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Knuddel-Elefant aus Stoff

Ein kleiner Elefant in grau und blau war noch nie zuvor so glücklich wie jetzt. Nach langer Suche hatte er endlich einen lieben Freund gefunden und mit ihm ein kuscheliges Zuhause. Hoffentlich konnte er dort für immer bleiben…

Nachdem ich mich zuletzt mit einem Elefanten aus Kupfer-Ton beschäftigt hatte, wollte ich nun einen aus Stoff basteln. Schon früher hatte ich mal einen stehenden Elefanten genäht, nun sollte es einer mit Armen und Beinen werden, der sitzen konnte. Eben einer, der an ein Babyspielzeug erinnerte.

Ich zeichnete mit Bleistift auf Papier ein Schnittmuster mit allen nötigen unterschiedlichen Teilen, wobei ich bei jedem Teil die Anzahl notierte. Als ich damit zufrieden war, pauste ich die Teile in richtiger Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier, also drei Teile für den Kopf, vier für die Ohren, vier für den Körper, zwei für den Schwanz und jeweils sechs Teile für Arme und Beine. Nachdem ich alle Papierteile ausgeschnitten hatte, übertrug ich sie mit einem Filzstift auf die entsprechenden Fleece-Stoffe. Die Stoffteile schnitt ich wiederum aus, allerdings mit einer Nahtzugabe.

Als erstes nähte ich die Ohren, die Arme, die Beine und den Schwanz und drehte sie um. Dann setzte ich den Kopf zusammen, indem ich erst die beiden Vorderteile zusammennähte und dann daran das Hinterteil, wobei ich die beiden Ohren dazwischen platzierte. Anschließend befestigte ich die beiden Vorder- und das Rückenteil des Körpers am Kopf, dabei kamen die Arme zwischen Kopf und Vorderteile. Dann nähte ich den Körper mit drei Nähten zusammen, während ich in einer Seitennaht eine Wendeöffnung frei ließ. Zum Schluß befestigte ich das untere Teil des Körpers an den übrigen, wobei ich die Beine und den Schwanz dazwischen legte.

Nun war der Elefant soweit fertig genäht, so dass ich ihn wenden konnte. Danach stopfte ich Kopf und Körper mit Füllwatte aus und schloss die Wendeöffnung von außen. Da ich an Armen und Beinen keine Öffnungen gelassen hatte, blieben sie leer. Zum Schluss stickte ich dem Elefanten zwei Augen auf.

Da ich mit dem fertigen Elefanten nicht ganz zufrieden war, den Körper fand ich zu rund und die Beine zu lang, änderte ich auf dem Blatt Papier mit dem Schnittmuster alle Teile des Körpers und kürzte die Beine. Dann nähte ich einen neuen Elefanten. Mit ihm war ich schließlich zufrieden. Ich habe den Elefanten von vorne, von der Seite und von hinten fotografiert:

Der Elefant ist etwa 10,5 cm groß, wenn die Beine nach unten hängen.

Ich denke daran, diesen Elefanten einem kleinen Kind zu schenken. Deshalb habe ich die Augen auch gestickt. Von der Machart her würde er ganz gut zu meiner Reihe kleiner Stofftiere passen, wie mein Vögelchen oder die Krabbe, aber der Elefant ist ein wenig zu groß, wie meine Rassel-Ente. Ich habe immer wieder viel Freude beim Entwerfen kleiner Stofftiere. Dabei finde ich sehr spannend, wie es dann nach dem Stopfen aussieht. Ganz oft bin ich zufrieden, aber manchmal, so wie hier, aber auch nicht.

Elefanten-Anhänger aus Kupfer

Ein kleiner Elefant lebte glücklich und zufrieden mit seiner Herde, bis er eines Tages eingefangen und an einen Zoo verkauft wurde. Dort bewunderten ihn alle Menschen, weil er so wunderschön war. Wahrscheinlich lebt er heute noch dort…

Das Thema Metall-Ton beschäftigte mich so sehr, dass ich noch weitere Techniken für Anhänger ausprobieren wollte. Ich hatte irgendwann mal einen Stempel aus Silikonkautschuk gebastelt, den ich unbedingt ausprobieren wollte. Ich habe diesen Stempel mal fotografiert:

Für den Anhänger rollte ich nun ein wenig von dem Kupfer-Ton gleichmäßig mit meinem Acrylroller aus. Damit das möglichst gleichmäßig wurde, legte ich den Ton zwischen zwei Stapeln mit jeweils 8 Spielkarten. Anschließend drückte ich den Elefantenstempel mit etwas Druck in den Ton, so dass der Elefant gut zu sehen war. Dann schnitt ich ihn mit einem kleinen Taschenmesser aus. Zum Schluss versuchte ich, die Kanten ein wenig zu glätten. Aus einem kleinen Stück weiteren Ton bastelte ich noch einen kleinen Aufhänger. Nun ließ ich beides einige Stunden trocknen.

