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Figuren aus Kaltporzellan

Ein Weihnachtsmann machte sich auf den Weg, um Geschenke zu verteilen, und ein Engel zog um die Welt, um die frohe Botschaft zu verkünden. Beide würden wohl sehr lange unterwegs sein, wenn sie weder Weihnachtsmann noch Engel wären…

Schon länger habe ich damit geliebäugelt, selbstgemachtes Kaltporzellan auszuprobieren, denn ich habe immer wieder davon gehört. Also machte ich mich im Internet auf die Suche nach einem passenden Rezept. Bei vielen schien mir die Zutatenliste zu kompliziert, bis ich auf ein Rezept stieß, das nur drei Zutaten verwendete. Allerdings musste man hier die Mischung auf dem Herd ein wenig kochen. Aber davon ließ ich mich nicht abschrecken. Die Zutaten waren Maisstärke, Natron und Wasser. Genauere Angaben werde ich hier nicht machen, das haben andere vor mir schon getan.

Ich mischte also diese drei Zutaten in einem Topf zusammen. Unter ständigem Rühren kochte ich die Mischung auf, bis sie fest wurde. Dann schaltete ich den Herd runter, bis der Brei die gewünschte Konsistenz erhielt. Das Ganze ließ ich abkühlen und wickelte es in Frischhaltefolie. Da ich das Kaltporzellan nicht sofort verwenden wollte, steckte ich es in den Kühlschrank.

Im Internet hatte ich gelesen, dass man daraus ganz einfach schöne Anhänger machen konnte. Das wollte ich ausprobieren. Also rollte ich mit einer Flasche etwas von der Masse aus und stach mit Keksabstechern eine Glocke und einen Stern aus. Da mir beides so zu langweilig war, nahm ich selbstgemachte Stempel aus Silikonkautschuk und drückte sie in Glocke und Stern. Da es Anhänger werden sollten, machte ich oben jeweils noch ein Loch mit einem Zahnstocher hinein. Dann ließ ich sie trocknen. Beide sahen nun so aus:

Die Stempel habe ich auch mal fotografiert:

Ein paar Tage später kam ich auf die Idee, einen Engel und einen Weihnachtsmann zu machen. Nachdem ich Entwürfe gezeichnet hatte, fertigte ich aus festem Karton Schablonen an, die ich dann auf das ausgerollte Kaltporzellan übertrug. Anschließend konnte ich die Figuren mit einem kleinen Taschenmesser ausschneiden. Beide Figuren bekamen Augen, ein Loch zum Aufhängen und ein paar Striche, die ich mit dem Zahnstocher einritzte. Auch sie ließ ich über Nacht trocken. Engel und Weihnachtsmann sind oben auf dem Foto zu sehen.

Da ich nicht genug eigene geeignete Stempel hatte, dachte ich, ich könnte mir welche aus Gießharz gießen. Hierfür nahm ich jeweils eine Platte aus normaler Knetmasse und ritzte das jeweilige Motiv mit dem Zahnstocher ein. Einmal schwebte mir etwas mit Blumen und ein anderes Mal eine Schneeflocke vor. Als ich mit meinen Motiven zufrieden war, baute ich eine Wand aus Knete um sie herum auf, so dass ein kleines Gefäß entstand, in das ich das flüssige Gießharz gießen konnte. Dieses Gießharz wurde über Nacht fest und ich konnte die fertigen Prägestempel aus ihrer Form aus Knetmasse nehmen. Ich habe sie mal fotografiert:

Beide Stempel habe ich in das ausgerollte Kaltporzellan gedrückt und einmal mit dem Messer um das Motiv herum geschnitten, so dass ich einen eckigen Anhänger erhielt, und das andere Mal habe ich den Anhänger um das Motiv herum mit einer Ü-Ei-Kasel ausgestochen. Beide Anhänger bekamen noch ein Loch und sahen nach dem Trocknen so aus:

Da mir das Blumenmotiv so gut gefiel, bastelte ich mir damit noch einen runden Anhänger. Nach dem Trocknen malte ich ihn mit einer Acryllackfarbe an. Und da ich den Anhänger als Schmuckanhänger tragen wollte, lackierte ich ihn zweimal mit einem wasserfesten Lack. Ich wollte testen, wie stabil diese Anhänger sind, und da Kaltporzellan nicht wasserfest ist, musste ich es lackieren. Dieser Anhänger ist auf folgendem Foto zu sehen:

Die runden Anhänger haben einen Durchmesser von etwa 3 cm.

