Allgemein
Schreibe einen Kommentar

Portraitzeichnungen

Köpfe wollten mit Bleistift auf das Papier gebannt werden. Köpfe von berühmten noch lebenden Persönlichkeiten. Für die Ewigkeit, auf dass sie niemals in Vergessenheit geraten sollten…

Es gab eine Zeit, als ich sehr gerne und wie besessen Portraits gezeichnet habe. Ich hatte ein kleines Skizzenbuch, und auf jede leere Seite kam eine neue Zeichnung. Manchmal täglich, dann lag wieder ein Jahr oder mehr dazwischen. Meistens waren es Schauspieler, deren Fotos ich im Internet gefunden hatte. Ich zeichnete also, bis das Buch voll war. Das letzte Portrait im Buch entstand vor etwa 10 Jahren. Danach habe vielleicht noch ein oder zwei Kinderportraits angefertigt. Bis ich Jahre später Spaß daran gefunden hatte, Tiere zu malen.

Jetzt bin ich nun seit einem Jahr bei Instagram recht aktiv, ich sehe mir sehr gerne an, was andere Leute kreativ so machen. So sind mir auch einige Bleistiftzeichnungen von Menschen aufgefallen, die mir wieder meine Lust am Portraitzeichnen geweckt haben.

Nun musste ich mir natürlich überlegen, wen ich jetzt darstellen wollte. Es sollte niemand sein, den ich schon einmal gezeichnet hatte. Dabei fielen eine Menge deutscher und internationaler Schauspieler weg, und die Beatles, deren Fotos in einem Buch waren. Da ich sehr gerne Musik höre, und ganz besonders die Musik der britischen Band Muse, kam ich schnell auf den Sänger der Band, Matthew Bellamy.

Ein geeignetes Foto war schnell im Internet gefunden, und ich druckte es mir in Farbe aus. Dann begann ich, zu zeichnen. Ich skizzierte als erstes den Umriss des Gesichts, in den ich grob die Augen mit Brauen und die Nase platzierte. Dann arbeitete ich das Gesicht plastisch mit allen Schatten aus. Dabei ging ich von oben nach unten vor, ich fing also bei der Stirn an, zeichnete dann die Augen, die Nase und den Mund und zuletzt schraffierte ich das Kinn. Als ich mit dem Gesicht zufrieden war, wobei ich mir den Mund ein zweites Mal vorgenommen hatte, weil mir das Gesicht nicht ähnlich genug vorkam, malte ich die Ohren, die Haare, den Hals und am Schluss das Hemd.

Nachdem ich das fertige Portrait noch einmal für einige Zeit liegen gelassen hatte, besserte ich hier und da noch einmal aus und fixierte die Zeichnung mit einem Haarspray, so dass man sie nicht mehr verwischen konnte. Das Endergebnis ist hier auf dem Foto zu sehen:

Weil mir das Zeichnen großen Spaß gemacht hat, zeichnete ich kurze Zeit später ein weiteres Portrait. Auf Matthew Perry bin ich gestoßen, da ich einen Bericht über das 25-jährige Jubiläum der amerikanischen Sitcom Friends im Radio gehört hatte. Außerdem gefiel mir, dass er den gleichen Vornamen trägt wie der Sänger von Muse.

Auch hier suchte ich mir ein passendes Bild im Internet, druckte es mir aber nicht aus, sondern zeichnete direkt vom Bildschirm meines Mobiltelefons ab. Das ging erstaunlich gut. Bei diesem Portrait ging ich ganz genauso vor wie bei dem anderen. Und hier ist das Ergebnis:

Beide Portraits habe ich mit einem Feinminenbleistift der Breite 0,5 mm und der Bleistifthärte 2B auf Zeichenpapier gezeichnet. Sie sind etwas kleiner als DINA 4.

Ich bin ganz zufrieden mit den Arbeiten. Es war allerdings ziemlich anstrengend, es so hinzubekommen, dass die Zeichnungen den lebenden Personen ähnlich sehen, und sie auch zu erkennen sind. Man selbst kann am Ende gar nicht richtig beurteilen, ob das dann so ist oder nicht. Aber ich denke, sie sind ganz gut getroffen. Wenn man fremde Tiere im Zoo malt, ist dieser Punkt gar nicht so wichtig, man muss also beim Zeichnen nicht so genau sein, Hauptsache, man erkennt, was es für ein Tier sein soll, wie bei meinem Elefanten und meinem Löwen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.