Als beides schön hart geworden war, klebte ich beides mit einer Mischung aus Ton und viel Wasser aneinander. Anschließend ließ ich den Anhänger wiederum ein paar Stunden trocknen, so dass insgesamt mindestens 24 Stunden vergangen waren. Der Elefanten-Anhänger sah nun so aus:

Als der Anhänger nun genügend Zeit getrocknet hatte, brannte ich ihn mit dem Handgasbrenner. Hierfür legte ich ihn auf eine Mineralfaserplatte, die auf einer feuerfesten Unterlage lag. Nach dem Abkühlen sah der Anhänger so aus:

Beim Brennen schrumpfen die Werkstücke ein wenig. Um die dunklen Stellen zu entfernen, legte ich den Elefanten nun in ein Bad aus Essigessenz und Kochsalz. Auf dem folgenden Foto ist er zu sehen:

Nun musste er nur noch mit Schleifpapier abgeschliffen werden, so dass das glänzende Kupfer zum Vorschein kam:

Ein zweiter Elefant ist mir beim Brennen angeschmolzen:

Da ich für die Herstellung weiterer Elefanten-Anhänger nicht immer wieder stempeln wollte, beschloss ich, eine Form aus Silikonkautschuk zu basteln. Hierfür drückte ich den Stempel in ofenhärtende Modelliermasse, schnitt den Elefanten aus, brachte einen runden Aufhänger an und buk das Ganze im Ofen. Um die Form gießen zu können bastelte ich ein kleines Schächtelchen aus Karton, in dessen Mitte ich den Elefanten-Anhänger aus Modelliermasse klebte. Anschließend füllte ich das Kästchen mit flüssigem Silikonkautschuk, der über Nacht fest wurde. Die fertige Form sah nun so aus:

Um mit Hilfe der Form einen Anhänger zu basteln, drückte ich den Kupfer-Ton in die Form und ließ ihn in der Form ganz durchtrocknen. Der Ton läßt sich nur dann aus der Form nehmen, wenn er ganz trocken ist. Dann folgten die gleichen Arbeitsschritte wie oben, und dann war der Anhänger endlich fertig:

Der Anhänger ist komplett 2,2 cm lang.

Der Metall-Ton läßt sich sehr gut ausrollen und mit Stempeln aller Art bearbeiten. Hierfür muss man nur die Unterlage und das Werkzeug ein wenig mit Vaseline einreiben. Da ich aber beim Ausschneiden Probleme hatte, es wurde nicht so genau, wie ich es gerne gehabt hätte, bastelte ich eine Silikonform. Außerdem hat die Form den Vorteil, dass ich später noch weitere Anhänger basteln kann, sei es als Geschenk oder falls ich einen Elefanten-Anhänger verlieren sollte. Die Arbeit mit den Silikonformen finde ich auch schön einfach, wie bei meiner Waffel mit Sahne.

Maus mit Käse

Eine kleine Maus hatte ein großes Stück Käse gefunden. Sie freute sich darüber sehr, denn solch ein Stück Käse gehörte zweifelsohne zu den Leckerbissen, die man nur selten bekam. Möglicherweise reichte es, um mehrere Tage satt zu werden…

Nachdem ich mich recht intensiv mit dem Thema Metal-Clay beschäftigt hatte, wollte ich mal wieder etwas aus Speckstein schnitzen. Ich weiß schon gar nicht mehr, wann die letzte Figur entstand. Mir schwebte da eine Maus vor, die ein Stück Käse zwischen ihren Vorderpfoten hielt.

Ich suchte mir also einen Speckstein heraus, den ich für geeignet hielt. Der war allerdings recht groß, weshalb ich mir einen kleineren Klotz daraus mit meiner Taschenmessersäge sägte. Dieser Klotz war nun ziemlich quaderförmig und einheitlich hellgrau. Aber die richtige Farbe eines Specksteins sieht man erst, wenn die Figur am Ende poliert wird.

Auf eine Seite dieses Quaders zeichnete ich zuerst die Seitenansicht der Maus. Dann sägte ich die Figur grob aus. Anschließend begann ich, die Maus von einer Seite herauszuarbeiten. Hierbei benutzte ich ein Taschenmesser und zwei verschiedene gerade Feilen. War ich mit dieser Seite einigermaßen zufrieden, kam die andere Seite an die Reihe. Oft ist es dann so, dass ich die erste Seite noch mal nachbearbeiten muss. Das kann dann mehrmals hin und her gehen, bis alles passt. So entstanden nun nacheinander der Kopf, der Oberkörper mit den Vorderpfoten und dem Käse und der Rest mit den Hinterpfoten und dem Schwanz.

Hier und da musste ich noch mit der feinen Feile nacharbeiten, doch das waren nur Kleinigkeiten. Dann war die Maus fertiggeschnitzt. Um sie zu polieren, rieb ich sie mehrmals mit einem Lederpflegemittel ein, das hauptsächlich aus Bienenwachs besteht. Nun zeigte sich die wahre Farbe des Specksteins. Das war der Moment, den ich immer am spannendsten finde. Der Stein hatte ein sehr dunkles Grau, er war fast schwarz. Am Speckstein finde ich auch schön, dass er die unterschiedlichsten Farben haben kann, dabei aber immer mit relativ einfachen Mitteln zu bearbeiten ist.

Die fertige Maus sah nun so aus:

Ich habe sie auch noch von einer Seite und von hinten fotografiert:

Die Maus ist 4,5 etwa cm hoch.