Ich muss schon sagen, dieses einfache Kaltporzellan sieht richtig edel aus, wenn es getrocknet ist. Und es ist auch richtig stabil, denn den Schmuckanhänger mit dem roten Blumenmotiv trage ich nun schon seit Tagen, und es ist noch nichts abgebröckelt oder kaputt gegangen. Allerdings hat dieses Kaltporzellan einen Nachteil. Flache Anhänger lassen sich damit wunderbar basteln, doch unsere dickeren modellierten Figuren haben beim Trocknen tiefe Risse bekommen. Vielleicht ist das bei Kaltporzellanmassen, die nach anderen Rezepturen hergestellt werden, nicht so. Ich persönlich finde das aber nicht so schlimm, weil die Anhänger richtig gut aussehen. Und zum Modellieren nimmt man am besten Ton, der an der Luft härtet, wie bei meinem Elch, oder ofenhärtende Modelliermasse, wie bei meinen Eistüten.

 

 

Zwei Weihnachts- und eine Winterkarte

Ein Stern, ein Weihnachtsbaum und ein Schneemann hatten sich auf Klappkarten verirrt. Das war ein Fehler, denn sie sollten nie wieder von dort wegkommen…

Für eine Adventsaktion in der Schule von Kind 2 wollte ich mir mal etwas Neues überlegen. Letztes Jahr hatte ich mit den Kindern kleine Engelchen aus lufthärtendem Ton modelliert, dieses Jahr hatte ich Lust auf etwas Anderes. Da ich schon häufiger 3D-Karten aus Papier  gebastelt hatte, dachte ich, das wäre doch was für die Kinder. Hierfür überlegte ich mir möglichst einfache Motive, die sich einigermaßen symmetrisch abbilden ließen.

Als erstes zeichnete ich die Entwürfe für einen Stern, einen Weihnachtsbaum und einen Schneemann auf ein Blatt Papier. Als ich mit ihnen zufrieden war, schnitt ich sie aus. Jetzt war es an der Zeit, sie auszuprobieren. Hierfür halbierte ich DINA4-Blätter normalen Kopierpapiers, so dass ich DINA5-Blätter erhielt, die ich in der Mitte faltete.

Anschließend legte ich die Papiervorlagen der Motive genau in die Mitte der DINA5-Blätter, wobei ich mich an der Falzkante orientierte. Mit einem Bleistift zeichnete ich die Umrisslinien auf. Nun schnitt ich die Motive mit dem Cutter aus, wobei ich sie nicht vollständig ausschnitt. An mehreren Berührungspunkten blieben sie mit dem restlichen Papier verbunden.

Jetzt musste ich die Motive in der Mitte falten, und zwar anders als das DINA5-Papier, und an den Rändern, so dass das jeweilige Motiv nach vorne herauskam. Der Stern war so schon perfekt, aber den Baum und den Schneemann musste ich nachbessern, bis es passte. Denn die Berührungspunkte, an denen das jeweilige Motiv mit dem restlichen Papier verbunden waren, mussten auf beiden Seiten gleichweit von der Mitte entfernt sein, sonst funktionierte die Klappkarte nicht.

Extra für die Klappkarten hatte ich mir festeres Papier besorgt. Dieses Papier hatte bereits die richtige Größe. Auch hier faltete ich die Blätter in der Mitte und übertrug die Motive. Allerdings zeichnete ich jetzt ein Muster in den Stern, Kugeln und Kerzen auf den Baum, und der Schneemann bekam ein Gesicht und Knöpfe. Das Muster und die anderen Teile schnitt ich mit dem Cutter zuerst aus, bevor ich die Motive ausschnitt. Nachdem ich alles richtig gefaltet hatte, klebte ich das festere Papier auf farbiges, weil ich es schön finde, wenn im Hintergrund ein wenig Farbe zu sehen ist.

Ich habe die Karten auch noch mal einzeln fotografiert:

Beim Stern sieht man die Farbe am besten, da die Löcher am größten sind. Hinter den Schneemann habe ich blaues und hinter den Baum grünes Papier geklebt.

Ich finde diese Klappkarten ja sehr effektvoll. Vor allem kann man sie mit einfachen Mitteln basteln. Man braucht nur Papier und einen Cutter. Letztendlich habe ich mich dann doch dagegen entschieden, die Karten mit den Grundschulkindern zu basteln, weil es möglicherweise noch zu schwierig für sie ist. Ich werde wieder mit den Kinder modellieren, wie einfallslos, aber dieses Mal werden wir keine Engel basteln, sondern Pinguine mit Schal.

Vor vier Jahren hatte ich eine 3D-Karte mit einem landschaftlichen Motiv gebastelt.

