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Kleiner Hund, misslungen

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Ein kleiner Hund wurde in den heißen Ofen gestellt, wo er dann ein wenig zerfloss…

Ich modelliere ja wahnsinnig gerne. Das habe ich bestimmt schon mal erwähnt, und wenn nicht, mache ich es hier einfach noch einmal. Allerdings war ich bislang noch nicht hundertprozentig zufrieden mit den Materialien, die mir zur Verfügung standen. Ich meine hier nicht Ton, sondern synthetische Knetmassen.

Mit der einen Knete konnte ich sehr fein modellieren, die Modelle wurden aber nicht richtig hart und blieben empfindlich, mit der anderen Knete, die ofenhärtend war, konnte ich dagegen nicht fein genug arbeiten. Als ich dann vor kurzem in einem Katalog von einer Künstler-Modelliermasse las, die man ebenfalls im Ofen härten konnte, dachte ich mir, diese muss ich mal ausprobieren. Man kann sie in grau oder elfenbeinfarben kaufen, ich besorgte sie mir in grau.

Dann beschloss ich, daraus einen möglichst realistischen Hund zu formen, hier bin ich mal wieder bei meinem Lieblingstier, mit kleinen Augen und richtiger Hundenase. Die Modelliermasse war erst ziemlich hart, wurde aber zwischen den warmen Fingern schnell weich. Und wie erhofft, ließen sich die feinen Gesichtszüge des Hundes gut modellieren. Zuerst formte ich den Kopf, dann den Körper mit den Beinen und dem Schwanz, und zum Schluss verband ich beides über einen Hals miteinander. Es entstand ein aufrecht stehender Hund, der nach vorne blickte. Was mir an der Modelliermasse besonders gefiel, war, dass sie zwar weich, gleichzeitig aber formstabil genug war, so dass bereits fertiggestellte Strukturen nicht mehr zerdrückt werden konnten. Der Hund war nun fertig, er konnte ordentlich stehen, ohne dass die Beine wegknickten, mir jedoch zu empfindlich, da ich ihn aufheben wollte.

Also steckte ich ihn in den heißen Ofen für eine ganze Weile, wobei ich sowohl unter der angegebenen Temperatur als auch unter der angegebenen Zeit geblieben bin, da es Maximalwerte waren. Deshalb erschrak ich ein wenig, als ich den Hund wieder aus dem Ofen holte. Er war nach vorne gesunken, die vorderen Pfoten ziemlich platt gedrückt und der Kopf war ebenfalls nach vorne gekippt. Das rechte hintere Bein war nach innen gebogen. Und die Modelliermasse war hart geworden. Auf dem Foto kann man die eine zerquetschte Pfote ganz gut erkennen.

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Zum Glück blieb der Kopf mit dem fein modellierten Gesicht erhalten.

Die Nase des Hundes ist etwa 5 mm breit, nur damit man eine Vorstellung davon bekommt, wie groß er in etwa ist.

Und jetzt bin ich ratlos, weil mir unklar ist, warum sich der Hund im Ofen verformt hat und wie ich das in Zukunft vermeiden kann. Vielleicht muss ich eine Versuchsreihe starten, in der ich die Temperatur variiere, oder die Figuren brauchen doch ein Gerüst aus Metalldraht. Oder aber ich überlasse es einfach dem Zufall, was am Ende rauskommt. Möglicherweise kann mir einer von Euch ein paar Tipps geben…

 

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