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Viele kleine Blumen

In einem herrschaftlichen Garten wuchsen neben vielen Büschen und Bäumen zahlreiche Blumen in den verschiedensten Farben. In jeder Ecke des Gartens leuchteten diese Blüten um die Wette. Nur zu gern hielten sich die Insekten hier auf, denn nirgendwo sonst sollte das Nahrungsangebot üppiger ausfallen…

Nach den Mäusen und den kleinen Kuchen wollte ich noch irgendetwas Pflanzliches basteln. Dabei hielt ich Blüten für geeignet, denn man konnte sie wunderbar farblich gestalten und sie waren einfach dekorativ. Wer freute sich nicht über ein paar Blumen als Mitbringsel? Und, wie ich finde, hatte man von unechten Blumen mehr als von echten. Denn Schnittblumen verwelken doch recht schnell. Ich jedenfalls wollte mit den gebastelten Blüten ein Geschenk verzieren und brauchte hierfür mehrere. Und weil ich nicht jede einzeln modellieren wollte, musste auch hier wieder eine Silikonform her.

Zur Herstellung der Silikonform modellierte ich mir ein Modell aus ofenhärtender Modelliermasse und härtete es im Backofen, als ich mit ihm zufrieden war. Anschließend bastelte ich mir aus festerem Karton ein kleines Kästchen, auf dessen Boden ich in die Mitte das Modell klebte. Ich habe mal das Modell in dem Kästchen fotografiert, allerdings erst nachdem ich die Form herausgenommen hatte, weshalb die Seiten des Kästchens offen sind:

Das Kästchen mit dem Modell füllte ich nun bis knapp unter den Rand mit flüssigem Silikonkautschuk, der über Nacht fest wurde, dabei aber elastisch blieb. Als alles ordentlich fest geworden war, konnte ich die fertige Form aus dem Kästchen holen. Die Silikonform sah nun so aus:

Jetzt konnte ich die Form ausprobieren. Hierfür drückte ich weiße, ofenhärtende Modelliermasse in die Form, schnitt den Überschuss mit dem Messer ab und holte die fertige Blume vorsichtig heraus. Hier ist sie nach dem Härten zu sehen:

Eine weitere Blume aus weißer, ofenhärtender Modelliermasse habe ich vor dem Backen mit Mica-Puder bepinselt, das ihr ein metallisches Aussehen verleiht:

Und eine dritte weiße Blume habe ich nach dem Härten mit Acrylfarben angemalt und lackiert:

Nun wollte ich aber noch eine Blume als Schmuckanhänger aus Silber haben. Da mir hierfür die erste Blume nicht gut genug gefallen hatte, habe ich mir ein weiteres Modell aus ofenhärtender Modelliermasse gebastelt und damit wiederum eine Silikonform hergestellt. Ich habe mal die erste weiße Blume fotografiert, die ich mit Hilfe der Form erhalten habe:

Den Anhänger aus Silber wollte ich mir aus Silverclay basteln. Silverclay sieht aus und ist formbar wie Ton. Wenn man ihn nach dem Trocknen brennt, bleibt reines Silber zurück. Um jetzt so einen Anhänger zu basteln, drückte ich den Silverclay in die Silikonform und ließ ihn in der Form trocknen. Als er vollständig trocken war, holte ich die Blume aus der Form und besserte sie hier und da mit einer Mischung aus Silverclay und Wasser aus. Als auch diese trocken war, brannte ich die Blume mit meinem Handgasbrenner. Zum Schluss entfernte ich die weiße Schicht, die sich auf der Blume gebildet hatte, mit Schleifpapier, und zurück blieb reines Silber. Die Blume aus Silber sah so aus:

Beim Brennen schrumpfte die Blume aus Silverclay, so dass sie kleiner ist, als die aus Modelliermasse:

Die Blumen sind etwa 2 cm groß.

Die zweite Blume hatte mir für das Schmuckstück besser gefallen. Um Geschenke zu verzieren, werde ich allerdings die erste Blume verwenden. Dabei finde ich die Variante mit dem Mica-Puder besonders schön, weil sie edel wirkt, aber auch sehr einfach herzustellen ist. Die angemalte Blume ist zwar farbenfroher, aber wesentlich aufwändiger, weil es ganz schön fummelig ist, sie sauber zu bemalen. Nach den Mäusen und den kleinen Kuchen sind die Blumen nun die dritten Anhänger, die ich von Anfang an zur Dekoration und als Schmuck verwenden wollte.

Linoldruck mit sommerlicher Landschaft

Ein kleines Segelboot lag festgebunden an einem Steg auf klarem und ruhigem Wasser. Es wartete darauf, in hohe See zu stechen. Denn es war ein herrlicher Tag, an dem die Sonne schien, die das Wasser erwärmte. Die Menschen konnten überall ein wunderbares Bad nehmen…

Seit langem hatte ich mal wieder Lust auf einen Linolschnitt. Da es gerade Sommer war, und ich an Urlaub dachte, fiel mir eine kleine Szene mit einem Segelboot und Wasser ein. Das Wetter war hier in Deutschland über weite Strecken nicht gerade sommerlich, und so konnte ich mir selbst gute Laune machen mit einem Motiv, das an andere Länder denken ließ.

