Neueste Artikel

Muster mit Mäusen

Mäuse bildeten Reihen und liefen und liefen ganz flink, immer eine Maus vor der anderen. Wohin sie liefen, das wusste niemand so genau. Vielleicht gab es irgendwo ganz viel Futter für sie alle…

Ich wollte mal wieder einen Stempel schnitzen, bei dem ein Muster entsteht, wenn man ihn oft nebeneinander stempelt. Dabei sollten sich einem die Motive bei einem Stempelabdruck noch nicht erschließen, sondern sich erst dann bilden, wenn mehrere Abdrücke mehrfach aneinander gesetzt werden. Die Motive des Musters sollten Mäuse und Sterne werden, wobei der eigentliche Stempel quadratisch werden sollte.

Für den Entwurf zeichnete ich zuerst ein Quadrat mit Bleistift und Papier. In dieses Quadrat setzte ich nacheinander zwei Mäuseköpfe, zwei Hinterteile und vier Zacken eines Sterns. Dabei achtete ich darauf, dass sich die Mäuse genau in der Mitte einer Kante befanden, und die zwei Striche eines Zackens den gleichen Abstand zur jeweiligen Ecke hatten.

Als ich mit dem Entwurf zufrieden war, schnitt ich mir ein gleichgroßes Quadrat von einer Gummiplatte ab, legte dieses Stück genau auf den Entwurf und übertrug ihn auf dasStück, indem ich mit dem Fingernagel über die Rückseite des Entwurfes strich. Anschließend schnitt ich die Motive mit meinen Linolschnittmessern aus, wobei ich mit dem feinsten anfing. Ich habe mal den fertigen Stempel fotografiert, allerdings erst nachdem ich ihn schon benutzt hatte, und einen einzelnen Abdruck:

Man kann sich jetzt schon vorstellen, dass es ganze Mäuse werden, wenn man nun mehrere Stempelabdrucken aneinander setzt, aber ich finde, dass sich die Sterne einem noch nicht wirklich erschließen. Deshalb habe ich nun den Stempel neunmal aneinander gedruckt, ohne ihn zu drehen, und viermal mit Drehen:

Auf beiden Fotos sind nun ganze Mäuse und Sterne zu sehen. Leider habe ich den Stempel zu ungenau geschnitzt, so dass ich ihn nicht beliebig oft aneinander stempeln kann, ohne dass irgendwann die Linien nicht mehr aneinander passen. Das ist auf dem oberen Bild schon in der dritten Reihe ganz deutlich zu erkennen.

Der Stempel hat eine Seitenlänge von 3,5 cm.

Ich hatte früher schon mal einen Stempel geschnitzt, der mehrmals aneinander gesetzt ein Muster mit Käfern ergab. Hier war der Käfer auf dem Stempel schon ganz zu sehen, während sich das Wabenmuster erst dann ergab, wenn man den Stempel mehrfach stempelte. Bei dem Stempel mit dem Käfer ist es mir besser gelungen, ihn möglichst genau zu schnitzen, so dass die einzelnen Linien besser zueinander passen.

Leckere kleine Burger

Das kleine lilafarbene Monster Zähnchen hatte immer unersättlichen Hunger und stürzte sich auf alles, was man essen konnte. Ganz besonders mochte es Burger mit leckerer Soße. Ob ihm ein Burger wohl reichen würde…

Mit dem Burger setze ich die Reihe kleiner Lebensmittel aus ofenhärtender Modelliermasse fort. Kleine Miniaturen haben mich ja schon immer fasziniert, nun hatte ich vor kurzem Miniaturen von essbaren Dingen für mich entdeckt, nachdem ich viele Bilder davon im Internet gesehen hatte. Die Bilder hatten die Lust in mir geweckt, selbst auszuprobieren, solche Miniaturen zu basteln. Nach Cupcakes und Eistüten wollte ich mich nun an einen Burger wagen.