 

 

Viele bunte Eistüten

Der kleine Drache Friedolin war süchtig nach Eis. Deshalb hielt er sich am liebsten in der Nähe einer Eisdiele auf. Dort beobachtete er stundenlang die Menschen, die sich Eis kauften. Und wenn jemand besonders unvorsichtig war, kam Friedolin blitzschnell angerannt, ergriff die Eistüte und war genauso schnell wieder weg. Keiner wusste, wie ihm geschah…

Schon seit dem Sommer, als ich mal wieder eine Kugel Eis in der Waffeltüte aß, wollte ich Eistüten in Miniaturgröße basteln. Und da ich schon andere Lebensmittel aus ofenhärtender Modelliermasse geknetet hatte, sollten die Eistüten auch daraus gemacht werden. Allerdings würde es schwierig werden, das Waffelmuster zu imitieren. Ich überlegte mir, dass es wohl das beste wäre, dafür eine Form aus Silikonkautschuk zu machen, und zwar so, dass am Ende eine dünne Kneteplatte mit Waffelmuster zu einer Tüte gerollt werden konnte. Für die Eiskugel wollte ich eine weitere Form gleich mitmachen.

Zu diesem Zweck formte ich mir entsprechende Modelle aus normaler Knete und platzierte sie in die Mitte des Bodens eines Kästchens. Da ich ja zwei Formen benötigte, bastelte ich mir zwei Modelle und zwei Kästchen. In die Kästchen mit den Modellen goss ich nun den flüssigen Silikonkautschuk, der über Nacht fest wurde. Dann waren die beiden Formen fertig, und ich befreite sie von den Kästchen. Auf dem folgenden Foto sind sie zu sehen:

Für die Waffeltüten mischte ich mir zwei verschiedene Brauntöne der ofenhärtenden Modelliermasse. Diese drückte ich anschließend in die dafür vorgesehene Form und schnitt den Überschuss mit dem Messer ab. Um diese Platte besser aufrollen zu können, formte ich mir aus der Modelliermasse, die auch für die Eiskugel gedacht war, einen kleinen Kegel, den ich auf die Rückseite der Platte mit dem Waffelmuster setzte.

Für die Eiskugel drückte ich Modelliermasse in die Form und schnitt hier wiederum den Überschuss ab. Um beides miteinander zu verbinden, drückte ich die fertige Tüte vorsichtig auf die Modelliermasse, die sich noch in der Eiskugelform befand. Anschließend löste ich sie aus der Form und drückte die Eiskugel mit dem Zahnstocher am Rand an der Tüte fest. Nun war die Eistüte fertig.

Die Eistüten sahen nun so aus, wobei ich die rechte mit einer kleine Öse versehen habe:

Zum Spaß habe ich noch einer weiteren eine Sahnehaube verpasst und auf eine andere etwas braune Sauce gegeben, wobei mir die Eiskugel mit Sahne nicht gefallen hat:

Auf dem nächsten Foto schmilzt ein Eis auf einem Teller dahin:

Eine Eistüte ist etwa 2,5 cm lang.

Zum Schluss habe ich den kleinen roten Drachen noch mal von der anderen Seite fotografiert:

Es macht mir großen Spass, Süssigkeiten in Miniaturgröße zu basteln, hierbei fand ich die kleinen Cupcakes auch sehr gut. Und am liebsten verwende ich dann selbst gemachte Silikonformen, da die kleinen Süssigkeiten recht feine Strukturen haben, und ich die Modelle dafür aus normaler Knete bastele, mit der ich wesentlich feiner arbeiten kann. Den kleinen Drachen habe ich nur gebastelt, um eine einzelne Eistüte besser präsentieren zu können.

 

 

 

 

Kleine Vögelchen aus Stoff

Zwei Vögelchen saßen auf einem Ast beieinander und unterhielten sich über das Wetter. Während das eine meinte, es sei schon recht kalt geworden, blickte das andere pessimistisch in die Zukunft und fragte, ob sie wohl genügend zu Fressen finden werden. Das wollen wir mal für sie hoffen…

Ich wollte mal wieder etwas nähen. Und diesmal sollte es wieder ein kleines Tierchen werden, aus dem man auch einen Schlüsselanhänger machen konnte. Ich finde ja, dass die Tiere für solche Anhänger nicht zu groß sein sollten, damit sie auch in jede Tasche passen. Einige der Anhängertiere, die man so kaufen kann, sind mir schon wieder zu groß. Deshalb versuche ich, meine Tiere eher klein zu machen.

Bei der Überlegung, welches Tier es werden sollte, berücksichtigte ich die anderen kleinen Tierchen, die bisher genäht hatte, und mir fiel dabei auf, dass ich noch keinen normalen Vogel gebastelt hatte. Also beschloss ich, einen Vogel mit Füßen, Flügeln und einem Schwanz zu gestalten. Er sollte rosa mit blauen Flügeln und blauem Schwanz werden.