Mit Speckstein zu basteln macht mir immer großen Spaß, weil er sich leicht verarbeiten läßt, dabei immer wie ein Stein aussieht und sich auch wie einer anfühlt. Außerdem faszinieren mich die verschiedenen Farben, die das Thema Speckstein nie langweilig werden lassen. Wenn ich die Gelegenheit dazu habe, kaufe ich gleich mehrere große Steine in verschiedenen Farben, denn man kann die Steine leicht in kleine Stücke zerlegen. Wer sich dafür interessiert, wie Speckstein auch aussehen kann, der kann in die Artikel über meinen Löwen und die Schnecke reinschauen.

Waffel-Anhänger aus Kupfer

Eine kleine Waffel mit Sahnehäubchen und Orangenscheibe sah zum Anbeißen aus. Doch sie war sehr hart und die Farbe passte auch nicht so recht…

Da ich von dem Kupfer-Ton noch genug übrig und ich noch einige Ideen im Kopf hatte, beschloss ich, einen weiteren Anhänger zu basteln, bei dem alte Silikonformen zum Einsatz kommen sollten. Vor einiger Zeit entstanden verschiedene Waffeln aus ofenhärtender Modelliermasse, für die ich die Formen hergestellt hatte, wobei ich das Sahnehäubchen bereits bei meinen kleinen Kuchen verwendet hatte.

Ich suchte also die Form für die Waffel und die Form für das Sahnehäubchen heraus. Die Orangenscheibe wollte ich von Hand modellieren. Ich nahm ein wenig von dem Kupfer-Ton aus seiner Verpackung und drückte etwas davon in die Waffelform und den Rest in die Sahneform. Das Sahnehäubchen höhlte ich innen ein wenig aus, und an der Waffel befestigte ich eine kleine Öse. Wie ich nun aus Erfahrung wusste, musste ich die Masse in den Formen trocknen lassen, um sie unfallfrei aus den Formen herauszubekommen. Anschließend modellierte ich aus ganz wenig Ton eine kleine Scheibe, in die ich Striche einritzte. Auch diese Scheibe musste jetzt trocknen.

Als der Kupfer-Ton nach einigen Stunden getrocknet war, holte ich die Waffel und das Sahnehäubchen aus ihren Formen und klebte beides mit einer Mischung aus Kupfer-Ton und viel Wasser aneinander. Gleiches tat ich mit der Orangenscheibe. Nun ließ ich das Ganze wiederum einige Zeit trocknen. Die Waffel sah jetzt so aus:

Als ich mir sicher war, dass alles trocken war, legte ich die Waffel auf die Mineralfaserplatte, die bereits auf einer feuerfesten Unterlage lag, und richtete die Flamme eines Handgasbrenners für etwa zwei Minuten auf sie. Anschließend warf ich sie in einen Topf mit kaltem Wasser, wobei schon etwas von der Oxidationsschicht abblätterte. Das nächste Foto zeigt die Waffel mit der noch vorhandenen Oxidationsschicht:

Anschließend legte ich die Waffel für mehrere Stunden in eine Mischung aus Essigessenz und Salz, um die dunklen Stellen zu entfernen:

Nach der Bearbeitung mit feinem Sandpapier und einiger Zeit an der Luft sah die Waffel so aus:

Wie man auf dem Foto sehr deutlich erkennen kann, hatte das Sahnehäubchen beim Brennen einen Riß bekommen. Später fand ich heraus, dass das in diesem Fall an dem Hohlraum lag. Was eigentlich ganz logisch ist, wenn man mal darüber nachdenkt, denn heiße Luft braucht eben mehr Platz.

Da mir dieser Riß ganz und gar nich gefiel, wollte ich nun noch eine Waffel basteln, aber ohne Hohlraum im Sahnehäubchen. Die Arbeitsschritte waren jetzt die gleichen wie bei der ersten Waffel. Nur dass das Ergebnis mir hier schon wesentlich mehr zusagte:

Es hatten sich keine Riße gebildet. Beim Vergleich mit den anderen Fotos fällte einem auf, dass sie die Lage der Sahne und der Orangenscheibe ein wenig verändert hat. Auf dem Foto ganz oben ist auch die neue Waffel zu sehen.

Die fertige Waffel hat ohne Öse einen Durchmesser von 1,6 cm.

Ich hatte zuvor schon mal kleine Glücksschweinchen aus dem Kupfer-Ton gebastelt, wobei eines davon auch Riße beim Brennen bekommen hatte. Was hier die Ursache dafür war, ist mir allerdings unklar. Vielleicht hatte ich den Kupfer-Ton vorher nicht ordentlich genug durchgeknetet, so dass sich Ritzen gebildet hatten.

 

 

Kleines Drachen-Monster

Ein kleines Tierchen wusste nicht so recht, was es sein sollte. War es ein Drache, weil es Flügelchen auf dem Rücken hatte, oder war es wegen seiner spitzen Zähne eher ein Monster? Vielleicht konnte es ihm irgendwann irgendjemand sagen…

Kind 2 hatte mal wieder Geburtstag. Und da ich irgendwann damit angefangen hatte, kleine Figürchen für die Kindergeburtstage zu basteln, wollte nun Kind 2 auch dieses Mal wieder so eines. Nur durfte ich jetzt selbst entscheiden, was es darstellen sollte, denn bisher hatten die Kinder eigene Ideen.

