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Zusammengesetztes Stempelbild

Ein kleiner Hund zeigte großes Interesse an einem Kaktus. Dieser stand jedoch auf einer Kommode und schien für den Hund unerreichbar zu sein. Doch vielleicht konnte er ihn hinunterschubsen, wenn er sich nur ordentlich anstrengte…

Ich hatte wieder große Lust, irgendetwas mit Stempeln zu machen. In einem Buch, in dem sich alles um Stempel drehte und das ich schon länger hatte, gefielen mir schon immer die Bilder, die die Autorin aus mehreren Stempeln zusammengesetzt hatte. Jetzt wollte ich das einfach auch mal ausprobieren. Dabei sollten aber nicht allzu viele Stempel zum Einsatz kommen.

Da ich wie immer ganz gerne ein Tier dabei haben wollte, überlegte ich mir eine Szene mit einem Hund. Der Hund sollte seine Vorderpfoten auf einen Schrank legen, auf dem eine Pflanze in einem Topf steht. Einen Kaktus fand ich dabei recht passend. Ein Kaktus wäre wohl eine der wenigen Pflanzen, die bei mir überleben würden. Ich finde so manche Pflanze und Blume auch schön, ich fotografiere sie ganz gerne, aber sie sollten dann in öffentlichen Gartenanlagen stehen, oder, was ich ganz besonders mag, wenn eine Pflanze mit einer Blüte aus dem Asphalt sprießt.

Ich zeichnet also die Szene, die ich mir vorgestellt hatte, mit Bleistift auf Papier. Da die Figuren der Skizze mir noch zu groß erschienen, verkleinerte ich sie mit Hilfe von Mobiltelefon, Computer und Drucker. Diesen Ausdruck pauste ich dann noch mal auf ein weiteres Stück Papier und verfeinerte ihn noch. Anschließend schnitt ich mir von einer größeren Gummiplatte kleinere rechteckige Stücke ab und übertrug die einzelnen Motive, in meinem Fall waren es drei, jeweils auf ein Gummistück, indem ich die Bleistiftskizze mit der Rückseite nach oben auf das Gummi legte und mit dem Fingernagel drüberstrich.

Nun Schnitt ich die Motive mit meinen Linolschnittmessern aus, wobei ich auch hier mit dem feinsten Messer anfing. Ich habe mal die drei Stempel fotografiert, jedoch erst nachdem ich sie benutzt hatte:

Bei zwei der Stempel hatte ich die Ecken abgerundet, da ich sie mit Stempelkissen verwenden wollte, die sich in kleinen Dosen befanden. Mit Ecken waren sie einfach zu groß.

Die Stempel waren nun fertig, und ich stempelte sie zuerst einzeln mit derselben Farbe auf Papier:

Nachdem mir die Stempeldrucke so gefielen, suchte ich mir für jeden Stempel eine passende Farbe aus und stempelte sie so, dass sie zusammen ein Bild ergaben. Dieses Bild sah nun so aus:

Das Bild fand ich schon recht hübsch, dennoch überlegte ich mir, was ich noch mit den Stempeln anstellen konnte. Dabei kam ich auf die Idee, jeweils einen Stempeldruck mit einer Bleistiftzeichnung zu kombinieren. Das hatte ich bisher noch nie ausprobiert. Hierbei kamen folgende Bilder heraus:

Die Kommode ist etwa 2 cm hoch.

Hier habe ich mal eine Szene aus mehreren Stempeln zusammengesetzt, wobei es nur eine Möglichkeit gibt, die Stempel zu einem sinnvollen Bild zu kombinieren. Bei vielen meiner alten Stempel habe in einem einzigen Stempel eine ganze Szene dargestellt.

 

Krabbe aus Stoff

Eine kleine Krabbe fühlte sich richtig wohl im Meer. Sie hatte eine beste Freundin, mit der sie viele spannende Abenteuer erlebte. Mit ihr würde sich für immer zusammen sein…

Ich wollte mal wieder ein Tier nähen. Dabei sollte der Aufwand nicht allzu groß werden, denn ich tendiere gerade dazu, schöne Tiere mit relativ einfachen Schnittmustern zu basteln. Erstens muss ich da nicht so viele verschiedene Teile zeichnen, und zweitens ist man beim Nähen einfach schneller. Schließlich braucht man vielleicht mal ein Geburtstagsgeschenk für ein Kind, und man hat einfach nicht viel Zeit. Außerdem können nicht alle Tiere kompliziert sein.