Ich zeichnete mit Bleistift auf Papier ein Schnittmuster mit allen notwendigen verschieden Teilen. Als ich damit zufrieden war, pauste ich die Teile in der richtigen Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt sie aus. Den Kopf wollte ich aus drei Teilen nähen, wobei zwei Teile für den Schnabel noch dazu kamen, den Körper aus fünf Teilen und Flügel, Schwanz, und Füße jeweils aus zwei Teilen. Diese Papierteile übertrug ich nun auf die entsprechenden Fleece-Stoffe und schnitt sie wiederum aus. Der eigentliche Vogel sollte rosa, Flügel und Schwanz hellblau und Füße und Schnabel orange werden.

Als erstes nähte ich die Teile für die Füße, die Flügel und den Schwanz links auf links zusammen und drehte sie um. Dann setzte ich den Kopf zusammen, wobei die Teile für den Schnabel erst an die vorderen Teile des Kopfes kamen. Unten an den fertigen Kopf nähte ich nun die beiden vorderen und die beiden hinteren Teile des Köpers, wobei ich zwischen Kopf und ein vorderes Teil jeweils einen Flügel legte. Die Vier Körperteile nähte ich dann entsprechend zusammen, dabei ließ ich eine Wendeöffnung frei. Zum Schluß kam das untere Teil des Körpers an die übrigen Teile. Die beiden Füße und den Schwanz nähte ich dazwischen.

Anschließend drehte ich den Vogel um und stopfte ihn aus. Die Wendeöffnung verschloss ich von Außen. Nun fehlten dem Vogel nur noch die Augen, die ich mit weißem Garn aufstickte. Die Pupillen bildeten zwei kleine schwarze Perlen. Der fertige Vogel sah nun so aus:

Und von vorne:

Das Vögelchen ist etwa 6 cm hoch.

Ich hatte ja schon einige Tierchen gebastelt. Alle recht klein und mit gleichen gestickten Augen. Obwohl sie alle klein sind, haben sie doch unterschiedliche Größen. Das Vögelchen hier gehört zu den Kleinsten, mein Affe, den ich zuletzt genäht habe, zu den Größten.

 

 

 

 

Anhänger mit Toastbroten und einer Fliege

Eine kleine Fliege verspürte plötzlich großen Hunger. Auf der Suche nach etwas Eßbarem irrte sie im ganzen Zimmer umher, bis sie von Toastbroten angezogen wurde, die auf einem Teller lagen. Blitzschnell war sie hingeflogen und gelandet. Und es schmeckte so wunderbar…

Nach dem Anhänger mit dem Donut wollte ich schon lange einen anderen Anhänger mit ebenfalls etwas Eßbarem basteln. Es sollte wieder etwas auf einem Teller liegen, denn die runde Form eines Tellers eignet sich wunderbar für einen Anhänger. Schnell kam mir die Idee von Toastbrotscheiben, die unterschiedlich beschmiert sein sollten. Hierbei stellte ich mir Butter und eine Schokocreme vor. Den Anhänger wollte ich aus ofenhärtender Modelliermasse basteln.

Als erstes modellierte ich einen Teller. Hierfür mischte ich weiße Knete mit etwas blauer. Anschließend formte ich aus hellbrauner Modelliermasse, die ich mir wiederum aus zwei Farbtönen zusammenmischte, zwei Scheiben Toastbrot, die ich dann mit einem Zahnstocher auf einer Seite strukturierte. Eine der Scheiben platzierte ich auf dem Teller und bestrich sie mit einer Mischung aus hellgelber Knete und ein wenig Wasser, die die Butter imitieren sollte.

Anschließend legte ich die zweite Scheibe Toast auf die erste, und zwar so, dass nur ein kleiner Teil der ersten Scheibe verdeckt wurde. Dann kam die Schokocreme darauf, die ich aus brauner Knete und etwas Wasser anmischte. Hier und da platzierte ich an den Rändern der braunen Creme etwas Butter. Da mir die Komposition so etwas zu langweilig erschien, brachte ich mit dem Zahnstocher an einer Stelle des Tellers noch etwas Butter und Creme an. Zum Schluss bohrte ich ein Loch durch den Teller.

Dann kam der Anhänger in den Backofen. Nachdem er abgekühlt war, bestrich ich ihn noch von allen Seiten mit glänzendem Klarlack. Danach sah er so aus:

Um ihn als Anhänger auch tragen zu können, befestigte ich am Loch einen kleinen Ring.

Ich habe den Anhänger noch einmal im Detail fotografiert, damit man die Fliege besser sehen kann:

Der Teller hat einen Durchmesser von etwa 3,5 cm.