Auch hier wollte ich mir zuerst Formen aus Silikonkautschuk basteln. So ein Burger kann ja aus drei Hauptteilen zusammengesetzt werden, einem Unter- und Oberteil eines Brötchens und einem Fleischteil in der Mitte. Daraus ergaben sich drei Silikonformen, die ich für einen Burger benötigte.

Ich baute mir also drei Kästchen aus festem Karton, formte mir aus normaler Knetmasse für jedes der drei Teile ein Modell und setzte diese jeweils in die Mitte eines Kästchens. Anschließend füllte ich die Kästchen mit flüssigem Silikonkautschuk und ließ sie über Nacht stehen. Während dieser Zeit wurde das Silikonkautschuk fest, blieb aber elastisch. Wie ich so eine Form bastele, beschreibe ich genauer in dem Artikel „Magnetfigur aus Gießharz“, der unter den Anleitungen zu finden ist. Ich habe mal die fertige Form für die Brötchenoberseite fotografiert:

Ich ließ die fertigen Formen noch einen weiteren Tag stehen, bevor ich sie zum ersten Mal benutzte. Hierfür mischte ich mir zwei verschiedene Brauntöne ofenhärtender Modelliermasse, einen für das Brötchen und den anderen für das gebratene Fleisch. Nacheinander drückte ich die Modelliermasse in die drei Formen, schnitt überschüssige Masse mit dem Messer ab und holte die fertigen Teile vorsichtig heraus. Anschließend setzte ich den Burger zusammen. Weil ich ihn so für langweilig hielt, und er noch ein wenig Farbe brauchte, rührte ich mir eine Soße aus roter Modelliermasse und Wasser an, und verteilte sie hier und da auf dem Fleisch. Nun musste er nur noch im Backofen gehärtet werden. Der fertige Burger ist oben zu sehen.

Neben dem normalen Burger basteltet ich noch eine Variante mit Käse, einen Cheeseburger, indem ich statt der Soße einfach hellgelbe Dreiecke anbrachte. Hier habe ich ihn auch fotografiert:

Dann überlegte ich mir, man könnte die Brötchen auch anders belegen, so wie normale Brötchen mit einer Scheibe Käse und Tomaten oder mit Salami:

Zum Schluss bastelte ich mir noch einen Teller mit Burger und Pommes und mehrere Anhänger, die ich nach dem Backen im Ofen noch lackierte:

Das Burgerbrötchen hat einen Durchmesser von etwa 1,5 cm.

Jetzt habe ich neben vielen Tierfiguren schon kleine Kuchen, Eistüten und Burger aus ofenhärtender Modelliermasse gebastelt. Mal sehen, was als nächstes kommt.

Zusammengesetztes Stempelbild

Ein kleiner Hund zeigte großes Interesse an einem Kaktus. Dieser stand jedoch auf einer Kommode und schien für den Hund unerreichbar zu sein. Doch vielleicht konnte er ihn hinunterschubsen, wenn er sich nur ordentlich anstrengte…

Ich hatte wieder große Lust, irgendetwas mit Stempeln zu machen. In einem Buch, in dem sich alles um Stempel drehte und das ich schon länger hatte, gefielen mir schon immer die Bilder, die die Autorin aus mehreren Stempeln zusammengesetzt hatte. Jetzt wollte ich das einfach auch mal ausprobieren. Dabei sollten aber nicht allzu viele Stempel zum Einsatz kommen.

Da ich wie immer ganz gerne ein Tier dabei haben wollte, überlegte ich mir eine Szene mit einem Hund. Der Hund sollte seine Vorderpfoten auf einen Schrank legen, auf dem eine Pflanze in einem Topf steht. Einen Kaktus fand ich dabei recht passend. Ein Kaktus wäre wohl eine der wenigen Pflanzen, die bei mir überleben würden. Ich finde so manche Pflanze und Blume auch schön, ich fotografiere sie ganz gerne, aber sie sollten dann in öffentlichen Gartenanlagen stehen, oder, was ich ganz besonders mag, wenn eine Pflanze mit einer Blüte aus dem Asphalt sprießt.