Meine Wahl fiel auf eine Krabbe, da sich hier der Körper schon aus zwei Teilen herstellen ließ. Die Krabbe brauchte dann noch Beine, Scheren und Augen. Ich zeichnete also ein Schnittmuster mit jeweils einem Teil für den Körper, die Beine, die Scheren und die Augen, da ich alle Beine, die beiden Scheren und die beiden Augen jeweils gleich machen wollte.

Als ich mit dem Schnittmuster zufrieden war, pauste ich die verschiedenen Teile in richtiger Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier, also zwei Teile für den Körper, 16 Teile für acht Beine, vier Teile für die Scheren und vier Teile für die Augen. Ich schnitt sie aus und übertrug sie auf die Fleece-Stoffe, die ich mir ausgesucht hatte, einen roten, einen orangenen und einen weißen Stoff. Diese Teile aus Stoff schnitt ich wiederum aus.

Als erstes nähte ich die Beine, die Scheren und die Augen und drehte sie um. Die beiden Körperteile hatte ich mit Abnähern versehen, die nun zusammennähte. Dann legte ich diese Körperteile links auf links aufeinander und dazwischen die Scheren und die Beine. Die Krabbe sollte eigentlich acht Beine bekommen, aber nur sechs Beine habe ich hier unterbekommen. Nachdem es aber auch Krabbentiere gibt, die mit sechs Beinen ausgestattet sind, habe ich zwei Beine einfach weggelassen. Ich nähte also die beiden Körperteile zusammen, wobei ich eine Wendeöffnung offen ließ.

Anschließend drehte ich die Krabbe um und stopfte sie aus. Jetzt fehlten nur noch die beiden Augen, die ich mit dem Matratzenstich oben auf dem Körper befestigte. Zum Schluss nähte ich als Pupillen zwei schwarze Perlen auf die Augen. Da mir die Scheren noch nicht ganz gefallen haben, modellierte ich sie mit einem Faden.

Ich habe die fertige Krabbe mal von vorne und von oben fotografiert:

Glücklicherweise hatte ich zwei Beine übrig, , denn wie immer wollte ich ein zweites Tier nähen, um zu sehen, ob das Schnittmuster auch gut funktioniert. Jetzt musste ich nur noch vier Beine nähen.

Die Krabbe ist mit ihren Beinen etwa 9 cm breit.

Aufgrund ihrer Größe passt die Krabbe ganz gut in meine Reihe kleiner Tiere, auch wenn das letzte Tier, ein kleiner Vogel, das ich gebastelt hatte, kleiner war. Aber die Tiere werden eben nicht alle gleich groß, wenn ich die Schnittmuster immer von Hand zeichne, was ich auch gar nicht beabsichtige. Schön wäre es allerdings, wenn diese Tiere nicht allzu groß werden würden.

Faulenzende Katze

Eine kleine Katze war beim Spielen plötzlich sehr müde geworden. Glücklicherweise  hatte sie ein Lager mit Kuscheldecke und Kissen ganz für sich allein. Und so räkelte sie sich gemütlich auf dem Lager und, wer weiß, schlief sie vielleicht bald ein…

In letzter Zeit hat mich die Begeisterung für das Modellieren mit ofenhärtender Modelliermasse wieder so richtig gepackt. Was mir daran ganz besonders gut gefällt, ist, dass so ein Bastelprojekt an einem Abend realisiert werden kann. Wenn man also nicht so viel Zeit hat, hat man recht schnell etwas fertiggestellt. Für so ein Stofftier brauche ich schon mehrere Tage, bis man es dann endlich in Händen halten kann.

Nun wollte ich eben wieder ein kleines Tier modellieren. Das letzte Tier war eine kleine Maus, da war die Katze naheliegend. Außerdem kam die Katze bisher in meinen Arbeiten ein wenig zu kurz, Hunde habe ich da schon wesentlich häufiger gebastelt, obwohl Katzen genauso schön oder sogar schöner als so mancher Hund sind. Die Katze sollte auf dem Rücken liegen und alle Viere von sich strecken.

