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Frauenportrait in Bleistift

Verschiedene Motive wollten nacheinander auf ein Blatt Papier gebracht und dort verewigt werden. Dinge, Tiere und Menschen. Menschen waren am schwierigsten und stellten die größte Herausforderung dar. Doch auch sie konnten nicht für immer verborgen bleiben. Sie mussten irgendwann an die Oberfläche kommen…

Nachdem ich überwiegend Männergesichter gezeichnet hatte, sollte es dieses Mal eins einer Frau werden. Schon vor längerer Zeit war ich auf die Suche gegangen und hatte dabei diese eine deutsche Schauspielerin ins Visier genommen. Da sie mich schon häufiger beeindruckt hatte, wollte ich nun Claudia Michelsen zeichnen. Im Internet fand ich ein Bild von ihr, das nicht aus einem Film stammte, und das ich verändert darstellen wollte.

Als erstes skizzierte ich hier die groben Umrisslinien:

Als ich mit ihnen zufrieden war, legte ich grob die Lage der Augenbrauen fest. Anschließend arbeitete ich die Stirn plastisch aus. Beim Zeichnen eines Portraits gehe ich immer gleich vor. Das Gesicht entstand auch hier von oben nach unten. Als ich mit der Stirn zufrieden war, skizzierte ich Augen, Nase und Mund, bevor ich bei den Augen ins Detail ging:

Nach den Augen schattierte ich die Nase und die Wangenpartien:

Anschließend arbeitete ich den Mund, das Kinn und die Ohren plastisch aus, so dass das Gesicht nun fertig war:

Jetzt zeichnete ich die Haare im Detail auch von oben nach unten, um dem Gesicht eine Frisur zu geben. Zum Schluss verpasste ich dem Kopf eine Schulterpartie mit einem Pullover, die auf dem Original so nicht zu sehen ist. Und da ich mit dem Mund überhaupt nicht zufrieden war, habe ich ihn auch noch mal geändert. Ich habe die Zeichnung mal fotografiert:

Ich packte die Zeichnung weg und schaute sie mir mehrere Stunden lang nicht mehr an. Dann holte ich sie wieder heraus. Nur so konnte ich feststellen, was nicht stimmte, und hier und da noch Fehler entdecken. Ich besserte die Zeichnung an so mancher Stelle aus, bis ich am Schluss aufgab, obwohl ich immer noch nicht 100%ig zufrieden war. Die endgültige Version sah so aus:

Ich habe das Portrait auf ein Blatt Kopierpapier im Format DINA4 gezeichnet mit einem Feinminenbleistift der Stärke 0,5 und der Härte 2B.

Bei so manchem Portrait habe ich am Schluss das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, aber ich finde den Fehler einfach nicht. Hier habe ich den Mund mehrfach wegradiert und wieder hingezeichnet, bis ich dann irgendwann beschlossen hatte, dass ich ihn nicht mehr besser machen konnte. Auch wenn man dann nicht ganz zufrieden ist, muss man aufhören und die Zeichnung für fertig erklären, sonst wird man verrückt. Und wenn ich sie dann wieder betrachte, finde ich sie doch ganz gut gelungen. Zuletzt hatte ich eine Rose gezeichnet.

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