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Kleiner stehender Hund

Ein kleiner Hund freute sich sehr, denn sein Herrchen hatte ihm ein paar Knochen zum Abnagen geschenkt. Er liebte solche Knochen, denn an ihnen zu nagen, gehörte zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Denn er konnte sich damit schon mal den ganzen Tag beschäftigen. Und Langeweile sollte so nicht so schnell aufkommen…

Im Internet bin ich auf eine besondere Modelliermasse gestossen. Sie war ofenhärtend, blieb aber nach dem Härten ein wenig elastisch, so dass dünne Elemente nicht so leicht abbrechen konnten. Für mich war das sehr interessant, da ich eine Vorliebe für kleine Figuren habe und diese gerne als Glücksbringer in verschiedene Taschen stecke. Deshalb wollte ich die Modelliermasse unbedingt ausprobieren. Es gab sie in verschiedenen Ausführungen, in Hautfarben für Puppen, in bunten Farben und in grau zum besonderen Modellieren. Da meine bisherige Lieblingsmodelliermasse auch grau war, entschied ich mich also für die graue und bestellte sie im Internet.

Wenn ich eine neue Modelliermasse ausprobiere, möchte ich etwas modellieren, was ich besonders gut kann, weil ich mich schon häufiger daran versucht habe. Da der stehende Hund eindeutig zu diesen Motiven gehörte, wollte ich als erstes einen solchen basteln. Außerdem gehört der Hund zu meinen Lieblingstieren.

Als erstes modellierte ich den Körper und anschließend die vier Beine, die ich nacheinander am Körper befestigte. Mit Hilfe eines Zahnstochers füllte ich die Lücken zwischen Beinen und Körper auf, so dass die Beine fest am Körper saßen. Ebenfalls mit dem Zahnstocher ritzte ich in jede Pfote zwei Rillen. Dann formte ich den Kopf, der vorne an den Körper kam. Auch hier musste ich die Lücke füllen, damit der Kopf nicht mehr wieder abging. Für den Schwanz rollte ich ein wenig Modelliermasse zu einer Wurst aus, die ich auf gleiche Weise hinten am Körper befestigte. Zum Schluss bekam der Hund zwei Ohren, zwei Augen und eine Nase, die ich nacheinander an den Kopf drückte. Da ich mit dem Hund zufrieden war, härtete ich ihn nun nach den Anweisungen im Ofen.

Den fertigen Hund habe ich von allen Seiten fotografiert:

Da ich meine Tiere immer ganz gerne in Szene setze für meine Fotos, habe ich hier nachträglich ein paar Knochen gebastelt. Sie sind ganz oben auf dem Foto mit dem Hund zu sehen. Hier habe ich sie noch einmal einzeln fotografiert:

Der Hund ist etwa 3,5 cm lang.

Mit dieser neuen Modelliermasse bin ich sehr zufrieden. Sie lässt sich sehr gut modellieren und bleibt dabei so formstabil, dass sich bereits fertig modellierte Teile nicht mehr verformen. Außerdem hält sie, was sie verspricht. Denn ich hatte später noch einen zweiten Hund modelliert, den ich dann in eine Tasche gepackt habe, die ich hin und wieder mit mir führe. Der dünne Schwanz und die Ohren sind so elastisch, dass sie nicht abbrechen, aber gleichzeitig so formstabil, dass sie wieder in die Ausgangsposition zurückspringen, wenn man sie verbiegt. Ich habe beschlossen, dass diese Modelliermasse meine neue Lieblingsmodelliermasse wird, da meine alte nicht mehr gekauft werden kann. Zum Vergleich ist hier mein Nilpferd zu sehen, das ich aus der anderen grauen Modelliermasse gebastelt habe.

Kulturbeutel mit Seidenmalerei

Zahnbürsten, Zahnpasta, Kamm und andere Utensilien sollten für Reisen sicher verstaut werden können. Also musste eine Tasche her, in der so allerhand Platz fand. Eine schmuckvolle Tasche, der man ansah, wer oder was in ihr zukünftig wohnen sollte…

Da ich schon seit einigen Jahren ohne Kulturtasche reise, dachte ich mir nun, ich könnte mir eine ja selbst nähen. Ich hatte sowohl Jeans- als auch Leinenstoff übrig, der eine stammte von einer Hose, und der andere von einer alten Einkaufstasche. Die Außenseite der Tasche sollte aus Jeansstoff bestehen, während der Leinenstoff das Innenfutter bilden sollte. Zudem hatte ich mir überlegt, die Tasche mit einer Seidenmalerei zu verzieren.

Als erstes zeichnete ich mir einen Entwurf für die Seidenmalerei mit Bleistift auf Papier. Ich habe ihn mal fotografiert:

Den Entwurf vergrößerte ich mir dann auf die entsprechende Größe, und diese Vergrößerung sollte mir als Vorlage für die Seidenmalerei dienen. Ich hatte mir inzwischen ein wenig Seide als Meterware besorgt, von der ich nun ein kleines Stück abschnitt. Anschließend befestigte ich die Vorlage mit Tesafilm auf dem Glastisch. Darüber kam eine Folie und zum Schluss das Stück Seide, wobei ich beides ebenfalls mit Tesafilm fixierte. Jetzt konnte ich mit der Malerei beginnen. Hierzu fuhr ich nun alle Umrisslinien der Vorlage mit der farblosen Gutta nach. Diese Gutta ließ ich nun über Nacht trocknen. Die Gutta sollte verhindern, dass die Farben unkontrolliert aus den Flächen herausfließen. Am nächsten Tag malte ich die Flächen nacheinander aus. Dabei begann ich mit der hellsten Farbe. Nach dem Malen ließ ich die Farben gründlich trocken und fixierte sie mit dem Bügeleisen. Dann wusch ich die Gutta in einem Bad aus lauwarmem Wasser und ein wenig Essigessenz wieder aus, wobei zwischen den Farbflächen weiße Linien zurückblieben. Die Seide musste nun vor der Weiterverarbeitung trocknen und gebügelt werden.