Für die Katze nahm ich weiße Modelliermasse und formte daraus zuerst einen Körper, an den ich die Vorder- und anschließend die Hinterbeine setzte. Als ich mit dem Körper zufrieden war, modellierte ich einen kleineren Kopf mit Schnauze, den ich dann am Körper befestigte. Nun fehlten noch die Ohren, die Nase und die Augen, die ich nacheinander an den Kopf drückte. Zum Schluß bekamen die Hinterbeine noch kleine rosafarbene Ballen. Die Katze war jetzt fertig.

Für die Decke drückte ich ein Stück dunkelgrüner Modelliermasse zwischen den Fingern platt. Die Kissen wurden rot und lila, mit jeweils kleinen Punkten in einer anderen Farbe. Die Unterseiten der Kissen bekamen keine Punkte, da ich sie ja auf der Decke befestigte. Als ich mit dem Lager fertig war, legte ich die Katze darauf und drückte sie an.

Die Katze auf dem Lager sah nun so aus:

Und von der Seite:

Da ich immer ganz gerne ganze Szenen darstellte, überlegte ich mir Spielzeug, das zu der Katze passen könnte. Hierbei durfte natürlich die Maus nicht fehlen, und da ich Bälle ganz gerne mag, habe ich einfach einen zweifarbigen Ball dazu gebastelt. Hier habe ich mal nur das Spielzeug fotografiert:

Beides zusammen ist ganz oben auf dem Foto zu sehen.

Die Katz ist mit Schwanz etwa 3,5 cm lang.

Ich muss schon zugeben, dass ich am liebsten Tiere modelliere. Das macht mir am meisten Spaß. Und vielleicht kann ich das auch am besten. Jedenfalls müssen sie dabei klein sein, weil ich schon immer kleine Dinge geliebt habe, denn kleine Dinge passen in die kleinste Tasche und können einen überall hin begleiten.

Bunte Kopfmännlein

Eines Tages begegneten sich zwei Männlein, die wegen ihres Aussehens von anderen ganz oft verspottet wurden. Zuerst waren sie verwundert, nach kurzer Zeit jedoch sehr glücklich darüber, jemanden gefunden zu haben, der genauso aussah wie man selbst. Nur die Farben waren ein wenig anders…

Es war wieder einmal an der Zeit, etwas zu nähen. Dieses Mal sollte es etwas ganz einfaches sein, mit möglichst wenig Teilen. Ich weiß nicht, ob mir das gelungen ist, schließlich habe ich ein Männlein aus 16 Teilen zusammengesetzt, aber die Form des Körpers ist recht einfach. Und der Körper ist gleichzeitig auch der Kopf.

Das kleine Kopfmännlein wollte ich aus bunten Baumwollstoffen nähen. Für das obere Teil des Kopfes fand ich einen Mohairstoff recht witzig, da er aussieht wie Haare. Ich zeichnete mit Bleistift auf Papier ein Schnittmuster mit allen Teilen in einfacher Ausführung und pauste sie in der nötigen Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier, also jeweils vier Teile für zwei Arme, zwei Beine und zwei Ohren, und für den Körper zwei Teile für vorne und hinten und zwei Teile für oben und unten. Anschließend schnitt ich sie aus und übertrug sie auf die Baumwollstoffe und den Mohairstoff. Diese Teile schnitt ich wiederum aus.

Als erstes nähte ich Arme, Beine und Ohren aus jeweils zwei Teilen und drehte sie um. Dann fügte ich Vorder- und Rückteil des Körpers an den Seiten zusammen, wobei die Ohren und die Arme dazwischen kamen. Anschließend nähte ich oben am Körper den Mohairstoff an, denn er sollte die Haare darstellen. Jetzt fehlte nur noch das untere Teil, das ich zusammen mit den Beinen unten am Körper befestigte. Hierbei ließ ich eine Wendeöffnung.

Als alles fertig genäht war, drehte ich das Männlein um und stopfte es mit Füllwatte aus. Die Wendeöffnung schloss ich von Außen. Die Augen und den Mund stickte ich auf, und für die Pupillen befestigte ich kleine Perlen an den Augen.