Ich zeichnete mir also mit Bleistift auf Papier einen Entwurf, den ich allerdings nachträglich noch änderte, was auf dem Foto deutlich zu erkennen ist:

Als ich dann aber mit dem Entwurf zufrieden war, übertrug ich ihn auf eine Linolplatte, indem ich das Motiv mit der Bildseite nach unten auf die Platte legte und anschließend mit dem Fingernagel über die Rückseite fuhr. Da das Motiv auf der Platte nur ganz schwach zu erkennen war, malte ich es noch einmal mit dem Bleistift nach. Nun konnte ich es mit meinen Linolschnittmessern frei schneiden. Hierzu begann ich mit dem feinsten Messer, mit dem ich erst alle Linien nachfuhr. Dann nahm ich das mittlere Messer und bearbeitete damit die kleineren Flächen, die weggeschnitten werden mussten. Zum Schluss entfernte ich den Rest mit dem breitesten Messer.

Die Linolplatte war nun fertig für den Druck. Hierfür rollte ich sie ganz dünn mit schwarzer Farbe ein, legte ein weißes Blatt Papier darauf und strich mit einem Falzbein über die Rückseite des Papiers. Anschließend zog ich das Blatt vorsichtig wieder ab. Da ich mit diesem ersten Druck zufrieden war und ich nichts mehr nachschneiden musste, wiederholte ich diese Vorgänge nun einige Male, so dass ich mehrere Drucke erhielt. Einen davon habe ich mal fotografiert:

Die fertige Linolplatte möchte ich hier natürlich auch noch zeigen:

Ich hatte mir schon von Anfang an vorgenommen, den Druck farbig zu gestalten. Dabei sollten die Linien bzw. der Druck schwarz bleiben, während ich alle übrigen Flächen mit Farbstiften ausmalen wollte. Beim Ausmalen bekam das Segel nun einen Farbverlauf zwischen gelb und rot, der Himmel einen Farbverlauf zwischen verschiedenen Blautönen, und für das Wasser mischte ich ein Grün mit einem Blau direkt auf dem Papier. Der fertig kolorierte Druck sah nun so aus:

Das Motiv ist etwa 13 cm breit.

Es gefällt mir sehr gut, den Drucken ein wenig Farbe mit den Buntstiften zu geben. Dadurch wirken die Farben etwas zarter und nicht ganz so kräftig. Dabei kann man den ganzen Druck kolorieren oder nur einzelne Teile, wie bei meinem Herbstbild, was ich auch sehr schön finde. Man kann so einen Druck aber auch farbig gestalten, indem man mit verschiedenen Platten und Farben druckt, wie bei meinem Elefanten. Hier sind dann die anderen Farben auch sehr kräftig. Wie ich es auch mache, das farbige Gestalten eines Linolschnitts macht mir großen Spaß. Die Szene mit dem Segelboot wird also nicht der letzte Druck mit Farbe sein.

Viele kleine Cupcakes

Für ein kleines Fest standen auf mehreren Tischen zahlreiche Cupcakes bereit. Es war gerade Sommer und die Sonne schien. Schon bald würden die Gäste kommen und es sich in dem gemütlichen Garten bequem machen. Die Cupcakes würden bestimmt sehr schnell gegessen werden. Doch man war vorbereitet und der Nachschub nicht weit…

Ich wollte nun kleine Cupcakes basteln, die ich einzeln verschenken oder mit denen ich Geschenke dekorieren konnte. Denn ich dachte mir, Kuchen passte immer zu Feierlichkeiten aller Art, und zu den meisten Feierlichkeiten kam man nicht ohne Geschenk. Und da ich vorhatte, nicht nur einen Cupcake als Deko zu verwenden, wollte ich auch hier eine Form aus Silikon herstellen. Mit Hilfe solcher Formen war es ganz einfach, viele Figuren zu basteln, und das immer wieder. Diese Formen waren lange haltbar und gingen nicht so leicht kaputt.

Um die Form herzustellen, modellierte ich mir aus ofenhärtender Modelliermasse ein Modell. Nachdem ich mit dem Modell zufrieden war, härtete ich es im Backofen. Anschließend bastelte ich aus festem Karton ein kleines Kästchen. Auf dessen Boden in die Mitte klebte ich nun das fertige Modell. Dann füllte ich dieses Kästchen bis knapp unter den Rand mit flüssigem Silikonkautschuk, der über Nacht fest wurde, dabei aber elastisch blieb. Die fertige Form konnte ich jetzt aus dem Kästchen nehmen. Ich habe mal die fertige Silikonform und das Modell in seinem Kästchen, allerdings erst nachdem ich die Form herausgenommen hatte, fotografiert:

Als erstes habe ich einige Cupcakes aus weißer ofenhärtender Modelliermasse gebastelt, die ich im Ofen härtete. Einer ist nun hier zu sehen:

Einen dieser Cupcakes habe ich mit Acrylfarben angemalt und mit Klarlack bestrichen:

Einen weiteren habe ich vor dem Backen mit silberfarbenem Micapuder bepinselt und nach dem Backen lackiert. Der Puder bleibt nur an der weichen Modelliermasse haften. Ich habe ihn mal fotografiert:

Der Micapuder verleiht dem Cupcake einen metallischen Glanz. Da ich aber auch einen Cupcake aus echtem Metall haben wollte, drückte ich auch Silverclay in die Form. Den Silverclay ließ ich einen ganzen Tag in der Form trocknen und nahm ihn dann heraus. Den so entstandenen Cupcake besserte ich noch ein wenig aus. Anschließend brannte ich ihn mit einem Küchenbrenner. Dabei blieb reines Silber zurück, das noch mit einer dünnen weißen Schicht überzogen war, die ich mit Schleifpapier entfernte. Der Cupcake aus echtem Silber sah nun so aus:

Beim Brennen wurde die Figur ein wenig kleiner, was auf dem Bild deutlich zu erkennen ist, das sie mit der Figur aus ofenhärtender Modelliermasse zeigt:

Der Cupcakes ist 2,3 cm hoch.

Der Cupcake aus Silber ist richtig edel, und ich werde ihn an meiner Silberkette tragen. Nur leider ist die Methode der Herstellung ziemlich aufwändig. Aber auch die Cupcakes mit Micapuder machen was her und verschönern jedes Geschenk. Gleichzeitig sind sie einfach herzustellen, was man von den bemalten nicht gerade behaupten kann. Denn das Bemalen ist anstrengend, da die Cupcakes doch recht klein sind. Auch wenn die Cupcakes unterschiedlich sind, gefallen sie mir alle. Und für jedes Einzelne wird sich schon das passende Einsatzgebiet finden lassen. Zuletzt hatte ich eine kleine Maus gebastelt.

Viele kleine Mäuse

Eine kleine Maus war auf Reisen und traf nacheinander andere Mäuse, die irgendwie so aussahen wie sie selbst, andererseits jedoch wieder nicht. Kopf- und Körperform waren nahezu identisch, die Farben der Mäuse waren aber jedesmal unterschiedlich. Die kleine Reisemaus wunderte sich anfangs sehr, was sich nach und nach legte. Irgendwann war es ihr egal…

Nachdem ich vor einiger Zeit Lebensmittel mit kleinen Mäusen modelliert hatte, wollte ich nun ähnliche Mäuse basteln. Diese Mäuse wollte ich dann verschenken oder Geschenke mit ihnen dekorieren. Sie sollten recht klein werden und oben eine Öse erhalten, so dass man sie anhängen konnte. Und da ich mehrere Mäuse haben und sie nicht immer neu modellieren wollte, sollte auch hier wieder eine Silikonform entstehen.

Für die Silikonform formte ich mir als erstes ein Modell aus ofenhärtender Modelliermasse. Als ich mit dem Modell zufrieden war, härtete ich es im Ofen. Anschließend bastelte ich aus festerem Karton ein kleines Kästchen, in dessen Mitte ich das Modell klebte. Den kleinen Spalt zwischen Modell und Karton dichtete ich mit normaler Knete ab. Um jetzt die Form herzustellen, goss ich flüssigen Silikonkautschuk in das Kästchen und ließ dieses stehen. Nach etwa 24 Stunden holte ich die fertige Form aus dem Kästchen. Das Silikon war in der Zwischenzeit fest geworden. Ich habe mal das Modell im Kästchen fotografiert, nachdem ich die Form herausgenommen hatte:

Und die Silikonform sah so aus:

Als erstes probierte ich die Form mit weißer ofenhärtender Modelliermasse aus:

Dann bepinselte ich eine solche weiße Maus mit silberfarbenem Micapuder, so dass sie fast so aussah, als ob sie aus Metall wäre:

Damit das Pulver auf der Maus hielt, kam es vor dem Backen darauf, außerdem lackierte ich die Maus danach noch.

Eine weitere weiße Maus malte ich nach dem Härten im Backofen mit Acrylfarben an und lackierte sie ebenfalls:

Da ich auch gerne mal wieder Anhänger aus echtem Metall basteln wollte, hatte ich mir zum Geburtstag eine größere Menge Silverclay gewünscht. Silverclay lässt sich von allen Metalclay-Arten am besten bearbeiten und eben auch mit einem einfachen Küchengasbrenner brennen. Hierfür lässt man den Metalclay in der Silikonform trocknen. Nach dem Herausnehmen lässt sich die Figur noch bearbeiten. Wenn der Clay ganz trocken ist, wird er mit dem Brenner gebrannt und zurück bleibt reines Silber. Allerdings ist die Figur mit einer weißen Schicht überzogen, die noch abgeschliffen werden muss. Ich habe mal die Silbermaus einzeln und im Vergleich mit der Maus aus Modelliermasse fotografiert:

Die Maus aus Silber ist etwas kleiner als die andere, weil sie beim Brennvorgang etwas geschrumpft ist.

Die Maus aus Modelliermasse ist 2,2 cm hoch.