Die Kulturtasche wollte ich aus einem großen Rechteck und zwei Seitenteilen zusammensetzen. Alle drei Teile sollten jeweils aus dem Jeansstoff für außen und dem Leinenstoff für innen bestehen. Das Seitenteil zeichnete ich nun mit Bleistift auf Papier und schnitt es aus. Die Umrisslinie hiervon bestimmte die Länge des großen Rechtecks. Allerdings sollte der Stoff ein wenig überlappen, um die Tasche zumachen zu können, weshalb die Länge des Rechtecks größer sein musste. Die Breite der fertigen Tasche bestimmte die Breite des Rechtecks. Die Jeansstoffseite des Rechtecks wollte ich aus mehreren kleineren Rechtecken zusammensetzen.

Als erstes nähte ich die Seide mit der Malerei auf ein entsprechendes Rechteck aus dem Leinenstoff. Dann überlegte ich mir, wie groß die anderen Rechtecke aus dem Jeansstoff sein sollten und fertigte mir Schablonen an. Alle Rechtecke zusammen sollten das große Rechteck ergeben. Mit Hilfe der Schablonen zeichnete ich mir die Rechtecke auf den Jeansstoff auf und schnitt sie aus. Dann nähte ich sie zusammen. Ich benötigte nun ein ebenso großes Rechteck aus Leinenstoff. Dieses musste ich allerdings auch aus zwei Teilen zusammensetzen, da eine Seite der Einkaufstasche nicht groß genug war. Das Seitenteil der Tasche aus Papier übertrug ich jeweils zweimal auf den Jeans- und den Leinenstoff und schnitt die Teile aus. Jetzt nähte ich jeweils zwei Seitenteile und die beiden Rechtecke links auf links zusammen und wendete die drei Teile durch die Wendeöffnung, die ich dann von außen verschloss. Jetzt hatte ich die drei Grundteile der Tasche fertig.

Die Tasche sollte allerdings noch vier kleine Täschchen bekommen, zwei innen und zwei außen. Jeweils ein Täschchen sollte dabei aus zwei rechteckigen Stoffteilen bestehen, die zwei inneren nur aus Leinenstoff und die beiden äußeren aus Jeans- und Leinenstoff. Auch hier bastelte ich mir eine Schablone, die ich sechsmal auf den Leinenstoff und zweimal auf den Jeansstoff übertrug. Die acht Rechtecke schnitt ich aus und nähte sie links auf links aneinander. Durch die Wendeöffnungen wendete ich die vier Teile und schloss diese jeweils von außen. Anschließend befestigte ich sie an jeweils drei Seiten an dem großen Rechteck, wobei jeweils zwei Taschen direkt übereinander lagen, eine auf der einen Seite des Rechtecks und das andere auf der anderen Seite. Die beiden äußeren Taschen bekamen noch Druckknöpfe, die man über Laschen schließen konnte.

Abschließend musste ich nur noch alle drei Grundteile zu der Tasche zusammensetzen. Hierfür befestigte erst eine Seite des Rechtecks an einem Seitenteil mit einer Naht und anschließend die andere am anderen. Um die Tasche später auch schließen zu können, nähte ich noch zwei Druckknöpfe auf.

Ich habe die fertige Tasche mal von mehreren Seiten fotografiert:

Hier kann man die Tasche noch von innen sehen:

Zum Schluss habe ich noch versucht, nur die Malerei zu fotografieren:

Die Tasche ist etwa 23 cm breit.

Da die Kulturtasche nicht so starr ist, kann man sie recht flach zusammenlegen und im Schrank verstauen, wenn man sie nicht braucht. Ich hoffe, dass sie dabei aber auch stabil genug ist, um alle Sachen zu transportieren, die man auf Reisen so im Bad braucht. In den kleinen Täschchen will ich die Bürstchen für die Zahnzwischenräume und Blister mit wenigen Tabletten verstauen. Ansonsten passt der Rest bequem in die Tasche. Da jetzt Sommerferien sind, wird die Tasche bald zum Einsatz kommen. Schön an der Tasche finde ich, dass sie aus alten Stoffen besteht. Der Jeansstoff stammt von einer Hose, die ich wegen einiger Löcher nicht mehr tragen konnte, und die alte Einkaufstasche hatte zerschlissene Henkel, so dass sie zum Einkaufen nicht mehr zu gebrauchen war. Man sollte sowieso weniger neue Stoffe für die Bastelprojekte verwenden und eher schauen, was sonst noch da ist, was man wiederverwerten kann. Zuletzt hatte ich kleinere Aufbewahrungsbeutel aus alten Stoffen genäht.