Das erste Männlein war jetzt fertig und sah nun so aus:

Allerdings hatte ich hier den Mund erst mit rotem Nähgarn gestickt, was mir im Nachhinein nicht gefiel, weshalb ich den Mund ersetzte und stattdessen schwarzes Garn nahm. Ich habe das Männlein auch von hinten fotografiert:

Da ich von meinen Kreationen meistens auch noch eine zweite Version nähe, habe ich das hier auch gemacht, allerdings in anderen Farben. Das zweite Männlein ist ganz oben auf dem Foto von vorne und hier nochmal von der Seite zu sehen:

Dieses Männlein hat einen rotgestickten Mund.

Das Männlein ist mit Beinen 8 cm hoch.

Obwohl die Grundform hier recht einfach ist, war es eine ganz schöne Fieselarbeit, die Arme, die  Beine und die Ohren zu nähen. War dieses dann allerdings geschafft, ging der Rest ziemlich schnell. Das waren meine ersten Männlein, denn üblicherweise nähe ich kleine Tiere, und zuletzt bevorzugt aus Fleecestoffen, wie meine kleinen Vögelchen.

Maus mit Keks

So eine kleine Stadtmaus hat schon ein hartes Leben. Immer wieder muss sie sich das Futter mühsam zusammensuchen. Doch manchmal hat ein Mäuschen richtig viel Glück. Dann findet es unter all dem Müll, den die Menschen wegwerfen, eine echte Köstlichkeit…

Da ich in letzter Zeit richtig viel für ein Buchprojekt zeichnen muss, habe ich große Lust aufs Modellieren. Besonders auf die Projekte, die mal an einem einzigen Abend fertiggestellt werden können. Der Pinguin mit Schal aus Ton war so eine Figur. Oder aber ich hole meine ofenhärtende Modelliermasse in vielen verschiedenen Farben raus, wobei an einem Abend schon mal eine ganze Szene entstehen kann. Allerdings muss ich dann schon eine recht genaue Vorstellung im Kopf haben.

Hier schwebte mir eine Maus vor, die sich auf einen bereits angebissenen Keks stürzt. Den Müll habe ich dann erst später gebastelt, um die Szene zu komplettieren. Zuerst habe ich den Keks modelliert. Hierfür habe ich mir einen hellen Braunton gemischt und daraus zwei runde dünne,  etwa gleichgroße Scheiben geformt. Bevor ich sie aufeinander legte, bastelte ich mir eine kleinere dunkelbraune Scheibe, die dazwischen kam. Zum Schluss trennte ich mit einem Zahnstocher einen kleinen Halbkreis vom Keks ab, so dass er wie angebissen aussah, und fügte ihm oben mit dem Zahnstocher kleine Löcher zu.

Für die Maus mischte ich mir ein helles Grau. Daraus modellierte ich mir zwei birnenförmige Gebilde, ein größeres für den Körper und ein kleineres für den Kopf. Der Kopf bekam allerdings ein etwas spitz zulaufendes Ende, das die Schnauze bilden sollte. Anschließend verband ich die beiden Teile miteinander. Dann bekam der Körper zwei Beine, zwei Arme und einen Schwanz. Nun konnte ich die Maus auf den Keks setzen. Zum Schluss befestigte ich am Kopf zwei Ohren, zwei Augen und eine schwarze Nase.

Auf dem folgenden Foto ist die Maus mit dem Keks zu sehen:

Und hier nochmal etwas mehr im Detail:

Ein paar Tage später hatte ich die Idee mit dem Müll, der ganz gut zur Maus passen sollte. Hierfür modellierte ich einen zerdrückten Trinkbecher mit einem Strohhalm und eine dünne Platte, die Verpackungspapier darstellen soll. Ich habe den Müll auch noch mal einzeln fotografiert:

Da die Objekte aus ofenhärtender Modelliermasse entstanden, musste ich sie nach dem Modellieren noch im Backofen härten.

Die Maus ist etwa 2,5 cm hoch.