Ich zeichnet also die Szene, die ich mir vorgestellt hatte, mit Bleistift auf Papier. Da die Figuren der Skizze mir noch zu groß erschienen, verkleinerte ich sie mit Hilfe von Mobiltelefon, Computer und Drucker. Diesen Ausdruck pauste ich dann noch mal auf ein weiteres Stück Papier und verfeinerte ihn noch. Anschließend schnitt ich mir von einer größeren Gummiplatte kleinere rechteckige Stücke ab und übertrug die einzelnen Motive, in meinem Fall waren es drei, jeweils auf ein Gummistück, indem ich die Bleistiftskizze mit der Rückseite nach oben auf das Gummi legte und mit dem Fingernagel drüberstrich.

Nun Schnitt ich die Motive mit meinen Linolschnittmessern aus, wobei ich auch hier mit dem feinsten Messer anfing. Ich habe mal die drei Stempel fotografiert, jedoch erst nachdem ich sie benutzt hatte:

Bei zwei der Stempel hatte ich die Ecken abgerundet, da ich sie mit Stempelkissen verwenden wollte, die sich in kleinen Dosen befanden. Mit Ecken waren sie einfach zu groß.

Die Stempel waren nun fertig, und ich stempelte sie zuerst einzeln mit derselben Farbe auf Papier:

Nachdem mir die Stempeldrucke so gefielen, suchte ich mir für jeden Stempel eine passende Farbe aus und stempelte sie so, dass sie zusammen ein Bild ergaben. Dieses Bild sah nun so aus:

Das Bild fand ich schon recht hübsch, dennoch überlegte ich mir, was ich noch mit den Stempeln anstellen konnte. Dabei kam ich auf die Idee, jeweils einen Stempeldruck mit einer Bleistiftzeichnung zu kombinieren. Das hatte ich bisher noch nie ausprobiert. Hierbei kamen folgende Bilder heraus:

Die Kommode ist etwa 2 cm hoch.

Hier habe ich mal eine Szene aus mehreren Stempeln zusammengesetzt, wobei es nur eine Möglichkeit gibt, die Stempel zu einem sinnvollen Bild zu kombinieren. Bei vielen meiner alten Stempel habe in einem einzigen Stempel eine ganze Szene dargestellt.

 

Krabbe aus Stoff

Eine kleine Krabbe fühlte sich richtig wohl im Meer. Sie hatte eine beste Freundin, mit der sie viele spannende Abenteuer erlebte. Mit ihr würde sich für immer zusammen sein…

Ich wollte mal wieder ein Tier nähen. Dabei sollte der Aufwand nicht allzu groß werden, denn ich tendiere gerade dazu, schöne Tiere mit relativ einfachen Schnittmustern zu basteln. Erstens muss ich da nicht so viele verschiedene Teile zeichnen, und zweitens ist man beim Nähen einfach schneller. Schließlich braucht man vielleicht mal ein Geburtstagsgeschenk für ein Kind, und man hat einfach nicht viel Zeit. Außerdem können nicht alle Tiere kompliziert sein.

Meine Wahl fiel auf eine Krabbe, da sich hier der Körper schon aus zwei Teilen herstellen ließ. Die Krabbe brauchte dann noch Beine, Scheren und Augen. Ich zeichnete also ein Schnittmuster mit jeweils einem Teil für den Körper, die Beine, die Scheren und die Augen, da ich alle Beine, die beiden Scheren und die beiden Augen jeweils gleich machen wollte.

