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Liebenswertes Monster, Teil 2

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Ein kleines Monsterchen hatte sich verlaufen und fand nicht mehr nach Hause. Alle Leute, die es nach dem richtigen Weg fragte, fürchteten sich vor ihm und liefen davon. Ob es jemals wieder nach Hause kommt…

Vor kurzem hatte ich ein Monster vorgestellt, das war pink und blau. Doch als ich dieses in der Hand hielt, kam es mir ziemlich groß vor. Ich mag lieber kleinere Figuren, und da ich mir überlegte, das Monster als Anhänger an meine Tasche zu hängen, musste es einfach kleiner werden.

Ich scannte das Schnittmuster des großen Monsters ein und druckte es wieder verkleinert aus. Dabei erschienen mir Zähne, Ohren und Schwanz zu klein, um sie aus Fleece-Stoff zu nähen wie bei der größeren Version, und ich beschloss, hierfür Baumwollstoffe zu verwenden. Ich fand in meinem Fundus Reste zweier verschiedener Stoffe, die sich eigneten bzw. sich eignen mussten. Das übrige Monsters sollte auch wieder aus Fleece-Stoffen genäht werden. Ich wählte hier andere Farben als für das große Monster.

Die verkleinerten Teile aus Papier übertrug ich auf die Stoffe, und schnitt die Stoffteile aus. Anschließend nähte ich sie zu einem Monster zusammen. Zuerst Zähne, Ohren und Schwanz, dann Beine und Arme, den Kopf und zum Schluss den Körper. Nach dem Wenden stopfte ich es aus und nähte die Augen aus weißem Fleece-Stoff Augen auf. Am Ende erhielt das Monster einen aufgestickten Mund und Pupillen. Hatte ich bei dem großen Monster noch versucht, ihm mit Hilfe eines Fadens einzelne Zehen zu geben, ließ ich sie hier weg. Wer sich zum Vergleich das große Monster noch mal ansehen möchte, kann es in dem Artikel „Liebenswertes Monster“ tun.

Ich habe das kleine Monster noch von einer anderen Seite fotografiert:

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Es ist stehend und mit Ohren etwa 11 cm groß. Nach meinem Geschmack hätte es übrigens noch ein wenig kleiner sein können.

In der Nacht

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Zwei Frauen trafen sich und verstanden sich wunderbar. Sie redeten bis tief in die Nacht…

Diese Idee für einen Linoldruck kam mir ganz spontan. Ich sah ein erleuchtetes Fenster in einem Haus vor mir und einen Mond im dunklen Himmel. Auf ein Blatt Papier zeichnete ich diese Elemente und ein paar Wolken dazu. In das Fenster platzierte ich zwei menschliche Figuren. Die Stellen, die dunkel bleiben sollten, malte ich mit einem Fallminenbleistift mit dicker Mine aus. Das war dann mein Entwurf.

Diesen Entwurf pauste ich auf ein weiteres Blatt Papier ab und schnitt ihn aus. Ich legte ihn auf ein Stück Linoleumplatte und übertrug die Umrisslinien mit einem Bleistift. Dann entfernte ich die Stellen, die weiß bleiben sollten, mit den verschiedenen Linolschnittmessern. Und fertig war meine Druckplatte.

Zuerst druckte ich die Platte auf weißes Kopierpapier. Hierzu färbte ich die Platte mit Hilfe einer kleinen Rolle ein und legte ein Blatt Papier darauf. Dann kam ein weiteres Blatt darüber, und ich rieb mit einem Löffel und ordentlichem Druck kreisförmig über den Papierstapel. Anschließend entfernte ich das obere Blatt Papier und zog das bedruckte langsam von der Platte ab. Das Ergebnis sah dann so aus:

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Ich überlegte mir, wie ich den Druck kolorieren konnte. Da die schwarzen Flächen relativ groß waren und sind, entschied ich mich für farbiges Papier. Gelb erschien mir hier am geeignetsten, da Licht in erleuchteten Fenstern gelblich erscheint. Dieser Druck ist ganz oben zu sehen. In meinem letzten Druck hingegen überwogen die weißen Flächen, so dass ich ihn mit bunten Farben kolorieren konnte. Der Artikel Druck mit Stadt zeigt ihn in verschiedenen farblichen Varianten.

Der Druck ist etwa 12 cm breit und etwa 9 cm hoch.