Es macht mir ja sehr viel Spaß, Tiere und in letzter Zeit auch Dinge zum Essen zu modellieren. Zuletzt hatte ich kleine Eistüten gebastelt, die von einem Drachen präsentiert wurden. Ganz geschickt ist es natürlich auch, wenn man beides in einer Figur kombiniert, wie hier mit der Maus und dem Keks. Beides ist hier nicht einzeln verfügbar, sondern untrennbar miteinander verbunden.

 

Pinguin mit Schal

Ein kleiner Pinguin fühlte sich eines Tages plötzlich ganz komisch und fing an, bitterlich zu frieren. Die anderen Pinguine machten sich große Sorgen um ihn, bis einer von ihnen im Schnee einen Schal fand. Er wickelte den Schal um den kranken Pinguin, und dieser fühlte sich gleich viel wohler…

Den Pinguin hatte ich mir für eine vorweihnachtliche Bastelaktion in der Schule von Kind 2 ausgedacht. Im Jahr davor hatte ich schon mal mit den Kindern mit lufthärtendem Ton modelliert, und ich hatte dabei den Eindruck, dass das den Kindern Spaß gemacht hatte. Damals hatten wir kleine Engel gebastelt, jetzt wollte ich etwas anderes machen, es sollte etwas Winterliches sein. Der Pinguin fiel mir dann recht schnell ein.

Um ihn aber mit den Kindern basteln können, musste ich ihn erst mal selbst ausprobieren. Noch vom letzten Jahr hatte ich einen Rest von dem lufthärtendem Ton, weshalb ich sofort mit dem Modellieren anfing. Allerdings war der Ton etwas hart geworden, was sich aber mit etwas Wasser beheben ließ.

Als erstes formte ich den Körper, an den ich hinten unten einen dreieckigen Schwanz anbrachte. Die Verbindungsstelle glättete ich sorgfältig mit dem Finger. Anschließend modellierte ich einen eiförmigen Kopf, den ich oben auf den Körper setzte. Damit er nicht wieder herunterfiel, brachte ich an der Verbindungsstelle weichen Ton an, den ich dann glättete. Der Kopf bekam noch einen Schnabel und zwei Augen. Nun befestigte ich zwei Füße unten am Körper und an den Seiten zwei Flügel. Die Verbindungsstellen glättete ich auch hier überall. Zum Schluss legte ich noch einen dünnen Tonstreifen um den Pinguin und ließ ihn wie ein Schal aussehen, indem ich noch eine Art Knoten aufmodellierte.

Den fertigen Pinguin ließ ich an der Luft trocknen. Das dauerte etwa zwei Tage.

Ich habe den Pinguin noch mal von vorne und von der Seite fotografiert:

Der Pinguin ist etwa 5 cm hoch.

Ursprünglich hatte ich gedacht, ich könnte mit den Kindern etwa ganz anderes basteln, und hatte auch schon dreidimensionale Faltkarten aus Papier ausprobiert. Aber ich entschied mich dann anders. Und das war gar nicht so verkehrt gewesen, denn einige Kinder hatten bei der Bastelaktion mit Ton modelliert, die meisten jedoch bastelten dabei einen Schneemann, den ich auch noch mitgebracht hatte. Obwohl mir das Modellieren mit dem Ton immer Spaß gemacht hat, hatte ich das letzte Mal vor über einem Jahr mit dem Ton gearbeitet. Damals war ein lustiger Elch entstanden.

 

 

 

Frohes neues Jahr 2019!

Nico, Hilda und ihre Freunde hatten nach der Silvesterparty die ganze Nacht durchgearbeitet. Fast glaubte man, sie würden es nicht schaffen, doch in den frühen Morgenstunden konnte man sie bewundern: die 2019, die sie mühsam aus dem Stein herausgemeißelt hatten…

Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr 2019! Möge das neue Jahr werden wie alle anderen auch, oder vielleicht ein bisschen besser.

Normalerweise haben meine vier Freunde hier auf meiner Blogseite nichts zu suchen, schließlich habe ich eine extra Rubrik für sie. Doch seitdem ich nicht mehr so viel Zeit habe und fleißig Illustrationen für ein Buch mache, schaffe ich nur noch einen Beitrag pro Woche, entweder stelle ich etwas Gebasteltes vor oder ich zeichne ein Nico-und-Hilda-Bild.