Als ich mit dem Schnittmuster zufrieden war, pauste ich die verschiedenen Teile in richtiger Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier, also zwei Teile für den Körper, 16 Teile für acht Beine, vier Teile für die Scheren und vier Teile für die Augen. Ich schnitt sie aus und übertrug sie auf die Fleece-Stoffe, die ich mir ausgesucht hatte, einen roten, einen orangenen und einen weißen Stoff. Diese Teile aus Stoff schnitt ich wiederum aus.

Als erstes nähte ich die Beine, die Scheren und die Augen und drehte sie um. Die beiden Körperteile hatte ich mit Abnähern versehen, die nun zusammennähte. Dann legte ich diese Körperteile links auf links aufeinander und dazwischen die Scheren und die Beine. Die Krabbe sollte eigentlich acht Beine bekommen, aber nur sechs Beine habe ich hier unterbekommen. Nachdem es aber auch Krabbentiere gibt, die mit sechs Beinen ausgestattet sind, habe ich zwei Beine einfach weggelassen. Ich nähte also die beiden Körperteile zusammen, wobei ich eine Wendeöffnung offen ließ.

Anschließend drehte ich die Krabbe um und stopfte sie aus. Jetzt fehlten nur noch die beiden Augen, die ich mit dem Matratzenstich oben auf dem Körper befestigte. Zum Schluss nähte ich als Pupillen zwei schwarze Perlen auf die Augen. Da mir die Scheren noch nicht ganz gefallen haben, modellierte ich sie mit einem Faden.

Ich habe die fertige Krabbe mal von vorne und von oben fotografiert:

Glücklicherweise hatte ich zwei Beine übrig, , denn wie immer wollte ich ein zweites Tier nähen, um zu sehen, ob das Schnittmuster auch gut funktioniert. Jetzt musste ich nur noch vier Beine nähen.

Die Krabbe ist mit ihren Beinen etwa 9 cm breit.

Aufgrund ihrer Größe passt die Krabbe ganz gut in meine Reihe kleiner Tiere, auch wenn das letzte Tier, ein kleiner Vogel, das ich gebastelt hatte, kleiner war. Aber die Tiere werden eben nicht alle gleich groß, wenn ich die Schnittmuster immer von Hand zeichne, was ich auch gar nicht beabsichtige. Schön wäre es allerdings, wenn diese Tiere nicht allzu groß werden würden.

Faulenzende Katze

Eine kleine Katze war beim Spielen plötzlich sehr müde geworden. Glücklicherweise  hatte sie ein Lager mit Kuscheldecke und Kissen ganz für sich allein. Und so räkelte sie sich gemütlich auf dem Lager und, wer weiß, schlief sie vielleicht bald ein…

In letzter Zeit hat mich die Begeisterung für das Modellieren mit ofenhärtender Modelliermasse wieder so richtig gepackt. Was mir daran ganz besonders gut gefällt, ist, dass so ein Bastelprojekt an einem Abend realisiert werden kann. Wenn man also nicht so viel Zeit hat, hat man recht schnell etwas fertiggestellt. Für so ein Stofftier brauche ich schon mehrere Tage, bis man es dann endlich in Händen halten kann.

Nun wollte ich eben wieder ein kleines Tier modellieren. Das letzte Tier war eine kleine Maus, da war die Katze naheliegend. Außerdem kam die Katze bisher in meinen Arbeiten ein wenig zu kurz, Hunde habe ich da schon wesentlich häufiger gebastelt, obwohl Katzen genauso schön oder sogar schöner als so mancher Hund sind. Die Katze sollte auf dem Rücken liegen und alle Viere von sich strecken.

Für die Katze nahm ich weiße Modelliermasse und formte daraus zuerst einen Körper, an den ich die Vorder- und anschließend die Hinterbeine setzte. Als ich mit dem Körper zufrieden war, modellierte ich einen kleineren Kopf mit Schnauze, den ich dann am Körper befestigte. Nun fehlten noch die Ohren, die Nase und die Augen, die ich nacheinander an den Kopf drückte. Zum Schluß bekamen die Hinterbeine noch kleine rosafarbene Ballen. Die Katze war jetzt fertig.