Kleiner Rabe mit Blumen auf Seide

Es war ein wunderschöner Tag. Die Sonne schien und der Himmel war blau und fast wolkenlos. Ein schwarzer Rabe hatte sich auf einem Zaun neben großen Blumen niedergelassen. Er genoss die Sonne, die seine Federn wärmten, und fühlte sich richtig wohl. Denn das Wetter würde nicht immer so schön bleiben…

Für eine Freundin sollte ich Seidentücher mit einfachen Motiven bemalen. Bei Seidentüchern dachte ich sofort an spezielle Seidenmalfarben, die ich aber bisher noch nie ausprobiert hatte. Zumindest würden sie ganz sicher das beste Ergebnis liefern. Und da ich immer offen bin für neue Techniken, die das Künstlerische betreffen, besorgte ich mir ein Anfängerset mit allen Grundfarben und farbloser Gutta und ein dunkles Konturenmittel gleich noch dazu. Als Malgrund kaufte ich ein weißes Seidentuch. Als ich alles beisammen hatte und beginnen konnte, überlegte ich mir ein Motiv, bei dem ich alle Farben ausprobieren konnte. Mir schwebte dabei ein Vogel vor, der auf einem Zaun sitzen sollte, der neben einem Blumenbeet stand.

Da das Seidentuch nicht ganz so klein war, klebte ich zwei DINA4-Blätter Papier zusammen, und zeichnete das Motiv in Originalgröße darauf. Hier habe ich es mal fotografiert:

Da ich auf der Verpackung gelesen hatte, dass sich die Farben auch für helle Textilien eigneten, wollte ich sie als erstes auf einem kleinen Stück eines alten Baumwoll-T-Shirts ausprobieren. Allerdings habe ich für diesen Test das Motiv ein wenig anders gezeichnet und diese Zeichnung als Papiervorlage verwendet. Ich befestigte also die Papiervorlage auf dem Glastisch mit Tesafilm und legte darüber eine durchsichtige Folie, die ich ebenfalls mit Tesafilm fixierte. darauf kam nun das Stück Stoff. Da es nicht verrutschen sollte, wurde auch dieses fixiert. Das Motiv war ganz gut zu sehen. Als erstes malte ich mit dem dunklen Konturenmittel die Linien nach. Das war ganz einfach, da das Konturenmittel in einer Tube mit einer Spitze kam. Anschließend ließ ich es über Nacht trocknen. Am nächsten Tag malte ich die Flächen mit den Farben aus. Nach dem Trocknen fixierte ich sie mit dem Bügeleisen. Der Versuch auf dem Baumwollstoff sah so aus:

Ich war mit dem Ergebnis schon ganz zufrieden, obwohl hier und da ein wenig Farbe über die Kontur gelaufen war. Deshalb nahm ich mir vor, das nächste Mal das Konturenmittel länger trocknen zu lassen.

Jetzt konnte ich das echte Seidentuch bemalen. Ich hatte es aber erst gewaschen und gebügelt. Ich klebte es also ebenfalls mit Tesafilm so auf das Motiv, dass dieses genau in der Mitte des Tuches lag. Da die Seide noch durchsichtiger war als der Baumwollstoff, waren auch hier die Bleistiftlinien gut zu erkennen. Als erstes malte ich auch hier die Linien mit dem dunklen Konturenmittel nach und ließ es trocknen. Da ich mich nachträglich dazu entschlossen hatte, das farblose Gutta auch auszuprobieren, malte ich damit zwei zusätzliche Linien ein, die eine Wolke andeuten sollten. Auch das farblose Gutta ließ ich trocknen. Nach mehr als 24 Stunden malte ich nun die einzelnen Flächen aus, wobei ich mit der hellsten Farbe begann. Da ich ja alle Farben ausprobieren wollte, wurde der Vogel jetzt schwarz und der Himmel blau.

Nachdem die Farben getrocknet waren, fixierte ich sie mit dem Bügeleisen. Anschließend wusch ich das Tuch in lauwarmem Wasser, dem ich etwas Essigessenz beigemischt hatte. Der Essig sollte bewirken, dass die Farben leuchtender wurden. Beim Waschen wurde die farblose Gutta mit ausgewaschen, und an der Stelle blieb eine weiße Linie. Zum Trocknen hing ich das Tuch an die Wäscheleine. Zum Schluss bügelte ich das Tuch noch einmal. Es sah nun so aus:

Ich habe noch ein paar Detailfotos gemacht:

Das Seidentuch hat eine Seitenlänge von etwa 25 cm.

Das Bemalen dieses Seidentuchs hat mir großen Spaß gemacht. Da es gut geklappt hat, konnte ich die gewünschten Motive ohne Probleme auf die Tücher meiner Freundin aufmalen. Die Seidenmalfarben sind sehr ergiebig, man braucht für so ein Tuch nicht viel davon, weshalb ich bestimmt noch mehr in der Richtung machen werde. Es müssen ja nicht immer nur Tücher sein, ich könnte mir auch gut vorstellen, Grußkarten mit Seidenstoff zu gestalten. Denn ich finde, dass die Farben auf der Seide sehr gut aussehen, alles wirkt irgendwie edel. Was wohl auch daran liegt, dass der Seidenstoff schön glänzt. Auf dem Baumwollstoff gefallen sie mir nicht so gut. Baumwoll-T-Shirts bedrucke ich mir lieber mit dem Siebdruck, wie zuletzt mit einem Stift und einem Auge.