Für den Neujahrs-Gruß habe ich gezeichnet, weil mir die Idee so spontan gekommen war. Und da alle meine Grüße, seien es Weihnachts-, Oster-, oder eben Neujahrsgrüße, hier an dieser Stelle Platz finden sollen, sind meine Freunde hier jetzt auch zu sehen.

Und wer meine Freunde noch nicht kennt, den lade ich dazu ein, mal auf Nico & Hilda zu klicken, was rechts zu sehen ist, und sich zum Beispiel das Bild „Nico und Hilda lassen ihre Drachen steigen“ anzuschauen. Unter dieser Rubrik sind noch jede Menge weiterer Bilder zu entdecken.

Ein frohes Weihnachtsfest

Ich wünsche allen ein fröhliches Weihnachtsfest! So ganz ohne Stress und vielleicht im Kreis der Familie.

Für den letzen Kreativmarkt Ende November dieses Jahres, auf dem ich einen Stand hatte, wollte ich Karten basteln, die ein gedrucktes Motiv zeigten. Da ich die Karten verkaufen wollte, brauchte ich mehrere davon, und im Druckverfahren lassen sich ganz einfach gleich mehrere Exemplare herstellen. Ich wollte das Motiv in eine Linoleumplatte schneiden und mit schwarzer Farbe auf farbiges Papier drucken. Hierbei sollten mehrere verschiedene Farben zum Einsatz kommen.

Ich überlegte mir ein weihnachtliches Motiv. Die drei Könige aus dem Morgenland sollten zum Stall mit der Krippe finden, über dem der Stern stand. Ich zeichnete einen Entwurf mit Bleistift auf Papier. Auch hier schon schwärzte ich die Flächen, die später im Druck schwarz sein sollten. Das war einiges an Arbeit.

Als ich mit dem Entwurf zufrieden war, pauste ich ihn auf ein weiteres Blatt Papier. Jetzt schnitt ich mit einem Cutter die Figuren, Linien und Buchstaben, die später weiß sein sollten, soweit wie Möglich aus. Mit Hilfe dieser Schablone konnte ich nun das Motiv spiegelverkehrt auf die Linoleumplatte übertragen. Anschließend schnitt ich die weißen Stellen mit meinen Linoleumschnittmessern aus.

Jetzt war es Zeit für den ersten Druck. Hierfür rollte ich die Platte ganz dünn mit schwarzer Farbe ein und legte dann ein weißes Papier darauf. Mit einem Falzbein strich ich nun ganz fest über dieses Papier und rieb so die Farbe in das Papier. Anschließend zog ich es vorsichtig ab. Mit diesem ersten Ergebnis war ich schon zufrieden, so dass ich nichts mehr nachschneiden musste. Es ist ganz oben auf dem Foto zu sehen.

Da ich ja auch auf farbiges Papier drucken wollte, probierte ich andere verschiedene Farben aus. Einer meiner Favoriten war ganz klar das gelbe Papier, weshalb ich hier ein Exemplar fotografiert habe:

Das Motiv ist etwa 13 cm breit.

Das Drucken hat mir am Anfang großen Spaß gemacht, aber da ich ganz viele Exemplare gedruckt hatte, jedenfalls wesentlich mehr als sonst, hat es mich irgendwann genervt. Es hatte sich jedoch für mich gelohnt, denn ich bin einige dieser Karten auf dem Markt losgeworden. Meine letzten Drucke mit der Katze hatte ich zu meinem reinen Vergnügen hergestellt.

 

 

Figuren aus Kaltporzellan

Ein Weihnachtsmann machte sich auf den Weg, um Geschenke zu verteilen, und ein Engel zog um die Welt, um die frohe Botschaft zu verkünden. Beide würden wohl sehr lange unterwegs sein, wenn sie weder Weihnachtsmann noch Engel wären…

Schon länger habe ich damit geliebäugelt, selbstgemachtes Kaltporzellan auszuprobieren, denn ich habe immer wieder davon gehört. Also machte ich mich im Internet auf die Suche nach einem passenden Rezept. Bei vielen schien mir die Zutatenliste zu kompliziert, bis ich auf ein Rezept stieß, das nur drei Zutaten verwendete. Allerdings musste man hier die Mischung auf dem Herd ein wenig kochen. Aber davon ließ ich mich nicht abschrecken. Die Zutaten waren Maisstärke, Natron und Wasser. Genauere Angaben werde ich hier nicht machen, das haben andere vor mir schon getan.