Für die Decke drückte ich ein Stück dunkelgrüner Modelliermasse zwischen den Fingern platt. Die Kissen wurden rot und lila, mit jeweils kleinen Punkten in einer anderen Farbe. Die Unterseiten der Kissen bekamen keine Punkte, da ich sie ja auf der Decke befestigte. Als ich mit dem Lager fertig war, legte ich die Katze darauf und drückte sie an.

Die Katze auf dem Lager sah nun so aus:

Und von der Seite:

Da ich immer ganz gerne ganze Szenen darstellte, überlegte ich mir Spielzeug, das zu der Katze passen könnte. Hierbei durfte natürlich die Maus nicht fehlen, und da ich Bälle ganz gerne mag, habe ich einfach einen zweifarbigen Ball dazu gebastelt. Hier habe ich mal nur das Spielzeug fotografiert:

Beides zusammen ist ganz oben auf dem Foto zu sehen.

Die Katz ist mit Schwanz etwa 3,5 cm lang.

Ich muss schon zugeben, dass ich am liebsten Tiere modelliere. Das macht mir am meisten Spaß. Und vielleicht kann ich das auch am besten. Jedenfalls müssen sie dabei klein sein, weil ich schon immer kleine Dinge geliebt habe, denn kleine Dinge passen in die kleinste Tasche und können einen überall hin begleiten.

Bunte Kopfmännlein

Eines Tages begegneten sich zwei Männlein, die wegen ihres Aussehens von anderen ganz oft verspottet wurden. Zuerst waren sie verwundert, nach kurzer Zeit jedoch sehr glücklich darüber, jemanden gefunden zu haben, der genauso aussah wie man selbst. Nur die Farben waren ein wenig anders…

Es war wieder einmal an der Zeit, etwas zu nähen. Dieses Mal sollte es etwas ganz einfaches sein, mit möglichst wenig Teilen. Ich weiß nicht, ob mir das gelungen ist, schließlich habe ich ein Männlein aus 16 Teilen zusammengesetzt, aber die Form des Körpers ist recht einfach. Und der Körper ist gleichzeitig auch der Kopf.

Das kleine Kopfmännlein wollte ich aus bunten Baumwollstoffen nähen. Für das obere Teil des Kopfes fand ich einen Mohairstoff recht witzig, da er aussieht wie Haare. Ich zeichnete mit Bleistift auf Papier ein Schnittmuster mit allen Teilen in einfacher Ausführung und pauste sie in der nötigen Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier, also jeweils vier Teile für zwei Arme, zwei Beine und zwei Ohren, und für den Körper zwei Teile für vorne und hinten und zwei Teile für oben und unten. Anschließend schnitt ich sie aus und übertrug sie auf die Baumwollstoffe und den Mohairstoff. Diese Teile schnitt ich wiederum aus.

Als erstes nähte ich Arme, Beine und Ohren aus jeweils zwei Teilen und drehte sie um. Dann fügte ich Vorder- und Rückteil des Körpers an den Seiten zusammen, wobei die Ohren und die Arme dazwischen kamen. Anschließend nähte ich oben am Körper den Mohairstoff an, denn er sollte die Haare darstellen. Jetzt fehlte nur noch das untere Teil, das ich zusammen mit den Beinen unten am Körper befestigte. Hierbei ließ ich eine Wendeöffnung.

Als alles fertig genäht war, drehte ich das Männlein um und stopfte es mit Füllwatte aus. Die Wendeöffnung schloss ich von Außen. Die Augen und den Mund stickte ich auf, und für die Pupillen befestigte ich kleine Perlen an den Augen.