Anhänger mit Croissant und Maus

Auf der Suche nach etwas Essbarem war eine Maus an einem verlassenen Teller vorbeigekommen. Und sie hatte sich sehr gefreut. Denn auf dem Teller fand sie ein gefülltes Schokocroissant und ein leckeres Waffelherz. All das sollte ihren kleinen Bauch füllen und sie über Stunden satt machen…

Da ich gerade dabei war, mir Schmuck mit kleinen Lebensmittelminiaturen zu basteln, dachte ich mir, zu dem ersten könnte sich doch gleich ein zweiter Anhänger dazugesellen. Diesmal aber nicht mit Eiskugeln, sondern mit einem Schokocroissant, für das ich ja eine relativ neue Form hatte. Ansonsten sollte er dem ersten recht ähnlich werden, also aus einer runden Scheibe bestehen, auf die ich die Lebensmittelminiaturen anrichten wollte.

Als erstes rollte ich ein wenig der silberfarbenen ofenhärtenden Modelliermasse zu einer Platte aus. Auf diese zeichnete ich mit Hilfe eines kleinen Bechers eine Kreis auf, den ich anschließend mit dem Messer ausschnitt. Die so entstandene Scheibe erhielt oben ein Loch, das ich mit einem Zahnstocher in die Modelliermasse bohrte. Dann drückte ich nacheinander jeweils ein wenig hellbrauner Modelliermasse in die Waffelform und in die Form des Croissants und holte beides aus den Formen heraus. Die Waffel zerschnitt ich in kleine Waffelherzen, wobei ich nur eines benötigte. Hierfür suchte ich mir das schönste heraus. Das Waffelherz und das Croissant färbte ich nun mit Pastellkreiden ein, die ich mit Hilfe eines Pinsels auftrug, so dass beides wie gebacken aussah. Da das Croissant angebissen sein sollte, schnitt ich mit dem Messer eine kleine Ecke ab.

Jetzt platzierte ich die beiden Elemente auf der runden Scheibe mit ein etwas flüssiger Modelliermasse auf der Unterseite. Um das Schokocroissant zu verzieren, verrührte ich dunkelbraune Modelliermasse, die ich mir aus einem braunem Ton und Schwarz zusammengemischt hatte, mit der flüssigen Variante. Die so entstandene Mischung trug ich mit einem Zahnstocher so auf das Croissant auf, dass mehrere Linien entstanden. Da aus dem Croissant flüssige Schokolade herauslaufen sollte, kam ein wenig der Mischung auch auf die Scheibe. Um das ganze farbiger zu gestalten, schnitt ich zwei Stücke meiner Limettencane ab, die ich irgendwann mal gebastelt hatte, und befestigte sie ebenfalls auf der Scheibe. Anschließend härtete ich sie im Backofen.

Nach dem Abkühlen modellierte ich die halbe Maus direkt auf die Scheibe auf. Als erstes befestigte ich ein kleines Ei als Kopf, an das ich ein größeres halbes Ei als Körper drückte. Anschließend formte ich aus zwei kleinen Kugeln die beiden Ohren, die an die Seiten des Kopfes kamen und aus Würsten die Arme, die ich am Körper anbrachte. Mit dem Zahnstocher ritzte ich jeweils zwei dünne Rillen in den Kopf und in die Pfoten. Zum Schluss bekam die Maus eine pinke Nase, zwei Kulleraugen und ein wenig pinke Modelliermasse an die Ohren. Als ich mit der Maus zufrieden war, steckte ich die Scheibe ein zweites Mal in den Backofen. Nach dem Abkühlen bekam sie eine Lackschicht zum Schutz.

Der fertige Anhänger sah nun so aus:

Ich habe auch noch Detailfotos vom Croissant, von der Maus, vom Waffelherz und von einer Limettenscheibe gemacht:

Der Anhänger hat einen Durchmesser von etwa 3,5 cm.

Die Maus kann man auch weglassen. Der Anhänger ist ohne sie genauso schön, wie man bei dem Anhänger mit dem Eis sehen kann. Diese Anhänger eignen sich sowohl als Schmuck- als auch Schlüsselanhänger.

Zuletzt hatte ich ein Armband mit kleinen Lebensmittel gebastelt.

Armkette mit Lebensmitteln

Vier Macarons, zwei Cupcakes und eine Waffel mit Eis hatten sich zu einer Kette aufgereiht. Über mehrere Ringe wurden sie miteinander verbunden. Das so entstandene Gebilde war bunt und konnte bald ein Armgelenk schmücken…

Nachdem ich schon einen Schmuckanhänger mit süßen Lebensmitteln gebastelt hatte, dachte ich mir, es könnte doch auch ein Armband mit den kleinen Köstlichkeiten entstehen. Schließlich hatte ich meine Silikonformen, die hier wieder zum Einsatz kommen konnten. Außerdem hatte ich im Internet ähnliche Schmuckstücke gesehen, die mich inspirierten. Für meine Armkette entschied ich mich, sie aus halben Macarons, halben Cupcakes und einer Waffel mit einer Eiskugel zu machen. In die einzelnen Teile wollte ich dann Ösen einarbeiten, über die ich sie dann mit Hilfe von mehrfach gedrehten Ringen aus Draht verbinden wollte.

Ich suchte mir also die Formen für den Cupcake, für das Macaron, für die Herzwaffel und die Eiskugel heraus. Zuerst drehte ich mir aus Draht mehrere Ösen, so dass jeweils ein Drahtstück an jedem Ende eine Öse bekam, also zwei Ösen pro Drahtstück. Dann bastelte ich mir zwei vollständige Cupcakes, indem ich in die drei Formen ofenhärtende Modelliermasse in den entsprechenden Farben für die Sahne, den Teig und den unteren Teil drückte und wieder herausholte. Anschließend setzte ich die drei Teile zusammen. Die fertigen Cupcakes schnitt ich nun ganz vorsichtig in zwei Teile. Mit der Form für die Macarons konnte man eine Hälfte eines Macarons herstellen, was genau das war, was ich benötigte. Ich drückte also Modelliermasse in zwei verschiedenen Farben nacheinander in die Form und holte die fertigen Hälften wieder heraus. Dasselbe tat ich, um die Waffel und die Eiskugel zu basteln.