In letzter Zeit macht es mir irgendwie mehr Spaß, aus Modelliermasse Essen zu kneten als Tiere. Vor allem eignet sich Essen besser als Tiere zum Anhänger, den man sich um den Hals hängt. Mein Donut-Teller hatte sich hierfür schon längst bewährt.

 

Lustige Eicheltiere

Drei unterschiedliche Tiere hatten sich ganz zufällig getroffen. Da sie Gefallen aneinander fanden, spielten sie lustige Spiele zusammen. Bis sie feststellten, dass ihre Körper ganz ähnlich aussahen…

Jetzt im Herbst gibt es unheimlich viele Eicheln. Unser Hund hatte mich auf sie aufmerksam gemacht, denn er wollte sie immer fressen. Und dann dachte ich mir, dass man sicherlich etwas Schönes daraus basteln könnte. Dabei kam mir die Idee, die Eicheln mit ofenhärtender Modelliermasse zu kombinieren.

Der Pinguin war mein Testtier. Zuerst modellierte ich ein kleines Teil mit Schwanz aus schwarzer Modelliermasse und drückte die Eichel hinein, so dass sie nicht mehr umfallen konnte. Daran befestigte ich unten zwei Füße aus gelber Modelliermasse. Anschließend formte ich mir den Kopf des Pinguins mit einem Schnabel und zwei Augen. Diesen Kopf setzte ich oben auf die Eichel. Zum Schluß modellierte ich zwei Flügel und drückte sie seitlich an die Eichel. Um die Körperteile im Backofen zu backen, nahm ich sie ab und steckte sie ohne Eichel in den Backofen. Als sie abgekühlt waren klebte ich sie mit Alleskleber an der Eichel fest. Und da das alles so gut funktioniert hatte, beschloss ich, zwei weitere Tiere zu basteln.

Bei den anderen Tieren modellierte ich zuerst die Köpfe, dann die Beine und zum Schluss die Schwänze. Die Teile aus Modelliermasse buk ich ohne Eicheln im Backofen und klebte sie anschließend mit Alleskleber an die Eicheln.

Ich habe die drei Tiere mal einzeln und jeweils von vorne und von der Seite fotografiert:

Der Pinguin ist etwa 4 cm hoch.

Noch nie zuvor habe ich Modelliermasse mit anderen Materialien  kombiniert. Ich finde, es klappt ganz hervorragend, und ich bin sehr zufrieden. Normalerweise modelliere ich meine Tiere vollständig aus Modelliermasse, wie zuletzt meinen Kraken.

 

Täschchen mit Henkel

Ein kleines Täschchen sollte so aussehen wie ein bunter Brief mit einem Henkel. Ebenfalls sollte es verschlossen werden können, so dass man kleine Geheimnisse in ihm verbergen konnte…

Die Putzfrau meiner Schwiegereltern wünschte sich ein ganz kleines Täschchen, das so aussieht wie ein Brief, mit einem Henkel, so dass man es irgendwo aufhängen kann. Ich hatte zwar erst eine Tasche genäht, und die hatte einen Reißverschluss, aber vorne dran auch eine kleine Tasche, die man über einen Druckknopf verschließt, weshalb ich ziemlich bald schon wusste, wie ich das Täschchen nähen wollte.

Ich zeichnete mir mit Bleistift auf Papier ein Schnittmuster. Im Prinzip sollte das Täschchen nur aus zwei Teilen bestehen, die ich zusammennähen wollte, also einem Vorder- und einem Rückteil. Jedes dieser Teile sollte aus einem Außen- und einem Innenstoff bestehen. Also zeichnete ich ein Rückenteil, das ich dann später zweimal ausschneiden wollte, aus zwei verschiedenen Stoffen. Da ich den Außenstoff des Vorderteils mehrfarbig gestalten wollte, musste ich ihn in drei Teile unterteilen, während ich für den Innenstoff nur ein Teil zeichnete.

Als ich mit dem Schnittmuster zufrieden war, pauste ich es auf ein weiteres Blatt Papier, und zwar in richtiger Anzahl. Es ergaben sich zwei Teile für das Rückteil des Täschchens und insgesamt vier Teile für das Vorderteil. Das Rückteil ist größer, das es oben nach vorne geklappt werden muss, um so die Tasche zu verschließen. Dann schnitt ich sie aus und übertrug sie auf die beiden Stoffe, die ich mir ausgesucht hatte, einen gelben und einen blaukarierten Baumwollstoff. Die Teile aus Stoff schnitt ich wiederum aus.