Mir gefallen alle Mäuse. Gerade die Mäuse mit dem Micapuder machen sich gut als Dekoration auf Geschenken. Sie sehen edel aus und sich recht einfach zu basteln. Die bemalten Mäuse eignen sich hierfür auch sehr gut, machen aber deutlich mehr Arbeit, da es schon schwieriger ist, sie exakt zu bemalen. Und die Maus aus Silber lässt sich gut an einer Silberkette tragen. Das Basteln mit Metallclay ist die einfachste Methode, sich Anhänger aus Metall herzustellen. Da werde ich mir sicher noch ein paar mehr machen, da ich noch Clay übrig habe. Zuletzt hatte ich mir Schmuckanhänger aus ofenhärtender Modelliermasse gebastelt, die ich auch schön finde, aber nicht so edel sind.

Grauer Bär mit Honigkrug

Auf der Suche nach Nahrung hatte sich ein Bär sehr nah an eine menschliche Behausung gewagt. Im Garten war ein Krug mit Honig abgestellt worden. Vorsichtig schlich sich der Bär heran und begann sofort, den Honig aufzuschlecken. Dabei sollte er sich nicht erwischen lassen…

Da mich meine neue Modelliermasse so sehr begeistert hatte, wollte ich nach dem Hund und der Maus gleich noch ein Tier modellieren. Dabei dachte ich an einen Bären, der ein flauschiges Fell bekommen sollte. Die Körperhaltung stellte ich mir hier auch schon ziemlich genau vor.

Als erstes formte ich den länglichen Körper, an dem ich anschließend nacheinander die vier Beine befestigte, die ich mir aus dickeren Würsten modelliert hatte. Damit die Beine fest am Körper hielten, füllte ich die schmalen Lücken dazwischen mit weiterer Modelliermasse, die ich mit einem Zahnstocher glatt strich. Dann formte ich mir einen kugelförmigen Kopf, den ich zwischen den Vorderbeinen am Körper anbrachte. Auch hier füllte ich die Spalte zwischen Kopf und Körper mit weiterer Modelliermasse und strich sie glatt. Nacheinander bekam nun der Kopf eine Schnauze mit Nase, zwei Ohren aus Halbkreisen und zwei kugelige Augen. Auch hier brachte ich an den Übergängen weitere Modelliermasse an und verstrich sie. Jetzt fehlte nur noch der Schwanz, den ich am Hintern befestigte. Der Übergang sollte auch hier nicht mehr zu sehen sein. Zum Schluss ritzte ich mit dem Zahnstocher überall am Körper Linien ein, um ein Fell anzudeuten. Zum Härten kam der Bär in den Backofen.

Ich habe den fertigen Bären von verschiedenen Seiten fotografiert:

Für eine Szenerie habe ich noch einen Krug mit Honig modelliert:

Hier ist noch mal beides zusammen zu sehen:

Der Bär hat eine Länge von etwa 4 cm.

Mit Hund und Maus hatte ich Festigkeit der Modelliermasse bereits getestet und dabei die Tiere in diversen Taschen transportiert. Dabei hatten die dünnen Teile enormen Belastungen standgehalten. Deshalb brauche ich mir keine Sorgen zu machen, wenn ich den Bären und den Krug in einer Kiste aufbewahre.

Grußkarte mit Seidenmalerei

Ein wunderschöner großer Fliegenpilz stand im Wald. Seine rote Kappe leuchtete im Sonnenlicht, und deshalb war der Pilz schon von weitem zu sehen. Solch einen schönen Pilz musste man stehen lassen, zumal er giftig war und dies auch mit seiner grellen Farbe signalisierte. Somit konnte er auch andere erfreuen…

Da ich mir die Seide als Meterware besorgt hatte, konnte ich davon beliebig große Stücke abschneiden. Jetzt wollte ich sie anmalen, und mit der bemalten Seide eine Grußkarte gestalten. Dabei sollte es auch nicht stören, dass die Seide an den Ränder ausfranst, da sie ja dann später auf das Papier aufgeklebt werden sollte. Als Motiv für die Seidenmalerei fiel mir recht schnell der Fliegenpilz ein, da ich auf meinen Hundespaziergängen ganz gerne nach Pilzen Ausschau halte. Allerdings würde ich hier lieber essbare Pilze finden.

Ich zeichnete mir also mit Bleistift auf Papier einen Entwurf, der mir später als Vorlage dienen sollte, weshalb ich ihn hier schon in der richtigen Größe anlegte. Der fertige Entwurf sah nun so aus:

Ich befestigte das Blatt mit dem Entwurf auf unserem Glastisch mit Tesafilm. Anschließend legte ich eine Klarsichtfolie darüber, die ich wiederum mit Tesafilm fixierte. Zum Schluß platzierte ich das Stück Seide, das ich von der Meterware abgeschnitten hatte, mittig auf dem Motiv. Auch die Seide fixierte ich mit dem Klebeband. Die Linien des Entwurfs waren gut zu erkennen. Jetzt malte ich diese Linien mit der farblosen Gutta nach. Als ich fertig war, ließ ich die Gutta 24 Stunden trocknen. Am nächsten Tag malte ich mein Motiv mit den Seidenmalfarben aus, wobei ich wieder mit der hellsten Farbe begann. Die Farben ließ ich wiederum trocknen, dieses Mal aber nur über Nacht. Jetzt konnte ich sie mit dem Bügeleisen fixieren. Nach dem Fixieren wusch ich die Gutta in einem Bad aus lauwarmem Wasser und ein wenig Essigessenz wieder aus. Die Essigessenz sollte die Farben mehr zum Leuchten bringen. Das nasse Tuch ließ ich trocknen und bügelte es dann wieder glatt.