Nun kam alles schon mal in den Backofen, damit ich bei den weiteren Arbeitsschritten keine Details zerdrücken konnte. Nach dem Abkühlen befestigte ich die Drahtstücke mit den zwei Ösen mit frischer Modelliermasse an den einzelnen Teilen. Hierbei setzte ich die flüssige farblose Modelliermasse als Kleber ein, so dass die Teile nicht mehr so einfach auseinander brechen konnten. Auf die Waffel klebte ich noch in gleicher Weise die Eiskugel und zwei Orangenscheiben einer Cane, die ich schon früher mal gebastelt hatte. Um die Eiskugel herum platzierte ich eine Mischung aus Modelliermasse und der flüssigen Variante, die das geschmolzene Eis darstellen sollte. Für die Eiskugel habe ich weiße und gelbe Modelliermasse gemischt, für die Waffel und den Teig der Cupcakes habe ich zwei Brauntöne miteinander gemischt, und für die Creme der Macarons habe ich die ursprüngliche Farbe mit weiß aufgehellt. Als alles fertig war, kamen die Teile ein weiteres Mal in den Backofen. Nach dem Abkühlen lackierte ich sie mit Klarlack.

Um jetzt eine Kette daraus zu basteln, drehte ich aus Schmuckdraht Ringe in zwei verschiedenen Größen. Die kleinen kamen zwischen die Teile aus Modelliermasse, während die großen die Ketten an beiden Enden bildeten. Zum Schluss bog ich mir aus dickerem Draht einen Haken als Verschluss und befestigte ihn an einer der Ketten.

Die fertige Kette habe ich hier noch mal als Ganzes und im Detail fotografiert:

Ich finde Schmuck mit Lebensmittelminiaturen witzig und auch schön. Man kann bei einer Kette wie dieser wunderbar verschiedene Farben kombinieren und sie deshalb richtig bunt gestalten, so dass sie ein echter Hingucker wird. Mir gefällt besonders die Waffel mit der Eiskugel, weil ich finde, dass sie recht echt aussieht. Zu jedem dieser Lebensmittelminiaturen hatte ich einen eigenen Artikel geschrieben, die man sich hier unter Cupcakes, Waffeln, Eistüten und Macarons ansehen kann.

Anhänger mit Eis und Waffelherz

Zwei Kugeln Eis und ein Waffelherz waren zu einer wunderbaren Nachspeise zusammengestellt worden. Gerade das Vanille- und Himbeereis ließ einem das Herz höher schlagen. Da es aber Sommer und ziemlich warm war, schmolz das Eis schon ein wenig. Deshalb sollte es bald gegessen werden…

Während der letzten Jahre habe ich für meine Lebensmittelminiaturen immer wieder mal eine Form aus Silikon gebastelt. Jetzt dachte ich mir, ich könnte mit ihrer Hilfe verschiedene Lebensmittel zu einem Schmuckstück kombinieren. Die Eiskugeln hatten mir besonders gut gefallen. Aber Eis braucht einen Behälter, wie einen Becher oder eine Eiswaffel, oder eine Unterlage, wie einen Teller. Dabei kam mir die Idee, als Unterlage eine einfache Scheibe zu nehmen und einen Anhänger daraus zu machen. Da Eis allein zu langweilig war, entschied ich mich, eine Waffel dazu zu nehmen, und zwar nur einen Teil, da eine ganze Waffel zu groß war.

Ich rollte mir also aus silberfarbener ofenhärtender Modelliermasse eine Platte aus, woraus ich mir mit dem Messer einen Kreis ausschnitt. Hierzu nahm ich mir einen kleinen Plastikbecher zu Hilfe. Dann bohrte ich oben ein kleines Loch mit dem Zahnstocher hinein. Jetzt kam die Eiskugelform zum Einsatz. Ich mischte mir aus weißer, gelber und pinkfarbener ofenhärtender Modelliermasse zwei Farbtöne zusammen, die einem Vanille- und einem Himbeereis nahe kamen. Anschließend drückte ich nacheinander beide Massen in die Form und holte die fertigen Kugeln wieder heraus. Mit Hilfe der flüssigen Modelliermassenvariante klebte ich sie auf die kreisförmige Platte.

Um das Waffelherz zu basteln drückte ich beigefarbene Modelliermasse in die Waffelform, holte die Waffel heraus und zerschnitt sie in die einzelnen Herzen. Damit die Waffel wie gebacken aussah, trug ich mit dem Pinsel noch ein wenig Pastellkreide auf. Dann kam das Waffelherz ebenfalls auf die Platte.

Um jetzt noch ein wenig Farbe mit ins Spiel zu bringen, platzierte ich zwei Limettenscheiben auf der Platte. Hierzu schnitt ich zwei dünne Scheiben einer Canerolle ab, die ich irgendwann mal gebastelt hatte. Für so eine Cane werden die einzelnen Bestandteile in Groß zusammengesetzt, hier also mehrere grüne Prismen mit weißen Scheiben dazwischen und zwei verschieden farbige Schichten drumherum, und anschließließend alles vorsichtig gerollt und somit reduziert. Zum Schluss kann man kleine Scheiben davon abschneiden und zur Dekoration benutzen. Diese Canes lassen sich gut aufheben.