Liebenswertes Monster

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Ein kleines Monster ging zufrieden durch die Welt. Auch wenn es mit seinen Zähnen ein wenig angsteinflößend aussah, war es doch ganz lieb und konnte niemandem etwas zu leide tun…

Nach längerer Zeit habe ich mal wieder etwas genäht. Ich betrachtete gerade ein Monster, das ich irgendwann geknetet hatte, und da fiel mir ein, dass ich noch nie ein Monster genäht hatte. Also wurde es endlich Zeit, dies nachzuholen. Es sollte ein Monster mit heraushängenden Zähnen und Glubschaugen werden.

Ich zeichnete mit Bleistift auf Papier ein Schnittmuster mit allen Körperteilen und Gliedmaßen. Dann übertrug ich die einzelnen Teile in der benötigten Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt diese aus. Ich hatte beschlossen, die Figur dieses Mal ausschließlich aus Fleece-Stoffen zu nähen. Also holte ich die Stoffe in drei verschiedenen Farben heraus und legte die Teile aus Papier darauf. Anschließend übertrug ich sie mit einem Stift auf den Stoff. Die Teile aus Stoff schnitt ich sorgfältig aus, mit einem Rand von etwa zwei Millimetern.

So, jetzt hatte ich alle Stoffteile zusammen. Zuerst nähte ich Ohren, Zähne, Arme und Beine, und den Schwanz, dann den Kopf, und zum Schluß den Körper. Nach dem Nähen drehte ich das Monster um und stopfte es mit Füllwatte aus. Ich nähte ihm Glubschaugen aus weißem Fleece-Stoff auf und stickte Mund und Pupillen auf. Zum Schluss versuchte ich, den Füßen mit Hilfe eines Fadens Zehen zu verpassen, ich finde aber, dass mir das nicht so gut gelungen ist.

Wie ich eine ähnliche Figur nähe, könnt Ihr Euch unter den Anleitungen im Artikel Schlenker-Hund anschauen.

Hier habe ich noch mal ein Foto aus anderer Perspektive gemacht:

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Das Monster ist stehend und mit Ohren etwa 14 cm groß.

Die letzten Tiere, die ich davor genäht habe, sind meine sitzenden Hunde.

 

Druck mit Stadt

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Drückende und flirrende Hitze lag über der Stadt. Himmel und Häuser leuchteten in kräftigen Farben…

Dieses Mal hatte ich mir zuerst überlegt, wie ich den Druck kolorieren wollte, bevor ich mir Gedanken über das Motiv gemacht habe. Ich hatte die Idee, erst mit meinen Copic-Markern zu malen und dieses Papier dann zu bedrucken. Das Motiv sollte möglichst einfach sein, am besten mit geometrischen Formen, damit die Farben ordentlich zur Geltung kommen. Ich entschied mich für ein Haus mit einer Skyline im Hintergrund.

Also zeichnete ich mit Bleistift einen Entwurf, den ich dann abpauste und ausschnitt. Ich legte es auf ein Stück Linoleum und zeichnete die Umrisslinien nach. Anschließend schnitt ich mit den Linolschnittmessern das Motiv aus, aber während ich das tat, bemerkte ich, dass ich vergessen hatte, den Entwurf seitenverkehrt zu übertragen. Leider war es zu diesem Zeitpunkt schon zu spät, weshalb die Drucke nun andersherum sein würden als der Entwurf. Das machte aber auch nichts.

Zuerst druckte ich das Motiv auf normales Kopierpapier. Das sah so aus:

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Dann besorgte ich mir ein spezielles Papier für Marker und bemalte es mit verschiedenen Farben. Dieses Papier bedruckte ich nun mit der Linoldruckfarbe. Das ging ganz gut. Eines der Ergebnisse ist oben, die anderen hier unten zu sehen:

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Die Drucke sind 12,2 cm breit und 9 cm hoch.

Ich hatte immer wieder probiert, meine Drucke zu kolorieren, einmal mit Airbrush-Farben, wie beim Druck mit Farbe, und einmal mit Aquarellfarben, wie beim Druck mit Landschaft.

