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Kleine Puppen in verbesserter Version

Zwei kleine Puppenkinder suchten nach einem neue Zuhause. Während eines von ihnen bereits gekleidet war, wartete das andere noch auf passende Kleidung. Doch das sollte sich relativ schnell ändern lassen…

Da ich mir ernsthaft Gedanken darüber gemacht hatte, die Puppen zu verkaufen, weil ich sie so süß fand, wollte ich sie verbessern. Und hier war einiges zu tun. Es gab so manches, das mir noch nicht hundertprozentig gefiel. Den harten Teilen aus ofenhärtender Modelliermasse wollte ich ein wenig Farbe geben, so dass die Puppen lebendiger wirkten. Auch die Schnittmuster des Körpers und der Kleidung wollte ich verändern.

Als erstes überlegte ich mir, wie ich die Stoffteile des Körpers, der Arme und der Beine verbessern konnte. Der Stoff sollte an keiner Stelle so frei liegen, dass er ausfransen konnte. Er musste also an den Rändern der Kanäle, durch die später die Schnur durchgezogen wurde, umgenäht werden. Eben an den Enden, an denen die harten Teile befestigt werden sollten. Gleichzeitig erhoffte ich mir dadurch ein wenig mehr Stabilität der gesamten Konstruktion.

Nachdem ich alle Teile im Schnittmuster geändert hatte, übertrug ich sie in richtiger Anzahl auf ein weiteres Blatt Papier und schnitt sie aus. Mit Hilfe dieser Schablonen zeichnete ich die Teile auf den Stoff. Als Stoff hatte ich hier ein altes Bettlaken gewählt. Nun schnitt ich auch sie aus. Nacheinander nähte ich die Arme, die Beine und den Körper. Anschließend legte ich sie zur Seite.

Kopf, Hände und Füsse bastelte ich mir aus ofenhärtender Modelliermasse mit Hilfe der Silikonformen, die ich für die ersten Pupen hergestellt hatte. Die Modelliermasse war bereits hautfarben und blieb nach dem Härten im Ofen ein wenig elastisch, so dass die kleinen Teile nicht so leicht zerbrechen konnten. Nachdem ich die gehärteten Köpfe, Hände und Füsse hier und da noch einmal ausgebessert hatte, steckte ich sie zum zweiten Mal in den Backofen. Nach dem Abkühlen malte ich sie mit Acrylfarben an. Hier habe ich mal die beiden Köpfe fotografiert:

Man kann die Bemalung ganz gut erkennen. Auf dem unteren Foto sieht man ebenfalls knapp unter dem Kinn, dass an den Rändern der Kanäle für die Schnur der Stoff umgenäht ist. Auch Hände und Füsse sind nun bemalt:

Die Fotos habe ich gemacht, nachdem ich die die Puppen fertiggestellt hatte.

Als die Farbe gut durchgetrocknet war, setzte ich die Puppen zusammen. Hierfür stopfte ich Körper, Arme und Beine mit Füllwatte und zog Schnüre durch die Kanäle. Anschließend befestigte ich die harten Teile an den weichen, indem ich jeweils an den beiden Enden der Schnur zog und sie gut miteinander verknotete. Zum Schluss verband ich Arme und Beine mit dem Körper über Fadengelenke. Hierfür führte ich jeweils einen stabilen Faden durch den Körper und beide Gliedmaßen und verknotete beide Enden des Fadens gut miteinander. Die fertig zusammengesetzte Puppe sah nun so aus:

Diese Puppe wollte ich nun so belassen und für die andere eine Hose und einen Pullover nähen. Da ich mit den ursprünglichen Kleidungsstücken nicht ganz zufrieden war, sollten die Schnittmuster auch hier geändert werden. Die Hose rutschte hinten zu tief herunter, sobald man die Beine bewegte, und der Ausschnitt des Pullovers war ein wenig zu knapp. Nachdem ich die einzelnen Teile im Schnittmuster neu gezeichnet hatte, nähte ich die beiden Kleidungsstücke. Mit der Hose war ich gleich zufrieden, während ich bei dem Pullover mehrere Versuche brauchte. Den Pullover habe ich aus einem ausgemusterten Schlafanzugoberteil und die Hose aus einem alten T-Shirt genäht. Nachdem alles fertig war, zog ich die Puppe an:

Hier sind beide Puppen noch einmal gemeinsam zu sehen:

Und weil ich so viel Spaß mit den Puppen hatte, habe ich ihnen noch eine Kuscheldecke aus einem Fleece-Stoff genäht. Hierfür habe ich Quadrate ausgeschnitten und die Ränder einmal umgenäht. Die Puppen liegen darauf.

Die Puppen sind etwa 10 cm groß.

Die Puppen waren vorher schon süß, jetzt sind sie aber besser. Mit der Acrylfarbe sehen sie viel lebendiger aus, und die harten Teile sind viel fester mit den weichen verbunden. Vorher fielen Köpfe, Hände und Füsse schon mal heraus, weil sie lose waren. Das passiert jetzt nicht mehr, egal wie stark man an den Gliedmassen zieht. Deshalb war das Anziehen jetzt auch kein Problem mehr. Diese neue Puppen kann ich nun guten Gewissens verschenken oder möglicherweise verkaufen. Zum Vergleich sind hier die ersten Puppen zu sehen.

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