Als erstes nähte ich die beiden Teile des Rückteils links auf links zusammen, wobei ich eine kleine Wendeöffnung frei ließ. Dann drehte ich es um und verschloss die Wendeöffnung von außen. Anschließend setzte ich die drei Teile zum Außenstoff des Vorderteils zusammen und nähte ihn links auf links auf den Innenstoff, wiederum mit einer Wendeöffnung, über die ich nun das Vorderteil umdrehte. Die Wendeöffnung verschloss ich auch von außen. Jetzt waren beide Teile des Täschchens fertig. Ich legte sie aufeinander und nähte sie so zusammen, dass ich oben eine Öffnung erhielt. Nun konnte ich das Rückteil nach unten knicken, so dass die Tasche zu war.

Damit die Tasche dauerhaft verschlossen werden konnte, nähte ich noch die beiden Teile eines Druckknopfes an. Das Täschchen sah nun so aus:

Jetzt fehlte nur noch der Henkel. Hierfür wählte ich drei verschiedene Stickgarne, flechtete sie zu einem Zopf, und zog beide Enden einmal durch das Täschchen und verknotete sie. Das Ergebnis ist oben auf dem Foto zu sehen.

Das Täschchen ist etwa 5,5 cm breit.

Etwa vor einem Jahr habe ich meine erste Tasche genäht. Es war ein kleines Monstertäschchen mit großen Augen. Es hatte einen Reißverschluss und vorne eine kleine Tasche für Chips für den Einkaufswagen. Diese vordere Tasche war in etwa so groß wie das Täschchen hier. Zu sehen ist meine Monstertasche unter diesem Artikel.

 

 

Kleiner lila Krake

Ein kleiner Krake schwamm stundenlang im Meer umher. Er fühlte sich sehr einsam und suchte Freunde, die mit ihm spielen wollten. Doch alles, was er fand, war Seegras und andere Pflanzen…

Nachdem ich in letzter Zeit sehr viel gezeichnet habe, hatte ich mal wieder Lust dazu, etwas zu kneten. Und da ich mich an der Aktion Septemeer von Kiki Thaeringen beteiligt hatte, bei der man jeden Tag etwas zum Thema Meer zeichnen oder malen sollte, dachte ich mir, ich könnte ja eines meiner Motive nachkneten. Der Krake hatte mir besonders gut gefallen, also entschied ich mich für ihn.

Ich nahm lilafarbene ofenhärtende Knete und formte als erstes eine kleine Birne, die ich unten abflachte. Das sollte der Körper werden. Dann modellierte ich acht gleichgroße Würste, die an einem Ende eine Spitze bekamen. Diese Arme befestigte ich nacheinander unten an der Birne und bog sie so, dass sie in verschiedene Richtungen abstanden. Die Saugknöpfe an den Armen entstanden dadurch, dass ich ganz kleine blaue Kügelchen auf die Arme setzte und diese anschließend mit einem Zahnstocher festdrückte, so dass sie kleine Löcher bekamen. Jetzt fehlten nur noch die Augen. Hierfür formte ich aus weißer Knete Kugeln, die ich auf dem Kopf anbrachte. Für die Pupillen modellierte ich aus schwarzer Knete noch kleinere Kugeln und setzte sie auf die weißen. Nun musste der Krake nur noch in den Backofen.

Der fertige Krake ist oben auf dem Bild zu sehen. Ich habe ihn aber auch nochmal von unten fotografiert, so dass man die Saugknöpfe ganz gut erkennen kann:

Neben der Krake habe ich noch ein Stückchen Meeresboden mit Seepflanzen gebastelt, so dass man eine kleine schöne Szene fotografieren kann. Hierfür drückte ich ein wenig sandfarbene Knete zwischen den Fingern platt und bohrte mit dem Zahnstocher ein paar Löcher rein. Dann modellierte ich die Pflanzen aus grünen Schnüren und steckte sie in die Löcher. Da ich sie nicht weiter verstärkt habe, haben sie sich im Backofen nach unten gebogen.

Auch sie habe ich einzeln fotografiert. Das nächste Mal nehme ich vielleicht ein bisschen Draht zu Hilfe, den ich dann mit der Knete ummantele, dann kann mir das nicht mehr verbiegen.

Der Krake ist etwa 2,5 cm hoch.

Ich habe schon ganz lange keine tierischen Szenen gebastelt, wie zum Beispiel meinen Hund, zuletzt hatte ich mehr Spaß daran, Dinge zu kneten, die man essen kann, wie kleine Kuchen oder einen Donut. Aus den kleinen Kuchen und dem Donut habe ich Schmuckanhänger gebastelt, so dass man sie auch noch sinnvoll verwenden kann.