Da ich kurz zuvor einen dreidimensionalen Drachen gegossen hatte, übernahm ich ihn einfach und übersetzte ihn in eine flachere Form. Außerdem wurde er auch ein bisschen größer. Ich schaute mir also diesen dreidimensionalen Drachen von vorne an und zeichnete einen Entwurf mit Bleistift auf Papier. Als ich mit diesem Entwurf zufrieden war, pauste ich ihn auf ein weiteres Blatt Papier und konstruierte den Boden und die vier Seiten eines Kästchens drumherum.

Diesen Bauplan für das Kästchen schnitt ich aus und übertrug ihn auf ein Stück festen Kartons. Auch diese Version schnitt ich aus. Nun faltete ich die vier Seiten des Kästchens, aus Papier und Karton, jeweils nach oben und klebte den Boden des Kästchens aus Papier auf den jeweiligen aus Karton. Anschließend konnte ich den Drachen auf den Entwurf mit Knete aufmodellieren, der sich auf dem Boden des Kästchens befand. Zum Schluß klebte ich die vier Kartonseiten zu einem Kästchen zusammen und die Papierseiten auf die Kartonseiten, so dass nun das Drachenmodell auf dem Boden des Kästchens lag. Wer jetzt Schwierigkeiten hatte, mir zu folgen, kann sich den Entstehungsprozess am Beispiel eines Nilpferdes anschauen.

Um eine Gießform herzustellen, füllte ich flüssiges Silikonkautschuk in dieses Kästchen, das über Nacht fest wurde, dabei aber elastisch blieb. Dann konnte ich die fertige Form aus dem Kästchen nehmen. Sie sah nun so aus:

Bis ich sie verwenden konnte, wartete ich noch weitere 24 Stunden. Als erstes goss ich die Form mit keramischer Gießmasse aus. Das Ergebnis ist ganz oben zu sehen. Ein weiteres Exemplar habe ich mit meinen Acryllackfarben auf Wasserbasis angemalt:

Für den Kindergeburtstag habe ich die Figuren aus eingefärbtem Polyurethan-Gießharz gegossen:

Bei einem ersten Versuch, eine Gießform herzustellen, habe ich ein anderes Silikon verwendet, das nach dem Härten viel weicher ist. Nur hatte ich hier das Problem, dass die Oberfläche der fertigen Form dort, wo die Figur war, schmierig geblieben war. Offenbar war die Knete für dieses Silikon nicht geeignet. Trotzdem hatte ich das Gießharz auch in diese Form gegossen:

Man kann den Unterschied ganz deutlich sehen. Die Formen und Linien sind nicht ganz so klar wie oben.

Da nach diesem ersten Fehlversuch das Modell aus Knete noch unversehrt war, konnte ich ganz einfach eine neue Form aus dem anderen Silikon gießen.

Das Drachen-Monster ist etwa 3 cm groß.

Wer weiß, wie lange ich noch diese Geburtstagsfiguren basteln werde. Letztes Jahr gab es zu gleicher Zeit einen kleinen Wolf. Bei dieser neuen Figur habe ich auch mal wieder etwas Neues gelernt. Man muss bei unterschiedlichen Silikonen auch unterschiedliche Materialen für die Modelle verwenden.

Schweinchen-Anhänger aus Kupfer

Ein Schwein lebte glücklich und zufrieden bei einem alten Bauer. Bis der Bauer eines Tages starb. Dann sollte das Schwein an einen Schlachter verkauft werden. Doch das Schwein war schlau genug, um den Ernst seiner Lage zu erkennen, und riss aus. Eine spannende Reise begann…

Nachdem ich ja recht erfolgreich mit dem Silber-Ton gebastelt hatte, mir das Material zum Experimentieren jedoch zu teuer war, dachte ich mir, probiere ich die billigere Variante aus. Denn den Metall-Ton gibt es auch als Kupfer-Ton, der um einiges günstiger ist, sich aber auch mit dem Handbrenner brennen läßt. Nur dauert es hier länger, bis das Objekt gebrannt ist, als beim Silber-Ton. Deshalb sollte man darauf achten, dass die feuerfeste Unterlage das Brennen aushält. Beim Silber-Ton war das kein Problem, beim Kupfer-Ton jedoch ist mir die Tonfliese zersprungen, weshalb ich mir noch eine kleine  Mineralfaserplatte besorgt habe.

Für das Schwein aus Kupfer habe ich eine alte Silikonform herausgeholt, die ich mal vor Jahren gebastelt hatte. Damals hatte ich die Schweine aus eingefärbtem Polyurethan-Gießharz gegossen und einen Schmuckstein aus Kunststoff eingesetzt. Jetzt sollte die Form für ein Glücksschweinchen aus Kupfer herhalten. Ich schnitt also etwas von dem Kupfer-Ton ab und drückte es in die Form. Anschließend ließ ich den Ton in der Form vollständig trocknen, da ich sonst das Schwein nicht aus der Form bekommen hätte. Das dauerte in etwa sieben bis acht Stunden.

