Allgemein
Schreibe einen Kommentar

Kleiner liegender Hund

Ein kleiner Hund lag auf der Wiese in der Sonne. Da aber nichts Aufregendes geschah, wurde es ihm bald langweilig, und er schlief ein. Und träumte von anderen Tieren, die er nach Herzenslust verbellen konnte…

Ich habe mich mal wieder mit meinem Lieblingstier beschäftigt. Vor einiger Zeit hatte ich ja schon mal einen liegenden Hund gemacht, aber dann hatte ich irgendwann festgestellt, dass die Nase nicht stimmte, weil wir uns inzwischen einen Hund angeschafft hatten. Also war ich unzufrieden und ich wollte es besser machen, auch wenn ich es wahrscheinlich nie schaffen werde, einen vollkommen realistisch aussehenden Hund zu modellieren. Was aber vielleicht auch nicht so schlecht ist, denn dann kann ich immer wieder von vorne anfangen und jedesmal versuchen, es besser zu machen.

Diesen neuen Hund wollte ich wieder aus Gießharz gießen, weil ich ganz gern mehrere Exemplare einer Version haben möchte. Deshalb musste ich mir eine Gießform aus Silikonkautschuk basteln. Hierfür modellierte ich mir aus ofenhärtender Modelliermasse ein Modell, das ich im Backofen härtete. Ich habe hier mal ein Detail fotografiert, weil mir die Nase besonders wichtig war:

Auf dem Foto kann man die Nasenlöcher ganz gut erkennen. Um die Form herzustellen, bettete ich dieses Modell in Knete und platzierte das Ganze in ein Kästchen aus Karton:

Einen Trichter für das Eingießloch, Schnüre aus Knete für die Luftkanäle und Löcher für die Schlösser hatte ich zuvor angebracht. Nun goss ich flüssigen Silikonkautschuk in das Kästchen und ließ ihn über Nacht aushärten. Am nächsten Tag holte ich den ersten Teil der Gießform aus dem Kästchen. Um den zweiten Teil herzustellen, pinselte ich das fertige Formteil mit Trennmittel ein, steckte das Modell hinein, und packte das Ganze mit dem Modell nach oben in dasselbe Kästchen. Dieses goss ich dann wiederum mit flüssigem Silikonkautschuk aus, der über Nacht fest wurde. Nachdem ich den zweiten Teil aus dem Kästchen befreit hatte, entfernte ich noch Knetereste von der Form und sie war fertig.

Die fertige zweiteilige Form ließ ich zwei Tage liegen, bevor ich sie mit Polyurethan-Gießharz ausgoss. Der Hund aus Gießharz sah nun so aus:

Auch hier habe ich mal die Nase fotografiert und die Nasenlöcher kommen, wie ich finde, ganz gut raus:

Da ich meine Figuren gerne farbig haben möchte, habe ich einen der gegossenen Hund mit Acryllacken auf Wasserbasis angemalt. Das Ergebnis ist ganz oben zu sehen. Da bei dem angemalten Hund die Nasenlöcher nicht mehr so gut zu sehen waren, was mich störte, überlegte ich mir etwas Anderes. Ich drückte ofenhärtende Knete in beide Formteile und setzte die Form anschließend zusammen. Als ich sie wieder öffnete, konnte ich den fertigen Hund herausnehmen. Nach dem Härten im Ofen sah er so aus:

Mit der Nase war ich hier einigermaßen zufrieden, obwohl es ziemlich schwierig war, sie beim Herstellungsprozess schwarz zu bekommen.

Der Hund ist mit Schwanz 4,5 cm lang.

Es funktioniert ziemlich gut, mit Hilfe einer Silikonform Figuren aus Knete herzustellen, auch wenn die Form mehrteilig ist. Allerdings stellt es eine ziemliche Herausforderung dar, wenn die Figur gezielt mehrfarbig werden soll. Einfacher ist es da, Knete nur einer Farbe zu verwenden oder eine einteilige Form, wie bei meinen bunten Blumen.

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.