Das erste Männlein war jetzt fertig und sah nun so aus:

Allerdings hatte ich hier den Mund erst mit rotem Nähgarn gestickt, was mir im Nachhinein nicht gefiel, weshalb ich den Mund ersetzte und stattdessen schwarzes Garn nahm. Ich habe das Männlein auch von hinten fotografiert:

Da ich von meinen Kreationen meistens auch noch eine zweite Version nähe, habe ich das hier auch gemacht, allerdings in anderen Farben. Das zweite Männlein ist ganz oben auf dem Foto von vorne und hier nochmal von der Seite zu sehen:

Dieses Männlein hat einen rotgestickten Mund.

Das Männlein ist mit Beinen 8 cm hoch.

Obwohl die Grundform hier recht einfach ist, war es eine ganz schöne Fieselarbeit, die Arme, die  Beine und die Ohren zu nähen. War dieses dann allerdings geschafft, ging der Rest ziemlich schnell. Das waren meine ersten Männlein, denn üblicherweise nähe ich kleine Tiere, und zuletzt bevorzugt aus Fleecestoffen, wie meine kleinen Vögelchen.

Maus mit Keks

So eine kleine Stadtmaus hat schon ein hartes Leben. Immer wieder muss sie sich das Futter mühsam zusammensuchen. Doch manchmal hat ein Mäuschen richtig viel Glück. Dann findet es unter all dem Müll, den die Menschen wegwerfen, eine echte Köstlichkeit…

Da ich in letzter Zeit richtig viel für ein Buchprojekt zeichnen muss, habe ich große Lust aufs Modellieren. Besonders auf die Projekte, die mal an einem einzigen Abend fertiggestellt werden können. Der Pinguin mit Schal aus Ton war so eine Figur. Oder aber ich hole meine ofenhärtende Modelliermasse in vielen verschiedenen Farben raus, wobei an einem Abend schon mal eine ganze Szene entstehen kann. Allerdings muss ich dann schon eine recht genaue Vorstellung im Kopf haben.

Hier schwebte mir eine Maus vor, die sich auf einen bereits angebissenen Keks stürzt. Den Müll habe ich dann erst später gebastelt, um die Szene zu komplettieren. Zuerst habe ich den Keks modelliert. Hierfür habe ich mir einen hellen Braunton gemischt und daraus zwei runde dünne,  etwa gleichgroße Scheiben geformt. Bevor ich sie aufeinander legte, bastelte ich mir eine kleinere dunkelbraune Scheibe, die dazwischen kam. Zum Schluss trennte ich mit einem Zahnstocher einen kleinen Halbkreis vom Keks ab, so dass er wie angebissen aussah, und fügte ihm oben mit dem Zahnstocher kleine Löcher zu.

Für die Maus mischte ich mir ein helles Grau. Daraus modellierte ich mir zwei birnenförmige Gebilde, ein größeres für den Körper und ein kleineres für den Kopf. Der Kopf bekam allerdings ein etwas spitz zulaufendes Ende, das die Schnauze bilden sollte. Anschließend verband ich die beiden Teile miteinander. Dann bekam der Körper zwei Beine, zwei Arme und einen Schwanz. Nun konnte ich die Maus auf den Keks setzen. Zum Schluss befestigte ich am Kopf zwei Ohren, zwei Augen und eine schwarze Nase.

Auf dem folgenden Foto ist die Maus mit dem Keks zu sehen:

Und hier nochmal etwas mehr im Detail:

Ein paar Tage später hatte ich die Idee mit dem Müll, der ganz gut zur Maus passen sollte. Hierfür modellierte ich einen zerdrückten Trinkbecher mit einem Strohhalm und eine dünne Platte, die Verpackungspapier darstellen soll. Ich habe den Müll auch noch mal einzeln fotografiert:

Da die Objekte aus ofenhärtender Modelliermasse entstanden, musste ich sie nach dem Modellieren noch im Backofen härten.

Die Maus ist etwa 2,5 cm hoch.

