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Eine kleine Puppe

Ein kleines Baby war in ein wenig zu große Kleidung gesteckt worden. Dadurch sah es etwas dicker aus, als es war. Aber in der flauschigen Kleidung fror es nicht…

Nachdem es mir sehr großen Spaß gemacht hatte, eine erste Puppe von Kopf bis Fuß zu basteln, beschloss ich, eine weitere Puppe zu modellieren und zu nähen. Doch dieses Mal sollte sie wesentlich kleiner sein, wobei ich daran dachte, sie etwa halbsogroß zu machen. Da diese Puppe dann wirklich klein werden sollte, stellte sie eine wahre Herausforderung dar.

Wie auch bei der anderen Puppe, fing ich auch hier mit dem Kopf und den Gliedmaßen an. Ich modellierte zuerst den Kopf, dann nacheinander beide Hände und beide Füße aus einer ofenhärtenden Modelliermasse. Dabei ging ich langsam und schrittweise vor, das heißt ich härtete nach jedem Schritt das entsprechende Teil im Ofen, bevor ich weiter modellierte. Als ich mit allen fünf Teilen zufrieden war, steckte ich sie abschließend zum Härten in den Ofen.

Da ich alle Teile schneller und einfacher nachbasteln wollte, beschloss ich, für Kopf, Hände und Füße jeweils eine zweiteilige Form herzustellen. Hierzu dienten die modellierten Teile als Modelle, die ich mit flüssigem Silikonkautschuk übergoss, der gummiartig aushärtete. Dabei wird beispielsweise eine Hand zur Hälfte in eine Knetmasse eingebettet und dann übergossen. Nach dem Härten wird die zweite Hälfte gegossen, indem das Modell in die erste Hälfte der Form gelegt und diese mit Trennmittel eingepinselt wird. Hier habe ich mal die Formen für eine Hand und einen Fuß fotografiert:

Als alle Formen fertig waren, konnte ich alle fünf Teile problemlos aus ofenhärtender Modelliermasse nachbasteln. Hierzu füllte ich alle Formenteile vollständig mit Modelliermasse und steckte die Formen zusammen mit Modelliermasse für eine kurze Zeit in den Backofen. Anschließend setzte ich die halben Köpfe, Hände und Füße zum jeweiligen Ganzen mit Hilfe flüssiger ofenhärtender Masse zusammen. Danach kam wieder alles zum Härten in den Backofen. Zum Schluss besserte ich alle Teile noch hier und da aus. Auf dem folgenden Foto ist ein vollständiger Satz zu sehen:

Als ich mit allem zufrieden war, malte ich am Kopf die Augen, die Lippen und die Wangen mit Acrylfarben an. Und der Hinterkopf bekam Haare.

Jetzt musste ich den Körper nähen. Hierfür verkleinerte ich das Schnittmuster der großen Pupe entsprechend, wobei ich ein wenig Herumprobieren musste. Aber schließlich klappte es ganz gut. Nachdem ich alle Einzelteile aus rosafarbenem Fleece-Stoff ausgeschnitten hatte, nähte ich den Körper, die Arme und die Beine zusammen, und stopfte sie aus. Anschließend setzte ich alle Teile, die harten und die weichen, zu einer Puppe zusammen:

Dann ging es an die Kleidung. Hier hatte ich weniger Glück. Auch hier verkleinerte ich die Schnittmuster der großen Puppe entsprechend und nähte Pullover und Hose, nur passte diese Kleidung so gar nicht. Nach einigen Fehlversuchen nähte ich eine Kleidung, die der Puppe ein klein wenig zu groß war. Doch damit gab ich mich zufrieden. Ich habe die bekleidete Puppe mal von vorne fotografiert:

Und hier sieht man den Vergleich zwischen großer und kleiner Puppe:

Ich habe für beide Puppen die Kleidung in den gleichen Farben genäht.

Die kleine Puppe ist etwa 8,5 cm groß.

Die Arbeit an der kleinen Puppe war schon wirklich fummelig. Und ganz zufrieden war ich auch nicht, da ich den Kopf nicht richtig fest an den Körper gebunden bekommen habe. Denn wenn man nicht aufpasst, fällt der Kopf einfach ab. Ich werde noch eine zweite Puppe basteln, und vielleicht fällt mir da etwas besseres ein. Die große Puppe ist mir jedenfalls leichter gefallen.

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