 

Kleines Äffchen aus Stoff

Ein kleines Äffchen hatte sich hingesetzt und ruhte sich aus. Gerade eben hatte es noch ausgelassen mit den anderen Affenkindern herumgetollt. Doch irgendwann war es müde geworden und sah lieber zu…

Nachdem meine letzten Stofftiere etwas größer geworden sind, wollte ich mal wieder meine Reihe kleiner Tierchen fortsetzen. Diese kleinen Tiere brauchen nicht viel Stoff, nehmen nicht viel Platz weg, und man kann aus ihnen Schlüsselanhänger machen. Auch generell mag ich kleine Dinge lieber, das war schon immer so, auch wenn es manchmal kniffliger ist, diese Dinger herzustellen.

Nun war mir bei einer meiner unzähligen Beschäftigungen mit unserem Hund dieses Äffchen eingefallen. So im Nachhinein betrachtet, hat es einen ganz ähnliche Haltung wie ein Affe, den ich mal aus grünem Filz gebastelt hatte. Nun war dieser aber eben aus Filz, und das finde ich immer ein wenig einfacher.

Ich stellte mir also einen sitzenden Affen vor und zerlegte jedes Körperteil in einzelne Teile. Diese Teile zeichnete ich dann mit Bleistift auf Papier. Ohren und Schwanz wollte ich jeweils aus zwei, Arme, Beine und Kopf aus drei, und den Körper aus vier Teilen zusammensetzen. Dabei werden die Teile teilweise spiegelverkehrt eingesetzt, weshalb ich dann nur eine Form gezeichnet habe. Der Schwanz beispielsweise besteht aus zwei Teilen, die zueinander spiegelverkehrt sind.

So entstand nun mein Schnittmuster. Als ich mit ihm zufrieden war, pauste ich die Teile in entsprechender Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt sie aus. Diese Papierteile übertrug ich dann wiederum auf die Stoffe, die ich mir ausgesucht hatte, Fleece-Stoffe in rotbraun und orange. Die Stoffteile schnitt ich dann auch aus.

Zuerst nähte ich Arme, Ohren und Schwanz und drehte sie um. Anschließend setzte ich den Kopf zusammen, die Ohren kamen dabei zwischen Vorher- und Hinterteil. Die Beine nähte ich, indem ich das innere Teil erst am entsprechenden Teil des Körpers befestigte und dann inneres und äußeres Teil zusammennähte. Die Sohle kam zum Schluß dran. Nun nähte ich nacheinander  drei der Teile des Körpers unten an den Kopf, wobei ich die Arme zwischen Kopf und den Körpervorderteilen befestigte. Dann setzte ich den Köper zusammen, das vierte Teil kam hierbei unten an den Körper, und der Schwanz dazwischen. Die Wendenaht ließ ich zwischen einem vorderen und dem hinteren Körperteil.

Als ich mit dem Nähen fertig war, drehte ich den Affen um und stopfte ihn mit Füllwatte aus. Die Wendenaht schloss ich zum Schluß von außen mit dem Matratzenstich. Jetzt fehlten dem Affen nur noch Augen und Nasenlöcher, die ich aufstickte. Die Pupillen bildeten hierbei zwei kleine Perlen. Ich habe den Affen auch noch mal von der Seite und von hinten fotografiert:

Das Äffchen habe ich gleich noch ein zweites Mal genäht. Und später noch ein drittes Mal, weil ich ein Taufgeschenk brauchte. Bei dem Geschenk habe ich oben am Kopf einen Aufhänger angebracht und den Namen des Kindes auf den Rücken gestickt.

Der Affe ist etwa 8 cm hoch.

Der Affe gehört mit seinen 8 cm zu den größeren Tieren meiner Reihe, wie das Eichhörnchen. Nächstes Mal will ich versuchen, das neue Tier wieder kleiner zu machen, wobei es natürlich nicht ganz so klein werden muss, wie mein kleinstes, das Glücksschweinchen Suseliese.

 

 

Schlüsselanhänger mit Blume und Schmetterling

Ein Schmetterling flatterte in einem wunderschönen Garten von Blüte zu Blüte, die prächtiger war als die zuvor. Doch er schien sich nicht wirklich für eine entscheiden zu können. Er flatterte immer weiter, bis er eine kleine Rose entdeckte…

Ganz lange hatte ich an meinem Schlüsselbund drei kleine Tiere aus Filz, doch irgendwann war mir das Ganze ein wenig zu groß und ich wollte etwas anderes haben. Es sollte etwas sein, das kleiner war, so dass ich meine Schlüssel auch mal in die Hosentasche stecken kann. Da ich schon einiges aus Epoxidharz gegossen hatte und das Material meiner Erfahrung nach recht stabil war, wollte ich mir nun als Schlüsselanhänger eine Scheibe daraus basteln.