Jetzt fehlte dem Schmuckstück nur noch geschmolzenes Eis, denn Eis schmilzt immer, sogar bei Zimmertemperatur. Hierfür mischte ich die beiden Modelliermassen mit der flüssigen Variante und verteilte die Mischungen rundherum um die Eiskugeln. Nun war alles fertig, und ich steckte den Anhänger zum Härten in den Backofen. Nach dem Abkühlen bekam der Anhänger noch einen Überzug mit Klarlack.

Hier ist der Anhänger als Ganzes und im Detail zu sehen:

Um den Anhänger tragen zu können, befestigte ich am Loch einen Ring, durch den ich ein Lederband zog.

Der Anhänger hat einen Durchmesser von etwa 3,5 cm.

Die alten Silikonformen kann man immer wieder herausholen und etwas Neues damit machen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es ist einfach, damit zu arbeiten, und man hat auch recht schnell ein Ergebnis, mit dem man zufrieden sein kann. Ich mag ja diese kleinen Lebensmittel besonders gern, eben auch weil man sie miteinander kombinieren kann. Die Eiskugeln eignen sich hierfür gut. Zum Vergleich kann man sich die Artikel zu den Eistüten und den Waffeln anschauen.

Kleine Croissants

Es hatte sich ein wunderbares Frühstück zusammengefunden. Da wartete ein Kaffe darauf, getrunken zu werden, und ein Croissant wollte mit Marmelade gegessen werden. Ein Löffel zum Umrühren des Kaffees und ein Messer zum Verteilen der Marmelade lagen auch schon bereit. Es fehlte nur noch jemand, der Hunger hatte…

Kleine Dinge zum Essen im Miniaturformat faszinieren mich immer noch. Vor allem diejenigen, die sehr realistisch aussehen. Manche Leute bringen das erstaunlich gut hin. Deshalb will ich auch versuchen, solche Miniaturen selbst zu basteln. Dabei müssen meine Kreationen allerdings nicht so realistisch wie möglich sein, sondern man sollte nur gut erkennen können, was es darstellen soll.

Dieses Mal hatte ich mir ein Croissant eingebildet. Um aber bei der Gestaltung nicht vollkommen daneben zu liegen, besorgte ich mir ein echtes Croissant beim Bäcker und machte mir ein paar Fotos davon. Anhand dieser Fotos wollte ich die Miniaturvariante modellieren. Da ich auch hier wieder vorhatte, eine Reihe von Croissants zu basteln, musste ich eine Form aus Silikon herstellen.

Für die Herstellung der Form modellierte ich mir ein kleines Modell aus normaler Knetmasse. Bei diesen Modellen arbeite ich sehr gerne mit Knetmasse, die knetbar bleibt, da ich hier sehr feine Strukturen herausarbeiten kann, die mir bei ofenhärtender Modelliermasse nicht gelingen würden. Als ich mit diesem Modell zufrieden war, bastelte ich mir ein kleines Kästchen aus festem Karton, auf dessen Boden ich das Modell in die Mitte klebte. An den Stellen, an denen sich noch ein Spalt dazwischen zeigte, dichtete ich ihn ab. Dann übergoss ich das Modell mit flüssigem Silikonkautschuk und füllte das Kästchen bis knapp unter den Rand damit auf. Nach etwa einem Tag holte ich die fertige Form aus dem Kästchen. Sie sah so aus:

Die Form zeigt ein wenig weiße Spuren, da ich die Form erst sehr viel später fotografiert habe, nachdem ich sie bereits zur Aufbewahrung mit Talkum-Puder eingestrichen hatte.

Um jetzt ein Croissant zu basteln, mischte ich mir als erstes aus den vorhandenen Modelliermassen eine Modelliermasse in passender Farbe zusammen. Anschließend drückte ich diese in die Form, schnitt den Überschuss mit dem Messer ab und drückte das Croissant aus der Form. Da es aber unten eine gerade Fläche hatte, musste ich es noch mit weiterer Modelliermasse zu einem ganzen Croissant ergänzen. Um die bestehenden Strukturen dabei aber nicht zu zerdrücken, steckte ich es zwischendurch schon mal in den Backofen. Zum Schluss dann natürlich auch. Ich habe es mal von verschiedenen Seiten fotografiert:

Hier habe ich ein Schoko-Croissant mit dunkler Verzierung gebastelt. Ansonsten habe ich es so gelassen, wie es aus der Form kam. Im Vergleich mit dem ergänzten Croissant sieht man die ebene Fläche unten.

Zuletzt habe ich einen Anhänger mit einer Öse gebastelt. Es ist ein ganzes Croissant mit einer weißen Verzierung. Den Anhänger habe ich nach dem Backen noch mit Klarlack überzogen. Hier ist er zu sehen:

Ein Croissant ist etwa 2 cm lang.

Um das Croissant hübscher präsentieren zu können, habe ich eine kleine Frühstücksszene dazu gebastelt, die ich aber nicht einzeln fotografiert habe. Das war auch ganz schön fummelig, weil das Croissant nicht gerade groß ist. Aber auch das Modellieren des kleinen Geschirrs und des Bestecks hat mir großen Spaß gemacht. Wenn man das Croissant auf einem größeren Teller anrichtet, braucht man es nicht unbedingt zu vervollständigen, im Gegenteil, es lässt sich dann sogar besser an dem Teller festdrücken. Zuletzt habe ich bunte Macarons gebastelt.