Es macht mir ja sehr viel Spaß, Tiere und in letzter Zeit auch Dinge zum Essen zu modellieren. Zuletzt hatte ich kleine Eistüten gebastelt, die von einem Drachen präsentiert wurden. Ganz geschickt ist es natürlich auch, wenn man beides in einer Figur kombiniert, wie hier mit der Maus und dem Keks. Beides ist hier nicht einzeln verfügbar, sondern untrennbar miteinander verbunden.

 

Pinguin mit Schal

Ein kleiner Pinguin fühlte sich eines Tages plötzlich ganz komisch und fing an, bitterlich zu frieren. Die anderen Pinguine machten sich große Sorgen um ihn, bis einer von ihnen im Schnee einen Schal fand. Er wickelte den Schal um den kranken Pinguin, und dieser fühlte sich gleich viel wohler…

Den Pinguin hatte ich mir für eine vorweihnachtliche Bastelaktion in der Schule von Kind 2 ausgedacht. Im Jahr davor hatte ich schon mal mit den Kindern mit lufthärtendem Ton modelliert, und ich hatte dabei den Eindruck, dass das den Kindern Spaß gemacht hatte. Damals hatten wir kleine Engel gebastelt, jetzt wollte ich etwas anderes machen, es sollte etwas Winterliches sein. Der Pinguin fiel mir dann recht schnell ein.

Um ihn aber mit den Kindern basteln können, musste ich ihn erst mal selbst ausprobieren. Noch vom letzten Jahr hatte ich einen Rest von dem lufthärtendem Ton, weshalb ich sofort mit dem Modellieren anfing. Allerdings war der Ton etwas hart geworden, was sich aber mit etwas Wasser beheben ließ.

Als erstes formte ich den Körper, an den ich hinten unten einen dreieckigen Schwanz anbrachte. Die Verbindungsstelle glättete ich sorgfältig mit dem Finger. Anschließend modellierte ich einen eiförmigen Kopf, den ich oben auf den Körper setzte. Damit er nicht wieder herunterfiel, brachte ich an der Verbindungsstelle weichen Ton an, den ich dann glättete. Der Kopf bekam noch einen Schnabel und zwei Augen. Nun befestigte ich zwei Füße unten am Körper und an den Seiten zwei Flügel. Die Verbindungsstellen glättete ich auch hier überall. Zum Schluss legte ich noch einen dünnen Tonstreifen um den Pinguin und ließ ihn wie ein Schal aussehen, indem ich noch eine Art Knoten aufmodellierte.

Den fertigen Pinguin ließ ich an der Luft trocknen. Das dauerte etwa zwei Tage.

Ich habe den Pinguin noch mal von vorne und von der Seite fotografiert:

Der Pinguin ist etwa 5 cm hoch.

Ursprünglich hatte ich gedacht, ich könnte mit den Kindern etwa ganz anderes basteln, und hatte auch schon dreidimensionale Faltkarten aus Papier ausprobiert. Aber ich entschied mich dann anders. Und das war gar nicht so verkehrt gewesen, denn einige Kinder hatten bei der Bastelaktion mit Ton modelliert, die meisten jedoch bastelten dabei einen Schneemann, den ich auch noch mitgebracht hatte. Obwohl mir das Modellieren mit dem Ton immer Spaß gemacht hat, hatte ich das letzte Mal vor über einem Jahr mit dem Ton gearbeitet. Damals war ein lustiger Elch entstanden.

 

 

 

Frohes neues Jahr 2019!

Nico, Hilda und ihre Freunde hatten nach der Silvesterparty die ganze Nacht durchgearbeitet. Fast glaubte man, sie würden es nicht schaffen, doch in den frühen Morgenstunden konnte man sie bewundern: die 2019, die sie mühsam aus dem Stein herausgemeißelt hatten…

Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr 2019! Möge das neue Jahr werden wie alle anderen auch, oder vielleicht ein bisschen besser.

