte ich mich nun auch mal an einer frischen versuchen. Da es überall schön geblüht hatte, habe ich hier und da während eines meiner Hundespaziergänge ein paar Fotos gemacht. Allerdings bin ich nicht gleich zum Zeichnen gekommen, weil ich Anderes zu tun hatte, sondern erst zwei, drei Wochen später.

Ich suchte mir also aus den Fotos, die ich gemacht hatte, ein geeignetes mit einer schönen Blüte heraus. Auf dieses Foto war meine Wahl gefallen:

Diese Blüte hatte mir auf Anhieb gefallen. Und außerdem eignete sich dieses Bild gut dazu, nur einzelne Elemente herauszunehmen, die man abmalen konnte.

Zum Zeichnen nahm ich mir ein Blatt normales Kopierpapier und meinen Feinminenbleistift und begann, die Umrisse der Blüte und einiger Blätter zu skizzieren. Danach zeichnete ich die einzelnen Blütenblätter ein und versuchte dabei, so genau wie möglich zu sein. Als ich damit zufrieden war, arbeitete ich mich von links nach rechts vor und gab der Blüte Schattierungen in unterschiedlichen Grautönen, so dass sie plastisch wurde. Anschließend ging ich bei dem Stiel und den grünen Blättern genauso vor. Das Endergebnis ist auf folgendem Foto zu sehen:

Um die Zeichnung genauer zu zeigen, habe ich auch noch zwei Ausschnitte daraus fotografiert:

Wie viele meiner Zeichnungen habe ich auch diese mit meinem Feinlinienbleistift der Stärke 0,5 und mit 2B-Minen angefertigt. Man kann damit sowohl sehr feine Linien zeichnen als auch Flächen in unterschiedlichen Tönen gestalten.

Das Motiv ist etwa 9,5 cm hoch und etwa 12,5 cm breit.

Die getrocknete Rose war schon recht schwierig zu zeichnen, da dachte ich mir, eine frische Blüte ist bestimmt einfacher. Da hatte ich mich leider getäuscht. Ich bin mir jetzt im Nachhinein auch nicht sicher, ob man das Motiv überhaupt erkennen kann. Es fehlt natürlich auch die wunderschöne Farbe. Außerdem ist es nicht immer einfach, ein Farbbild in ein Schwarz-Weiß-Bild zu übersetzen. Aber letztendlich ist es diese Herausforderung, die mir am Zeichnen Spaß macht. Zum Vergleich kann man sich hier die Zeichnung der getrockneten Rose ansehen.

Stehende Hunde aus Stoff

Zwei kleine Hunde kannten sich von Geburt an und waren seither unzertrennlich. Sie waren auf benachbarten Bauernhöfen aufgewachsen und trafen sich jeden Nachmittag, um gemeinsam spannende Abenteuer zu erleben. Bis einer der Hunde verkauft werden sollte…

Zuletzt hatte ich einige Gesichtsmasken genäht, da wir sie brauchten und immer noch brauchen. Es hatte mir großen Spaß gemacht, denn ich konnte die Stoffe vor dem Nähen noch bedrucken. Jetzt wollte ich aber wieder ein neues Stofftier entwickeln, das ich auf einem dieser Märkte verkaufen konnte, sofern sie irgendwann stattfinden sollten. Wenn nicht, hatte ich wenigstens Spaß dabei.

Ich wollte mal wieder einen stehenden Hund nähen. Vor Jahren war schon mal einer entstanden, aber mir war das Schnittmuster, das ich mir damals ausgedacht hatte, jetzt ein wenig zu kompliziert. Das musste einfacher gehen. Ich zeichnete mir also mit Bleistift auf Papier ein Schnittmuster mit allen verschiedenen Teilen und vermerkte mir deren Anzahl, die ich später benötigte. Am Anfang bin ich mir immer nicht sicher, ob das fertige Tier dann so aussieht, wie ich es mir vorgestellt hatte. Deshalb musste ich das Schnittmuster immer ausprobieren.