Aufbewahrungsbeutel aus Stoff

Viele verschiedene lose Dinge suchten einen Ort, an dem sie sicher aufbewahrt werden konnten. Zudem durften sie von dort nicht verschwinden und verloren gehen. Deshalb brauchten sie einen Beutel, der auch verschlossen werden konnte. Dieser Beutel sollte ihr sicherer Zufluchtsort werden…

Da ich nur einen großen Beutel für alle Bastelsachen hatte, und ich mir meine Schmucksachen immer mühsam zusammensuchen musste, wollte ich mir einen Beutel allein für diese aus Stoff nähen. Es sollte ein ganz einfacher mit Druckknöpfen zum Verschließen werden. Zudem brauchte ich noch einen weiteren Beutel für fertige Basteleien.

Ich wollte die beiden Beutel jeweils aus zwei verschiedenen Stoffen nähen. Und da sie ganz einfach werden sollten, überlegte ich mir, sie aus schlichten Rechtecken zusammenzusetzen. Der Herstellungsprozess beider Beutel war ganz gleich, weshalb ich ihn hier nur an einem Beutel beschreiben werde.

Ich schnitt mir also aus einem Blatt Papier Schablonen für zwei verschieden große Rechtecke aus. Die Breite beider Rechtecke war gleich, während ein Rechteck länger war als das andere. Diese Schablonen übertrug ich nun auf die Stoffe, so dass ich aus jedem Stoff jeweils ein großes und ein kleineres Rechteck erhielt. Diese Rechtecke schnitt ich nun aus. Anschließend legte ich die zueinander passenden links auf links aufeinander und nähte sie zusammen, wobei ich eine Wendeöffnung ließ. Dann drehte ich sie um und schloss die Wendeöffnung von außen. Um den Beutel zu nähen, legte ich die so entstandenen Rechtecke so aufeinander, dass die spätere Innenseite des Beutels jeweils nach Außen zeigte. Nun nähte ich sie an drei Seiten zusammen und wendete den Beutel, der fast fertig war. Zum Schluss befestigte oben noch zwei Druckknöpfe, so dass das überstehende Teil des größeren Rechtecks nach unten geklappt und der Beutel verschlossen werden konnte.

Hier habe ich mal den größeren Beutel für die Bastelsachen gefüllt und leer von allen Seiten fotografiert:

Und das ist der kleinere Beutel für die fertigen Basteleien:

Der kleinere der beiden Beutel ist etwa 13,5 cm breit.

Da ich es immer noch gut finde, aus alten Sachen neu zu machen, habe ich die beiden Beutel aus alten Klamotten genäht. Die Innenseite ist jeweils aus einem alten T-Shirt, und die Außenseite jeweils aus einem alten Schlafanzug entstanden, dessen Hose Löcher bekommen hatte, so dass ich sie nicht mehr tragen konnte. Das Oberteil war noch in Ordnung, aber ich wollte es ohne die Hose nicht mehr anziehen. Das Nähen dieser Beutel war so einfach, dass ich bestimmt nach und nach noch weitere basteln werde. Ich bewahre noch einige Dinge in Plastiktüten auf, die ich mit der Zeit ersetzen will. Und alte Kleidungsstücke werden auch immer wieder anfallen. Zuletzt habe ich einen Delfin aus alten Klamotten genäht.

Katzenportrait in Bleistift

Eine getigerte Katze hatte es sich auf einem Holzpfahl gemütlich gemacht und beobachtete den kleinen weißen Hund, der an ihr vorüber spazierte. Der Hund bemerkte die Katze nicht, obwohl sie direkt über ihm thronte. Erst als der Hund schon fast vorbei war, fing er an zu bellen. Doch da war es ein leichtes, ihn an der Leine weiter zu ziehen..

Im Herbst vor dem ganzen Coronawahnsinn hatte ich eine hübsche Katze fotografiert, die auf einem Holzpfahl bei einem Bauernhof saß, der etwas außerhalb der kleinen Stadt lag, in der ich aufgewachsen war. Ich hatte meinen kleinen Hund dabei, der von der Katze argwöhnisch beäugt wurde. Mir gefiel das Foto bzw. die Katze so sehr, dass ich nun beschloss, sie auf Papier zu bringen. Denn ich hatte wieder Lust, etwas zu zeichnen, und auf der Suche nach einem geeigneten Motiv ist sie mir sofort ins Auge gesprungen.

Ich nahm mir also ein Blatt unseres normalen Kopierpapiers und skizzierte grob den Umriss der Katze und des Pfahls. Als ich mit dem Umriss zufrieden war, begann ich mit der plastischen Ausarbeitung. Dabei wandte ich mich erst dem Kopf zu, bevor ich den Körper nach und nach fertigstelle. Zuletzt zeichnete ich die Holzmaserung des Pfahls. Die fertige Zeichnung ließ ich nun wie immer ein wenig liegen, um danach hier und da ein wenig auszubessern. Nachdem ich die Zeichnung für fertig befand, signierte ich sie.

Hier habe ich sie mal fotografiert:

Ich habe noch weitere Fotos gemacht. Eines nur von der Katze, eines von ihrem Kopf und eines, auf dem nur das Holz zu sehen ist:

Die Zeichnung ist auf weißem Kopierpapier im DINA4-Format entstanden. Ich habe dabei einen Feinminenbleistift der Stärke 0,5 mm und der Härte 2B benutzt.