Normalerweise haben meine vier Freunde hier auf meiner Blogseite nichts zu suchen, schließlich habe ich eine extra Rubrik für sie. Doch seitdem ich nicht mehr so viel Zeit habe und fleißig Illustrationen für ein Buch mache, schaffe ich nur noch einen Beitrag pro Woche, entweder stelle ich etwas Gebasteltes vor oder ich zeichne ein Nico-und-Hilda-Bild.

Für den Neujahrs-Gruß habe ich gezeichnet, weil mir die Idee so spontan gekommen war. Und da alle meine Grüße, seien es Weihnachts-, Oster-, oder eben Neujahrsgrüße, hier an dieser Stelle Platz finden sollen, sind meine Freunde hier jetzt auch zu sehen.

Und wer meine Freunde noch nicht kennt, den lade ich dazu ein, mal auf Nico & Hilda zu klicken, was rechts zu sehen ist, und sich zum Beispiel das Bild „Nico und Hilda lassen ihre Drachen steigen“ anzuschauen. Unter dieser Rubrik sind noch jede Menge weiterer Bilder zu entdecken.

Ein frohes Weihnachtsfest

Ich wünsche allen ein fröhliches Weihnachtsfest! So ganz ohne Stress und vielleicht im Kreis der Familie.

Für den letzen Kreativmarkt Ende November dieses Jahres, auf dem ich einen Stand hatte, wollte ich Karten basteln, die ein gedrucktes Motiv zeigten. Da ich die Karten verkaufen wollte, brauchte ich mehrere davon, und im Druckverfahren lassen sich ganz einfach gleich mehrere Exemplare herstellen. Ich wollte das Motiv in eine Linoleumplatte schneiden und mit schwarzer Farbe auf farbiges Papier drucken. Hierbei sollten mehrere verschiedene Farben zum Einsatz kommen.

Ich überlegte mir ein weihnachtliches Motiv. Die drei Könige aus dem Morgenland sollten zum Stall mit der Krippe finden, über dem der Stern stand. Ich zeichnete einen Entwurf mit Bleistift auf Papier. Auch hier schon schwärzte ich die Flächen, die später im Druck schwarz sein sollten. Das war einiges an Arbeit.

Als ich mit dem Entwurf zufrieden war, pauste ich ihn auf ein weiteres Blatt Papier. Jetzt schnitt ich mit einem Cutter die Figuren, Linien und Buchstaben, die später weiß sein sollten, soweit wie Möglich aus. Mit Hilfe dieser Schablone konnte ich nun das Motiv spiegelverkehrt auf die Linoleumplatte übertragen. Anschließend schnitt ich die weißen Stellen mit meinen Linoleumschnittmessern aus.

Jetzt war es Zeit für den ersten Druck. Hierfür rollte ich die Platte ganz dünn mit schwarzer Farbe ein und legte dann ein weißes Papier darauf. Mit einem Falzbein strich ich nun ganz fest über dieses Papier und rieb so die Farbe in das Papier. Anschließend zog ich es vorsichtig ab. Mit diesem ersten Ergebnis war ich schon zufrieden, so dass ich nichts mehr nachschneiden musste. Es ist ganz oben auf dem Foto zu sehen.

Da ich ja auch auf farbiges Papier drucken wollte, probierte ich andere verschiedene Farben aus. Einer meiner Favoriten war ganz klar das gelbe Papier, weshalb ich hier ein Exemplar fotografiert habe:

Das Motiv ist etwa 13 cm breit.

Das Drucken hat mir am Anfang großen Spaß gemacht, aber da ich ganz viele Exemplare gedruckt hatte, jedenfalls wesentlich mehr als sonst, hat es mich irgendwann genervt. Es hatte sich jedoch für mich gelohnt, denn ich bin einige dieser Karten auf dem Markt losgeworden. Meine letzten Drucke mit der Katze hatte ich zu meinem reinen Vergnügen hergestellt.