 

 

T-Shirt mit Stempel

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Autos und Hasen bewegen sich durch eine kalte, monotone Landschaft, auch wenn die Farben etwas anderes vorzugaukeln scheinen…

Ich habe mir meine Stempel noch mal vorgenommen. Habe ich sie bislang nur auf Papier ausprobiert, wollte ich sie diesmal auf Stoff verwenden. Genauer gesagt, ich wollte ein T-Shirt damit bedrucken. Also besorgte ich mir spezielle Stempelkissen mit Stofffarben in zwei Farben, die wunderschön im Kontrast zueinander standen. Eine davon sollte außerdem heller sein, um als Hintergrund verwendet werden zu können. Wie man oben sehen kann, ist es hellgrün und ein rötliches lila geworden.

Bevor ich auf das T-Shirt drucken wollte, probierte ich ein paar verschiedene Kompositionen auf normalem Kopier-Papier aus. Als Hintergrund benutzte ich einen neuen Printblock aus weißem Gummi, der aus dem gleichen Material bestand, wie die kleinen Stempel. Die kleinen Stempel hatte ich aus solch einem Printblock herausgeschnitten. Da dieser Printblock größer war als das Stempelkissen, drückte ich das Kissen verkehrt herum auf das Gummi, mehrmals hintereinander, bis es überall mit Farbe bedeckt war. Anschließend druckte ich das Rechteck auf Papier. Die kleinen Stempel verwendete ich wie normale Stempel.

Hier sind zwei dieser Entwürfe zu sehen, ganz oben im Artikel ist der dritte:

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Der Entwurf ganz oben hat mir am besten gefallen. Also beschloss ich, ihn auf das T-Shirt zu drucken. Ich breitete das T-Shirt faltenfrei auf dem Tisch aus und begann mit dem Hintergrund. Dann kamen die grünen Bäume und Häuser hinzu und zum Schluß Bäume, Autos und Hasen in lila. Um die Farben dauerhaft zu fixieren, bügelte ich heiß darüber.

Das Ergebnis ist hier zu sehen:

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Hier habe ich nur Stempelfarbe benutzt, in einem anderen Bild habe ich sie mit Aquarellfarben kombiniert. Das ist unter Landschaft mit Stempeln zu sehen.

Kleiner Hase

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Ein Häschen saß auf einer Wiese und ruhte sich aus. Es war müde vom Tag…

Ich hatte einen Klotz aus Lindenholz in zwei Teile gesägt. Aus dem einen Teil hatte ich mein Erdmännchen geschnitzt. Nun wollte ich auch den anderen bearbeiten. Zuerst dachte ich an einen sitzenden Hund, verwarf diese Idee jedoch ziemlich schnell, schließlich konnte ich mich nicht immer mit Hunden beschäftigen. Es sollte ein Häschen werden, denn ich stellte mir die Form relativ einfach vor.

Ich zeichnete mir also die Umrisslinie eines Hasens auf die eine Seite des Klotzes. Anschließend sägte ich ihn mit einer neuen Holzsäge grob aus. Bei dem Erdmännchen hatte ich die Säge meines Taschenmessers benutzt, tat mich damit aber relativ schwer, und es dauerte ziemlich lange. Weshalb ich mir eine neue Säge kaufte. Mit ihr hatte ich den Hasen recht schnell ausgesägt.

Dann begann ich, die Figur mit dem Hohlmesser von einer Seite herauszuarbeiten. Als ich mit dieser Seite grob zufrieden war, wagte ich mich an die andere Seite. Dabei hatte ich den Hasen auch immer von vorne und von hinten im Blick, schließlich sollte er nicht zu dick werden. Somit musste ich auch immer wieder von allen Seiten etwas wegnehmen, bis mich die Proportionen von Kopf und Körper zufrieden stimmten. Zum Schluß arbeitete ich Ohren und Augen heraus.

Und weil es mir schon beim Erdmännchen gefallen hatte, schliff ich auch den Hasen sorgfältig mit Schleifpapier. Irgendwann fühlte er sich ganz glatt an, und die Maserung des Holzes trat deutlich hervor. Im grob geschnitzten Zustand kann man die Maserung ja nur erahnen. Ich habe mir vorgenommen, in Zukunft jede neue Holzfigur zu schleifen, weil sie mir so besser gefallen. Auch wenn diese Prozedur ziemlich lange dauert und einem hinterher die Finger wehtun.

Ich habe den Hasen auch noch von vorne fotografiert:

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Man kann hier ganz gut erkennen, dass ich den Hasen nicht ganz symmetrisch angelegt habe, um mehr Dynamik hineinzubringen. Symmetrische Figuren wirken oft starr und nicht lebendig.

Der Hase ist etwa 6 cm lang.