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Frohe Weihnachten 2020

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest 2020. Auch wenn es dieses Jahr bei den meisten ein wenig anders aussehen wird, als in den vergangenen Jahren. Möglicherweise tut es uns auch gut, wenn es ruhiger zugeht als sonst…

Wie jedes Jahr wollte ich auch jetzt eine Weihnachtskarte basteln. Es sollte wieder ein Linolschnitt werden, den ich aber mit einem Stempeldruck kombinieren wollte, da ich es ganz toll finde, dass man so einen einfachen Stempeldruck mit entsprechendem Emossingpulver wunderbar aufwerten kann. Rahmen und Motiv sollten mittels Linolschnitt gedruckt, und die Schrift mit Stempeldruck auf das Papier gebracht und mit goldenem Embossingpulver veredelt werden.

Ich zeichnete mir also einen Entwurf mit Bleistift auf Papier. Als ich mit ihm zufrieden war, übertrug ich das Motiv auf die Linoleumplatte, indem ich das Papier mit dem Motiv nach unten auf die Platte legte und mit dem Fingernagel fest über die Rückseite des Papiers rieb. Diese Methode klappt so halbwegs, weil man die Linien und Flächen nur schwach sehen kann und diese auch immer nachmalen muss. Anschließend schnitt ich das Motiv mit meinem Linolschnittwerkzeug frei, wobei ich mit dem feinsten Messer begann.

Hier habe ich mal den Entwurf und die fertige Linoleumplatte fotografiert:

Um den Stempel zu basteln, nahm ich ein Stück Stempelgummi und übertrug die Schrift auf die gleiche Weise. Bei dem Gummi funktioniert das viel besser, da die Linien wesentlich dunkler herauskommen. Die Schrift schnitt ich ebenfalls mit meinen Linolschnittmessern frei. Der fertige Stempel sah nun so aus:

Jetzt druckte ich ein paar Exemplare mit dem Hauptmotiv. Hierzu rollte ich die Linoleumplatte dünn mit schwarzer Farbe ein, legte ein Blatt Papier darauf und strich mit einem Falzbein und mit Druck über die Rückseite des Papiers. Anschließend zog ich das Papier vorsichtig wieder ab. Die Drucke ließ ich über Nacht trocknen.

Als die Drucke getrocknet waren, stellte ich die Karten fertig. Ich stempelte die Schrift jeweils in die linke obere Ecke und streute über die noch feuchte Stempelfarbe das goldene Embossingpulver. Nachdem ich das überschüssige Pulver abgeklopft hatte, schmolz ich das auf dem Papier verbliebene Pulver mit dem Embossingföhn, so dass es zusammenlief. Einer dieser ersten Drucke ist hier auf dem Foto zu sehen:

Für die eigentlichen Karten aber, die ich verschicken wollte, verwendete ich besseres und dickeres Papier. Also druckte ich das Motiv nochmal mehrfach und stempelte die Schrift in die Ecke. Die fertige Karte sah nun so aus:

Bevor ich sie allerdings verschickt habe, habe ich sie noch ein wenig zugeschnitten und mit einem anderen festen Papier nochmal verklebt, so dass sie noch etwas stabiler wurde.

Das Motiv ist etwa 13 cm breit.

Da dieses Jahr der Weihnachtsmarkt nicht stattfinden konnte, auf dem ich meine gebastelten Sachen verkaufe, werde ich diese Weihnachtskarte nächstes Jahr verkaufen, falls das natürlich wieder möglich ist. Dann werde ich noch ein paar mehr drucken. Und vielleicht bastele ich dann ganz andere Karten, um sie zu verschicken, die dann nicht den Weg auf den Markt finden werden. Auch die Weihnachtskarten vom letzten Jahr habe ich im Linoldruck hergestellt.

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