Über das Motiv brauchte ich nicht sehr lange nachdenken. In der Regel brauche ich zum Glück nie sehr lange über Motive oder Bildideen nachdenken, denn wenn man so mit dem Hund spazierengeht und dabei die Augen offen hält, kommen die Ideen fast wie von selbst. Auf jeden Fall sollte auch hier wieder ein Tier eine Rolle spielen, und da ich mich eher mit größeren Tieren beschäftige, wollte ich dieses Mal etwas Kleineres, einen Schmetterling basteln. Schmetterlinge zeigen üblicherweise großes Interesse an Blumen, und Rosen finde ich persönlich recht schön, und so war schnell eine Komposition gefunden, die ich auf der Scheibe darstellen wollte.

Als erstes zeichnete ich mit Bleistift auf Papier einen Entwurf, an dem ich so lange feilte, bis ich zufrieden war. Dann modellierte ich mir nach diesem Entwurf ein Modell aus grauer ofenhärtender Modelliermasse. Diese graue Modelliermasse habe ich schon häufiger verwendet, und ich bin dabei immer wieder sehr angetan von ihr, weil ich mit ihr sehr fein und detailgetreu arbeiten kann. Das Modell, das dabei herauskam, sah nach dem Härten im Ofen so aus:

Ich bastelte mir nun aus Papier und Pappe ein kleines, oben offenes Kästchen. Auf dem Boden befestigte ich anschließend dieses Modell in der Mitte. Den Spalt zwischen Modell und Kästchen kittete ich mit normaler weißer Knete. Nun war soweit alles vorbereitet, um eine Gießform zu gießen.

Hierfür mischte ich mir flüssigen Silikonkautschuk mit Härter zusammen und goss dieses Gemisch in kleinen Portionen über das Modell ins Kästchen aus Pappe. Das Ganze ließ ich über Nacht stehen. Am nächsten Morgen war der Silikonkautschuk fest geworden, blieb dabei aber noch elastisch. Ich holte die fertige Form aus dem Kästchen und ließ sie weitere eineinhalb Tage ruhen. Ich habe sie mal fotografiert:

Bevor ich die Form nun mit Gießharz ausgießen konnte, fettete ich sie zuerst mit Speiseöl aus und goss sie mit Beton aus. Diesen Vorgang wiederholte ich danach. Der Beton, den ich dabei verwende, muss etwa acht Stunden aushärten, bevor ich ihn herausnehmen kann. Ich schalte diesen Zwischenschritt mit ein, da ich schon mal schlechte Erfahrung gemacht hatte. Hierbei goss ich das Gießharz in die Form und bekam es nicht mehr heraus. Bei Formen, die ich vorher mit Beton ausgegossen hatte, ist mir das nie passiert. Nachlesen kann man das in meinem Artikel „Misslungener Anhänger“.

Ich wollte einen zweifarbigen Anhänger basteln, somit füllte ich die Vertiefung der Figur erst mit einem Gießharz aus, das ich mit einer undurchsichtigen Harzabtönfarbe eingefärbt hatte, und ließ die Form zwei Tage stehen. Dann füllte ich die Form bis zum Rand mit Gießharz, das ich mit einer transparenten Farbe eingefärbt hatte. Nach weiteren zwei Tage konnte ich die Scheibe aus ihrer Form nehmen.

Bevor ich sie nun weiterverarbeiten konnte, musste ich zwei Wochen warten. In der Zwischenzeit bastelte ich mir eine einfarbige Version, die auf dem folgenden Foto zu sehen ist:

Diese Scheibe habe ich so gelassen, wie sie aus der Form kam. Bei der zweifarbigen Scheibe schliff ich nach zwei Wochen die Oberfläche des transparentem Gießharzes zuerst mit grobem, dann mit sehr feinem Schleifpapier ab. Um sie dann als Schlüsselanhänger verwenden zu könnnen, brachte ich oben noch einen Ring und eine Kette mit Schlüsselring an. Das fertige Ergebnis ist ganz oben zu sehen.

Hier habe ich noch ein Detailfoto gemacht:

Man kann ganz gut die matte Oberfläche erkennen, die ich mit dem Schleifpapier erzeugt habe.

Die Scheibe hat einen Durchmesser von etwa 4 cm.

Das Epoxidgießharz ist zu meinem bevorzugten Material in der Schmuckherstellung geworden. Ich habe schon eine Reihe von Anhänger gebastelt, wie zuletzt meinen Elefanten und meine Blume. Dabei bin ich sehr zufrieden, da das Material widerstandsfähig ist und alles mitmacht. Und gerade bei einem Schlüsselanhänger sind das die Anforderungen, die es dabei erfüllen soll.