Als das Schwein trocken war, holte ich es aus der Form heraus, was ganz mühelos klappte, und besserte es hier und da mit sehr weichem Kupfer-Ton etwas aus. Dann ließ ich das Schwein wieder trocknen, was jetzt aber schneller ging, da die feuchten Tonmengen wesentlich geringer waren. Nun war das Schwein zum Brennen bereit. Ich legte es auf die Fliese, die auf einer feuerfesten Unterlage lag, und richtete die Handbrennerflamme mehrere Minuten direkt darauf, bis die Fliese zersprang. Glücklicherweise reichte die Brenndauer aus, um das Material vollständig in Kupfer zu verwandeln.

Ich legte das Schwein in eine Mischung aus Essigessenz und Kochsalz, um die dunklen Oxidationsrückstände zu entfernen. Danach bearbeitete ich es noch mit feinem Schleifpapier. Jetzt stellte ich zu meinem Entsetzen fest, dass das Schwein beim Brennen einen Riß bekommen hatte:

Ich wusste und weiß immer noch nicht, weshalb das passiert war.

Um weitere Schweine zu basteln, musste ich erst auf meine Mineralfasermatte warten, die ich im Internet bestellt hatte. Dann machte ich alles genauso wie beim ersten Mal. Das Schwein sah nach dem Trocknen so aus:

Wie ich finde, sah es aus, als wäre es aus rotem, gebrannten Ton gefertigt worden. Nach dem Brennen war das Schwein von einer dunklen Oxidationsschicht überzogen:

Diese dunkle Schicht ließ ich von der oben beschriebenen Mischung entfernen, was mehrere Stunden gedauert hatte:

Über dem Schwein lag nun immer noch eine rote Schicht, die sich aber mit Schleifpapier leicht entfernen ließ. Das Endergebnis ist ganz oben zu sehen.

Da ich nicht nur Schweine basteln wollte, habe ich auch eine Schildkröte gemacht:

Die Schildkröte aus Silber gefiel mir jedoch wesentlich besser. Sie ist unter dem Artikel „Schildkröten-Anhänger aus Silber“ zu sehen.

Das Schwein war vor dem Brennen 2 cm und nach dem Brennen 1,8 cm lang.

Da ich von dem Kupfer-Ton noch jede Menge übrig hatte, nahm ich mir vor, noch weitere Anhänger zu basteln. Schließlich muss ich herausfinden, was mit diesem Material noch alles möglich ist. Bisher hatte ich es nur mit einzelnen Silikonformen verwendet.

 

Schildkröten-Anhänger aus Silber

Eine kleine silberne Schildkröte zog hinaus in die Welt, um sich ein schönes Zuhause zu suchen. Bei jemandem, der sie lieben und gut auf sie aufpassen würde…

In einem Buch, das beschreibt, wie man aus den verschiedensten Materialien Schmuck herstellen kann, stieß ich zum ersten Mal auf Silverclay, einer knetbaren Masse, die man in recht reines Silber verwandeln kann. Hierzu benötigt man „nur“ einen Brennofen. Dieses Material hatte mich sofort neugierig gemacht, und ich hatte Lust bekommen, es auch mal auszuprobieren. Man konnte es im Internet bestellen, und ich dachte schon über Möglichkeiten nach, wie ich es dann brennen konnte, denn einen Brennofen hatte ich natürlich nicht.

Der nichtvorhandene Brennofen war es auch, weshalb ich die Idee erst mal verwarf. Um dann doch noch ein Jahr später wieder darauf zurückzukommen. Denn ich hatte das Buch wieder herausgekramt und war bei dem Silverclay hängengeblieben. Ich machte mich nun intensiver im Internet auf die Suche, um so viel wie möglich über das Material zu finden. Dabei las ich an mehreren Stellen, dass man zum Brennen nicht unbedingt einen Brennofen braucht, gerade bei der Silbervariante würde ein Handgasbrenner reichen, wie man ihn auch in der Küche verwendet.

Da wir irgendwann mal so einen Brenner für die Zubereitung eines Desserts gekauft hatten, wollte ich das mit dem Silverclay endlich auch mal ausprobieren. 10 g dieser Masse waren dann schnell bestellt, was nicht ganz billig war, schließlich enthält sie ja echtes Silber, neben einem Bindemittel und Wasser. Als erstes wollte ich die Masse mit kleinen Silikonformen ausprobieren, die ich schon hatte.

Dabei kam ich ganz schnell auf die kleine Schildkröte, deren Form ich für einen Anhänger aus ofenhärtender Modelliermasse gebastelt hatte. Ich drückte diesen Silberton also in die Form und wollte die Schildkröte sofort herausnehmen, was mir nicht gelang. Die Masse klebte zu sehr an der Form. Also probierte ich es noch einmal und drückte die Masse erneut in die Form, modellierte eine Öse hinten an die Schildkröte und beschloss, das Ganze erst einmal trocknen zu lassen. Ich ließ die Form mit der Masse also mehrere Stunden stehen.