Ich mischte also diese drei Zutaten in einem Topf zusammen. Unter ständigem Rühren kochte ich die Mischung auf, bis sie fest wurde. Dann schaltete ich den Herd runter, bis der Brei die gewünschte Konsistenz erhielt. Das Ganze ließ ich abkühlen und wickelte es in Frischhaltefolie. Da ich das Kaltporzellan nicht sofort verwenden wollte, steckte ich es in den Kühlschrank.

Im Internet hatte ich gelesen, dass man daraus ganz einfach schöne Anhänger machen konnte. Das wollte ich ausprobieren. Also rollte ich mit einer Flasche etwas von der Masse aus und stach mit Keksabstechern eine Glocke und einen Stern aus. Da mir beides so zu langweilig war, nahm ich selbstgemachte Stempel aus Silikonkautschuk und drückte sie in Glocke und Stern. Da es Anhänger werden sollten, machte ich oben jeweils noch ein Loch mit einem Zahnstocher hinein. Dann ließ ich sie trocknen. Beide sahen nun so aus:

Die Stempel habe ich auch mal fotografiert:

Ein paar Tage später kam ich auf die Idee, einen Engel und einen Weihnachtsmann zu machen. Nachdem ich Entwürfe gezeichnet hatte, fertigte ich aus festem Karton Schablonen an, die ich dann auf das ausgerollte Kaltporzellan übertrug. Anschließend konnte ich die Figuren mit einem kleinen Taschenmesser ausschneiden. Beide Figuren bekamen Augen, ein Loch zum Aufhängen und ein paar Striche, die ich mit dem Zahnstocher einritzte. Auch sie ließ ich über Nacht trocken. Engel und Weihnachtsmann sind oben auf dem Foto zu sehen.

Da ich nicht genug eigene geeignete Stempel hatte, dachte ich, ich könnte mir welche aus Gießharz gießen. Hierfür nahm ich jeweils eine Platte aus normaler Knetmasse und ritzte das jeweilige Motiv mit dem Zahnstocher ein. Einmal schwebte mir etwas mit Blumen und ein anderes Mal eine Schneeflocke vor. Als ich mit meinen Motiven zufrieden war, baute ich eine Wand aus Knete um sie herum auf, so dass ein kleines Gefäß entstand, in das ich das flüssige Gießharz gießen konnte. Dieses Gießharz wurde über Nacht fest und ich konnte die fertigen Prägestempel aus ihrer Form aus Knetmasse nehmen. Ich habe sie mal fotografiert:

Beide Stempel habe ich in das ausgerollte Kaltporzellan gedrückt und einmal mit dem Messer um das Motiv herum geschnitten, so dass ich einen eckigen Anhänger erhielt, und das andere Mal habe ich den Anhänger um das Motiv herum mit einer Ü-Ei-Kasel ausgestochen. Beide Anhänger bekamen noch ein Loch und sahen nach dem Trocknen so aus:

Da mir das Blumenmotiv so gut gefiel, bastelte ich mir damit noch einen runden Anhänger. Nach dem Trocknen malte ich ihn mit einer Acryllackfarbe an. Und da ich den Anhänger als Schmuckanhänger tragen wollte, lackierte ich ihn zweimal mit einem wasserfesten Lack. Ich wollte testen, wie stabil diese Anhänger sind, und da Kaltporzellan nicht wasserfest ist, musste ich es lackieren. Dieser Anhänger ist auf folgendem Foto zu sehen:

Die runden Anhänger haben einen Durchmesser von etwa 3 cm.