Für die Karte nahm ich zwei Blätter unterschiedlichen festen Papiers in etwa DINA5-Größe und faltete sie in der Mitte. Bei einem Blatt Papier schnitt ich nun auf einer Seite die Mitte heraus, wobei ich einen schmalen Rand ließ. Jetzt klebte ich das Stück Seide mit der Malerei auf das andere Blatt Papier, wobei ich das Blatt nur am Rand mit Kleber bestrich. Anschließend fügte ich beide Blätter so zusammen, dass das Motiv der Malei gut zu sehen war. Die fertige Karte sah nun so aus:

Ich habe auch noch Detailfotos vom Motiv gemacht:

Die Karte ist etwa 15 cm hoch.

Es hat sehr gut funktioniert, so eine Karte mit Seidenmalerei zu basteln. Ich finde auch, dass die Malei gut zur Geltung kommt, da das Papier, auf dem sie aufgeklebt wurde, weiß ist. Die Farben leuchten richtig. Bestimmt werde ich in Zukunft diverse Geburtstagskarten auf diese Art und Weise gestalten. Die letzte Seidenmalerei hatte ich in eine Tasche eingenäht.

Kleine graue Maus

Eine kleine Maus wurde von einem wunderbar köstlichen Geruch magisch angezogen. Dieser wehte von einem Gebüsch herüber und direkt in ihre Nase. Als die Maus sich dann in das Gebüsch wagte, erblickte sie ein wunderschönes Stück Käse. Dieser Käse würde ihr Bäuchlein eine ganze Weile füllen…

Nach dem ersten Hund wollte ich ein weiteres Tierchen aus der neuen grauen Modelliermasse basteln. Dieses Mal sollte es eine kleine Maus werden, da ich Mäuse süß finde und mich auch schon einige Male an einer versucht hatte. Also hatte ich auch hier schon ein wenig Erfahrung. Außerdem sollte die Maus einen dünnen Schwanz bekommen, so dass ich die Masse noch besser auf ihre Flexibilität überprüfen konnte.

Als erstes modellierte ich den eiförmigen Körper, an den ich unten die beiden Hinterbeine andrückte. An den Übergängen brachte ich weitere Modelliermasse an und strich sie mit dem Finger glatt. Diesen Vorgang wiederholte ich so oft, bis ich mit der Form zufrieden war. Anschließend formte ich einen birnenförmigen Kopf und brachte ihn oben am Körper so an, dass die Maus zur Seite blickte. Auch hier kam noch ein wenig weitere Modelliermasse an den Übergang, die ich mit einem Zahnstocher glatt strich. Nun bekam der Kopf nacheinander zwei Rillen, zwei Ohren an den Seiten, die ich aus zwei Kugeln formte, zwei kleine kugelige Augen und vorne an die Spitze eine kugelige Nase. Für die beiden Arme rollte ich etwas Modelliermasse zu einer dünnen Wurst, die ich in zwei Hälften zerschnitt. Diese beiden Teile befestigte ich links und rechts am Körper. Zum Schluss formte ich den dünnen Schwanz, den ich hinten unten an den Körper andrückte. Die Maus war nun fertig und bereit für den Ofen.

Die Maus habe ich von mehreren Seiten fotografiert:

Da ich fand, dass die Maus alleine etwas einsam war, modellierte ich später noch ein Stück Käse dazu und fotografierte beides zusammen, wie es oben zu sehen ist. Ich habe aber auch ein Foto von dem Käse alleine gemacht:

Die Maus ist etwa 2 cm hoch.

Der Schwanz ist hier bei der Maus wesentlich dünner als beim Hund, den ich davor modelliert hatte. Deshalb war der Mäuseschwanz auch um einiges flexibler. Später bastelte ich eine zweite Maus, die ich auf ihre Stabilität testete, indem ich sie in einer Tasche spazieren trug. Der dünne Schwanz brach nicht ab. Aus der Modelliermasse kann man alles machen, und man braucht später keine Angst zu haben, dass die Figuren auf irgendeine Art und Weise kaputt gehen. So manch ein Tierchen aus einer anderen Modelliermasse hat ein Ohr oder einen Schwanz verloren bei dem Versuch, es abzustauben. So gesehen bin ich sehr zufrieden mit der neuen Modelliermasse.

Kleiner stehender Hund

Ein kleiner Hund freute sich sehr, denn sein Herrchen hatte ihm ein paar Knochen zum Abnagen geschenkt. Er liebte solche Knochen, denn an ihnen zu nagen, gehörte zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Denn er konnte sich damit schon mal den ganzen Tag beschäftigen. Und Langeweile sollte so nicht so schnell aufkommen…

Im Internet bin ich auf eine besondere Modelliermasse gestossen. Sie war ofenhärtend, blieb aber nach dem Härten ein wenig elastisch, so dass dünne Elemente nicht so leicht abbrechen konnten. Für mich war das sehr interessant, da ich eine Vorliebe für kleine Figuren habe und diese gerne als Glücksbringer in verschiedene Taschen stecke. Deshalb wollte ich die Modelliermasse unbedingt ausprobieren. Es gab sie in verschiedenen Ausführungen, in Hautfarben für Puppen, in bunten Farben und in grau zum besonderen Modellieren. Da meine bisherige Lieblingsmodelliermasse auch grau war, entschied ich mich also für die graue und bestellte sie im Internet.