Und siehe da, die Schildkröte ließ sich jetzt ganz einfach aus der Form nehmen. Bevor man die Objekte brennen kann, müssen sie ganz trocken sein, also an der Luft mindestens 24 Stunden getrocknet haben. In der Packung mit dem Silberton war eine Gebrauchsanleitung dabei, auf japanisch und englisch, zum Glück konnte ich die englische ganz gut verstehen. Die Schildkröte sah nach dem Trocknen nun so aus, irgendwie wie weißer Ton:

Als ich mir ganz sicher war, dass die Schildkröte vollständig durchgetrocknet war, legte ich sie auf eine Fliese, die ich aus dem Baumarkt geholt und auf einer feuerfeste Matte platziert hatte, und richtete nun die Flamme des Brenners direkt auf sie. Etwa eine Minute lang. Dann drehte ich sie um und machte das Gleiche noch einmal. Anschließend warf ich die Schildkröte in einen Topf mit kaltem Wasser, den ich mir vorher bereitgestellt hatte. Dann holte ich sie heraus und trocknete sie ab. Sie war nicht silberglänzend, sondern von einer weißen kristallinen Schicht überzogen.

Um diese Schicht nun zu entfernen, musste ich die Schildkröte mit feinem Schleifpapier abschleifen. Ich habe mal ein Foto gemacht, auf dem zu erkennen ist, dass der Kopf bereits glänzt, während der Körper noch unter der Schicht begraben ist:

Zugegeben, dass der Kopf schon bearbeitet ist, sieht man nicht wirklich gut, aber ich denke, die weiße Schicht ist einigermaßen zu erkennen. Das Bild ganz oben zeigt die Schildkröte nach vollständigem Abschleifen. Beim Brennvorgang war die Schildkröte ein wenig geschrumpft.

Da ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden war, bastelte ich mir noch ein kleines Schweinchen, das auf den folgenden Bildern vor und nach dem Brennen und der Bearbeitung mit Schleifpapier zu sehen ist:

Die Schildkröte ist ohne Öse 1,6 cm lang. Zum Vergleich: sie war vor dem Brennen 1,8 cm lang.

Inzwischen hatte ich herausgefunden, dass es auch andere Metalltone gibt, zu finden unter metal clay, mit unedleren Metallen, wie Kupfer oder Bronze. Speziell der Kupferton lässt sich wohl auch mit dem Handgasbrenner brennen. Da mir der Silberton für weitere Experimente zu teuer ist, werde ich wohl den Kupferton ausprobieren. Hiervon bekommt man für den gleichen Preis etwas mehr als das Fünffache an Masse.

Sitzender Drache

Ein kleiner Drache hatte erst vor wenigen Tagen das Fliegen gelernt. Jetzt war er seinen Eltern davongeflogen und wartete auf sie. Dabei hoffte er, dass sie bald kommen würden, da er langsam Hunger bekam…

Vor ein paar Jahren hatte ich mich intensiv mit der Stop-Motion-Technik beschäftigt und mir hierfür eine recht bewegliche Figur gebastelt. Diese Figur hatte innen ein Gerüst aus Aluminiumdraht und war aus einem sehr flexiblen Silikonkautschuk gegossen. Von dieser hellblauen Silikonmasse hatte ich noch einiges übrig, weshalb ich mir dachte, ich könnte sie ja auch mal für den Zweck hernehmen, für den sie da ist. Denn gedacht war sie für den Formenbau.

Da diese Masse weich und biegsam ist, überlegte ich mir eine Figur mit Hinterschneidungen, für die ich eine einteilige Form basteln wollte. Es sollte ein kleiner sitzender Drache mit winzigen Flügeln werden. Ich modellierte mir also eine Figur aus normaler Knetmasse und befestigte sie in der Mitte eines Kästchens, das ich mir aus festerem Karton gebastelt hatte. Anschließend füllte ich dieses Kästchen mit flüssigem Silikonkautschuk auf, der über Nacht fest wurde, dabei aber weich und flexibel blieb. Sie sah so aus:

Ich füllte in die fertige Form eine keramische Gießmasse, die ich mir aus einem Pulver und Wasser angerührt hatte. Nach etwa 30 Minuten konnte ich die Figur herausnehmen. Bis die Figur aber ganz fertig war, musste sie noch weitere 24 Stunden trocknen. Leider hatte der Drache hier und da ein paar Löcher, die von Luftblasen gebildet wurden, die sich bei mir nie vermeiden ließen, obwohl ich die Masse erst mit dem Pinsel verteilte, bevor ich die gesamte Form ausgoss. Mit der Zeit bekam ich aber heraus, dass man die Löcher mit neu angemischter Masse ausbessern konnte, solange die Figur noch sehr feucht war. Man musste die Löcher nur sofort ausbessern, dann verband sich die alte mit der neuen Masse.