Ich muss schon sagen, dieses einfache Kaltporzellan sieht richtig edel aus, wenn es getrocknet ist. Und es ist auch richtig stabil, denn den Schmuckanhänger mit dem roten Blumenmotiv trage ich nun schon seit Tagen, und es ist noch nichts abgebröckelt oder kaputt gegangen. Allerdings hat dieses Kaltporzellan einen Nachteil. Flache Anhänger lassen sich damit wunderbar basteln, doch unsere dickeren modellierten Figuren haben beim Trocknen tiefe Risse bekommen. Vielleicht ist das bei Kaltporzellanmassen, die nach anderen Rezepturen hergestellt werden, nicht so. Ich persönlich finde das aber nicht so schlimm, weil die Anhänger richtig gut aussehen. Und zum Modellieren nimmt man am besten Ton, der an der Luft härtet, wie bei meinem Elch, oder ofenhärtende Modelliermasse, wie bei meinen Eistüten.

 

 

Zwei Weihnachts- und eine Winterkarte

Ein Stern, ein Weihnachtsbaum und ein Schneemann hatten sich auf Klappkarten verirrt. Das war ein Fehler, denn sie sollten nie wieder von dort wegkommen…

Für eine Adventsaktion in der Schule von Kind 2 wollte ich mir mal etwas Neues überlegen. Letztes Jahr hatte ich mit den Kindern kleine Engelchen aus lufthärtendem Ton modelliert, dieses Jahr hatte ich Lust auf etwas Anderes. Da ich schon häufiger 3D-Karten aus Papier  gebastelt hatte, dachte ich, das wäre doch was für die Kinder. Hierfür überlegte ich mir möglichst einfache Motive, die sich einigermaßen symmetrisch abbilden ließen.

Als erstes zeichnete ich die Entwürfe für einen Stern, einen Weihnachtsbaum und einen Schneemann auf ein Blatt Papier. Als ich mit ihnen zufrieden war, schnitt ich sie aus. Jetzt war es an der Zeit, sie auszuprobieren. Hierfür halbierte ich DINA4-Blätter normalen Kopierpapiers, so dass ich DINA5-Blätter erhielt, die ich in der Mitte faltete.

Anschließend legte ich die Papiervorlagen der Motive genau in die Mitte der DINA5-Blätter, wobei ich mich an der Falzkante orientierte. Mit einem Bleistift zeichnete ich die Umrisslinien auf. Nun schnitt ich die Motive mit dem Cutter aus, wobei ich sie nicht vollständig ausschnitt. An mehreren Berührungspunkten blieben sie mit dem restlichen Papier verbunden.

Jetzt musste ich die Motive in der Mitte falten, und zwar anders als das DINA5-Papier, und an den Rändern, so dass das jeweilige Motiv nach vorne herauskam. Der Stern war so schon perfekt, aber den Baum und den Schneemann musste ich nachbessern, bis es passte. Denn die Berührungspunkte, an denen das jeweilige Motiv mit dem restlichen Papier verbunden waren, mussten auf beiden Seiten gleichweit von der Mitte entfernt sein, sonst funktionierte die Klappkarte nicht.

Extra für die Klappkarten hatte ich mir festeres Papier besorgt. Dieses Papier hatte bereits die richtige Größe. Auch hier faltete ich die Blätter in der Mitte und übertrug die Motive. Allerdings zeichnete ich jetzt ein Muster in den Stern, Kugeln und Kerzen auf den Baum, und der Schneemann bekam ein Gesicht und Knöpfe. Das Muster und die anderen Teile schnitt ich mit dem Cutter zuerst aus, bevor ich die Motive ausschnitt. Nachdem ich alles richtig gefaltet hatte, klebte ich das festere Papier auf farbiges, weil ich es schön finde, wenn im Hintergrund ein wenig Farbe zu sehen ist.

Ich habe die Karten auch noch mal einzeln fotografiert:

Beim Stern sieht man die Farbe am besten, da die Löcher am größten sind. Hinter den Schneemann habe ich blaues und hinter den Baum grünes Papier geklebt.

Ich finde diese Klappkarten ja sehr effektvoll. Vor allem kann man sie mit einfachen Mitteln basteln. Man braucht nur Papier und einen Cutter. Letztendlich habe ich mich dann doch dagegen entschieden, die Karten mit den Grundschulkindern zu basteln, weil es möglicherweise noch zu schwierig für sie ist. Ich werde wieder mit den Kinder modellieren, wie einfallslos, aber dieses Mal werden wir keine Engel basteln, sondern Pinguine mit Schal.

Vor vier Jahren hatte ich eine 3D-Karte mit einem landschaftlichen Motiv gebastelt.