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Linolschnitt mit Viren

Winzige gefährliche Viren befielen von Tag zu Tag immer mehr Menschen, die daraufhin erkrankten. Manche starben sogar. Die klugen Menschen suchten nach einem Gegenmittel, und hoffentlich fanden sie es bald…

Da das Coronavirus überall auf der Welt wütete, und täglich in den Nachrichten darüber berichtet wurde, war es allgegenwärtig. Deshalb dachte ich mir, ich könnte es in es in einer meiner Arbeiten eine Hauptrolle spielen lassen. Recht spontan kam mir eine Idee für ein Motiv, das sich sehr gut mit dem Linolschnitt verwirklichen ließ. Was ich nur begrüßen konnte, da ich schon länger keinen Linolschnitt mehr gemacht hatte.

Ich zeichnete also meine Idee auf ein Blatt Papier, so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Da ich nicht ganz zufrieden war, besserte ich den Entwurf an einer Stelle aus. Was gar kein Problem war, da ich ihn mit Bleistift gezeichnet hatte. Der endgültige Entwurf sah nun so aus:

Als ich mit dem Entwurf zufrieden war, versuchte ich, ihn auf die Linoleumplatte zu übertragen, indem ich ihn mit der Oberseite nach unten auf die Platte legte und mit dem Daumennagel über die Rückseite fuhr. Leider klappte es diesmal nicht sehr gut, weshalb ich das Motiv größtenteils nachzeichnen musste.

Anschließend schnitt ich das Motiv mit meinen Linolschnittmessern aus, indem ich zuerst die Konturen mit dem feinsten Messer freischnitt, diese dann mit dem mittleren Messer nachfuhr und die Flächen mit dem breitesten freilegte. Die Linoleumplatte war nun für den Druck fertig. Hier ist sie zu sehen:

Um zu drucken, verteilte ich grüne Linoldruckfarbe mit einer kleinen Walze dünn und gleichmäßig auf der Platte. Dann legte ich ein Blatt Papier darauf und fuhr mit dem Falzbein kräftig darüber. Zum Schluss zog ich das Papier vorsichtig wieder ab und legte es zum Trocknen auf den Fußboden. Ich wiederholte den Druckvorgang einige Male. Eines der besten Ergebnisse ist hier zu sehen:

Für eine weitere Serie versuchte ich, zweifarbige Drucke herzustellen. Da ich nur eine einzige Platte geschnitzt hatte, musste ich nun nur einen Teil der Platte mit Farbe einrollen, was mir mehr schlecht als recht gelang. Ich druckte vier solcher Exemplare. Als die Farbe getrocknet war, verteilte ich eine andere Farbe auf der Schrift in der Platte und legte die halbfertigen Drucke nacheinander auf die Platte. Einen fertigen und vollständigen Druck habe ich hier fotografiert:

Die Schrift stößt hier nicht vollständig an den Rand oben. Außerdem ist das „S“ der Schrift dunkler, da ich es teilweise mit grüner Farbe angestrichen hatte. In Zukunft werde ich hier wohl wieder mehrere Platten schneiden.

Da mir das Motiv sehr gut gefallen hat, wollte ich es auch auf Stoff mit Stofffarben drucken in etwas veränderter Form. Hierfür habe ich eine Schablone aus Folie für einen Siebdruck angefertigt. Wie ich so einen Siebdruck mache, erkläre ich genauer beim „Siebdruck mit Kreisen und Quadrat“. Auf dem folgenden Foto ist das Ergebnis zu sehen:

Der Stoff hier war nicht blau, sondern weiß. Auf dem Foto kommt das leider nicht raus.

Der Linolschnitt ist etwa 13 cm breit und etwa 9,5 cm hoch.

Den Linoldruck auf Papier mag ich sehr, auf Stoff funktioniert er, wie ich finde, nicht so gut. Auf Stoff liefert mir der Siebdruck die besten Ergebnisse. Trotzdem macht mir der Linoldruck immer wieder Spaß, zumal ich mit der Technik mehrere Exemplare herstellen kann. Zuletzt habe ich eine Kinderkarte mit einem Elefanten gedruckt.

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