Hier habe ich mal einen dieser Drachen von vorne und von der Seite fotografiert:

Einen weiteren Drachen habe ich mit meinen Acryllackfarben auf Wasserbasis angemalt:

Ich habe auch versucht, Drachen aus ofenhärtender Modelliermasse zu basteln, wobei mir das Ergebnis nicht ganz so gut gefiel, da die Form ja doch sehr weich war:

Irgendwann habe ich die Form leider mit einem Zahnstocher ruiniert. Es gelang mir nicht, die Form wieder zu reparieren. Also beschloss ich, ein völlig anderes Silikon auszuprobieren und mir eine neue Form herzustellen. Das Kästchen aus Karton hatte ich noch und als Modell sollte mir ein bereits gegossener Drache dienen. Das neue Silikon härtete schneller aus als das alte, und die Form war dementsprechend auch schneller fertig. Ich habe sie mal fotografiert:

Auch sie habe ich überwiegend mit keramischer Gießmasse ausgegossen. Da ich gelesen hatte, dass sie Hitze gut verträgt, habe ich sie auch mit ofenhärtender Modelliermasse gefüllt, sie anschließend wieder ein wenig in die ursprüngliche Form gebracht, so dass der Drache nicht breiter wird als vorgesehen, und die Form mitsamt Modelliermasse für zehn Minuten in den Ofen gesteckt anstatt für eine halbe Stunde. Als die Form soweit wieder abgekühlt war, drückte ich den schon fester gewordenen Drachen heraus, besserte hier und da sichtbare Risse aus und steckte ihn nochmal für etwa 30 Minuten in den Ofen. Mit diesem Ergebnis war ich dann recht zufrieden, denn der Drache konnte sich beim Herausdrücken aus der Form nicht mehr verformen:

Der Drache ist mit Ohren 1,7 cm hoch.

Die Form aus flexiblem Silikonkautschuk eignet sich gut für einteilige Formen für Figuren mit Hinterschneidungen und zum Ausgießen mit flüssigen Gießmassen. Für ofenhärtende Modelliermassen ist sie fast zu weich, da sie sich beim Hereindrücken der Masse etwas ausdehnt, hierbei muss man sie anschließend wieder in Form bringen. Außerdem verformt sich die Figur beim Herausdrücken etwas. Da die Form zum Glück höhere Temperaturen aushält, ist dieses Problem auch gelöst. Am besten ist es aber, sie tatsächlich mit flüssiger, keramischer Gießmasse auszugießen. Das war die erste Gießform dieser Art. Bislang hatte ich für dreidimensionale Figuren immer Formen mit mindestens zwei Teilen gebastelt, da ich auch härteren Silikonkautschuk verwendet habe, wie beispielsweise bei meinem Igel.

 

 

Nico und Hilda als Stofftiere

Nico und Hilda sind die besten Freunde. Seit dem Tag, an dem sie sich kennengelernt hatten, sind sie unzertrennlich. Dabei stört es sie nicht, dass Nico ein Nilpferd und Hilda ein kleines Häschen ist…

Als ich meiner kleinen Nichte neulich ein Geschenk zum Geburtstag basteln wollte, fielen mir die beiden Nico- und Hildastofftiere ein, die ich vor einiger Zeit mal genäht hatte. Prima, dachte ich mir, da habe ich ja noch die Schnittmuster und kann die Tiere einfach und schnell nachmachen. Ich hatte die alten Exemplare auch noch. Doch als ich sie herausgesucht hatte, war ich doch ein wenig enttäuscht. So konnte und wollte ich die Tiere nicht machen.

Beide Tiere waren gleichgroß, obwohl Hilda in meinen Zeichnungen deutlich kleiner ist als Nico. Außerdem hat mir die Haltung ihrer Arme nicht gefallen. Und bei Nico fand ich den Körper zu kurz. Also setzte ich mich hin und veränderte die alten Schnittmuster. Dabei war es gar nicht so einfach, die Tiere im richtigen Größenverhältnis zueinander hinzubekommen. Das Schnittmuster von Hilda musste ich im Nachhinein nochmal verkleinern.

Als ich mit den neuen Schnittmustern zufrieden war, pauste ich die einzelnen Teile in der richtigen Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier, schnitt sie aus und übertrug sie auf die entsprechenden Stoffe. Da Hilda in den Zeichnungen ganz nackig ist, fertigte ich sie komplett aus Fleece-Stoffen, während ich die Kleidung von Nico aus Baumwollstoffen nähen wollte. Die Stoffteile schnitt ich dann wiederum aus.

Bei beiden Tieren nähte ich zuerst Arme, Beine und Ohren. Dann wandte ich mich jeweils den Köpfen und anschließend den Körpern zu. Dabei kamen die Ohren zwischen Vorder- und Hinterteil des Kopfes, die Arme zwischen Kopf und Körper und die Beine zwischen Körpervorder- und Hinterteil. Wie ich ein Stofftier dieser Art nähe, habe ich in einem Artikel unter den Anleitungen genauer beschrieben. Hier hatte ich einen Hund gebastelt.

Nach dem Nähen drehte ich die Tiere um und stopfte sie aus. Zum Schluss stickte ich beiden Tieren ein Gesicht auf, wobei in meinen Testversionen kleine schwarze Perlen die Pupillen bildeten. Hilda bekam zusätzlich einen gestickten Bauchnabel und Nico rote Zehennägel an den Füßen. Bei den Tieren für meine Nichte habe ich die Pupillen auch gestickt.

Die fertigen Tiere sind ganz oben zu sehen. Ich habe sie auch nochmal einzeln von der Seite fotografiert:

Und da ich mit meinen alten Tieren so unzufrieden war, weshalb ich ja neue genäht habe, möchte ich hier die alten mit den neuen Versionen im Vergleich zeigen:

Jeweils rechts im Bild ist die neue Version zu sehen. Man kann hier gut erkennen, dass Nico größer und Hilda kleiner geworden ist. Mit den neuen Tieren bin ich jetzt zufrieden.