Hierfür übertrug ich die einzelnen Teile meines Schnittmusters in der entsprechenden Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt sie aus. Den Kopf des Hundes wollte ich im Prinzip aus drei Teilen zusammensetzen, wobei die Nase, die Augen und die beiden Ohren extra Teile bekamen. Das Tier sollte außerdem mit einem Halsband ausgestattet werden, also kamen zwei weitere Teile dazu. Der Körper sollte aus zwei Seitenteilen und einem Bauchteil bestehen, wobei die inneren Beinteile erst ans Bauchteil genäht werden sollten. Zudem sollte der Hund an jedem Fuß eine Sohle erhalten. Den Schwanz wollte ich wie die beiden Ohren aus jeweils zwei Teilen nähen. Diese Papierteile übertrug ich auf mehrere Fleece-Stoffe und schnitt sie wiederum aus.

Als erstes nähte ich die beiden Ohren. Dann befestigte ich die beiden Augen und die beiden Ohren an den Seitenteilen des Kopfes. Anschließend setzte ich den Kopf zusammen und nähte das Halsband unten an. Beim Nähen stellte ich fest, dass das obere Kopfteil ein wenig zu lang geraten war, und schnitt es deshalb ein wenig kürzer. Ich besserte den Fehler auf dem Schnittmuster ebenfalls aus. Nun wollte ich mich dem Körper widmen. Hierfür befestigte ich als erstes die inneren Beinteile am Bauchteil. Dann nähte ich die Seitenteile des Körpers am Bauchteil an, so dass die Beine festgestellt werden konnte. Die Beine standen aber zu weit vom Körper ab, weshalb ich wieder alles auftrennte und die inneren Beinteile und das Bauchteil abänderte. Das Bauchteil veränderte ich so sehr, dass ich mir ein neues ausschneiden musste. Diese Änderungen nahm ich mir zuerst am Schnittmuster vor. Jetzt nähte ich alles nochmal. Der Schwanz, den ich zuvor mit Füllwatte gestopft hatte, kam oben am Körper zwischen die beiden Seitenteile. Nachdem ich den Körper fertiggestellt hatte, verband ich ihn mit dem Kopf. Vorne am Halsband und am Körper hatte ich eine Wendeöffnung freigelassen, durch die ich den Hund wendete. Anschließend stopfte ich den Hund komplett mit Füllwatte aus.

Doch ich war nicht zufrieden. Die Beine passten jetzt, und der Kopf auch. Nur war der Hals zu lang. Also holte ich die Füllwatte wieder heraus, drehte den Hund erneut um und trennte den Kopf vom Halsband ab. Ich kürzte die beiden Seitenteile des Kopfes um ein gutes Stück und setzte alles wieder zusammen. Dann drehte ich den Hund um, stopfte ihn und schloss die Wendeöffnung von außen mit dem Matratzenstich. Jetzt war ich zufrieden. Zum Schluss stickte ich den Augen noch Pupillen auf. Der Hund sah nun so aus:

Ich habe ihn auch von hinten fotografiert:

Um nun das geänderte Schnittmuster noch einmal auszuprobieren, nähte ich einen weiteren Hund in anderen Farben:

Während ich meine Hunde so betrachtete, kam mir die Idee, noch einen Dekohund aus einer alten Jeans zu nähen. Doch der Jeans-Stoff war viel schwieriger zu verarbeiten als der Fleece-Stoff. Der Hund gefiel mir trotzdem:

Der Hund ist etwa 16 cm lang und etwa 13 cm hoch.

Ich hatte schon lange kein neues Stofftier gebastelt. Das letzte davor war im August des vergangenen Jahres entstanden. Es war ein kleines Krokodil. Der neue Hund ist eines meiner größten Stofftiere, normalerweise werden sie viel kleiner. Aber vielleicht ist die Größe gar nicht so schlecht, weil ich den Hund ja auch verkaufen will. Die nächsten Tiere werden jedenfalls wieder kleiner, denn ich habe mir schon ein weiteres Schlüsselanhänger-Tier vorgenommen.

