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Siegelstempel

Viele unterschiedliche Motive wollten in Wachs gedrückt werden, um Briefe und Geschenke schöner zu machen. Und es sollte ganz oft geschehen…

Siegelstempel hatten mich schon immer fasziniert. Besonders das Siegelwachs gefiel mir, in das vorwiegend Großbuchstaben gedrückt wurden. Vor kurzem stieß ich in einer Bastelzeitschrift auf einen Artikel, in dem beschrieben wurde, wie man Siegelstempel mit einfachen Mitteln selbst herstellen konnte. Das musste ich natürlich ausprobieren. Doch zunächst sammelte ich im Internet weitere Ideen zu diesem Thema. Dabei fand ich ganz unterschiedliche Ansätze. Eine Idee fand ich plausibel, die probierte ich auch aus, eine andere verwarf ich sofort, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass der Stempel dann stabil genug ist.

Aber letztendlich war ich auch mit dieser einen Methode, die ich getestet habe, nicht ganz zufrieden, weil ich das Gefühl hatte, dass die Stempel nachträglich Kratzer bekommen haben. Und das ist für mich als Perfektionist ganz schrecklich. Also habe ich nachgedacht und mir etwas eigenes überlegt.

Ich formte mir aus der ofenhärtenden Modelliermasse runde Scheiben in der Größe, in der auch die Stempel sein sollten. Dann ritzte ich mit einem Zahnstocher die Motive ein, die ich vorher entworfen hatte. Nach dem Backen im Ofen drückte ich sie in Knete und zwar so, dass ich rundherum einen Rand erhielt. Diese Förmchen goss ich anschließend mit Polyurethan-Gießharz aus. Gleichzeitig bastelte ich aus Knete einfache Gießformen für Griffe für die Stempel. Diese goss ich ebenfalls aus. Jetzt hatte ich runde Scheiben mit Motiv und Griffe. Um die Siegelstempel fertig zu stellen, klebte ich Scheiben und Griffe mit weiterem Harz aneinander.

Die Gießformen aus Knete sahen so aus:

Nun probierte ich sie mit flexiblem Siegelwachs aus. Ich hatte mir mehrere Farben bestellt, in Form von Stangen mit einem Docht. Man musste nur den Docht anzünden und das geschmolzene Wachs auf das Papier tropfen. Ich muss schon sagen, das hat ganz wunderbar geklappt.

Ich habe mal einen Stempel mit seinem Abdruck im Wachs fotografiert:

Als Motive hatte ich mir zuerst Hunde mit meinen Zeichen überlegt, dann mein Zeichen einzeln, und zum Schluss wollte ich etwas Weihnachtliches oder Winterliches machen, da ich damit Geschenke verzieren wollte. Die Stempelmodelle aus Modelliermasse hatte ich recht bald nacheinander gebastelt, und die Stempel aus Gießharz dann gleichzeitig, so dass ich sie nebeneinander ausprobieren konnte.

Dabei kamen folgende Wachssiegel heraus:

Ich finde, die Motive kommen bei den verschiedenen Farben unterschiedlich gut raus. Das Hellblau gefällt mir am besten. Die Siegel haben ganz kleine Pusteln, da sich beim Gießen des Gießharzes in die Formen ganz feine Luftbläschen auf der Kneteoberfläche gebildet hatten. Bei einem der Stempel ließen sich feine Reste des dunklen Wachses nicht mehr entfernen, die bei den anschließenden Siegeln aber keine Rolle spielten.

Einen der Stempel habe ich auch in Siegellack gedrückt, hierbei musste der Stempel jedoch vorher mit Vaseline eingefettet werden, was bei dem Siegelwachs nicht nötig war. Im Gegensatz zu Siegelwachs ist Siegellack nicht flexibel, sondern hart und spröde und bricht leicht. Er sieht auch anders aus:

Die größeren Siegelstempel haben einen Durchmesser von etwa 2,5 cm, die kleineren einen Durchmesser von etwa 2 cm.

Nachdem ich die Siegelstempel aus Gießharz gebastelt hatte, wollte ich nun  doch noch eine weitere Methode ausprobieren. Eine Methode, der ich erst ein wenig skeptisch gegenüber stand, weil ich befürchtete, die Stempel seien nicht stabil genug. Dann beschloss ich, doch einen aus Speckstein zu schnitzen. Da ich in einem Buch gelesen hatte, dass Speckstein stabiler ist je dunkler er ist, sägte ich ein kleines Stück meines dunkelsten Specksteins ab. Ich feilte es zuerst in Form und schnitt dann mit meinem Taschenmesser ein Motiv ein. Auf dem folgendem Foto ist der Stempel mit zwei Siegeln zu sehen:

Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden. An dem Specksteinstempel klebte nichts, somit musste er vorher nicht eingefettet werden, auch nicht beim Siegellack. Zudem war er auch recht stabil, weil der verwendete Speckstein recht hart war.

Die Specksteinmethode fand ich sehr gut, wobei ich mit den Stempeln aus Gießharz auch sehr zufrieden war. Die Siegel haben einen unterschiedlichen Charakter, da die jeweiligen Oberflächen der Stempel sehr unterschiedlich sind.

Normalerweise verwende ich das Gießharz zum Gießen von kleinen Figuren, wie zum Beispiel einer kleinen Maus, jetzt habe ich mal etwas anderes daraus gemacht.

 

 

 

 

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