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Schweinchen-Anhänger aus Kupfer

Ein Schwein lebte glücklich und zufrieden bei einem alten Bauer. Bis der Bauer eines Tages starb. Dann sollte das Schwein an einen Schlachter verkauft werden. Doch das Schwein war schlau genug, um den Ernst seiner Lage zu erkennen, und riss aus. Eine spannende Reise begann…

Nachdem ich ja recht erfolgreich mit dem Silber-Ton gebastelt hatte, mir das Material zum Experimentieren jedoch zu teuer war, dachte ich mir, probiere ich die billigere Variante aus. Denn den Metall-Ton gibt es auch als Kupfer-Ton, der um einiges günstiger ist, sich aber auch mit dem Handbrenner brennen läßt. Nur dauert es hier länger, bis das Objekt gebrannt ist, als beim Silber-Ton. Deshalb sollte man darauf achten, dass die feuerfeste Unterlage das Brennen aushält. Beim Silber-Ton war das kein Problem, beim Kupfer-Ton jedoch ist mir die Tonfliese zersprungen, weshalb ich mir noch eine kleine  Mineralfaserplatte besorgt habe.

Für das Schwein aus Kupfer habe ich eine alte Silikonform herausgeholt, die ich mal vor Jahren gebastelt hatte. Damals hatte ich die Schweine aus eingefärbtem Polyurethan-Gießharz gegossen und einen Schmuckstein aus Kunststoff eingesetzt. Jetzt sollte die Form für ein Glücksschweinchen aus Kupfer herhalten. Ich schnitt also etwas von dem Kupfer-Ton ab und drückte es in die Form. Anschließend ließ ich den Ton in der Form vollständig trocknen, da ich sonst das Schwein nicht aus der Form bekommen hätte. Das dauerte in etwa sieben bis acht Stunden.

Als das Schwein trocken war, holte ich es aus der Form heraus, was ganz mühelos klappte, und besserte es hier und da mit sehr weichem Kupfer-Ton etwas aus. Dann ließ ich das Schwein wieder trocknen, was jetzt aber schneller ging, da die feuchten Tonmengen wesentlich geringer waren. Nun war das Schwein zum Brennen bereit. Ich legte es auf die Fliese, die auf einer feuerfesten Unterlage lag, und richtete die Handbrennerflamme mehrere Minuten direkt darauf, bis die Fliese zersprang. Glücklicherweise reichte die Brenndauer aus, um das Material vollständig in Kupfer zu verwandeln.

Ich legte das Schwein in eine Mischung aus Essigessenz und Kochsalz, um die dunklen Oxidationsrückstände zu entfernen. Danach bearbeitete ich es noch mit feinem Schleifpapier. Jetzt stellte ich zu meinem Entsetzen fest, dass das Schwein beim Brennen einen Riß bekommen hatte:

Ich wusste und weiß immer noch nicht, weshalb das passiert war.

Um weitere Schweine zu basteln, musste ich erst auf meine Mineralfasermatte warten, die ich im Internet bestellt hatte. Dann machte ich alles genauso wie beim ersten Mal. Das Schwein sah nach dem Trocknen so aus:

Wie ich finde, sah es aus, als wäre es aus rotem, gebrannten Ton gefertigt worden. Nach dem Brennen war das Schwein von einer dunklen Oxidationsschicht überzogen:

Diese dunkle Schicht ließ ich von der oben beschriebenen Mischung entfernen, was mehrere Stunden gedauert hatte:

Über dem Schwein lag nun immer noch eine rote Schicht, die sich aber mit Schleifpapier leicht entfernen ließ. Das Endergebnis ist ganz oben zu sehen.

Da ich nicht nur Schweine basteln wollte, habe ich auch eine Schildkröte gemacht:

Die Schildkröte aus Silber gefiel mir jedoch wesentlich besser. Sie ist unter dem Artikel „Schildkröten-Anhänger aus Silber“ zu sehen.

Das Schwein war vor dem Brennen 2 cm und nach dem Brennen 1,8 cm lang.

Da ich von dem Kupfer-Ton noch jede Menge übrig hatte, nahm ich mir vor, noch weitere Anhänger zu basteln. Schließlich muss ich herausfinden, was mit diesem Material noch alles möglich ist. Bisher hatte ich es nur mit einzelnen Silikonformen verwendet.

 

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