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Schlenker-Hund zum Selbermachen

Hier möchte ich mal zeigen, wie ich einen relativ einfachen Hund aus Stoff bastele.

Zuerst überlege ich mir grob, wie er in etwa aussehen soll, was für Arme und Beine er bekommen soll, oder wie die Schnauze werden soll. Dann versuche ich, diese Vorstellung in ein Schnittmuster zu übersetzen. Dieses zeichne ich mit Bleistift auf ein Blatt Papier und notiere mir dazu, wieviele Teile ich von jeder Form brauchen werde. Im Fall des Schlenker-Hundes habe ich mir folgendes Schnittmuster gezeichnet:

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Ihr müsst es gedanklich noch mal um 90° drehen. Jetzt habe ich mein fertiges Schnittmuster. Nun pause ich die einzelnen Formen auf Papier ab, und zwar so viele, wie benötigt werden, z. B. braucht man für die Beine 4x das Bein, also vier Teile. Alle Teile schneide ich aus und lege sie auf die Stoffe. Hierbei sollte man auf die Florrichtung achten. Für den Hund habe ich zwei verschiedene Fleece-Stoffe und zwei Baumwollstoffe verwendet. Auf die Baumwollstoffe habe ich vorher Flies zur Verstärkung aufgebügelt.

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Anschließend übertrage ich die Teile mit einem Stift auf die Stoffe und schneide sie mit einer Schere aus. Hierfür kann man selbstlöschende Filzstifte nehmen, oder auch andere Filzstifte, die man aber rauswaschen kann, d.h. sie sollten nicht wasserfest sein. Für die Baumwollstoffe verwende ich immer einen Bleistift. Beim Ausschneiden schneide ich die Teile mit einem 2 mm breiten Rand aus.

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Auf dem Bild oben sind nun die ausgeschnittenen Teile so zu sehen, wie sie an dem Hund angeordnet sind, der Kopf ist oben und die Beine unten.

Jetzt kann man mit dem Nähen anfangen. Zuerst nähe ich Ohren, Arme, Schwanz und Beine zusammen, und zwar so, dass man sie noch bequem umdrehen kann. Die Ohren, die Arme und der Schwanz haben zwei Teile, die links auf links zusammengenäht werden. Bei den Beinen nähe ich dann noch die Sohle unten auf, nachdem ich die beiden Beinteile aufeinander genäht habe. Zusätzlich kann ich jetzt schon mal die Schnauzenteile an die Kopfteile nähen.

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Auf dem Bild oben kann man sehen wie weit Nähte der Gliedmaßen jeweils gehen. Nun drehe ich Ohren, Arme, Schwanz und Beine um.

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Ich schließe die oben gezeigten Teile von außen von oben nach unten mit dem Matratzenstich. Die Ohren und den Schwanz vollständig, Bei Armen und Beinen lasse ich jeweils ein kleines Loch, um sie später ausstopfen zu können.

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Jetzt nähe ich die Ohren zwischen die Abnäher am Kopf und den Schwanz zwischen den Abnäher am Körper, wobei ich vorher jeweils an den Abnähern den Stoff noch etwas gerade einschneiden muss, damit die Teile ordentlich Platz haben. Zudem nähe ich beim blauen Stoff den Abnäher zusammen, sowie ich die beiden Seitenteile des Kopfes vorne von der Stirn bis zum Hals zusammen nähe. Das sieht dann so aus:

Anschließend nähe ich beiden Teile des Kopfes links auf links aufeinander, so dass die Ohren jetzt innen liegen:

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Und nun kommt der wie ich finde schwierigste Teil der ganzen Arbeit. Ich nähe die beiden Teile des Körpers an den Kopf, wobei ich bei der Mitte des blauen Vorderteiles beginne, denn man sieht hier genau, wo die Mitte des Kopfes ist. Die Mitte des Vorderteiles schätze ich so in etwa. An den jeweiligen Rändern nähe ich jeweils einen Arm zur Hälfte zwischen den Stoff des Kopfes und den des Körpers. Hierbei muss ich darauf achten, dass die Arme nach vorne zeigen. Mit dem Hinterteil des Körpers verfahre ich genauso.

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Jetzt nähe ich die Körperteile an beiden Seiten zusammen.

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Mit der letzten Naht nähe ich das Bodenteil des Körper links auf links auf das Vorderteil des Körpers, wobei ich vorher die Beine dazwischen lege. Die Beine müssen in die richtige Richtung zeigen, hier sollte man unbedingt darauf achten. Die Beine zeigen nach innen und die Füße jeweils nach oben. Die Naht zwischen Boden- und Hinterteil des Körpers bleibt offen, damit der Hund gewendet werden kann.

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Nun kann der Hund gewendet werden und sieht dann so aus:

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Nacheinander stopfe ich Beine, Arme und Kopf/Körper mit Füllwatte aus und verschließe die jeweiligen Löcher von außen mit Matratzenstich. Zum Schluß sticke ich Augen, Nase und Mund auf.

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Wenn man will, kann man jetzt noch die Schnauze mit Nadel, Faden und wenigen Stichen modellieren. Bei meinem ersten Hund hatte ich das mal ausprobiert.

 

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