Wenn ich eine neue Modelliermasse ausprobiere, möchte ich etwas modellieren, was ich besonders gut kann, weil ich mich schon häufiger daran versucht habe. Da der stehende Hund eindeutig zu diesen Motiven gehörte, wollte ich als erstes einen solchen basteln. Außerdem gehört der Hund zu meinen Lieblingstieren.

Als erstes modellierte ich den Körper und anschließend die vier Beine, die ich nacheinander am Körper befestigte. Mit Hilfe eines Zahnstochers füllte ich die Lücken zwischen Beinen und Körper auf, so dass die Beine fest am Körper saßen. Ebenfalls mit dem Zahnstocher ritzte ich in jede Pfote zwei Rillen. Dann formte ich den Kopf, der vorne an den Körper kam. Auch hier musste ich die Lücke füllen, damit der Kopf nicht mehr wieder abging. Für den Schwanz rollte ich ein wenig Modelliermasse zu einer Wurst aus, die ich auf gleiche Weise hinten am Körper befestigte. Zum Schluss bekam der Hund zwei Ohren, zwei Augen und eine Nase, die ich nacheinander an den Kopf drückte. Da ich mit dem Hund zufrieden war, härtete ich ihn nun nach den Anweisungen im Ofen.

Den fertigen Hund habe ich von allen Seiten fotografiert:

Da ich meine Tiere immer ganz gerne in Szene setze für meine Fotos, habe ich hier nachträglich ein paar Knochen gebastelt. Sie sind ganz oben auf dem Foto mit dem Hund zu sehen. Hier habe ich sie noch einmal einzeln fotografiert:

Der Hund ist etwa 3,5 cm lang.

Mit dieser neuen Modelliermasse bin ich sehr zufrieden. Sie lässt sich sehr gut modellieren und bleibt dabei so formstabil, dass sich bereits fertig modellierte Teile nicht mehr verformen. Außerdem hält sie, was sie verspricht. Denn ich hatte später noch einen zweiten Hund modelliert, den ich dann in eine Tasche gepackt habe, die ich hin und wieder mit mir führe. Der dünne Schwanz und die Ohren sind so elastisch, dass sie nicht abbrechen, aber gleichzeitig so formstabil, dass sie wieder in die Ausgangsposition zurückspringen, wenn man sie verbiegt. Ich habe beschlossen, dass diese Modelliermasse meine neue Lieblingsmodelliermasse wird, da meine alte nicht mehr gekauft werden kann. Zum Vergleich ist hier mein Nilpferd zu sehen, das ich aus der anderen grauen Modelliermasse gebastelt habe.

Kulturbeutel mit Seidenmalerei

Zahnbürsten, Zahnpasta, Kamm und andere Utensilien sollten für Reisen sicher verstaut werden können. Also musste eine Tasche her, in der so allerhand Platz fand. Eine schmuckvolle Tasche, der man ansah, wer oder was in ihr zukünftig wohnen sollte…

Da ich schon seit einigen Jahren ohne Kulturtasche reise, dachte ich mir nun, ich könnte mir eine ja selbst nähen. Ich hatte sowohl Jeans- als auch Leinenstoff übrig, der eine stammte von einer Hose, und der andere von einer alten Einkaufstasche. Die Außenseite der Tasche sollte aus Jeansstoff bestehen, während der Leinenstoff das Innenfutter bilden sollte. Zudem hatte ich mir überlegt, die Tasche mit einer Seidenmalerei zu verzieren.

Als erstes zeichnete ich mir einen Entwurf für die Seidenmalerei mit Bleistift auf Papier. Ich habe ihn mal fotografiert:

Den Entwurf vergrößerte ich mir dann auf die entsprechende Größe, und diese Vergrößerung sollte mir als Vorlage für die Seidenmalerei dienen. Ich hatte mir inzwischen ein wenig Seide als Meterware besorgt, von der ich nun ein kleines Stück abschnitt. Anschließend befestigte ich die Vorlage mit Tesafilm auf dem Glastisch. Darüber kam eine Folie und zum Schluss das Stück Seide, wobei ich beides ebenfalls mit Tesafilm fixierte. Jetzt konnte ich mit der Malerei beginnen. Hierzu fuhr ich nun alle Umrisslinien der Vorlage mit der farblosen Gutta nach. Diese Gutta ließ ich nun über Nacht trocknen. Die Gutta sollte verhindern, dass die Farben unkontrolliert aus den Flächen herausfließen. Am nächsten Tag malte ich die Flächen nacheinander aus. Dabei begann ich mit der hellsten Farbe. Nach dem Malen ließ ich die Farben gründlich trocken und fixierte sie mit dem Bügeleisen. Dann wusch ich die Gutta in einem Bad aus lauwarmem Wasser und ein wenig Essigessenz wieder aus, wobei zwischen den Farbflächen weiße Linien zurückblieben. Die Seide musste nun vor der Weiterverarbeitung trocknen und gebügelt werden.

