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Kleine Tiere aus Kaltporzellan

Ein kleiner Fuchs marschierte eines Tages mit seiner besten Freundin, einer grauen Maus, durch den Wald. Die Sonne schien, und beide hatten ihren Spaß zusammen. Nachdem sie eine Weile unterwegs waren, trafen sie zwei kleine weiße Mäuse. Diese wollten sich sofort ihnen anschließen. Nun marschierten sie zu viert durch die Welt…

Für einen Wintermarkt habe ich mal wieder Baumanhänger aus selbstgemachtem Kaltporzellan gebastelt. Dieses Rezept brauchte nur drei Zutaten, Speisestärke, Natron und Wasser. Es ist im Internet ganz leicht zu finden, mit genauen Mengenangaben und Herstellungsanleitung, und gelingt immer. Als ich dann die Anhänger für den Markt fertig hatte, hatte ich noch einiges von der Masse übrig, und da sie nur etwa drei Wochen im Kühlschrank haltbar ist, überlegte ich mir, daraus Tiere zu modellieren.

Als erstes bastelte ich den Fuchs. Hierfür formte ich mir einen kegelförmigen Körper, auf den ich ich anschließend einen eiförmigen Kopf setzte. Dann klebte ich mit Hilfe von etwas Wasser zwei Füße unten und zwei Arme seitlich an den Körper. Hinten unten brachte ich noch einen langen Schwanz mit einem etwas dickeren Ende an. Zum Schluß bekam der Kopf zwei spitze Ohren, zwei Augen und eine Nase. Den Mund ritzte ich mit einem Zahnstocher ein.

Für die große Maus formte ich mir einen eiförmigen Körper, der an einer Seite spitz zulief. Die Spitze sollte die Schnauze sein. Anschließend drückt ich das Ei an einer Seite flach, so dass die Maus sitzen konnte und nicht mehr umfiel. Nun klebte ich nacheinander einen Schwanz, zwei flache ovale Ohren, zwei kugelförmige Augen und eine Nase an den Körper. Zum Schluss bekam die Maus noch einen Mund, den ich mit einem Zahnstocher einritzte.

Ganz ähnlich fing ich bei den ganz kleinen Mäusen an. Sie bekamen den gleichen Körper und den gleichen Schwanz, die Augen drückte ich mit einem Zahnstocher ein, und für die Ohren formte ich mir aus der Masse ganz kleine Eier, die ich dann oben an den Körper andrückte, so dass sie flach wurden.

Jetzt ließ ich alle Tiere etwa zwei Tage trocknen. Nach dieser Zeit waren sie ganz sicher trocken. Während dieser Trocknungszeit besserte ich hier und da noch Unebenheiten an den Figuren mit frischer Masse aus. Als ich mir ganz sicher war, dass die Tiere getrocknet waren, malte ich die beiden größeren Tiere mit meinen Acryllackfarben auf Wasserbasis an. Die beiden kleinen Mäuse ließ ich so. Als die Farben getrocknet waren, überzog ich alle Tiere mit zwei Schichten eines glänzenden Klarlacks. Das ist immer empfehlenswert, da das Kaltporzellan nicht wasserfest ist, und ich finde, wenn man sich schon so viel Mühe gibt, sollten die Werke auch haltbar sein.

Ich habe alle fertigen Tiere fotografiert, die beiden größeren jeweils von zwei Seiten:


Der Fuchs ist mit Ohren etwa 4 cm hoch.

Von diesem Kaltporzellan bin ich immer wieder begeistert. Es ist billig und man kann es ganz leicht und schnell herstellen. Vor einem Jahr habe ich daraus die ersten Anhänger gebastelt, was sich ganz einfach bewerkstelligen ließ, und ich fand, dass sie dabei sehr gut aussahen. Deshalb habe ich für den diesjährigen Wintermarkt auch wieder welche gebastelt. Da ich die Anhänger vom letzten Jahr auch lackiert hatte, konnte ich sie im feuchten Keller lagern, ohne dass sie einen Schaden davon getragen hatten. Jetzt hatte ich nicht nur Anhänger gebastelt, sondern kleine Tiere, was auch wunderbar ging.

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