Siebdruck mit Rose und Schmetterling

Ein Schmetterling umflatterte die schönste Rose, die in dem kleinen Garten wuchs. Die Rose schien in ihrer Pracht alles zu überstrahlen, was um sie herum war. Doch der Schmetterling gab sich die größte Mühe, sie doch noch eines Tages zu übertreffen…

Da immer noch Gesichtsmaskenzeit herrschte, wollte ich mir noch eine basteln. Schließlich konnte man nicht genug haben. Und da ich einfarbige Masken zu langweilig fand, wollte ich sie mit einem Siebdruck verschönern. Auch jetzt sollte es ein Motiv sein, das ich speziell für die Maske entwerfen wollte. Schon seit längerem hatte ich mir vorgenommen, eine Rose an einem Strauch zu zeichnen, doch war ich bis jetzt nicht dazugekommen. Also dachte ich mir ein Rosenmotiv für den Siebdruck aus. Und da die Rose nicht alleine dastehen sollte, fügte ich ein Blatt und einen Schmetterling hinzu.

Ich zeichnete mit Bleistift auf Papier einen Entwurf, und zwar so, wie er später gedruckt werden sollte und vor allem so, wie er mit der Schablonentechnik möglich war. Der fertige Entwurf sah so aus:

Als ich mit dem Entwurf zufrieden war, übertrug ich ihn mit einem Folienstift auf eine Overheadfolie. Anschließend schnitt ich das Motiv mit einem Cuttermesser vorsichtig aus. Ich habe die fertige Folie mal fotografiert:

Um nun zu drucken, befestigte ich die Folie auf dem Siebrahmen. Außerdem mischte ich mir ein etwas dunkleres Gelb zusammen. Dann legte ich den Siebrahmen mit der Folie nach unten auf den Stoff, trug etwas von der Farbe auf die andere Seite des Siebes auf und strich sie mit der Rakel durch das Sieb auf den Stoff. Diesen Vorgang wiederholte ich mehrere Male. Als erstes druckte ich das Motiv auf mein weißes Probe-T-Shirt, das ich eigens für diesen Zweck gekauft hatte:

Da mir der erste Druck sehr gut gefiel, holte ich mir einen kleinen Jutebeutel und druckte erneut. Das Ergebnis ist ganz oben zu sehen.

Für die Gesichtsmaske hatte ich mir ein altes, graues T-Shirt ausgesucht. Ich schnitt mir daraus ein Stück, das groß genug war für die Teile, die ich für die Maske benötigte. Anschließend bedruckte ich es mit meinem Motiv. Nach dem Drucken trocknete ich die Farbe mit dem Föhn und fixierte sie mit dem Bügeleisen auf dem Stoff. Das Gleiche hatte ich auch bei den Probedrucken getan.

Um die Gesichtsmaske zu nähen, schnitt ich mir aus dem bedruckten Stoff und einem gelben T-Shirt jeweils zwei gegengleiche Teile aus. Anschließend setzte ich sie zu einer Maske zusammen und nähte zwei Gummibänder ein. Das Schnittmuster hierfür hatte ich im Internet gefunden. Die fertige Maske ist auf den folgenden Bildern zu sehen:

Auf zwei der Fotos kann man ganz gut erkennen, dass die Maske zweilagig und innen gelb ist. Das Gelb der Druckfarbe ist dem Gelb des T-Shirt-Stoffes ziemlich ähnlich.

Das Motiv vor der Verarbeitung zur Maske ist etwa 10 cm hoch und etwa 15 cm breit.

Ich glaube, ich habe nun genug Masken. Und falls ich irgendwann doch nochmal eine brauchen sollte, weil möglicherweise eine kaputt geht, kann ich mir eine weitere basteln. Und diese weitere werde ich auf jeden Fall wieder bedrucken. So wie schon meine letzte Maske mit dem großen Hund.