Nico ist etwa 9 cm und Hilda mit Ohren etwa 8 cm groß.

Zuerst habe ich Nico und Hilda modelliert und gegossen, dann begann ich, sie zu zeichnen und zum Schluss habe ich sie genäht. Unter der Rubrik „Nico und Hilda“ sind alle meine Zeichnungen mit Nico und Hilda und ihren Freunden zu sehen, wie zum Beispiel „Nico hatte einen Unfall“.

 

Süße Waffeln

Mehrere Waffeln warten darauf, verzehrt zu werden. Dabei sollte man nicht zu lange warten, denn sonst schmilzt die Sahne und das Eis auf der heißen Waffel. Und vielleicht sollte man auch mehrere Waffeln probieren…

Nach den eher herzhaften Burgern wollte ich mal wieder etwas Süßes basteln. Mir schwebten da leckere Waffeln vor, die man nach Lust und Laune dekorieren konnte. Waffeln mit dem typischen Herzmuster vieler Waffeleisen. Nur meine Waffeln sollte man nicht essen können, sondern aus ofenhärtender Modelliermasse bestehen, und außerdem über eine recht kleine Größe verfügen, so dass man ganz viele davon essen müsste, um satt zu werden.

Ich zeichnete mir also einen Entwurf, indem ich zuerst einen Kreis zog und diesen mit Hilfe eines Geodreiecks in fünf gleichgroße Segmente unterteilte. In jedes dieser Segmente zeichnete ich nun ein Herz, wobei sich alle Herzen möglichst ähnlich sehen sollten. Als ich mit dem Entwurf zufrieden war, schnitt ich ihn aus. Anschließend rollte ich ganz normale Knete zu einer dünnen Platte aus und legte den Entwurf als Schablone darauf. Dann versuchte ich, die Knete um die Schablone herum so genau wie möglich zu schneiden, so dass ich eine Waffel ohne Struktur aus Knete erhielt.

Nachdem die Ränder der Waffel geglättet waren, bastelte ich mir ein kleines Kästchen aus festem Karton und klebte die Waffel auf dessen Boden genau in die Mitte. Mit einem Zahnstocher zog ich feine Linien, so dass die Herzen erkennbar wurden. Ebenfalls mit dem Zahnstocher setzte ich mehrere Löcher in Reihen auf die Waffel, so dass sie möglichst echt aussah. Nun war das Modell fertig.

Um eine Form herzustellen goss ich flüssigen Silikonkautschuk in das kleine Kästchen, der über Nacht fest wurde, dabei aber elastisch blieb. Die fertige Form sah nun so aus:

Ich wartete insgesamt etwa 24 Stunden, bevor ich die Form zum ersten Mal benutzte. Um eine Waffel zu basteln, mischte ich mir aus zwei Brauntönen der ofenhärtenden Knete einen mittleren Ton und drückte sie in die Form. Überschüssige Modelliermasse schnitt ich mit dem Messer ab. Diesen Vorgang wiederholte ich, so dass ich zwei dünne Waffeln erhielt. Da echte Waffeln in der Mitte etwas heller sind, rollte ich die Modelliermasse in dem hellen Braunton ganz dünn aus, legte eine Waffelhälfte darauf und schnitt eine Waffelform aus. Zum Schluss fügte ich beide Hälften zu einer ganzen Waffel zusammen. Hierbei empfiehlt es sich, die beiden Waffelteile erst für 5 Minuten in den Backofen zu geben, bevor man die dünne Schicht dazwischen aufbringt und die Teile zusammenfügt, damit sich das Muster nicht zerdrückt.

Da mir die Waffel so zu langweilig war, wollte ich sie verzieren. Zuerst nahm ich die Form für die Sahne meiner Cupcakes, drückte weiße Modelliermasse hinein und drapierte die Sahne auf die Waffel. Um die Sahne herum schmierte ich ein Gemisch aus Modelliermasse und Wasser, um geschmolzene Sahne zu imitieren, da die Waffel ja noch heiß sein sollte. Auf einer Waffel dekorierte ich die Sahne mit roten Früchten, und auf einer weiteren mit kleinen Orangenscheiben. Ich habe sie mal einzeln fotografiert:

Andere Waffeln verzierte ich mit jeweils einer Kugel Eis, für die ich auch eine Silikonform hatte, eine mit einer Kugel Vanilleeis und roten Früchten, die andere mit einer Kugel orangenem Eis und bunten Streuseln. Auch hier habe  ich um die Kugeln herum Gemische aus Modelliermasse und Wasser angebracht:

Zum Schluss mussten die Waffeln noch in den Backofen, um vollständig hart zu werden.

Die Waffel hat einen Durchmesser von etwa 2 cm.

Das Basteln von Miniaturen von Dingen, die man normalerweise essen kann, macht mir großen Spaß. Dabei verwende ich am liebsten selbstgemachte Formen aus Silikonkautschuk, da ich somit immer wieder neue Leckereien zaubern kann. Und die verschiedenen Formen lassen sich miteinander kombinieren. Hier kamen die Sahne meiner Cupcakes und die Eiskugel meiner Eistüten zum Einsatz.