Die Kulturtasche wollte ich aus einem großen Rechteck und zwei Seitenteilen zusammensetzen. Alle drei Teile sollten jeweils aus dem Jeansstoff für außen und dem Leinenstoff für innen bestehen. Das Seitenteil zeichnete ich nun mit Bleistift auf Papier und schnitt es aus. Die Umrisslinie hiervon bestimmte die Länge des großen Rechtecks. Allerdings sollte der Stoff ein wenig überlappen, um die Tasche zumachen zu können, weshalb die Länge des Rechtecks größer sein musste. Die Breite der fertigen Tasche bestimmte die Breite des Rechtecks. Die Jeansstoffseite des Rechtecks wollte ich aus mehreren kleineren Rechtecken zusammensetzen.

Als erstes nähte ich die Seide mit der Malerei auf ein entsprechendes Rechteck aus dem Leinenstoff. Dann überlegte ich mir, wie groß die anderen Rechtecke aus dem Jeansstoff sein sollten und fertigte mir Schablonen an. Alle Rechtecke zusammen sollten das große Rechteck ergeben. Mit Hilfe der Schablonen zeichnete ich mir die Rechtecke auf den Jeansstoff auf und schnitt sie aus. Dann nähte ich sie zusammen. Ich benötigte nun ein ebenso großes Rechteck aus Leinenstoff. Dieses musste ich allerdings auch aus zwei Teilen zusammensetzen, da eine Seite der Einkaufstasche nicht groß genug war. Das Seitenteil der Tasche aus Papier übertrug ich jeweils zweimal auf den Jeans- und den Leinenstoff und schnitt die Teile aus. Jetzt nähte ich jeweils zwei Seitenteile und die beiden Rechtecke links auf links zusammen und wendete die drei Teile durch die Wendeöffnung, die ich dann von außen verschloss. Jetzt hatte ich die drei Grundteile der Tasche fertig.

Die Tasche sollte allerdings noch vier kleine Täschchen bekommen, zwei innen und zwei außen. Jeweils ein Täschchen sollte dabei aus zwei rechteckigen Stoffteilen bestehen, die zwei inneren nur aus Leinenstoff und die beiden äußeren aus Jeans- und Leinenstoff. Auch hier bastelte ich mir eine Schablone, die ich sechsmal auf den Leinenstoff und zweimal auf den Jeansstoff übertrug. Die acht Rechtecke schnitt ich aus und nähte sie links auf links aneinander. Durch die Wendeöffnungen wendete ich die vier Teile und schloss diese jeweils von außen. Anschließend befestigte ich sie an jeweils drei Seiten an dem großen Rechteck, wobei jeweils zwei Taschen direkt übereinander lagen, eine auf der einen Seite des Rechtecks und das andere auf der anderen Seite. Die beiden äußeren Taschen bekamen noch Druckknöpfe, die man über Laschen schließen konnte.

Abschließend musste ich nur noch alle drei Grundteile zu der Tasche zusammensetzen. Hierfür befestigte erst eine Seite des Rechtecks an einem Seitenteil mit einer Naht und anschließend die andere am anderen. Um die Tasche später auch schließen zu können, nähte ich noch zwei Druckknöpfe auf.

Ich habe die fertige Tasche mal von mehreren Seiten fotografiert:

Hier kann man die Tasche noch von innen sehen:

Zum Schluss habe ich noch versucht, nur die Malerei zu fotografieren:

Die Tasche ist etwa 23 cm breit.

Da die Kulturtasche nicht so starr ist, kann man sie recht flach zusammenlegen und im Schrank verstauen, wenn man sie nicht braucht. Ich hoffe, dass sie dabei aber auch stabil genug ist, um alle Sachen zu transportieren, die man auf Reisen so im Bad braucht. In den kleinen Täschchen will ich die Bürstchen für die Zahnzwischenräume und Blister mit wenigen Tabletten verstauen. Ansonsten passt der Rest bequem in die Tasche. Da jetzt Sommerferien sind, wird die Tasche bald zum Einsatz kommen. Schön an der Tasche finde ich, dass sie aus alten Stoffen besteht. Der Jeansstoff stammt von einer Hose, die ich wegen einiger Löcher nicht mehr tragen konnte, und die alte Einkaufstasche hatte zerschlissene Henkel, so dass sie zum Einkaufen nicht mehr zu gebrauchen war. Man sollte sowieso weniger neue Stoffe für die Bastelprojekte verwenden und eher schauen, was sonst noch da ist, was man wiederverwerten kann. Zuletzt hatte ich kleinere Aufbewahrungsbeutel aus alten Stoffen genäht.

