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Glücksklee

Ein kleines Kleeblatt hatte sich auf einen Siegelstempel geschlichen, um sich zu verewigen. Jetzt konnte es in Siegelwachs sooft gestempelt werden, wie es wollte…

Für die Hochzeit meines Bruders wollte ich einen Siegelstempel basteln, um das Hochzeitsgeschenk mit einem Stempelabdruck im Siegelwachs mit edler Farbe zu verzieren. Und da man einem Hochzeitspaar ganz oft viel Glück wünscht, kam mir recht bald ein vierblättriges Kleeblatt in den Sinn, das mir als Motiv dienen sollte.

Ich beschloss, den Siegelstempel aus Speckstein zu schnitzen. Also sägte ich mir ein kleines Stück von einem dunklen Speckstein ab. Anschließend brachte ich dieses Stück in eine konkrete Form, wobei ich mich an der ursprünglichen Form orientierte. Heraus kam dabei ein einigermaßen gleichmäßiges Dreieck.

Nun übertrug ich dieses Dreieck auf Papier und zeichnete darin ein kleines vierblättriges Kleeblatt mit Rand, das ich anschließend ausschnitt und wiederum auf das Stück Speckstein übertrug. Dann ritzte ich mit der Klinge eines Taschenmessers das Kleeblatt und den Rand drumherum ein. Das Stück Speckstein sah jetzt so aus:

Ich stempelte nun den Speckstein sowohl in Siegellack als auch in Siegelwachs, wobei es keinerlei Probleme gab:

Da man den Speckstein sehr glatt schleifen kann, kann man recht perfekte Abdrücke machen. Ich fand sie hier aber zu perfekt. Also beschloss ich, nochmal einen Siegelstempel aus Gießharz zu basteln.

Hierfür formte ich mir aus ofenhärtender Knetmasse ein dreieckiges Modell, in das ich das Motiv mit einem Zahnstocher einritzte. Nach dem Brennen im Backofen drückte ich dieses Modell in weiche Knete, und zwar so, dass ein recht hoher Rand entstand. Die so entstandene Form goss ich dann mit Polyurethan-Gießharz aus. Anschließend bastelte ich mir aus weiterer Knete eine Form für einen Griff, die ich ebenfalls mit Polyurethan-Gießharz ausgoss. Und zum Schluss klebte ich den Griff mit weiterem Harz an die Stempelscheibe.

Auf den folgenden Bildern sind das Modell und der fertige Siegelstempel zu sehen:

Den Siegelstempel aus Gießharz habe ich in Siegellack und Siegelwachs in verschiedenen Farben ausprobiert. Der Siegellack klebte mehr am Stempel als das Wachs, hier musste man den Stempel etwas schneller wieder abheben. Aber auch beim Siegelwachs gab es bei den verschiedenen Farben Unterschiede, so klebten die reinen Metallfarben auch mehr als die anderen Farben, das goldfarbene Wachs klebte sogar so sehr, dass ich es mit diesem Stempel nicht verwenden konnte.

Ich habe hier mal den Stempelabdruck in blauem Wachs und in goldenem Lack fotografiert:

Der Siegelstempel hat eine Seitenlänge von etwa 2,8 cm.

Generell kann man sagen, dass der Stempel aus Gießharz mit Siegelwachs besser funktioniert als mit Siegellack, aber auch hier muss man verschiedene Farben ausprobieren, um das beste Wachs herauszufinden. Für Weihnachten hatte ich die ersten Siegelstempel gebastelt, ich wollte die Geschenke mit den Siegelabdrücken verzieren.

 

 

 

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