Für diese Zeichnung habe ich mir sehr viel Zeit genommen. Bestimmt saß ich an mehreren Abenden über mehrere Stunden daran. Ich fand das Fell der Katze nicht so einfach. Und das Foto, das mir als Vorlage diente, hatte auch keine besonders hohe Auflösung. Am leichtesten an der Zeichnung fiel mir das Holz des Pfahls, denn die Darstellung so einer Holzmaserung ist nicht schwierig. Trotz der Tücken des Fells finde ich, dass mir die Katze ganz gut gelungen ist. Nachträglich gibt es natürlich immer Stellen, die einem nicht so gefallen, und die man hätte besser machen können, aber man zeichnet ja immer weiter und wird dadurch besser. Mal sehen, was als nächstes dran kommt. Meine letzte Zeichnung war auch ein Portrait, allerdings von Menschen.

Kleine süße Macarons

Eine kleine Krabbe hatte immer Hunger. Dabei fraß sie alles, was ihr zwischen die beiden Scheren geriet. Besonders aber hatte sie kleine bunte Macarons zum Fressen gern. Sie geriet ganz aus dem Häuschen, wenn sie viele davon fand. Da konnte sie nicht mehr aufhören. Bis sie Bauchschmerzen bekam…

Wie schon oft erwähnt, gefielen mir kleine Miniaturen von Lebensmittel aller Art. Dabei mochte ich Süssigkeiten doch ein bisschen mehr als herzhafte Speisen. Deshalb sollten es dieses Mal französische Macarons werden. Sie sahen einfach zu schön aus. Man konnte hier Farben aller Art verwenden und allzu schwierig stellte ich sie mir auch nicht vor. Da ich wieder einige von ihnen basteln wollte, musste ich vorher eine Form aus Silikon herstellen.

Für die Form modellierte ich mir als erstes aus Knetmasse eine Hälfte des Macarons. So ein Macaron besteht ja aus zwei gebackenen Hälften mit einer Creme dazwischen. Also benötigte ich als Modell nur eine Hälfte, denn mit der fertigen Form konnte ich dann beliebig viele Macaronhäften herstellen, die ich dann zusammensetzen konnte. Anschließend bastelte ich mir aus festem Karton ein kleines Kästchen, in dessen Mitte ich das Modell auf den Boden klebte. Ich dichtete hier und da die Lücke zwischen Modell und Boden mit weiterer Knetmasse ab, so dass kein Silikon dazwischen fließen konnte. Als ich mit allem zufrieden war, goß ich in Etappen den flüssigen Kautschuk in das Kästchen, bis dieses knapp unter dem Rand gefüllt war. Nach einigen Stunden Wartezeit war das Silikon fest geworden, und ich konnte die fertige Form herausnehmen. Ich habe sie hier mal fotografiert:

Das Modell ist hier nach der Entnahme der Form und in seinem bereits geöffneten Kästchen zu sehen:

Um jetzt die Macarons zu basteln, drückte ich nacheinander ofenhärtende Modelliermasse in verschiedenen Farben in die Form, schnitt den Überschuss mit dem Messer ab und holte anschließend die fertigen Hälften wieder heraus. Für die Creme mischte ich die Modelliermassen mit weißer und formte daraus kleine dünne Scheiben. Nun musste ich nur noch jeweils zwei Hälften der gleichen Farbe mit der entsprechenden Scheibe zu einem Macaron zusammensetzen. Zum Schluss härtete ich die Macarons im Backofen.

Ich habe die Macarons mal fotografiert:

Ich habe auch einen Anhänger gebastelt, indem ich mir aus Draht eine Öse gebogen habe, die ich dann vor dem Backen zwischen die Schichten platziert habe:

Den Anhänger hatte ich nach dem Basteln mit Klarlack auf Wasserbasis lackiert.

Da ich meine Lebensmittel gerne mit Tieren zu einer kleinen Szene zusammenstelle, habe ich mir auch eine Krabbe aus ofenhärtender Modelliermasse modelliert. Bei dem Tier fürchtete ich, dass die Beine abbrechen könnten. Deshalb bastelte ich mir erst ein Gerüst aus Draht, bestehend aus Körper und Beinen, das ich nach und nach mit der ofenhärtenden Modelliermasse ummantelte, bis ich mit den Formen und Proportionen zufrieden war. Die beiden Augen setzte ich zum Schluss darauf. Für die Krabbe habe ich rote und orangefarbene Modelliermasse miteinander gemischt.

Hier ist die Krabbe einzeln zu sehen:

Und hier nochmal alles zusammen:

Ein Macaron hat einen Durchmesser von 1,2 cm.

Diese Macarons waren mit Hilfe der Silikonform recht einfach zu basteln. Deshalb konnten auch recht viele in unterschiedlichen Farben in relativ kurzer Zeit entstehen. Was wohl auch daran lag, dass Macarons auch so schon keine komplizierten Formen haben. Auch wenn ich mich immer wieder ganz gerne mit aufwändigeren Modellierarbeiten beschäftige, die länger dauern, tut es zwischendurch ganz gut, etwas Einfaches zu basteln, was auch gut aussieht. Und wobei man sich dann mit vielen verschiedenen Farben austoben kann, denn ich finde, dass die Farben gerade in der Kombination richtig zur Geltung kommen. Deshalb liebe ich auch die selbstgemachten Silikonformen, die man immer wieder verwenden kann und dabei unterschiedliche Objekte entstehen können. Bei meinem letzten Projekt, den Tartes, hatte ich vorher auch einen Form gegossen.