Kleiner Rabe mit Blumen auf Seide

Es war ein wunderschöner Tag. Die Sonne schien und der Himmel war blau und fast wolkenlos. Ein schwarzer Rabe hatte sich auf einem Zaun neben großen Blumen niedergelassen. Er genoss die Sonne, die seine Federn wärmten, und fühlte sich richtig wohl. Denn das Wetter würde nicht immer so schön bleiben…

Für eine Freundin sollte ich Seidentücher mit einfachen Motiven bemalen. Bei Seidentüchern dachte ich sofort an spezielle Seidenmalfarben, die ich aber bisher noch nie ausprobiert hatte. Zumindest würden sie ganz sicher das beste Ergebnis liefern. Und da ich immer offen bin für neue Techniken, die das Künstlerische betreffen, besorgte ich mir ein Anfängerset mit allen Grundfarben und farbloser Gutta und ein dunkles Konturenmittel gleich noch dazu. Als Malgrund kaufte ich ein weißes Seidentuch. Als ich alles beisammen hatte und beginnen konnte, überlegte ich mir ein Motiv, bei dem ich alle Farben ausprobieren konnte. Mir schwebte dabei ein Vogel vor, der auf einem Zaun sitzen sollte, der neben einem Blumenbeet stand.

Da das Seidentuch nicht ganz so klein war, klebte ich zwei DINA4-Blätter Papier zusammen, und zeichnete das Motiv in Originalgröße darauf. Hier habe ich es mal fotografiert:

Da ich auf der Verpackung gelesen hatte, dass sich die Farben auch für helle Textilien eigneten, wollte ich sie als erstes auf einem kleinen Stück eines alten Baumwoll-T-Shirts ausprobieren. Allerdings habe ich für diesen Test das Motiv ein wenig anders gezeichnet und diese Zeichnung als Papiervorlage verwendet. Ich befestigte also die Papiervorlage auf dem Glastisch mit Tesafilm und legte darüber eine durchsichtige Folie, die ich ebenfalls mit Tesafilm fixierte. darauf kam nun das Stück Stoff. Da es nicht verrutschen sollte, wurde auch dieses fixiert. Das Motiv war ganz gut zu sehen. Als erstes malte ich mit dem dunklen Konturenmittel die Linien nach. Das war ganz einfach, da das Konturenmittel in einer Tube mit einer Spitze kam. Anschließend ließ ich es über Nacht trocknen. Am nächsten Tag malte ich die Flächen mit den Farben aus. Nach dem Trocknen fixierte ich sie mit dem Bügeleisen. Der Versuch auf dem Baumwollstoff sah so aus:

Ich war mit dem Ergebnis schon ganz zufrieden, obwohl hier und da ein wenig Farbe über die Kontur gelaufen war. Deshalb nahm ich mir vor, das nächste Mal das Konturenmittel länger trocknen zu lassen.

Jetzt konnte ich das echte Seidentuch bemalen. Ich hatte es aber erst gewaschen und gebügelt. Ich klebte es also ebenfalls mit Tesafilm so auf das Motiv, dass dieses genau in der Mitte des Tuches lag. Da die Seide noch durchsichtiger war als der Baumwollstoff, waren auch hier die Bleistiftlinien gut zu erkennen. Als erstes malte ich auch hier die Linien mit dem dunklen Konturenmittel nach und ließ es trocknen. Da ich mich nachträglich dazu entschlossen hatte, das farblose Gutta auch auszuprobieren, malte ich damit zwei zusätzliche Linien ein, die eine Wolke andeuten sollten. Auch das farblose Gutta ließ ich trocknen. Nach mehr als 24 Stunden malte ich nun die einzelnen Flächen aus, wobei ich mit der hellsten Farbe begann. Da ich ja alle Farben ausprobieren wollte, wurde der Vogel jetzt schwarz und der Himmel blau.

Nachdem die Farben getrocknet waren, fixierte ich sie mit dem Bügeleisen. Anschließend wusch ich das Tuch in lauwarmem Wasser, dem ich etwas Essigessenz beigemischt hatte. Der Essig sollte bewirken, dass die Farben leuchtender wurden. Beim Waschen wurde die farblose Gutta mit ausgewaschen, und an der Stelle blieb eine weiße Linie. Zum Trocknen hing ich das Tuch an die Wäscheleine. Zum Schluss bügelte ich das Tuch noch einmal. Es sah nun so aus:

Ich habe noch ein paar Detailfotos gemacht:

Das Seidentuch hat eine Seitenlänge von etwa 25 cm.

Das Bemalen dieses Seidentuchs hat mir großen Spaß gemacht. Da es gut geklappt hat, konnte ich die gewünschten Motive ohne Probleme auf die Tücher meiner Freundin aufmalen. Die Seidenmalfarben sind sehr ergiebig, man braucht für so ein Tuch nicht viel davon, weshalb ich bestimmt noch mehr in der Richtung machen werde. Es müssen ja nicht immer nur Tücher sein, ich könnte mir auch gut vorstellen, Grußkarten mit Seidenstoff zu gestalten. Denn ich finde, dass die Farben auf der Seide sehr gut aussehen, alles wirkt irgendwie edel. Was wohl auch daran liegt, dass der Seidenstoff schön glänzt. Auf dem Baumwollstoff gefallen sie mir nicht so gut. Baumwoll-T-Shirts bedrucke ich mir lieber mit dem Siebdruck, wie zuletzt mit einem Stift und einem Auge.